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Aktionsbericht: Ein guter und wichtiger Tag für die Rechte der Erwerbsarbeitslosen!

Aktive Arbeits… am So., 03.05.2015 - 11:25
  • Erste Österreich weite Informationsaktion „Arbeitslose haben Rechte“
    Donnerstag, 30.4.2015, 7:30 – 11:30 in ganz Österreich am Tag der Arbeitslosen.
  • Übergabe der Petition an Bundespräsident Heinz Fischer: „Existenz bedrohende Sanktionen beseitigen!“
    Donnerstag, 30.4.2015, 12:00 – 12:30 Uhr, Ballhausplatz, 1010 Wien

Am Morgen waren Aktivisten und Aktivistinnen bei Kursinstituten präsent und verteilten die brandneuen Info-Flyer. itworks und IBIS Acam waren nur zwei der bekannten, großen Schulungseinrichtungen, wo Vorort viele Betroffene vor Kursbeginn erreicht werden konnten. Bei IBIS Acam nahmen die Teilnehmenden das Informationsmaterial gut und gerne an. Einige begannen sofort darin zu lesen, andere waren freudig erstaunt, dass es einen „Tag der Arbeitslosen“ gibt. Nur wenige zeigten kein Interesse.

In weiterer Folge trafen sich der Vorstand der „Aktiven Arbeitslosen Österreich“ mit einigen der ehrenamtlichen Mitwirkenden vor dem AMS für Jugendliche, am Gumpendorfer Gürtel 2b, 1060 Wien, zwecks Presse- sowie Infoarbeit, Sepp Zaunegger von okto prekär war zum Interview gekommen, und zur Absprache für die weiteren Verteilaktion.

Von dort schwärmten die fleißigen und engagierten Teams zu den AMS Geschäftsstellen aus um weitere Betroffene zu informieren. Vor dem AMS Schönbrunnerstrasse war reger Betrieb. Viele „Erste Hilfe Flyer“ fanden interessierte Abnehmer. Wir konnten auch Aufklärungsgespräche über individuelle Situationen mit Erwerbslosen führen. Zumindest ein AMS Mitarbeiter beschenkte sich selbst mit einem Flyer. Mit viel positivem Potential ausgestattet, trägt dieser jetzt womöglich zu einem achtsameren Umgang zwischen Erwerbslosen und BeraterInnen bei.

Ein wirklich bedeutungsvoller Tag um mit Menschen, die systemisch, künstlich gequält werden, über Ihre Lagen zu sprechen. Die Zeit ist überreif um aktiv in die Selbstverantwortung zu kommen und Menschen- und Arbeitslosenrechte wahr zu nehmen.

Zur Mittagszeit traf wir nach und nach am Ballhausplatz zur Petitionsübergabe ein. Vereinsobmann Martin Mair legte in einem kurzen Statement den Sinn der Aktion dar: Dass bei einem Hearing zur vergangenen Bundespräsidentenwahl eine ausführliche Frage zum Thema Existenzgefährdung durch AMS-Bezugssperren nur ausweichend beantwortet wurde und auch seither kein Stellungnahme des Bundespräsidenten gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen durch das Sanktionenregime zu lesen oder hören war.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer war nicht anwesend und wurde durch seinen Sprecher, Dr. Bruno Aigner vertreten. Freundlich wechselte er mit den Anwesenden ein paar Worte zur generellen Thematik der Erwerbsarbeitslosigkeit. Aus seiner Perspektive schienen seine Ausführungen zutreffend zu sein, jedoch hatte es mit den heutigen, stark veränderten Lebens- und wirtschaftlichen Bedingungen wenig gemein. Bruno Aigner versprach, dass der Bundespräsident die Petition an den Sozialminister weiter leiten werde. Ein Treffen in der Hofburg hat Aigner auch in Aussicht gestellt.

Mit dem Hit „Dear Mr. President“ von Pink gab die Gruppe noch ein „Ständchen gegen Sanktionen“ in Richtung Hofburg zum Besten. Zum besseren Verständnis las zuvor Kassierin und Organisationsreferentin Karin Rausch eine deutsche Übersetzung des Liedtextes vor.

Nach der gelungenen Aktion versammelten sich Aktivistinnen und Aktivisten in einem nahen Café. Das zusammen Sein mit regem Austausch hatte einen zusammenschweißenden und stärkenden Charakter. Das gute Gefühl, gemeinsam für eine lohnende Sache zum Wohle Vieler aufzutreten, sei daher jedem Motivation bei kommenden Veranstaltungen aktiv mit zu machen.

Wolfgang

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