Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.

AMS Graz Ost

Gitta Zöllner versus AMS/ErfA, Materalien: Rückmeldung UNIT / St. WUK

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 23:25
Body

<<< Zurück zum Bericht: Der Fall Gitta Zöllner versus AMS/ErfA: Ein Spießrutenlauf

Quelle: Akteinsicht am 8.10.2010

Arbeitsmarktservice Graz (6070)
Service für Arbeitskräfte
Niesenbergergasse 67-69
8021 Graz
DVR: 15601

Graz, am 08.0ktøber 2008

SV-Nr.: ***********
Brigitte Zöllner

Erstellung: Mag. Eva Pollam (E***) / 04.03.2008
Bearbeitung: Mag, Eva Pollam (E***) / 04.03.2008

Informationen / Gesprächsnotizen / Vermerke

Betreff: Begleitumstände Nichtaufnahme Arbeit bei STWUK

Frau Zöllner hatte, wie bekannt, ursprünglich zugesagt, daß sie bei UNIT (St. WUK) zu arbeiten beginnen würde. Laut den GKK-Richtlinien muß jeder Arbeitnehmer einen Tag vor der Arbeitsaufnahme angemeldet werden.

Am Wochenende hat Frau Zöllner dann auf den Anrufbeantworter von UNIT gesprochen und die vereinbarte AA abgesagt,

St. WUK (nicht UNIT) hat Frau Zöllner, denn Richtlinien der GKK entsprechend, angemeldet, denn von der Ansage auf den Anrufbeantworter wußte St. WUK nichts. Da wir wollten, daß UNIT noch einmal mit Frau Zöllner spricht, hat UNIT versucht, Frau Zöllner zu erreichen, was erst am Dienstag gelang. Frau Zöllner blieb bei der Absage.

Vorige Woche rief Frau Zöllner wütend (sehr aufgebracht) bei UNIT an und attackierte eine UNIT-Mitarbeiterin verbal, daß sie angemeldet worden sei, immerhin ginge es um ihr Geld (Anm.: gemeint ist das AL-Geld). Die Kollegin von UNIT wußte sich schließlich nicht zu helfen und ersuchte Frau Zöllner um einen "angemessenen Ton", da sie sich nicht beschimpfen lassen wolle, außerdem sei auf diese Art auch keine Klärung möglich.

Im Rahmen dieses Gespräches, behauptete Frau Zöllner auch, daß sie nicht am Wochenende, sondern schon am Freitag angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen.hätte.

Fakten sind:

1) Frau Zöllner Würde, wenn die "falsche" Anmeldung nicht bemerkt worden wäre, von St. WUK für zwei Tage ein Entgelt bekommen, also ein finanzieller verlust wäre nicht gegeben.

2) Hätte Frau Zöllner wirklich am Freitag zu den Bürozeiten angerufen, stellt sich die Frage, warum spricht sie auf einen Anrufbeantworter und nicht mit einem Mitarbeiter von UNIT?

Die AMS-Projektbetreuung ist mit UNIT so verblieben, daß UNIT sich nicht weiter bemühen soll, Frau Zöllner einen adäquaten Arbeitsplatz zu beschaffen, denn bei diesem Verhalten von Frau Zöllner, sehen wir keine Möglichkeit einer Zusammenarbeit,

***** *****

Benutzercode E*** Uhrzeit 11:47 Seite 1

Gitta Zöllner versus AMS/ErfA, Materalien: Rückmeldung Trenkwalder

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 23:22
Body

Arbeitsmarktservice Graz (6070)
Service für Arbeitskräfte
Niesenbergergasse 67-69
8021 Graz
DVR: 15601

Graz, am 08. 0ktøber 2008

SV-Nr.: ***********
Brigitte Z.

Erstellung: Mag. ***** ***** (E118) / 18.04.2008
Bearbeitung: Mag. ***** ***** (E118) / 18.04.2008

Informationen / Gesprächsnotizen / Vermerke

Betreff; 2.RM: nicht allzu zuvorkommendes Auftreten d. Kdin

Liebe Frau P******!

Leider muss ich sagen, dass die Chancen nicht allzugut stehen. Sie ist doch schon seit einiger Zeit arbeitssuchend und ist im persönlichen Gespräch bei einem meiner Kollegen auch nicht allzu zuvorkommend aufgetreten.

Mit freundlichen Grüßen

Mag, (FH) ***** ******* I Jobagentin Technik / EDV / Büropersonal
Trenkwalder Personaldienste GmbH
IHR JOB IST UNSERE MISSION.
St. Peter Gürtel 10a I A-8042 Graz
Tel: +43/316/71 49 29 - 2123 I Fax: +43/316/71 49 29 - 3004

mailtø: *******@trenkwalder.com, www.trenkwalder.com

Benutzercode E*** Uhrzeit 11:47 Seite 1

Gitta Zöllner versus AMS/ErfA, Materalien: Akteinsicht 8.10.2008

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 23:14
Body

<<< Zurück zum Bericht: Der Fall Gitta Zöllner versus AMS/ErfA: Ein Spießrutenlauf

Arbeitsmarktservice Graz (6070)
Service für Arbeitskräfte
Niesenbergergasse 67-69
8021 Graz
DVR: 15601

Graz, am 08.0ktøber 2008

SV-Nr.: ***********
Brigitte Zöllner

Erstellung: Mag. ***** ***** (E***) / 08.10.2008
Bearbeitung: Mag. ***** ***** (E***) / 08.10.2008

Informationen / Gesprächsnotizen / Vermerke

Betreff: §-10 Niederschrift - von 8:30 - 10:45 !!!!!

Die Aufnahme der § 10 Niederschrift mit Kundin, Vertreterin von AMSEL und ALSTV Karin Ausserhofer dauerte über 2 Stunden, da die Amselvertreterin Frau Schaupp Grundsatzdiskussionen führen Wollte und auch führte: z.B: Es muß reichen, wenn ein Arbeitssuchender 1 x während seiner Vormerkzeit zu einem Kurs geht - egal wie lange die Arbeitslosigkeit dauert oder es ist Frau Zöllner nicht zumutbar, in diesen Kursen zu sein, oder diese Kurse sind insgesamt nicht unterstützend, etc. Frau Schaupp gibt auch an, genau über den Tagesrhythmus und den Gemütszustand der Kundin Bescheid zu wissen und meint, zu wissen, was die Kundin braucht: nämlich keine Unterstützungsmaßnahmen vom AMS. Die Kundin gab zuerst an, sie wäre über Erfa nicht informiert worden - Beraterin konnte aber schlüssig beweisen, daß die Kundin über Erfa informiert wurde - da die Kundin in diesem Gespräch am 2.9. anführte, ein Sozialverein wäre kein Arbeitsplatz für sie, da sie völlig unsozial wäre. Auch wurden ihren Bedenken im Rahmen des Betreuungsplans Raum gegeben, es wurde festgehalten, daß er nicht einvernehmlich erstellt wurde und die Gründe der Kundin wurden erfragt und eingetragen. (siehe BP) Die Weigerung an der Erfamaßnahme Schritt für Schritt teilzunehmen ist aus Sicht der Beraterin nicht nachvollziehbar, da die Arbeitslosigkeit der Kundin seit 2004 durchlaufend ist, davor waren einige kürzere Dienstverhältnisse. Durchgehend beschäftigt war die Kundin bis 1999. Ihre Argumentation, daß die Kurssituationen für sie demotivierend sind, ist nicht haltbar, denn auch das Einzelcoaching bei Büro für Jobmanagement - Frau Wiener - empfand sie als nicht unterstützend und als Zumutung. Die Kundin führt an, daß sie eh einen Englischkurs absolvierte und damit sozusagen ihre Motivation zeige. Dem steht entgegen, daß die Kundin einen konkreten, hochqualifizierten Arbeitsplatz bei UniT nicht nur ablehnte, sondern sich auch sehr anmassend und unangemessen den potentiellen Arbeitgebern und Mitarbeitern von UniT [Anlage 4, Anlage 5, Anlage 6, Anlage 7]gegenüber verhielt (siehe Rückmeldungstext) Weiters erfolgte eine Rückmeldung von einem Personalleaser: Kundin verhielt sich im Vorstellungsgespräch nicht freundlich (siehe Rückmeldungstxt.)

Benutzercode E*** Uhrzeit 15:45 Sete 1

Gitta Zöllner versus AMS/ErfA, Materalien: Niederschrift 8.10.2008

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 23:09
Body

<<< Zurück zum Bericht: Der Fall Gitta Zöllner versus AMS/ErfA: Ein Spießrutenlauf

Arbeitsmarktservice

Niederschrift

Aufgenommen mit: Frau Brigitte Zöllner, SVNr.: **** ******

Ort und Zeit der Amtshandlung: Graz, 8.10.2008, 09:21

Geleítet von: Mag. ***** *****

Weitere amtliche Organe und sonstige Anwesende ALSTV ***** *****, Margit Schaupp von Amsel

Gegenstand der Verhandlung:

Weigerung an einer Maßnahme zur Wiedereingliederung teilzunehmen

Die Aufnahme dieser Niederschrift erfolgt ohne Verwendung von akustischen Aufnahmegeräten und in Vollschrift.

Da die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Vermittlung am Arbeitsmarkt nicht ausreichten wurde Frau Brigitte Zöllner wurde vom Arbeitsmarktservice am 2.9.2008 der Auftrag erteilt, an der Maßnahme Schritt für Schritt bei Erfa zur Unterstützung der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nach längerer Arbeitslosigkeit teilzunehmen.

Beginn der Wiedereingliederungsmaßnahme am 22.9.2008.

Ich, Brigitte Zöllner, erkläre nach Belehrung über die Rechtsfolgen nach § 10 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AIVG) - Verlust des Anspruches auf Arbeitslosengeld für die Dauer der Weigerung, mindestens jedoch für sechs bzw. acht Wochen - dass ich nicht bereit bin, an der angebotenen Wiedereingliederungsmaßnahme teilzunehmen, da ich nach dem Informationstag bei Erfa zum Schluss gekommen bin, dass ich „es mir gegenüber nicht rechtfertigen kann, aufgrund meiner Ausbildungen, Qualifizierungen, Fähigkeiten und Kenntnisse, sowie beruflicher Praxis mein Einverständnis zu dieser Maßnahme zu geben. Meine Eltern Waren bemüht, mir eine solide berufliche Basis zu ermöglichen.

Ich wurde über die Vorschreibung einer Kontrollmeldung für den 3.11.2008 um 8:00 Uhr und die Rechtsfolgen des § 49 AJVG bei Nichteinhaltung informiert

Stellungnahme des Schulungsträgers: siehe Rückmeldung erfa – PST-tXt7

GZ: 2987 080852 (Seite 2)

Zu den Angaben des Schulungsträgers erkläre ich folgendes: Bei Erfa werden dieselben Inhalte vermittelt wie bei Stopp and Go und ich brauche das nicht mehr. Diese Maßnahmen sind ausschließlich demotivierend und nicht unterstützend. Und die Berichte dieser Einrichtungen Werden anscheinend nicht berücksichtigt. Frau Schaupp erklärt: "Frau Zöllner muss in diesen Maßnahmen dauernd die Problemlagen anderer Arbeitslosen mittragen - das ist ihr nicht zumutbar. Bei Frau Zöllner scheitert es nur am Alter.

Als berücksichtigungswürdige Gründe gebe ich folgendes an: Bereits 1999 habe ich mich im Magistrat Graz als Sekretärin aufgrund einer offiziellen Anzeige in der Kleinen Zeitung beworben, und hatte dort schon damals keine Chance aufgrund meines Alters. Ich habe unter anderem auch im Magistrat Graz Schulungspraktika absolviert und unter anderem auch im Seniorenzentrum und im Geriatrischen Krankenhaus der Stadt Graz absolviert und bin jetzt nicht mehr an Praktika im Magistrat interessiert, weil sich damals kein Dienstverhältnis ergeben hat und auch heute sich keines ergeben wird. Bei Erfa werden dieselben Inhalte vermittelt wie zuletzt bei Stopp and Go und ich brauche das nicht mehr. Diese Maßnahmen sind ausschließlich demotivierend und nicht unterstützend. Und die Berichte dieser Einrichtungen werden anscheinend nicht berücksichtigt. Diese Maßnahme bringt für mich keinen individuellen Nutzen und ist keine Unterstützung für mich. Frau Schaupp erklärt: "Frau Zöllner muss in diesen Maßnahmen dauernd die Problemlagen anderer Arbeitslosen mittragen - das ist ihr nicht zumutbar. Bei Frau Zöllner scheitert es nur am Alter.

Ich bin nach dem Informationstag bei Erfa zum Schluss gekommen, dass ich es mir gegenüber nicht rechtfertigen kann, aufgrund meiner Ausbildungen, Qualifizierungen, Fähigkeiten und Kenntnisse, sowie beruflicher Praxis mein Einverständnis zu dieser Maßnahme zu geben. Meine Eltern Waren bemüht, mir eine solide berufliche Basis zu ermöglichen. Als Weitere berücksichtigungswürdige Gründe führe ich an bzw. lege ich meinen Lebenslauf, sowie eine Aufstellung meiner Aus- und Weiterbildungskurse bei.

Die Niederschrift wurde vorgelesen

(LeterIn der Amtshandlung)

(Partei)

(Sonstige Anwesende)

8021 Graz, Niesenbergergasse 67-69
Telefon (0316) 7080, Telefax (0316) 7080-607190
DVR 15601

(Seite 3)

Anlagen: Beitexte zur NS, Rückmeldungen von ErfA, Trenkwalder, UniT

Stellungnahme des Arbeitsmarktservice: Da die Maßnahme Erfa – Schritt für Schritt aufgrund der langen Arbeitslosigkeit der Kundin (siehe VMS)sehr wichtig wäre, um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. dabei zu unterstützen, ist Sanktion gerechtfertigt.

Entscheidung des/der Leiters/in oder deren/dessen Beauftragte/r:

Die Rechtsfolgen des § 10 AlVG sollen mangels Vorliegen von Nachsichtgründen eintreten.

Der/Die Leiter/in bzw. sein/e Beauftragte/r: Unterschrift

Anlagen:

Gitta Zöllner vs. ErfA/AMS Materalien: Materalien: Aktennotiz von Arno List

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 23:03
Body

<<< Zurück zum Bericht: Der Fall Gitta Zöllner versus AMS/ErfA: Ein Spießrutenlauf

25.8.2008

Rückmeldung zum am 22.9.08 geplanten Kurseinstieg (und geplante Arbeitsaufnahme) von Frau Brigitte Zöllner **** ****** in die AMS-Kursmaßnahme Qualıfizíerung zählt (Träger ERFA)

Frau Zöllner kam in der Woche vor dem 22.9.08 in Begleitung eines Vereinsmitgliedes von AMSEL zum Verein ERFA und begehrte ein Gespräch mit einem Vertreter des Trägers bezüglich des am 22.9.08 geplanten Kurseinstieges, und um sich den Kursplatz anzusehen.

Anwesend beim Gespräch waren Herr Otmar Pfeifer und Frau Prach.

Im Prinzip wiederholte Frau Zöllner das gleiche wie beim Infotag. Frau Prach fragte sie darauf, ob sie ihre Rede auswendig gelernt hätte, worauf Frau Zöllner bejahte.

Schließlich wollte sie von den ERFA-Mitarbeitern, wie auch am Infotag, daß sie ihr sagten, sie müsse an der Kursmaßnahme teilnehmen.

Weder Frau Prach noch Herr Pfeifer waren dazu bereit, sie betonten, daß diese Entscheidung

Frau Zöllner selbst treffen müsse.

Am 22.9.08 kam Frau Zöllner zum Kurs.

Sie hatte sofort ein Einzelgespräch mit Frau *******, die zu diesem Gespräch Frau ********* **** (ERFA-Mitarbeiterin) zuzog.

Frau Zöllner sagte im Einzelgespräch:

"Ich werde diese Qualifizierung nicht machen, da ich bereits Büroqualifizierungen besucht habe und auch schon eine Praktikumsstelle beim Magistrat und diverse andere Bürostellen absolvierte. Der Nutzen dieser Arbeitsaufnahmen sind für mich in Frage gestellt. Ich trage die vollkommenen Konsequenzen welche sich für mich durch die RGS-Graz ergeben können. Weiters bin ich nicht bereit ein DV zu beginnen, welches finanzielle Nachteile zum meinem derzeitigen AL-Bezug bringt."

Vom Verein ERfA wurde darauf hingewiesen, daß es sich nicht um eine Büroqualifizierung handle, sondern vorwiegend um eine praktisch orientierte Qualifizierungsmaßnahme und Arbeitsvorbereitung in Form von Trainingsinhalten (soft skills).

An Arbeitsstellen wurden Frau Zöllner Bürostellen bei Betrieben der freien Wirtschaft, im Magistrat Graz und bei ERFA selbst in Aussicht gestellt.

Es wurde von Frau Prach auch darauf hingewiesen, daß bei der Abwägung NH oder Entgelt zu bedenken sei, daß das Entgelt l4 mal jährlich zur Auszahlung komme und daß etliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen manchmal sogar eine kurzfristige finanzielle Schlechterstellung für die Chance, durch die Maßnahme eine besser bezahlte Stelle zu finden, in Kauf nehmen würden.

Frau Zöllner blieb dabei, daß sie nicht an der Kursmaßnahme teilnehmen werde, und füllte das AMS-Begehren für die Kursmaßnahme nicht aus.

Anmerkung List: Es wird in der Praxis nicht machbar sein, daß eventuell zukünftíge Maßnahmenteílnehmerínnen und -teilnehmer (ob mit oder ohne Begleitung) schon vor dem Maßnahmenbegínn zu den Institutionen gehen und dort mit dem Träger längere Diskussionen führen.

***** ***** e. h.

Graz, 25.9.08

Gitta Zöllner vs. ErfA/AMS: Rückmeldung von ErfA an das AMS vom 10.9.2008

Aktive Arbeits… am Mo., 19.12.2011 - 22:49
Body

10.9.2008

Infotag/Jobbörse für die AMS-Maßnahmen „“ (Kurs) und Projektarbeitsplatz „Schritt für Schritt“ am 10.9.08 - Termin 9:00 Uhr - Ort: AMS Graz, Parterre, Zimmer 0.040 B (linker Eingang) - anwesend waren Frau ***** ***** (Kursleiterin bei ERFA) und ***** *****(AMS Graz)

Frau Brigitte Zöllner 2987 080852 kam mit Frau Margit Schaupp (Obfrau des Vereines AMSEL) zum Infotag/zur Jobbörse. Es war der Wunsch von Frau Zöllner, daß Frau Schaupp bei dem Einzelgespräch (Bewerbungsgespräch) dabei ist. Frau Zöllner wurde zu Beginn des Gespräches von List ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es sein könne, daß beim folgenden Gespräch etwas zur Sprache kommen könnte, das dem Datenschutz unterliegt; Frau Zöllner erklärte, daß das in Ordnung sei, sie wolle Frau Schaupp beim Gespräch dabei haben. - Sie erklärte während des Gespräches von sich aus auch, daß sie zu Bewerbungsgesprächen allein hingehe, aber bei dieser Veranstaltung, die sie als Zwangsmaßnahme (sinngemäß) und eine Schikane von Frau Pollam sehe, wolle sie Frau Schaupp dabei haben.

Angeboten wurden im lnformationsteil des Infotages/der Jobbörse „allgemeine Büroarbeiten“, es wurde auch gesagt, daß es verschiedene Arbeitsstellen gäbe.

Mögliche Stellen wären z. B. allgemeine Büroarbeiten im Jugendamt des Magistrates Graz gewesen oder Bürotätigkeiten im Verein ERFA selbst (z. B. das Erstellen von Kursunterlagen [Texte zusammenstellen, verfassen, die Texte in ausdruckfähige Form bringen usw.] Ablagearbeiten usw. - bei den Arbeitsaufträgen bzw. Stellen werden die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiterlnnen berücksichtigt) usw.

Gleich zu Anfang nach dem Hereinkommen zum Bewerbungsgespräch in Form eines Einzelgespräches setzte Frau Schaupp zu einer Rede gegen die Einladung zu der gegenständlichen Veranstaltung an, worauf List sie unterbrach und sagte, daß gegen eine beratende und beobachtende Anwesenheit von ihr nichts spreche, daß aber das Gespräch mit Frau Zöllner geführt werde, der - und nicht Frau Schaupp - ein Kursplatz und darauf folgend ein Arbeitsplatz angeboten werde.

Während des gesamten Gespräches erfolgte keine Bewerbung von Frau Zöllner. Sowohl Frau Schaupp, die immer wieder aufgefordert werden mußte, sich auf eine beobachtende und beratende Funktion zu beschränken, als auch Frau Zöllner qualifizierten Kurs- und Stellenangebot fortwährend ab, so daß schließlich die paradoxe Situation gegeben war, daß Frau Prach und List in eine für die offenen Stellen werbende Position gedrängt wurden.

Trotz eines Hinweises, daß bei diesem Gespräch eigentlich eine Bewerbung von Frau Zöllner vorgesehen sei, änderte sich nichts am Verhalten der beiden Frauen. Keine der beiden Frauen fragten auch nur einmal nach, welche Stellen, welche Arbeiten konkret Frau Zöllner angeboten würden, sie sprachen beide nur von den hohen Qualifikationen, die Frau Zöllner habe, und das sie für den Arbeitsmarkt zu alt sei.

Der mehrfach gemachte Hinweis, daß hier Stellen im Bürobereich angeboten würden und daß das Alter der Bewerberinnen und Bewerber bei diesen Stellen nicht relevant sei, wurde immer wieder übergangen. (Anmerkung: Auf den Hinweis, daß die Arbeitslosigkeit von Frau Zöllner sicher nicht nur ein Problem des Alters sein könne, denn zu Beginn der langen Arbeitslosigkeit, die nur von kurzen Arbeitsverhältnissen unterbrochen ist, war Frau Zöllner noch wesentlich jünger, wurde verzichtet, da er nicht sinnvoll. schien, da eine Feststellung der Fähigkeiten und Kenntnisse im Rahmen des Gespräches nicht möglich war (Dazu könnte die Teilnahme an der AMS-Maßnahme wesentlich beitragen.). Aus diesem Grund wurde auch die „hohe Qualifikation“ nicht angezweifelt, denn, wie den bisherigen Arbeitsverhältnissen zu entnehmen ist, weist nichts auf eine besonders hoch qualifizierte Arbeit hin, es schien sich eher immer um allgemeine Büro- und Sekretariatsarbeiten gehandelt zu haben. Da die Arbeiten im Bürobereich einem ständigen, schnellen Wandel unterliegen (besonders die Entwicklung der EDV trägt dazu bei), ist anzunehmen, daß Frau Zöllners Kenntnisse und Fähigkeiten auf Grund der langen Arbeitslosigkeit den üblichen Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt im Bürobereich nicht gerecht werden. Gerade aus diesem Grund wäre aber, wie schon erwähnt, eine Auffrischung der Kenntnisse und Fähigkeiten, wie sie die AMS-Maßnahme „Schritt für Schritt“ zu bieten hat, sinnvoll und notwendig.

Frau Schaupp meinte auch, als sie nach der Bezahlung fragte (Euro 1.100,10 brutto pro Monat lt. KV), daß die Bezahlung lächerlich gering sei (sinngemäß). Frau Zöllner sagte, daß sie ja Notstandshilfe mehr erhalte, ca. Euro 1l.000,00,- je nach Monat. Auch wolle sie nicht in eine Sozialmaßnahme „hineingedrückt“ werden.

Nachdem es nicht gelang Frau Zöllner für die angebotenen Stellen zu interessieren bzw. einen Zustand zu erreichen, der einem Bewerbungsgespräch ähnelt, wurde Frau Zöllner von mir direkt gefragt, ob sie an einer der angebotenen Stellen und am Kurs prinzipiell interessiert sei (wieder mußte Frau Schaupp auf ihre lediglich beratende und beobachtende Funktion hingewiesen werden, weil sie für Frau Zöllner das Reden übernehmen wollte). Auf rnehrmaliges nachfragen antworteten beide Frauen, daß Frau Zöllner, wenn es gesetzlich vorgeschrieben sei, ihren Verpflichtungen nachkommen würde.

Schließlich drängten beide List zur Aussage, daß Frau Zöllner an den Maßnahmen teilnehmen müsse und das AMS sie bei einer Ablehnung der Maßnahmen nach § 10 des AIVG (Arbeitslosenversicherungsgesetzes) sanktionieren würde.

List erklärte, daß er keine Sanktionen verhängen würde, daß er lediglich das Einzelgespräch dem AMS-Berater/der AMS-Beraterin rückmelden werde. Die AMS-Beraterin/der AMS- Berater werde dann entscheiden, ob ein Sanktion nach § 10 des AIVG gerechtfertigt sei. Die endgültige Entscheidung träfe der Beirat, der paritätisch besetzt sei. Frau Schaupp bezeichnete diese Erklärung als Haarspalterei. List antwortete, daß ihr selbstverständlich frei stehe, eine gesetzliche Regelung so zu sehen.

Auf neuerliches Nachfragen, ob Frau Zöllner an den AMS-Maßnahmen teilnehmen, also in den Kurs einsteigen und anschließend eine Arbeit im Bürobereich aufnehmen wolle, sagten beide Frauen wieder, daß List sagen müsse, daß es gesetzlich vorgeschrieben sei und Frau Zöllner an den Maßnahmen teilnehmen müßte, da ansonsten der § 10 nach AlVG angewendet werden würde. List antwortete darauf jedesmal, daß es nicht seine Aufgabe sei, jemanden zu zwingen, eine Stelle anzunehmen bzw. in eine AMS-Maßnahme einzusteigen, die Entscheidung, ob jemand an einer AMS-Maßnahme teilnähme bzw. eine Stelle annähme liege immer bei der Person selbst.

Schließlich gab Frau Prach Frau Zöllner ein Einladungsschreiben für die ERFA-Kursmaßnahme, die am 22.9.2008 um 8:00 Uhr beginnt, in die Hand und meinte, sie sei herzlich zur Kursmaßnahme eingeladen und es sei ein Platz in der Maßnahme für sie reserviert. Frau Zöllner nahm des Einladungsschreiben und verließ mit Frau Schaupp den Raum. Die vorliegende Rückmeldung gibt vollständig die Meinung von Frau ***** (Erfa) und ***** (AMS Graz) wieder.

Gitta Zöllner versus AMS/ErfA, Materalien: Akteinsicht 8.10.2008

Aktive Arbeits… am Mi., 08.10.2008 - 23:18
Body

<<< Zurück zum Bericht: Der Fall Gitta Zöllner versus AMS/ErfA: Ein Spießrutenlauf

Arbeitsmarktservice Graz (6070)
Service für Arbeitskräfte
Niesenbergergasse 67-69
8021 Graz
DVR: 15601

Graz, am 08.0ktøber 2008

SV-Nr.: ***********
Brigitte Zöllner

Erstellung: Mag. ***** ***** (E***) / 08.10.2008
Bearbeitung: Mag. ***** ***** (E***) / 08.10.2008

Informationen / Gesprächsnotizen / Vermerke

Betreff: Notstandshilferichtlinien:Vermittlung und Zumutbarkeit: Die Kundin ist genauestens über die Zumutbarkeitsbestimmungen und Vermittlung nach Notstandshilferichtlinien informiert, Sie führt an, daß sie für einen weniger qualifizierten Arbeitsplatz vom Dienstgeber ohnehin nicht angestellt werden würde. (Erfa hätte sie angestellt)› Kundin wurde noch einmal daran erinnert, daß ihr alle Arbeitsstellen zumutbar sind, die sie körperlich, geistig bewältigen kann und die ihr sittlich zumutbar sind.

Benutzercode E*** Uhrzeit 15:51 Seite 1