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Antworten der Fraktionen (in Reihenfolge der Antwort) zu Frage 3: Arbeitszeitverkürzung

Aktive Arbeits… am Don, 01.10.2015 - 21:26

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Unterstützen Sie eine Arbeitszeitverkürzung? In welchem Ausmaß, mit/ohne  Lohnausgleich und mit welchen begleitenden Maßnahmen?

wien anders (ANDAS): Ja Arbeitszeitverkürzung auf 30-Stunden. Langfristig die Einführung eines BGE. Mit Netto-Lohnausgleich. Seit 2008 sind die Reallöhne nicht gestiegen, es muss endlich zu Lohnerhöhungen kommen. Die wichtigste Begleitmaßnahme ist eine umfassende Steuerreform, die Vermögen und leistungslose Vermögensverschiebungen (wie Erbschaften) deutlich höher besteuert und Arbeitseinkommen wesentlich niedriger. Zudem müssten auch Sozialversicherungsbeiträge stärker progressiv werden, sprich die Höchstbemessungsgrundlage abgeschafft werden.

SLP: siehe Punkt 2., also ja, 30h/Woche bei vollem Lohn und Personalausgleich, finanziert aus den Gewinnen und Vermögen der Banken&Konzerne sowie der Reichen. Darüberhinaus treten wir für einen Mindestlohn von 1700.- ein.

NEOS: Im Gegensatz zur Gewerkschaft, der SPÖ und den Grünen sprechen wir uns klar gegen die Verkürzung der Normalarbeitszeit aus. Wir halten nichts von solcher Voodoo-Politik, die keine Arbeitsplätze schafft, sondern eine Gefahr für diese darstellt. Das Experiment der Arbeitszeitverkürzung in Frankreich hat gezeigt, dass dadurch Jobs vernichtet und nicht geschaffen werden. Nicht umsonst bezeichnet der renommierte amerikanische Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman die Arbeitszeitverkürzung als einen „Trugschluss der ökonomisch naiven Linken".

Grüne: Ja, Arbeitszeitverkürzung ist seit langem eine Grüne Forderung. Arbeitszeitverkürzung schafft neue Arbeitsplätze und bringt gesundheitliche Vorteile. Insbesondere im Niedrigeinkommensbereich braucht es einen Lohnausgleich. Um Arbeitszeitverdichtung zu verhindern, muss auch für einen Personalausgleich gesorgt werden. Eine Arbeitszeitverkürzung Richtung 30-Stunden wäre ideal. Weitere Ansatzpunkte um Arbeitszeit zu verkürzen sind: Starke Einschränkung von All-Inklusive-Arbeitsverträgen und Überstunden, Sabbaticals, Bildungskarenzen oder die 6. Urlaubswoche.

SPÖ: Leider keine Antwort in der Antwortmail, die nur einen Auszug aus anderen Texten enthielt ....
Anmerkung: Die SPÖ Wien hat allerdings auf ihrem vergangenen Landesparteitag eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden als Forderung beschlossen.

FPÖ: Eine Arbeitszeitverkürzung (am besten noch bei vollem Lohnausgleich) klingt gut, ist aber meiner Meinung nach in der derzeitigen wirtschaftlich schwierigen Situation nicht umsetzbar.

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