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>>Wo sind die Anfänge? << (329. Gedankenexport)

Gedankenexport am Do, 07.12.2017 - 10:03

~|Patriarchat oder Matriarchat besser?

Am Anfang war das Feuer... dann war das Weib... dann kam der Mann und warf die Frau... nein, setzte sich zum Weib ans Feuer!

Und gemeinsam brieten sie das mitgebrachte Mammut und verzehrten es, wonach er sich an ihr verzehrte... wahrscheinlich. Nein, am Anfang war das Licht und sonst nichts. Dann traten seltsame Gestalten ins Licht und erkannten sich oder so und über beide kam Verlangen oder Bangen. Also wenn das Weib zuerst da war, wer zeugte sie? War der Mann der frühere, wer gebar ihn? Darüber kann man endlos diskutieren und der Henne wird’s wurscht sein ob ein Ei vor ihr schon im Nest war und sie gackernd wieder eins hinein legt, das ihr jemand hinterrücks wieder rausstibitzt.      

In vielen Mythologien und deren Genesen (Entstehungslehre) bzw. Ätiologien (Ursachenlehre) ist das Matriarchat die ältere und somit die älteste Herrschaftsform, wenn wir uns jetzt im so genannten Patriarchat wähnen; „archein“ aus dem Neugriechischen bedeutet herrschen, aus dem Altgriechischen Beginn bzw. Anfang, wie z.B. der Archetypus für das Alte, das Erste, die Urform steht. Erich Fromm in seinem Werk „Märchen, Mythen, Träume“ widmet sich intensiv der gegenständlichen Frage mit seiner Analyse der Trilogie des Dramas von Sophokles „König Ödipus“ – Antigone – Kreon (König von Theben), bezieht sich dabei auf Analysen des Sigmund Freud und Johann Jakob Bachofen und stellt uns seine eigenen Erkenntnisse vor. In dem besagten Drama des Altertums geht hervor dass Ödipus den Sieg übers alte System Matriarchat und das beginnende Patriarchat in der griechischen Mythologie symbolisiert. Natürlich sind alles letztendlich Interpretationen und daraus entwickelte Theorien und Hypothesen.

Was ich höchst interessant fand sind folgende, politische Auslegungen des jeweils soziologischen Geschlechtsspezifikums in Fromm’s Werk: Das Matriarchat steht nach deren Ansicht für Gleichheit und Demokratie, das Patriarchat für Herrschaft und Gehorsam. Wenn man Freud’s Analysen weiterspinnt, gab es vor dem „ihr unterstellten Penisneid“, somit unseren „Gebärneid“ zuvor, was die jeweilige Vorherrschaft scheinbar rein emotional begründen sollte. 

Um es spitz und metaphorisch auszulegen und auszuweiten, bestünde das matriarchalische Prinzip immer dar und ihre Vertreterinnen herrschen in Wahrheit auch im Patriarchat im Hintergrund. Sie lassen „ihre Söhne“ halt mal mit der Macht „spielen“, sich darin versuchen und probieren. Tja, um ihnen auf mütterlich-pädagogische Art – man sagt, es ist die typisch weibliche, selbst aufopfernde Methode - ihrem „geliebten Nachwuchs“ eben mit Eselinnengeduld zu beweisen, dass ihre Neigung zur despotischen, diktatorisch-gewaltsamen Herrschaftsform am Ende doch nix taugt und vergänglich ist. „Tobt euch aus, ihr werdet dabei euch und alles um euch fast vernichten, doch am Ende bleiben wir...“ „Der Rest von euch wird froh sein, wieder zur Mammi zurückkehren zu dürfen!“ Verlassen wir diese für Männer so peinliche Symbolik.    

Ebenso interessant ist in der indianischen Genese, in ihrer Mythologie des menschlichen Werdens, dass das Weibliche als sichtbar Leben spendend, weil gebärend, dominiert und das Matriarchat ebenso als die erste, repräsentierte Gesellschaftsordnung gesehen wird. Gut, aber, da die Gynaikokratie genau so hierarchisch strukturiert war und ist, heißt selbstredend, die mütterliche Abstammungslinie entscheidet über den Fortbestand - wie zum Beispiel, zumindest nach außen hin, im Judentum, wobei man da bisserl genauer hinsehen und das hier anklicken müsste -,...  

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15829

...also weil sie die gleichen manifesten Machtprinzipien wie die des Patriarchats verfolgt, stehen die Hopi-Weisen ihr kritisch gegenüber. Sie sehen in dieser primären Herrschaftsform nämlich keine Höherwertigkeit gegenüber dem männlichen Folgemodell zu, erkennen bei keinem der beiden überragende Qualitäten und sehen sie dahingehend lediglich in reiner Machtkonkurrenz.

Nach Meinung des bereits verstorbenen Tomas Banyacya Sr. (Spiritual Elder und Hopi-Sprecher) sind beide langfristig untaugliche Herrschsysteme mit sich nach oben verjüngender Rangordnung; Elite und Privilegierte als Minderheit auf der einen und die Masse der Unterprivilegierten und Untertanen auf der anderen Seite. Wurscht, ob eine Frau oder ein Mann an deren Spitze sitzt. Banyacya spricht kurz umwunden vom Ideal der nächsten Stufe der geschlechtlich gleichwertigen, generell demokratisch durchdrungenen Gesellschaft, auf die wir uns unaufhaltsam hinbewegen. Die Stellung der geschlechtsspezifischen Schuldzuweisung und vergleichende Bewertungstheorien waren für ihn und sind für mich somit müßig. John Mohawk-Satsisowah (Seneca-Cherokee, Historiker, Politologe) http://www.indiancountrynews.com/index.php/columnists/doug-george-kanentiio/3353-commemorating-the-life-of-john-mohawk-satsisowah schlägt in die selbige Kerbe und sieht in der, selbstverständlich die Minderheiten respektierenden Demokratie die nächste, evolutionäre Etappe.  

Wenn man sich weiter ins indianische Denken vertieft, dann sehen sie das Feinstoffliche, das Immaterielle, die reine Energie als männliches Prinzip, das Grobstoffliche, die Materie als weiblich. Sonne und Lichtspender ist maskulin, Erde und Mond sind feminin besetzt. Die Protuberanzen des Fixsterns sind für sie sichtbar gewordene Ejakulationen durch stellenweise entsprechende Kumulierung dergleichen. Wie auch immer. Das Universum ist im Grunde genommen, ganz vereinfacht ausgedrückt, schwingende Materie, die bei hoher Schwingungsfrequenz Licht hervorbringt. Also wäre das männliche Prinzip aus dem Weiblichen entstanden. Nur, wer oder was bringt Materie in Schwingungen, in solch Pulsation? Das weibliche, wie männliche Prinzip bedingt einander, das ist fix im Indianischen Grunddenken. 

Dieser Schöpfungsmythos ist meiner Meinung nach keiner! Diese in Wahrheit unlösbare Verschlungenheit zwischen den beiden, von einander abhängigen Schaffungsprinzipien ergibt erst die autopoetische, pulsierende Kraft mit der daraus sich ergebenden, also naturgemäße Fähigkeit, sich endlos fortzupflanzen und zu entwickeln. Die komplementär ausgerichteten Kräfte fanden sich, um mit einander zu tanzen, zu „swingen“. Das Universum wird dadurch erst „lebendig“ und beginnt sich selbst auf einer anderen Bewusstseinsebene zu entdecken. Nur ein kranker Geist trennt und isoliert diese vereinten Kräfte. Das haben die Spiritual Elders der Uramerikaner längst erkannt und viele andere Weisen auf unserem Planeten auch. Wichtig? Nur für den, der es, das Komplexe, sehen und achten will.

Beim wiederholten Lesen besagten Werkes von Erich Fromm ist es mir beim ersten Mal vielleicht entgangen. Die Kriegserklärung Gottes gegenüber dem geistig reifenden Menschen, seinem eigenen Werk und wird deutlich in der Adam-Eva-Mythologie. Der Denkende, der Fragende, der Neugierige, sich selbst Erfahrende wird bestraft. Und überhaupt gleich all das Weibliche, das ihn scheinbar dazu anstiftete. Erich Fromm widmet sich im Kapitel „Sabbatrituale“ eingehend mit dieser Frage. Mir ist diese christlich-religiöse Entstehungsgeschichte und Erklärung unseres reifenden Wesens, ehrlich gesagt, zu vordergründig, zu machtmanipulatorisch, eigentlich zu blöde.    

Im Indianischen wird nicht gestraft, nicht endlos Sühne gefordert, es gibt nur Konsequenzen seitens der Mutter Erde bzw. Mutter Natur, völlig ohne Rachegelüste. In deren Genesis fand der Große Geist, das Große Geheimnis, sein Schöpfungswerk so schön, dass er sich in ihm auflöste, um sich daran zu erfreuen, um es besser genießen zu können und seinen Geist ließ er in die gesamte Materie strömen. Heißt, „Er-Sie-Es“ existiert nicht mehr als metaphorische, als übersinnliche Kraft. Sie wird zur inkludierten, zur verinnerlichten, zur sinnlichen Energie. Wir bestehen nach meiner und indianischer Ansicht aus intelligenter, spirituell organisierter Materie, wir sind als Organismus sozusagen eine „elementare Vereinigung“. Aus und fertig. Das „göttliche Gesetz“ ist also in uns und wir haben die freie Wahl, uns danach zu richten oder uns gegenseitig zu richten... wir befinden uns im Moment an diesem Scheideweg! Ist all das...

...wichtig für Politik? Könnte sein. Zurück zur Gesellschaftsfrage. Natürlich stecken wir in einer global-gesellschaftlichen Krise, doch laut Rüdiger Dahlke durch ganz andere Ursachen.


~|Das Wesen der Krise

Arzt und Erfolgsautor Dr. Rüdiger Dahlke im Gespräch mit Götz Wittneben hat es am 16.11.2017 veröffentlicht, der „Lachende Weise aus Linz“ mir geschickt; Dahlke’s sinngemäßes Credo: „Dein Wegkompass heißt Freude!“:

Dahlke schildert anhand seines Lebensweges, wie oft er in eine Krise geraten sei, privat wie beruflich. Letztendlich haben sie ihn immer wieder zu einer Entscheidung für eine Richtungsänderung seines Weges gebracht (das Wort „krisis“ bedeutet auf Griechisch „Entscheidung“). Im Chinesischen wird der Begriff „Krise“ durch die Kombination zweier Schriftzeichen ausgedrückt: Wei Ji. „Wei“ ist sehr einfach strukturiert, weil es auch sofort erkannt werden soll und bedeutet: „Achtung, Vorsicht, Gefahr“. Das zweite Zeichen, „Ji“, ist wesentlich komplexer und bedeutet ursprünglich „Dreh- und Angelpunkt“ und im übertragenen Sinne „Gute Stunde, gute Gelegenheit, Chance“.

Ein heftiger Autounfall auf dem Weg zu einer Vortragstätigkeit im Jahr 2001, bei dem das Ehepaar Dahlke glücklicherweise nur leicht verletzt wurden, ließ den Arzt zu der Entscheidung kommen, nicht mehr selbst Auto zu fahren. Er engagierte Uwe, seinen Assistenten, der ihn auf seinen Vortragsreisen fährt und so die Möglichkeit gibt, während der Fahrt zu schreiben, zu lesen oder gar zu meditieren. „Und wenn Uwe mich mal nicht fährt, dann fahre ich öffentlich! Dieser Unfall war, obwohl lebensgefährlich, letztendlich ein Segen!“

Richtungsweisend für sein ganzes Leben war der Ausspruch des Direktors des amerikanischen Colleges, an dem Rüdiger Dahlke als junger Mann eine zeitlang zur Schule ging: „Wo die Freude nicht ist, ist dein Weg nicht!“ Jeder solle darum seinen eigenen Weg finden und die Verantwortung für sein Leben übernehmen.

Da Dahlke sich mit den Hermetischen Gesetzen auskennt, bringt er das Beispiel des „Globalen Dorfes“, das die Weltbevölkerung auf 100 Menschen reduziert. 52 davon sind Frauen, 48 Männer, und ganze 6 Männer, die darüber hinaus weiß sind und über einen amerikanischen Pass verfügen, besitzen mehr als zwei Drittel des Reichtums des Dorfes und versuchen alle anderen Menschen zu beherrschen. Jeder Mensch sei im Prinzip wie dieses globale Dorf und aufgefordert, den anderen Anteilen in sich zu ihrem Recht zu verhelfen gegenüber diesen Herrschsüchtigen, also … „auch mal wieder Beeren sammeln zu gehen, selbst wenn sich das nicht rechnet“!

Dahlke zollt in diesem Gespräch wiederholt Danielle Ganser Respekt für seine politische Aufklärungsarbeit und fühlt sich ihm „...verwandt, weil das, was er im Bereich der Politik tut, ich für die Medizin versuche.“ „Wenn du die Krise nicht erkennst, dann musst du damit rechnen, dass du richtig krank wirst, weil deine Seele es nicht verträgt, dass du dich so verbiegst und systemkonform verhältst, statt deinen Weg zu gehen!“ so der berühmte Arzt. Und weiter: „Ich glaube, dieses Land ist voller Menschen, die eigentlich anders empfinden und anders denken, nur einfach in Zwängen stecken und ihre Krisen nicht richtig nutzen konnten, weil sie anderen nicht wehtun wollten...“

Weitere Informationen:

http://www.dahlke.at

Mobil 0043 650 58 3545 9


~|Durchwinker

++Salcher, der Bildungsrebell entpuppt sich als Wendehals, es winkt vielleicht ein guter Job in der türkis-blauen Liga. Aktuellen Meldungen zufolge möchte er Unterrichts- bzw. Bildungsminister werden. Ich hab’s geahnt, ich schrieb diese Zeilen schon vor zwei Wochen. Tja, was wird der sich selbst zum Bildungsminister lancierte Strolz zum plötzlichen Rivalen sagen? ++ Ausgebuhter Schulz möchte mit Merkel wieder „flirten“; wir gucken ungeduldig rüber. ++ Wie laut die FPÖ gegen Bürokratie und ihren Speckgürtel wetterte... und jetzt? Sie erfinden sich gleich neue Ministerien, u. a. das Heimatschutzressort, weil er den Innenminister als einstige Koalitionsbedingung schon abgab. ++ Trost wäre, dass wir hoffentlich bald wieder neu wählen! Bis heute merke ich nicht, dass die SPÖ dieses politische Vakuum für sich ausnutzt, sondern schmollt und kämpft intern um die BM-Nachfolge. Das ist strategisch vollkommen daneben! Die SPÖ hätte gar nicht so eine schlechte Kampfposition, wenn sie will!!! Und den „Bildungs-Matti“ für sich gewinnen könnte! ++    


~|geistig drübergestreut

Politik?

Politik ist grundsätzlich nix Böses oder verdrossen machendes. Politik wäre Spiritualität in praktischer Anwendung, verantwortlich für gesellschaftlich strukturierte Sozialhygiene und Sozialästhetik. Kurz um, gelebte Demokratie im ständigen Entwicklungsprozess! Utopie? Utopie ist eine Imagination, die heute für viele nicht denkbar ist, aber morgen schon Realität sein kann! Ohne den oft zu Unrecht belächelten Vordenkern, Visionären, Utopisten, Träumern in weiblicher wie männlicher Ausgabe gibt es keine Evolution! Bis das in allen Bewusstsein gelangt, werden wir weiterhin in dem, in Folge beschriebenen Teufelskreis rotieren:

„Eine Regierung, die zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft Gewalt anwendet, bringt den Unterdrückten bei, dass sie Gewalt anwenden müssen, um dagegen Widerstand zu leisten. Besonders beunruhigend war, dass aus dem Kampf gegen die Regierung schließlich bürgerkriegsähnliche Auseinandersetzungen wurden.“

(Nelson Mandela, zitiert aus der autorisierten Biographie Fatima Meer in „Stimme der Hoffnung“)

Zum gewaltlosen Widerstand. Gandhi versuchte es und scheiterte letzten Endes; er kämpfte für die Unabhängigkeit und gleichzeitig gegen das eigene Kastensystem. Heute unterdrückt die eigene Privilegiertenkaste sogar noch rigoroser, noch skrupelloser die übrigen, die eigentliche Masse. Mandela war ihm in vielen Punkten sehr ähnlich. Der organisierte Widerstand der ANC, African National Congress, gegründet 1912, hat geraume 50 Jahre diese Form der friedfertigen Auflehnung praktiziert, letzten Endes ohne Erfolg.

Der ANC setzte lange auf Verweigerung, Streiks, friedliche Demonstrationen. Die Gewalt kam immer von der Regierungsseite und nahm sogar kontinuierlich zu, man erließ eigene Gesetze zur Legitimierung von Gewalt gegen die schwarzafrikanische Kommune. Es durften ohne strafgerichtlichen Konsequenzen Afrikaner zur Arbeit geprügelt werden, weil sie gegen die gesetzliche Arbeitspflicht verstießen. Aber das ist nur ein Beispiel der unzähligen, unerträglichen Ungerechtigkeiten, die das einheimische Volk erleiden musste. Die Opfer auf Seite der afrikanischen Bevölkerung gingen ins Unermessliche. Viele Massaker erfuhren wir hier in Europa gar nicht! Und dann setzte man aus purer Verzweiflung auf den gewaltsamen Befreiungskampf.

Das sollte man nie vergessen, wenn man zu vorschnell über Verteidigungsmaßnahmen der Urbevölkerung urteilen möchte, die von Menschenrechten lange Zeit ausgenommen waren. Es waren immer die europäischen Invasoren, die in ihren okkupierten Ländern, den Kolonien, rücksichtslos und brutal ihre Herrschaft begründeten. Die „Bürgerkriegsmacher“ sind immer die, die die Armut schufen und sie bewahren! Und die werden bis heute nicht gerichtlich verurteilt!         


~|Nachrülpser der „Redaktion“

Der „Literary Correctness“ Genüge getan – eine unbedingt verzichtbare Ergänzung zur letzten Aussendung zu „Pimpen“:

(...) Wenn du im Alter nicht mehr den Pimmel pimpen kannst, geschweige denn damit pimpern, dafür nur mehr pinkeln, dann pimp halt wenigstens deinen Brain. Vielleicht könnte man pimpen zum Unwort des Jahres küren. Genug der testosteronen Rhetorik, liebe Machos und Machinnen, liebe Beuteln und Innen. Weiß man, dass dieses völlig abtörnende, schreckliche Pimpen aus der Zuhälterbranche kommt? Also Strizzi-Sache ist, was sinngemäß bedeuten könnte: die Prostitution wird durch den Stenz, den Beschützer halt, aufgewertet, aufgemöbelt, nur was den Preis anbelangt! Teuer nicht der Qualität wegen, sondern, weil jetzt zwei davon leben wollen, wobei der eine sehr gut und pi(m)pifein davon lebt, die andere kaum. Umgemünzt aufs gegenständliche Thema: Wenn du auf deinen Geist etwas hältst, dann brauchst du einen „Halter“ sozusagen, einen oder eine, die auf deinen Brain was haltet, oder so... Pimpf, das deutsche Pendant steht nahe liegend für Bengel, Bursche, Wicht und rührt bzw. stinkt womöglich her von Pumpf für kleinen Pfurz, Butscherl, Kurzzonenfahrer, Wind, Hosenböe (nicht Oboe), Arschpfeiferl, Anklopfer, Flitzer, Anschleicher, im Gegensatz zum Polterer, Purzler, Organisten, zu stillen Hintermänner und dgl. Doch hat unsere Pimpinelle, respektive Pimpernell was damit zu tun? Nein, der Kleine Wiesenknopf in der Familie der Rosengewächse mit nussartigen Früchten - bei uns in Südeuropa bis vereinzelt hinauf nach Mitteleuropa und Skandinavien heimisch - ist weder Aufmöbler der Flora, noch ihr „Halter“. Endgültig fertig und ausgepimpt!