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AMS Wagramer Straße: Schikanen bei AMS Termin enden mit Ohnmacht und Rettungseinsatz

Soumis par Aktiver Admin le lun, 20.02.2023 - 20:56

SACHVERHALTSDARSTELLUNG:

Schikanen bei AMS Termin enden mit Ohnmacht und Rettungseinsatz – > Krankenstand

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich gebe hiermit eine Krankmeldung für das AMS Wagramerstraße per 23. Jänner 2023 bekannt und ebenso eine Sachverhaltsdarstellung, wie es zu diesem Krankenstand gekommen ist.

Grund für meinen Krankenstand ist ein persönliches, extrem nervenaufreibendes Gespräch mit meinem AMS Berater, Herrn A., am 19.1.2023, um 9.00 Uhr, am AMS Wagramerstraße. Während dieses Gesprächs wurde die psychische und finanzielle Druckausübung für mich so groß, dass es zu einem Zusammenbruch, einer Ohnmacht, und schließlich zu einem Rettungseinsatz direkt vor Ort am AMS Wagramerstraße gekommen ist.

Die Art und Wiese, wie schon seit September 2021 durch A. in telefonischen Kontrollterminen und bei Bewerbungsnachweisen, aber insbesondere im persönlichen Gespräch am 19.1.2023 Druck auf mich ausgeübt wurde, übersteigt alle belastbaren, nervlichen Grenzen.

Ich bin 55 Jahre alt, habe maturiert und als Sekretariatsangestellte und Assistentin der Geschäftsleitung über 21 Jahre lang meine Beiträge in das österreichische Sozial-versicherungssystem einbezahlt, und bin schließlich mit einem Burnout und körperlichen Erkrankungen im Jahr 2010 aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden.

Nach einer sehr langen Rehabilitations-Phase habe ich mich wieder der Arbeitssuche gewidmet und auf ca. 900 Bewerbungen immer wieder Absagen erhalten. Als Grund wurde offiziell die „Überqualifikation“

genannt, doch inoffiziell weiß man, dass mein fortgeschrittenes Alter, bestehende Erkrankungen,

sowie die lange Reha-Phase am Arbeitsmarkt unerwünscht sind.

An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass ich jahrelang die Pflege und Betreuung von Angehörigen und mir nahe stehenden Personen durchgeführt habe, mich bei zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten engagiert habe, und daher nicht zu den Arbeitslosen zähle, die in der sozialen Hängematte liegen. All diese Aufgaben ermöglichten mir immer ein ausgewogenes Maß an sinnvoller und nützlicher Aktivität einerseits, und eigener gesundheitlicher Vorsorge andererseits.

Wenngleich es in den letzten Jahren altersbedingt nicht zu einem aktiven

Beschäftigungsverhältnis gekommen ist, so halte ich meine bisherigen, durchaus anspruchsvollen Betreuungs- und Pflegetätigkeiten für außerordentlich wertschätzend und insofern auch entlastend für staatliche, gesundheitliche Einrichtungen, wo Pflegepersonal kaum zu finden ist.

Leider gab es in den letzten Jahren nie die Möglichkeit, pflegende Angehörige finanziell gerecht zu entschädigen.

Trotz meines hohen Eigenengagements, unzähliger, am AMS nachgewiesener Initiativbewerbungen, immer wieder wahrgenommener, eingehaltener AMS Verpflichtungen und AMS Terminen, Reaktion auf Vermittlungsvorschläge, Teilnahme bei Workshops, Jobmessen und Online-Seminaren, positiver Zwischen- und Abschlussberichte von diversen Betreuungs- und Beratungseinrichtungen (BBE) wie FAB oder Woman Professional, versucht mich das AMS dennoch auf den zweiten Arbeitsmarkt, zu Hilfsarbeiterjobs und in Transitarbeitsverträge abzudrängen.

Am 18.1.2023, einen Tag vor meinem Kontrolltermin bei meinem AMS Berater A., habe ich einen weiteren Aktivitätenplan in der Beratungs- und Betreuungseinrichtung (BBE) „FAB aktiv#weiter“ unterzeichnet, und werde dort von einer sozial kompetenten und vor allem menschlichen Beraterin mit Hausverstand sehr gut betreut und unterstützt. Es handelt sich bei FAB, Schiene 1 und auch Schiene 2 um sehr wertvolle und für Arbeitssuchende auch nützliche Einrichtungen.

Trotz aller oben angeführten Aktivitäten und meiner zusätzlichen, sehr zeitaufwendigen und umfangreichen Betreuungsverpflichtungen gegenüber meiner in NÖ lebenden, über 80 Jahre alten Eltern mit unterschiedlichen Pflegestufen, war mein AMS Berater A. der Ansicht, mich aufgrund von Unterbeschäftigung zusätzlich in den sozialökonomischen Betrieb, SÖB Caritas einbuchen zu müssen. Nach einer vier- bis achtwöchigen „Vorbereitungs- bzw. Einschulungsphase“ zu Möbelabholungen, Räumungen, Kleidersortierung, Regalbetreuung und dgl. sollte meinerseits eine anschließende (in der Praxis erzwungene) Unterzeichnung eines „Kollektivvertrages“ bei Caritas erfolgen, der auf neun bis zwölf Monate befristet wird, und auch Überlassungen zu externen Kooperationsfirmen vorsieht (sogenannte Transitarbeitsverträge deutlich unter meinem Qualifikationsnivieau).

Ich habe meinen Berater A. sofort darauf aufmerksam gemacht, dass ich für das körperlich sehr belastende Tätigkeitsfeld im SÖB Caritas (Möbelabholungen, Lagerarbeiten, Regalbetreuung, Reinigung usw.) aufgrund eigener Vorerkrankungen im fortgeschrittenen Alter von 55 Jahren nicht geeignet bin, ohnehin in einem AMS Betreuungsvertrag (BBE FAB) bei der Jobsuche unterstützt werde, und überdies aufgrund von zusätzlichen Betreuungsverpflichtungen an meine körperlichen Grenzen komme.

Auf alle meine Argumente und nachdrückliches, höfliches Ersuchen um Verständnis, mich nicht in diesen Sozialökonomischen Betrieb Caritas mit vorgesehener Überlassung bei Kooperationsfirmen zu buchen, reagierte A. mit Unverständnis und herablassendem Verhalten. In einer Art machtausübender Selbstgefälligkeit und Arroganz übte er psychischen und finanziellen Druck auf mich aus und drohte mir bei Ablehnung dieser SÖB Caritas-Maßnahme sofort mit einer §10 Sanktionierung (der Streichung der Notstandshilfe).

Dieser beispiellose Druck und meine in Aussicht stehende Existenzgefährdung führte dann schließlich bei mir zu nervlicher Überlastung, einem Zusammenbruch, einer Ohnmacht, und folgeschließlich musste auch eine Rettung angefordert werden. Direkt vor Ort im Büro des AMS Beraters A. wurde ich von Rettungskräften erstversorgt. An dieser Stelle sei ein Dank an das vorbildliche Verhalten der Ersthelferin, Frau S., ausgesprochen, die sich bis zum Eintreffen der Rettung um mich kümmerte. Die Konsequenz dieses AMS Kontrolltermins ist nun jedoch ein Krankenstand durch nervliche Überlastung und permanenter, übersteigerter Druckausübung.

Ich bin mir dessen bewusst, dass aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit jede zumutbare Stelle angenommen werden muss. Beschäftigungsprojekte, die nachweislich und aus zahlreichen Erfahrungsberichten von Langzeitarbeitslosen mit einer körperlichen und psychischen Schädigung der Gesundheit einhergehen, und bei der körperlich anspruchsvolle Aufgaben wie Möbelabholungen, Räumungen und dgl. sogar für Frauen im Alter von 55 Jahren samt Vorerkrankungen – vorgesehen sind, halte ich jedoch für nicht zumutbar.

Überdies möchte ich auch auf das noch immer verpflichtende Tragen einer FFP2 Maske und den permanenten Druck zur Auffrischungs-Impfung gegen Covid 19 in einer Gesundheitseinrichtung wie Caritas hinweisen, die nach nunmehr zwei Jahren Pandemie erwiesenermaßen weitere Gesundheitsschäden zur Folge hätte.

Aufgrund meiner umfangreichen Darstellung und meines Zusammenbruchs am AMS Wagramerstraße am 19.1.2023, ersuche ich dringend um einen Beraterwechsel nach Beendigung meines Krankenstandes. Ein wertschätzendes Miteinander auf gleicher Augenhöhe ist mit meinem derzeitigen Berater A. definitiv nicht möglich. Weitere Schikanen und krankenhausreife Druckausübung samt Ohnmachtsanfällen und Rettungseinsätzen möchte ich mir künftig bei AMS Kontrollterminen ersparen.

Möglicherweise sollte das AMS und deren Entscheidungsträger darüber nachdenken, wie weit und in welchem Ausmaß psychischer Druck seitens AMS Beratern ausgeübt werden darf, ohne einen Rettungseinsatz und Krankenstände hervorzurufen, und vor allem die Verhältnismäßigkeit und Zumutbarkeit von Maßnahmen wie SÖB Caritas für 55jährige Frauen mit körperlichen Vorerkranken abwägen. Dieses erforderliche Augenmaß, soziale Kompetenz, ein angemessenes Verhalten auf gleicher Augenhöhe, und ein Gefühl für Verhältnismäßigkeiten bringt mein Berater A. jedenfalls nicht mit.

Offensichtlich haben in den letzten Jahren gestiegene Arbeitslosenzahlen durch Covid-Maßnahmen zu einem Umdenken am AMS geführt, wonach fragwürdige Beschäftigungsprojekte und krankenhausreife Druckausübung zum neuen Standard und zur salonfähigen Disziplin für AMS Berater geworden sind. Rettungseinsätze inklusive!

Ich bin zwar langzeitarbeitslos, aber ich bin noch immer ein MENSCH mit Rechten und dem Anspruch auf menschenwürdige Behandlung! Gesundheitlich-rechtliche Schritte gegen A. Behalte ich mir jedenfalls vor.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Bolena

Diese Sachverhaltsdarstellung ergeht in Kopie und zur Info an:

AMS Ombudsstelle, Manfred Köller

BBE FAB Betreuungsschienen 1und 2

AMS Vorständin Petra Draxl

AMS Vorstandsmitglied Johannes Kopf

AMS Vorstandsvorsitzender Herbert Buchinger

Gesundheitsminister Johannes Rauch

Arbeitsminister Martin Kocher

Österreichische Gesundheitskasse

Unternehmer und Polit-Analyst Peter Westenthaler

FPÖ Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch

Gesellschaft Aktive Arbeitslose Österreich

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