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>> Fulfill Jack’s request! << (345. Denkarium)

Submitted by Gedankenexport on Sun, 28.10.2018 - 21:07

© copyright Raoul-Josef Senekovic, A-1190 Wien-Heiligenstadt, Ende Oktober 2018

Auch diese elektronische Nachricht darf ungelesen gelöscht werden!

Inhalt:

  • Könnte als Vorwort durchgehen
  • Die Spielanleitung verloren
  • Spielregeln und Regie
  • Drozda druckst herum
  • Wer braucht noch die Sozialdemokratie?
  • Und wieder donnert es wöchentlich
  • Der Schmäh von der direkten Demokratie
  • 3-Punkte-Garantie
  • Das Phantom der Hotline
  • Der Wanzentanz
  • Blitzlichter und stillose Blüten
  • Korrekturen zur letzten Sendung
  • Buchempfehlungen
  • Anstatt des Autorenblatts

Könnte als Vorwort durchgehen:

Einem, nein zwei ganz lieben Freunden zuliebe, versuchte ich mal eine Aussendung mit durchgehend positivem Flair zu gestalten, ihr Frohgemut einzuhauchen, den Wirbelsturm ein laues Lüfterl scheinen zu lassen, sozusagen dem geforderten Anspruch auf Gemütsstabilisierung gerecht zu werden. Heißt in ernüchternder Wahrheit, den höchst sensiblen Leser des unberechenbaren „Sentimenttypus“ im langweiligen Zustand zwischen deprimiert und manisch zu halten versuchen. Man liest dahin und bleibt sediert bzw. völlig entspannt bis phlegmatisch, also derart emotional schwankungsminimiert, dass man in den nicht ganz ungefährlichen Zustand der Apathie, der völligen Gleichgültigkeit verfällt, die hingegen von Allgemeinheit als gesellschaftsfähig erachtet wird. Mal sehen…

Doch, wie las ich kürzlich beim Wiener Pflückdichter: „Der Denkende ist  gegen das Denkende!“ Das Denken, der unstillbar geistige Hunger, ist eine durchwegs positive Eigenschaft bei Lebewesen, das den Anreiz von Divergenzen, Kontrasten und Gegensätzen braucht, eine nicht sichtbare Energie, die im Grunde genommen von den gegebenen Polaritäten erzeugt wurde und zwischen ihnen fluktuiert und unheimlich kreativ arbeitet. Wie der Neurowissenschaftler M. Spitzer meint, passiert qualitatives Denken durch die Bereitschaft zur mengenmäßig größtmöglichen, bewussten Wahrnehmung und ihre Verarbeitung und ist doch wiederum nur Denken von bereits Gedachtem, was dem Begriff Nachdenken unbeabsichtigt die richtige Bedeutung beimisst. 

Ist nun der positiv Denkende nicht Schlechtes wegdenkende? Geht das überhaupt? Wenn ich sage, ich denke nicht mehr an Negatives, dann habe ich es lediglich in mein neuronales Archiv nur weggeräumt, wohl im Wissen dessen. Im Auge des Tornados ist völlige Windstille, doch rundum herrscht Verwüstung. In der Mitte des Strudels herrscht kein Sog, doch außerhalb des Zentrums kann er tödlich wirken! Der Liebe Augustin hat in der Pestgrube die Pest überlebt, wohl auch deshalb, weil er so b’soff’n war! Doch rund ums verteidigte, „persönliche Paradies“ bleibt das schlechthin „Böse“ allgegenwärtig und zwingt uns fortan zu Entscheidungen, zumindest zum Denken.

Alles sehr kompliziert, womöglich deshalb, weil wir der Theorie des Genialen im Watschen-einfachen nicht so ganz trauen wollen, weil wir doch gerade dazu erzogen wurden, das verkomplizierte Denken doch den Experten zu überlassen und nicht den schlauen Pferden. (Denn die werden bald von gehorsamen Uniformierten geritten…) Das wäre auch eine Überleitung zu einem Machtinstrument: Lasse das Einfache kompliziert erscheinen und biete für erbrachte Gegenleistung Lösungen an. Du fungierst sozusagen als  schlussendlich teuerster Übersetzer. In Folge jede Menge Erklärungen und Rezepte für ein gutes, einfaches Leben gegen „bisserl“ Entgelt, versteht sich:    

„Die Spielanleitung verloren…“,

meint dieses Mädchen: https://www.christinavondreien.ch/

Eine „Gesellschaftsreformerin“ der jüngsten Art,

vom „Tegernsee“ schon (zu) oft empfohlen.

Deshalb fühle ich mich veranlasst, darauf zu reagieren und relativiere das vermeintlich mir anhaftende Negative ob meines wachsamen, kritischen und prüfungsfreudigen Verstandes und bemühe mich, meiner großspurig angekündigten Absicht halbwegs zu entsprechen: Also gleich vorweg, nicht zwingend negativ ist, dass ihre lebensbejahenden Botschaften in unsicher sanft klingenden, wie in pastellfarbenem Plüsch gebetteten Worte, zu den unzähligen Heilsbotschaften anzureihen sind, die in Hülle und Fülle in aufwendigster Originalität permanent durch Medien geistern. Ebenso wenig negativ ist, dass wir schon lang genug davon in sämtlichen Literaturen zur Hand haben von was weiß ich noch alles an existierenden Weisheiten und Denkergüssen, wie die von Kant, Hegel, Adler, Kopernikus, Zarathustra, Gandhi, Mohawk, Banyacya, Mandela, Ringelnatz, Mann, Sartre, Kästner, Ringelnatz und noch weit mehr an Geistesblitzen von so vielen anderen Persönlichkeiten – ein Leben würde nicht reichen, all diese in sich gedanklich aufzunehmen.

Das Intellektuelle, das Imaginäre und Visionäre

haben ihren rentablen Marktanteil bekommen.

Nur für uns und die Ewigkeit konserviert! Zu erstehen in anlassbedingt kostspieligen Ausführungen, Sondereditionen, also edel gebunden, oder nicht wesentlich günstiger aus dem Internetshop herunterladbar. Das wirklich Positive daran ist, dass man die Möglichkeit, die Wahl, die Option und dergleichen hat, sämtliche philosophischen und prophetischen Klassiker und ihre Nachfolger, all die „Neuheiligen“ wie auch diese hier, wieder zu vergessen – ist legitim! Und ehrlich gesagt, geht es mit unterschiedlichster Wortwahl und Poesie nicht um Gerechtigkeit, Liebe und Respekt und unserem ewigen Befreiungsschlag aus anerzogenen und gewohnten Konventionen und um die Entfesselung von der angeblich so menschlichen Widersprüchlichkeit? Ich unterstelle uns allen die Sehnsucht nach Klarheit, Direktheit und Glaubwürdigkeit… aber: „Lache das Leben, vielleicht lacht es wider!“ (übrigens von J.P. Sartre)   

Ihre kleinkindliche, im Interview kaum hörbares Fispern und Lispeln, als käme sie aus einer noch unentdeckten Dimension, weist kaum ein Timbre (Schwingung, Höhe, Tiefe und Lautstärke) auf, was mir gleich irgendwie im Bauch aufstößt, mich stutzig mach, weil leise und warnend im „Denkherz“ die Glöckchen bimmeln und ich mich sensorisch, also mit allen Sinnen distanziere. Der sichtlich „entrückte“ Moderator nickt zu ihren Worten fast schon aufdringlich fleißig, dass einem das Gefühl widerfährt, er erspähe schon durch sie im nächsten Moment das Elysium, zumindest erwarte er die dahingehende Offenbarung. Zwei Interviews:   

https://www.youtube.com/watch?v=PAivYLmPk0s&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=5tbTqsPMNpY

Christina mit ihrer Mutter im Interview, die ihre Tochter promotet und managt und ihr Lebenslauf:

https://www.youtube.com/watch?v=cZt16Q0YNLE

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernadette_Meier-Br%C3%A4ndle

Jede Menge Seminare, Veranstaltungen stehen am Programm, einen ausgebuchten Eventkalender findet man gleich zu oberst auf ihrer Website – alles gegen stolze Eintrittspreise, klar – und bereits zwei gebundene Bücher zu den üblichen Marktpreisen sind erwerbbar. Klar, auch der Prophet muss von etwas leben, wenn nicht durch „redlicher Hände Arbeit“, dann durch seine Worte; das Pharisäertum ist heute sogar lukrativer denn je... Solche Gestalten kenne ich zur Genüge und lege sie gelangweilt beiseite. Ich gehöre zu den „alten Deppen“, die auf so etwas nicht mehr reinfallen, nur, weil Christine sooo jung (17) und so süß ist - von wegen gebotener Altersweisheit…

Die kleine Prinzessin, das Indigokind bzw. Kristallkind, das heilige Mädchen von Dreien, hat sich im System gut platziert und erfährt darin die „handelsübliche“ Toleranz. Das zart flackernde Sternchen hat sich mithilfe eines smarten PR-Teams gut und raffiniert in der Esoterik-Branche vermarktet, wo sie zurzeit scheinbar an oberster Stelle rangiert. Bald wird es Wallfahrten geben und Pilgerströme werden nach Uri Geller einst das brandneue Schweizer Mirakel aufsuchen wollen; „Christine de Mosnang“,  die mögliche Reinkarnation der „Heiligen Johanna von Orleans“, die in Kindestagen visionäre Jeanne d’Arc, so steht’s geschrieben.

Für Maier-Brändle Jr. und ihre Macher – dazu zählt erstrangig ihre geschäftstüchtige Mutter - durchaus positiv und höchst rentabel. Genauso gilt dies für ihre bedingungslosen Anhänger, die sich ewiges Lebensglück und Erlösung erhoffen. Dem Mädchen kann ich nur wünschen, dass sie all diesen Rummel so unbeschadet wie möglich überlebt und sich von dem aufgezwungnen Korsett einer PR-Maschinerie zeitgerecht befreit. Denn sie fährt auf Glatteis, das nicht nur ob des Klimawandels gefährlich dünn ist.    

Sogar das ansonsten sehr kritische Psiram-Portal (vernichtende Worte gegen den alten Apachen RJ Silverbird) schreibt über das Wunderkind regelrecht begeistert. Angeblich, so wird über sie geschrieben, beherrscht die Halbwüchsige jetzt schon sämtliche universitären Geistes- und Naturwissenschaften, ein interdisziplinäres Genie, und liefert darüber hinaus bahnbrechende Erkenntnisse. Nur, ich konnte solches, außer paar Standardbegriffen, die man überall nachlesen kann, nirgends so wirklich raushören.

All das Getue und die blinde Frömmelei rund um sie beeindrucken mich keineswegs und je öfter ich sie höre, je weniger kann ich sie ernst nehmen und habe Christina für mich ad acta gelegt. Also selbst Schuld, wer dieser Inszenierung auf den Leim geht und irgendwann mal furchtbar enttäuscht aufwachen wird. Denn ob 3-Christina bewirken kann, dass politische Vernunft in diese Welt einzieht, der Hunger verschwindet, die sinnlosen Waldrodungen wie überhaupt all die aus Gier verursachten Naturzerstörungen enden, genmanipulierte Nahrungsmittel verboten werden, Korruption keine Tugend mehr ist, die Kriege, Gewalt und Folter aufhören… tja, tut mir Leid, das glaube ich nicht.      

Zurück zur Philosophie des „redlichen Broterwerbs“. Irgendwo steht, das die wirklich guten Worte keinen Marktstand haben, kein Preisschild tragen, oder so ähnlich und wenn, wären sie grundlegend unerschwinglich!!! Ja, ja, dass der Medizinmann hin und wieder Geschenke von seinen „Patienten“ bekam - meistens Nahrungsmittel, Beuteanteile, neue Mokassin, ausnahmsweise mal ein Pferd –, dann, um zu überleben! Weil er oder sie sich „berufungsbedingt“ vorwiegend dem Naturstudium widmen mussten, um zum Beispiel Zeichen daraus richtig interpretieren zu können, heilende Wirkstoffe aus Pflanzen zu entdecken und das ohnehin übliche Sammeln von bekannten Kräutern, Mineralien und Sonstigem aus der Mutter Natur Apotheke. Nicht selten waren Schamanen auch gute Jäger und im Falle des Falles unverzichtbare Krieger. Es wäre lächerlich, es als rechtfertigenden Vergleich heranziehen zu wollen, um es gleich mal vorwegzunehmen!  

John Mohawk Sotsisowah, zum Beispiel, lebte erstrangig von der Bewirtschaftung seiner Felder, auf denen er altes Indianer-Saatgut wieder „zurückholte“ und plädierte für den Erhalt der gesunden, traditionellen Speisen seines Volkes.

https://www.youtube.com/watch?v=gEg-lfi8vlI

https://www.youtube.com/watch?v=XVwmEq_TNos

Am liebsten - berichtete einer, der über ihn schrieb und ihn persönlich kannte - war ihm, auf seinem alten Traktor zu sitzen und zu pflügen. Er war Seneca-Irokese, gehörte dem Schildkrötenclan an, war Historiker, Schriftsteller, Journalist, Zeitungsherausgeber und setzte sich als Aktivist für die Rechte seiner Landsleute ein. Bis zu seinem Verscheiden mit 61 lieferte er vergleichsweise nur zwei Bücher: „Botschaft an die Europäer“ und „Thinking Indian“. Ab und an hielt er Vorträge und war Gastprofessor an verschiedenen Unis und Colleges. Dem selbigen Clan gehört der noch lebende Oren Lyons an, den ich gerne am Rande vorstellen möchte:

https://www.youtube.com/watch?v=Gs0EK1z9xhc

Bleiben wir beim Positiven! Wir wissen all das, auch dies – nicht wahr? -, dass die schlosslose Schatulle der machbaren Wahrheit am Herzensgrund liegt. Wir wissen, dass wir durchaus in der Lage sind, eine friedliche Welt nicht nur zu verbalisieren und zu träumen, oder uns von anderen imaginieren zu lassen, sondern sie zu realisieren, indem wir immer weniger das „böse Spiel“ mitspielen. Wir wären durchaus imstande, für entsprechende, gesellschaftlichen Strukturen zu sorgen, in denen jede und jeder seine positive Voraussetzung für ein zufriedenes Leben fände. Das, so scheint es, braucht halt seine gewisse Zeit, bis die Mehrheit dazu bereit ist. Solange darf man wachsam und kritisch bleiben, neben der Sonne auch die Gewitterwolke am Himmel sehen wollen! Gott sei Dank besitzen wir diese - Strenggläubige würden jetzt sagen „seine“ – Fähigkeiten, erstens, zu erkennen, zweitens, zu entscheiden! Das ist das durchdringend Positive in all dem Negativen, oder irre ich mich?

Die Eleven, die Imaginen drängen an den Spieltisch, um die Bank zu knacken und gleich das Kasino zu übernehmen.

Führungsanspruch von gerade „geschlechtsreif“ gewordenen. Weise im Kindesalter sollen gehört und müssen somit marktgerecht verwaltet werden, hochgehoben auf die Bühne, geschoben ins Studio als „der“ Event schlechthin. „We entertain everybody!“ Hm. Nein, sie drängen nicht von sich aus, sie werden dorthin geschoben, von listigen, herrschsüchtigen „Gouvernanten“, die schon immer davon träumten, am herrschaftlichen Leben in der Nähe teilzuhaben. Egal auf und über welchem Wege sie den Thron erklommen, es riecht nach Methode, wie bei unserem „jugendlichen“ Kanzler. Infantile, puerile Kaiser bzw. Kindkaiser hatten wir schon, und? Sie waren am Ende nur überbrückende Dekoration, die Fäden zog der der Schatzmeister, Reichskanzler, Bischöfe und Kardinäle und verwandte Adelige. Da spricht nicht der Neid des Alten aus mir, sondern die Vernunft! Die sozusagen „exponierten“ Jungen sind in dieser Hinsicht nix anderes als leichtes Futter für die alten Füchse.

Alles hat seine Zeit zu seinem Lebensabschnitt! Archaische Strukturen geistern und spuken nicht als Mythos herum und sind nur gut für Mären und Sagen. Dem Archaischen liegen lange zurückliegende Erfahrungswerte und „Altbewährtes“ zugrunde; es beruft sich dabei auf eine alte, tradierte Symbolik, die aber heute gern missbraucht wird – bestes Beispiel der/die Swastika – das zum deutschfaschistischen Hakenkreuz missbrauchte, uralte Symbol indigener Völker; z.B. bei den Hopi symbolisiert es rechtsgerichtet  die Erd- und linksgerichtet die Sonnendrehung. Das mal so nebenbei.


Spielregeln und Regie

Spielregeln der Verführung

Das Roulette am Drehen halten

Die drei Spielphasen

  1. Stufe: Verteilungsfrage! Sorge für Knappheit in der Masse, indem du ihr sukzessive fast(!) alles an Ressourcen entziehst und verspreche Reichtum für jede und jeden! Erkläre, dass dies nicht ganz so leicht sein wird, du dich aber sehr darum bemühst. Das beruhigt vorläufig und dich macht es stinkreich.
  2. Stufe: Krieg und Selektion! Da die Stufe 1 wie erwartet Unmut in der Masse auslöst und ansteigt, verschärfe noch die Knappheit und schaffe prekäre Massenarmut. Jetzt verführe zu gegenseitiger Schuldzuweisung und Denunzierung, bis hin zur gewaltsamen Vernichtung auf allen Seiten, nur auf deiner nicht!
  3. Stufe: Verteilerfrage! Wenn nach erlebtem Leid, Zerstörung und Entbehrung wieder Ruhe durch zwangläufig intensiviertes Sozialverhalten einkehrt, mache paar von den Überlebenden reich, die Masse zu „dankbaren“ Almosenempfängern mit Aussicht auf Wohlstand, was dich sofort mitten in die Spielphase 1 katapultiert! Naturgemäß steigt wieder nach geraumer Zeit der Unmut und so weiter und so fort…

Aber da schreibe ich doch nix Neues! Über diese sich ständig wiederholenden Mechanismen wissen wir ja schon lange Bescheid, nicht wahr? Doch komischerweise funktionieren sie stets aufs Neue, immer wieder in selbiger Folge… Die Figuren verändern ab und an ihr Aussehen, der Spielmacher, der Casinobetreiber, der das Spiel erfand und eröffnete, der bleibt im Verborgenen stets derselbe. Wir spielen gegen uns selbst und keiner von uns gewinnt. Außer die Bank! Viele von uns glauben trotzdem beharrlich, dass beim Ändern der Spielsteine und Jetons - neue coole Formen und kesse Farben - sich für uns die ersehnte Chance auftut, das Spiel zu wenden, insgeheim sogar doch mal zu gewinnen. Willkommen im Lottoklub!

Die einzige Chance, die wir haben, ist, aus dem Spiel auszusteigen, den Spieltisch zu verlassen! Letztendlich wären es trotz frustrierender Erkenntnisse positive Aussichten, oder? Das Negative erkennen ist der erste positive Schritt, vor dem Nächsten, dem des Veränderns.

Apropos Regeln,

Faustregel und Denkprinzip:

Wenn Frau und Herr Politiker in diesem wirtschaftsliberalen System allzu sehr gelobt werden, ist in Bezug auf das Wohlergehen der Volksmassen sehr wahrscheinlich Feuer am Dach! Wenn Politiker in diesem System im Kreuzfeuer der Kritik stehen, spricht es gerade heute sehr wahrscheinlich  für ihre Qualität, zumindest eine umsichtige Politik betreiben zu können. Dieses Denken entspringt meiner Mutter, aus ihrer Bauchintelligenz heraus, vielleicht die gute, alte weibliche Intuition des Verstandes. „Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen!“ (sagte einst Jean P. Sartre)      


Drozda druckst herum

Pam’s Adlatus eine Katastrophe

Sie stehen mitten und bis zum Hals in der Jauche
und winken allen fröhlich zu.

Da steht er, der Bundes-GF, bei Schnabl (ORF-Themenreport) und drückt sich an leichten, nämlich mit ja oder nein zu beantwortenden Fragen rhetorisch vorbei. Zum Beispiel, ob die verbindende Mitgliederbefragung bzw. Abstimmung zu Koalitionsfragen beibehalten wird und welche politische Position man in der EU mit dem Schieder einnehmen will. Antwort: ein brav zitierter Lebenslauf von Schieder und… sunst nix! Viele Worte – nix Konkretes, nix mit wirklichem Sinn… Dem man solches zumutet, den gewinnt man nicht. Wem interessiert da draußen das Curriculum des Schieder’s? Niemand! Später, Drozda, der „gefürchtete“ Oppositionelle ganz entspannt und völlig zahm „Im Zentrum“ bei Reiterer; dem Blümel gewogen zuzwinkernd, so erweckte es den Anschein. In dieser neuen Konstellation kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit die SPÖ für immer abhaken…   

Wir wissen, Thomas war wirtschaftspolitischer Berater beim Vranz, na und? In dessen Ära wurde massenweise Bedenkliches getan, wie die Privatisierungswelle ausgelöst, und ich verweigere, wiederholt ins Detail zu gehen - kann man gerne auf ganz offiziellen Seiten nachlesen, wie auch all das, was der geniale Bruno umgesetzt hatte! Ob ein permanenter Wechsel der Führungsclique – wie in anderen Parteien auch, ausgenommen der FPÖ - für parteiinterne Stabilität sorgt, bezweifle ich mehr denn je! Ja, wie gewohnt, Scheiße (tut mir Leid, mir fällt nix Treffenderes ein) schön reden, von einem zum anderen. Na klar, tut das die Regierung auch, wie der Blümel und sein Blaulicht in obiger ORF-Talkshow. Verzweifelt, zumindest sichtlich nervös geworden, nannte er die Liste-Pilz-Sprecherin Lügnerin und hatte partout keinen Gegenbeweis anzubieten. Neben einer derartig zerrissenen Opposition haben es sogar die Dilettanten leicht!     

Die Art und Weise, wie man mit Niederlagen, Fehlern und „suizidalen“ Attacken in der Führungsriege umgeht, interessiert mich. Deshalb, um herauszufinden, wie weit eine Person bereit ist, sich für die repräsentierte Organisation zu entblöden. Kern trat stufenweise aus der Politik aus und seine EX-Partei ist mal paar Tage nicht erreichbar. Dann tritt sie mit mehr oder weniger gut gespieltem Selbstbewusstsein aus der Konklave heraus und verkauft das „patscherte“ Gehabe als vernünftiges und geschicktes Manöver. Es soll tönen, als hätte man wohl durchdacht und strategisch klug agiert. Ja natürlich, ich verstehe, nein, ich verstehe ehrlich gesagt gar nix, ich begreif’ diese Genialität und beispiellose Raffinesse nit… 

Ja, so ist’s halt, geht’s weiter im erklärenden Monolog vorm Interviewer, die Partei ist auch nur die Summe von Menschen – Klammer auf, und ihren spießbürgerlichen, eitlen und feudalen Allüren, Klammer zu - und man kann gegen spontane, persönliche Entscheidungen ja ohnehin nix ausrichten. Aber, man hat für stürmische Zeiten vorgesorgt und ist stets gewappnet. Aus dem abgetragenen, kaum mehr roten Filzhut lässt sich immer noch etwas hervorzaubern, wenn auch nur mehr räudige, verkrüppelte Hasen (rein symbolisch und metaphorisch, niemals persönlich gemeint!)...

Der Drozda behauptet mit diesem unangenehmen Grinsen, das alles verrät, dass es in der SPÖ nie und nimmer um Personalentscheidungen geht. Sagen Sie, Herr Bundesgeschäftsführer, für wie blöde halten sie die Menschen da draußen? Denn sie beleidigen diese! Die Wahrheit ist, es geht wie in allen Parteien ausschließlich um Personalfragen, um Posten und Pfründe, wie schon seit langem, was gestandene, unabhängig praktizierende Sozi schon lange und richtig erkannten - der alte Spruch: „Posten schaffen, Posten haschen, Posten schachern!“ Ja, schön langsam schnallst du alles ab, was dich an die Partei einst band… und flüchtest in den Dschungel, um noch irgendwo links hinten verborgenes Wild zu finden, überhaupt noch irgendeinen intelligenten Zweig unserer Spezies; diese Boshaftigkeit kam aus Verzweiflung und ich weiß von den Ausnahmen, die inmitten leiden, oder längst resigniert haben. 


„Wer braucht noch die Sozialdemokratie?“

Solche und ähnliche Schlagzeilen in diversen Gazetten!

Wenn die Nelken verwelken…

kein Wunder, wenn ihnen das nährende Wasser fehlt!

Aber nicht mit diesen gehorsamen Playern und den Kräften dahinter! Bitteschön, war es nicht vorauszusehen, wenn eine fast schon „fahrlässige“ Führung zu lange mit den Konservativen packelte? Der Chef der Sozialistischen Partei Österreichs, Kreisky, hatte in seinen vier Kabinetten niemals mit der ÖVP koaliert – gibt das niemanden zu denken? Der alte weise „Haudegen“ wusste warum! Du kannst mit allen anderen einen Konsens bzw. halbwegs erträglichen Kompromiss schließen, nur nicht mit den Wirtschaftsliberalen, die, historisch begründet, im Falle des Falles sehr schnell in Richtung Faschismus steuern!

Ist der Abgesang der SD ein Wunder? Erinnern wir uns, mit der Ratifizierung des EU-Fiskalpakts am 2. März 2012 haben christ- und sozialdemokratische Politiker ihre Selbstentmündigung rechtlich abgesichert und damit für immer besiegelt, nachdem die Regierung SPÖ-ÖVP, die Verantwortlichen Faymann-Spindelegger, es durch den NR geboxt hatten, so sinngemäß Stephan Schulmeister in der Presse vom 13. Mai 2016. Sagte nicht einst schon Professor Herbert Krejci (US-ND’ler, IV-Mann, Verbund-AG-Av., WU-Wien-Lektor) am Stand der einstigen „Alternativen Liste“, dass die SPÖ der willigste und verlässlichste Partner sei und man auf die ÖVP notfalls verzichten könne! "Die Grenze des Zumutbaren für den anderen zu wissen", einer seiner Sager, der ein wenig Besonnenheit signalisiert.

https://derstandard.at/2000042681799/Herbert-Krejci-praegte-die-politische-Landschaft-der-Zweiten-Republik-mit

Schon mein Vater, ein anfänglich glühender Sozialdemokrat und ein brillanter Redner bei diversen Veranstaltungen, verließ vor der Ära Kreisky aus dem leidigen Grund der Anschleimung an die Konservativen diese Partei und wechselte zu den Kommunisten, die er nach Jahren ebenso enttäuscht verließ. Und ordinierte als „Freier Sozialist“. Heute tituliert er sich mit „Radikaldemokrat“ aus der etymologischen Bedeutung Volksherrschaft heraus. Den ersten „heißblütigen“ Austritt bereute er längst aber mit den Worten: „Ich hätte dabeibleiben sollen und abwarten, um in der Ära Kreisky diese Organisation mit zu verändern, sie neu mitzugestalten. Ich war wahrscheinlich zu jung, um das zu begreifen, es vorab richtig einzuschätzen!“

Unlängst las ich von der sozialdemokratischen DNA, die für Einkommensgerechtigkeit bei Frauen steht, also für die Egalisierung der Gehälter für beide Geschlechter zu kämpfen. Verdammt noch mal, ich frage mich, was die SPÖ die ganze Zeit tat, als sie die Regierungsführung hatte??? Und genau das fragen sich sehr, sehr viele! Es ist zu spät, andauernd zu jammern, was man alles gemacht hätte und es nicht getan hat, als man die Gelegenheit dazu hatte!!! Außerdem plädiere ich für allgemeine Einkommensgerechtigkeit mit Sicht auf die unverschämten Top-Verdiener, die es auch in politischen Funktionen gibt.

Heute im Heute (ist wieder paar Tage her) wird einem wieder mal so richtig klar: Im Durchschnitt verdienen Staatschefs das 19fache des mittleren Masseneinkommens – wie in alten Zeiten des Kaisers und seinen Untertanen. Aber auch in den Funktionärsebenen darunter ist höchster Wohlstand angesagt! Kapiert man nicht, oder will man nicht kapieren? Aber was klage ich, gibt’s nicht Wichtigeres? Aber selbstverständlich:

Ach wie sind wir froh,dass wir uns mit viel Schlimmeren abgeben müssen!

Shitstorm und Hasspostings beschäftigen uns mehr als alles andre! Aber das Opfer schlägt jetzt brutal zurück. Auf „blöde Schlampe“ und „Fette Sau“ folgt „Scheißbeutel“ und „Selber noch viel fettere Drecksau“. Ja, man bleibt sich nix mehr schuldig! Dieses Niveau hat auch das Parlament erfasst und füllt nicht nur sämtliche Klatschmedien und die Boulevardpresse, auch Magazine mit höherem Bildungsanspruch beschäftigen sich leidenschaftlich mit „Pfui-Kacksi-Themen“. Und der OGH muss sich genötigter Weise ebenso damit herumschlagen. Die Titelblatttitel der Boulevardpresse, allen voran die Gratisblätter, verraten, mit was wir uns zu beschäftigen haben, Halloween und Zombies, sich gesund Furzen und Rülpsen, Lauda auf Reha, Bestie Listenhund, etc.     

Das sind offensichtlich unsere wahren Sorgen, da müssen wir dranbleiben! „Der schlaueste Weg, Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen zu limitieren, aber innerhalb dieses Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben!“ (Noam Chomsky, US-Linguistiker)   

Natürlich bräuchten wir mehr denn je die Sozialdemokratie!

Aber nicht mit diesen gehorsamen Playern und ihren Triebkräften dahinter! Bitteschön, war es nicht vorauszusehen, wenn eine fast schon „fahrlässige“ Führung zu lange mit den Konservativen packelte? Der Chef der seinerzeit Sozialistischen Partei Österreichs, Kreisky, hatte in seinen vier Kabinetten niemals mit der ÖVP koaliert – gibt das niemanden zu denken? Der alte weise „Haudegen“ wusste warum! Du kannst mit allen anderen einen Konsens bzw. halbwegs erträglichen Kompromiss schließen und ihn verantworten, nur nicht mit den Wirtschaftsliberalen, die, historisch begründet, im Falle des Falles sehr schnell in Richtung Faschismus steuern und, wie das Amen im Gebet, niemals das Finanzzepter aus der Hand geben!

Also mit anderem Personal und der dringenden Besinnung auf die Gründungswerte ist die Chance noch immer gegeben, aber sie schwindet stetig und rapid! Immer dann, wenn die SPÖ verliert, erinnert man sich plötzlich an die ureigenen Aufgaben. Doch „ohne Hosen kein Tosen, ohne Hoden kein Toben“ – den „blöden“ Spruch las ich mal wo auf Beton gesprayt. Wow, wie progressiv und angriffig: Rendi hat sich laut „Heute“ 10mal über Basti geärgert und der fürchtet sich jetzt, hm? Sektionsgemauschel und parteiinternes Schulterklopfen nützen nix, wenn man sich der kompletten Wählerschaft präsentiert als… was jetzt?   

Klar wie ein ausgetrockneter Gebirgssee ist, dass der Sozialdemokratie keinesfalls ihre Ideologie vorzuwerfen ist, aber fahrlässige Parteiführung ab der „Vranzl-Ära“! Gusi wollte noch mal das Ruder herumreißen und wurde schroff zurückgepfiffen. Etwas später, erinnern Sie sich? „Man muss dem Gegner eine Chance lassen!“, so der Ex-Faymann. Es gibt Funktionäre, die hätten in dieser Organisation nix verloren! Egal, seitdem ist die SPÖ mehr oder weniger im Freien Fall und ob sie die nächsten Wiener LT-Wahlen wiederum absolut gewinnt, wäre für uns alle zwar hier in der Hauptstadt noch immer besser, aber realistisch betrachtet, fraglicher denn je!    

Es gab mal eine lange, leidenschaftliche Diskussion,

ob man mit oder ohne Urnengang etwas beeinflussen könne:

Die Wahl ignorieren („Urnenflucht“), sagen welche, wäre ein Signal für die Ablehnung dieses Systems, das Schritt für Schritt den „sozialen Wohlstand“ abbaut und gleichzeitig die amerikanische „Vogelfreiheit“ (staatlich-soziale Absicherung kaum noch gewährleistet!) importiert. Das geschah sogar mithilfe aller SP’s, wie wir ja beispielsweise anhand der Ratifizierung einer der Freihandelsabkommen bereits erfahren haben. Auch waren sie Durchsetzungspartner bei der Öffnung, also Legalisierung von miesesten Arbeitsverträgen, ganz zu schweigen vom Versäumnis der längst notwendigen Inkraftsetzung eines Mindestlohnes von 1.500,-- monatlich nach heutigem Lebenshaltungsstatus! Und da reden wir jetzt gar nicht von einer längst anstehenden, breiten Bildungsreform, der Lehre samt Matura, in hinführender „klassenloser“ Teamarbeit (Finn-Modell), und zwar für alle. Was die SP-Koalitionssucht europaweit betrifft, zeigen sich alle bis heute als therapieresistent!  

Die Stimmenabgabe hingegen, sagen andere, böte die Möglichkeit, die minimalen, demokratischen Strukturen zu bedienen und damit „seiner“, für glaubwürdig befundene Partei eine Chance zu geben. Wobei da für mich die einzig wählbaren von den kandidierenden Parteien, ja, kaum zu glauben, noch immer die SPÖ, die Liste Pilz und KPÖ wären.

Doch ich hege da beiderseits Zweifel. Der vielleicht einzig wirksame Protest -- aus einer überparteilichen Position heraus, gegen diese Welt der Konzerne und ihre politischen Avatare - wäre, meiner Meinung nach, das weiß, das ungültig wählen, außer es gäbe einen groß angelegten Gesinnungswandel bzw. Rückbesinnung in der SPÖ! Apropos Protest:     


Und wieder donnert es wöchentlich!

Infolge Unwissen und Lernverweigerung beim Wähler wie Gewähltem!

Es rumort und grollt bisserl,

doch noch lange nicht so urgewaltig wie einst…

Der, der Regierung angedrohte „Heiße Herbst“ beginnt eher flau und ist nicht mal ein laues Mailüfterl (übrigens Codename für den weltweit ersten Transistoren-PC bzw. Röhrenrechner von der TU-Wien, 1958). Die Opposition ist zerrissen. Das Gros der jungen Generation scheint blauäugig und erfahrungslos. Sie beschrieben ja ein nicht unbedeutendes Wählergros bei der letzten NR-Wahl. Sie demonstrieren kaum und auch nicht in beeindruckender Zahl gegen die gegenwärtige Regierung. Die Alten, die schon damals dabei waren, quälen sich aus dem Koma der Resignation und wanken zum Ballhausplatz um sich dort wieder gemeinsam zu „straffen“, sich aufzurichten und wieder aufzubegehren. Einst waren es Hunderttausende bis einmal sogar fast eine Million, die auf die Straße gingen, heute sind es dort und da nur paar Tausende, da stellten die gut Hunderttausend beim Protest gegen den 12h-Arbeitstag bereits eine Traumzahl dar.

https://www.heute.at/politik/news/story/Donnerstagdemo-Wien-Route-Verkehr-Infos-58203613

Es hat sich das Protestwesen, unser Widerstandsverhalten geändert. Ursachen könnten Resignation, Ohnmacht und Angst vor Repressalien sein. Ernüchterndes von dieser Plattform „Es ist wieder Donnerstag!“ Kommentare wie: Schmeckt wie aufgewärmtes Essen; das zu Durchorganisierte verliert an rebellischer Spontaneität und noch mehr an Selbstkritik und über das Finden neuer Wege zu einem wirksamen Protest.  

http://no-racism.net/article/5478

Am 7. November um 18.00h findet eine DEMO gegen KICKL  beim Schottentor (U2) statt, zu der die Linkswende aufrief. Von keiner Organisation, außer der Solidarwerkstatt-Linz, las ich von  Protestkundgebungen gegen diese Regierung, tja… dafür jede Menge Artikel in kritischen, „kontrastierenden“ Foren wie die des Stephan Schulmeisters:

https://kontrast.at/author/stephan-schulmeister/

Ein geschätzter Sozi erklärte das Phänomen der „Splitter-Demos“, dem „Miniaturprotest“ anhand der seinerzeitigen Spaltung der Gewerkschaften, die früher einmal als ein Block stark auftreten konnten. Aufgesplittert in unzählige Branchengewerkschaften erreichen sie diese Masse nicht mehr. (Teile und herrsche…) Oh, wie das negativ klingt… aber nur im Moment…

Vielleicht muss alles so kommen wie es kommt…

Dieses System lebt und gedeiht ganz gut mit der Kritik, es braucht sie sogar, um dem geheuchelten Image der „freien Meinungsäußerung“ gerecht zu bleiben und verkauft es als demokratischen Prozess. Dieser Planet wird heute weniger denn je aus Unwissen zerstört, sondern eher generell aus reiner Mutwilligkeit und blinder Gier. Natürlich ist das eine durchwegs negative Situation, in der sich die Menschheit befindet. Doch: Das Positive am Negativen ist immer die Veränderbarkeit, wenn man sie ernsthaft will und den eventuell persönlich gewonnenen Nutzen aus diesem System schonungslos hinterfragt. Apropos Demokratieprozess:


Der Schmäh von der direkten Demokratie

Der Lügenbaron Strachhausen

Den demokratischen Prozess mal gestoppt.

Hat jemand ernsthaft HC’s Ankündigungen und Absichten geglaubt?

Offensichtlich genug, denn er wurde gewählt, wenn auch ziemlich blauäugig. Man nenne mir ein einziges, eingehaltenes Wahlversprechen der FPÖ. „Quid pro quo“ (dies für das) heißt es so schön im „Schweigen der Lämmer“, eine Hand wäscht die andere (beide das Gesicht, eine weitere Ergänzung). Im Regierungsfall wäscht nur der Kurz, dabei das Blau sich ab und, siehe da, das himmelblaue Lamm ist drunter ganz schwarz! Es wird über kurz oder lang die Freiheitlichen zerreißen. Die Handschrift der Regierung ist weder blau noch türkis, sondern reine, schwarze Tinte! Eigentlich will ich ganz wo anders hin und mich nicht mit Wasserträgern des Kurz aufhalten und zu Grundsätzlichem kommen, was den Wahlerfolg durch Wahlversprechen und die daraus folgende Erfüllungsverpflichtung betrifft. Die süße Fliegenfalle mit streng demokratischem Duft hat gewirkt. Dann die deutliche Abkehr davon, tja, fast ein Vorzeichen, es geht der Vize mal in Karenz und weg ist er. Jetzt hätte er genügend Zeit, zum Beispiel für:

Wenn du nix weiterbringst, schreibst’ halt ein Buch!

Das literarisch kompensierte Versagen! Bios boomen!

Kurz, kurz an der Macht wie vergleichsweise erst kurz in dieser Welt und schon gibt’s von ihm einen hoch interessanten Schmöker über sein langes und bewegtes Leben. Glanzbilder zeigen ihn da womöglich - hatte noch nicht reingeschaut – als Windelträger, Taferlklassler und Maturant. Dann ein bisserl als Jusstudent und JVP-Obmann, Wiener GR und LTA, BMI-Sekretär und huscht weiter auf der Leiter des politischen Turboerfolgs, stolpert, gut, versteigt sich nur bisserl an „seiner“ Integrationsstudie in Kindergärten, am alten Krim(i), am lediglich von ihm geäußerten Vorschlag einer Balkanrouteschließung und am Ausbau außereuropäischer Anhaltelager, am Wort „NGO-Wahnsinn“ im Bezug auf die außerstaatlichen Rettungsaktionen und blies den „Südwind“ zurück. Mit dem typisch ausdruckslosen Glasaugenblick einer Puppe, gefrierendem Lächeln und mit Bedacht seitlich geneigtem, Interesse bekundenden Kopf, steigt er direkt in die Parteiobmannfunktion und wird noch im selbigen Jahr unser aller Bundeskanzler. Das alles lässt sich wunderbar zu einem mehrseitigen Aufsatz ausschlachten. Brav, eine öffentliche Lesung mit Autogrammstunde wäre angebracht, danke!       

Straches Autobiographie samt biographischer Importe sollte schon ab 2013 eine ISBN-Nummer kriegen und im Buchhandel auf lechzende Käufer warten. Er will darin reinen Tisch machen und endlich mal die reine und nix als die reine Wahrheit über sich und die Welt erzählen! Gott sei Dank gibt’s für Ungeduldige mal: „Strache im Gespräch mit Mölzer“. Nach Hörensagen soll sie heuer noch erscheinen. Auch der Ludwig, die anscheinend charismatische Figur, hat seinen Preis im Bücherregal…

Jetzt wird’s Zeit für die anderen, die uns noch einen gebundenen Lebenslauf schuldig sind. Wie ihn zum Beispiel: Kickl würde ich raten, auch bald mal ein Buch auf den Markt zu werfen; wenn nicht eine spannungsgeladene Bio, dann zum Beispiel „Die Ägiden des Heriberathus“, oder „Kickl’s gesammelte Reden“, oder „Die verkannte Macht“, oder „Eigentlich Gott und Kaiser“, warum nicht gleich „Die Diktatur im Sattel – herrschen mit Bart zwischen Mähne und Schwanz“. Erst in ihren Büchern erfahren wir über Politiker, wie lieb sie eigentlich sind und voller guter Gedanken für uns. (Danke dem „Kantenschleifer“ für Inspirationen und Inputs bei diesem Absatz!)

Ein prophetischer Traum

Eigenartig diese „traumhaft“ erlebte Szenerie, die schier endlos lang anhielt. Ich befand mich im Waschraum einer Kaserne. Um mich herum junge, begeisterte Soldatenanwärter. Ich schien der einzige Alte hier zu sein. Alle waren sie perfekt rasiert und steckten in ihren top-sitzenden Uniformen. Sie wirkten so stolz. Gestriegelt und geschniegelt! Parat! Zum Morgenappell. Und ich noch nicht fertig. Unrasiert, ungekämmt und ich hatte meine Uniform noch immer nicht gefunden. Die Jungmänner schalten mich, spotteten meiner und witzelten hinter meinem Rücken über mich. Mit größtem Widerwillen näherte ich mich dem Waschbecken mit dem Spiegel und sah mit einer Mischung zwischen Gelassenheit und Unbehagen meinem vergleichsweise verwahrlosten Gesicht entgegen. Und ich hatte noch Unterwäsche an. Draußen hörte ich mahnende Stimmen.

Oh Gott, dachte ich, merken die nicht, was man mit ihnen vorhat? Schon wieder diese Scheiße, diese Begeisterung für „gut gewandete“ Gewalt, gegen all das Böse da irgendwo. Wir töten resch und fesch! Mit Freude in eine tödliche Zukunft. Begreifen sie nicht, haben ihnen die Alten nix erzählt. Ich weiß es ja auch nur von ihren Geschichten. Ja die neue Regierung führte wieder die Zwangsrekrutierung ein, Zivildienst ade! Kompromisslos zum Kommiss! Soll ich so tun, als wären es nur harmlose Pflichtübungen? Ich haderte dermaßen mit mir und brodelte deshalb so dahin, dass die Luft schon brodelte und dieser hochspannungsgeladene Zwiespalt mich erleichtert aufwachen ließ. Erleichtert?                  


Die 3-Punkte-Garantie!

Angetretene Parteien wären nach der Wahl in die Pflicht zu nehmen!

Eine bemerkenswerte Idee von „Stefanel“

contra leere Wahlversprechen!

In einer Diskussion bezüglich Parteiverhalten und überhaupt einzuhaltender Wahlversprechen, kam es von einem Sozi wie aus der Pistole geschossen. Jede Partei müsse sich, sagen wir, auf mindestens drei ihrer Wahlversprechen bindend festlegen und, nach Ablauf der Frist von zwei Jahren beispielsweise, gegebenenfalls zurücktreten, was die Ausrufung von Neuwahlen zur Folge hätte! Ja, das gehöre längst als Passus in unsere Verfassung, sowie die wählbare Option für Koalitionsvarianten, zumindest in dieser Hinsicht eine parteiintern verbindliche Mitgliederabstimmung zeitgerecht zu veranlassen.

Die „Partei-Heinis“ vergessen, dass sie vom parteineutralen Wähler, sowie zunehmend von ihren Mitgliedern rein wegen ihrer Wahlkampfzusagen im Falle ihrer Regierungsübernahme gewählt wurden, und für sonst nix!!! Diese Idee entspräche einer Art strafrechtlichen Haftung und so lange wir die Souveränität als parlamentarische, parteirepräsentative Demokratie innehaben, müsste es sinngemäß, wie oben erwähnt, verfassungsrechtlich verankert sein! Die meisten haben das derzeitige Debakel satt, immer wieder vom Gefühl beschlichen zu werden, betrogen worden zu sein und keine Handhabe gegen „fahrlässig“ hinaus geplärrte Zusagen zu haben! Immer wieder hoffen und immer wieder enttäuscht werden. Apropos Hoffnung und Enttäuschung:


Das Phantom der Hotline

Der sachte Anstrich des Kriminellen…

Trotz Bewegen in der Legalität stinkt’s mächtig nach Kriminellem.

Fast schon zu auffällige, kundendienliche Zusicherungen am Telefon, lakaienhafte Unterwürfigkeit mit „G’schamster Diener“ (Gehorsamster, Schamhafter, Speichellecker), und wenn du nach der Identität der so überaus freundlichen Hotlineperson rückfragst, könnte diese genauso gut „Max Mustermann“ oder „Ottilie Musterfrau“ sagen – käme nämlich aufs selbe raus. Doch der Reihe nach:     

Vertrauensvoll mit entsprechender Erwartung, zumindest Hoffnung – du bist ja brav und gut zahlender Kunde! – wendest du dich mit einem Problem, sei es technischer oder administrativer Art, an die so viel gepriesene Hotline. Dort aber jagt man dich zuerst mit langen Zuständigkeitserklärungen durch ein vier- bisweilen sechsteiliges Menü, indem du eine der angebotenen Durchstellungszahlen, falls eine für dich relevant scheint, schnell eintippen musst, sonst beginnst du wieder von vorne. Wenn du Glück hast, bleibst du in der Leitung, oder du fliegst raus, weil derzeit alle Kundenberater intensiv in ein Kundengespräch verwickelt sind und bittet dich um späteren Anruf.

Relativ neu ist dieser Zeitpuffer, dass du einer synthetischen, Magen verstimmenden Süßholzraspelstimme auf unnötige, zuhauf irrelevante Fragen antworten musst, die vom Avatar auf der anderen Seite der Wellenlänge ohnehin kaum kapiert werden „Tut mir Leid, ich habe Sie nicht verstanden, versuchen wir es noch einmal!“ Oder: „…, versuchen wir es anders!“ Hast du es gemerkt? Du wurdest zum Vollidioten stigmatisiert, bis man dich, völlig entnervt, mit einem Kundenbetreuer verbindet.

Wir aber dürfen uns in diesem Fall Glückspilze nennen und kommen in den Genuss einer alle paar Takte repetierten Musik, oder des Anlaberns mit unterschiedlichsten Aktionen und Schnäppchen. Bei manchen wird dir aus einem Lexikon vorgelesen – „Wissen sie, dass…?“ Nicht auflegen! Noch sind wir Hans im Glück, denn wir sind noch dran, wenn auch in der unsäglichen Warteschleife hängend, in der du schon zwei Schals und Fäustlinge gestrickt oder ein Vogelhäuschen gebastelt hast. Durchatmen, Zeitvertreibutensilien weglegen, konzentrieren heißt es in jedem Moment!

In deiner schon gefährlich heruntergefahrenen Laune meldet sich plötzlich ein oder eine „Xtrovic“ mit unverständlichem Vornamen, die du alle aufgrund viel zu schnellen Sprechens so und so nicht mitbekommen hast, dafür ganz deutlich gegen Ende des komprimierten Intros, nun in Adagio: „Was kann ich für sie tun?“, mit Anfügung deines korrekten Namens. Wie persönlich! Kurz flackert Wohlfühlen auf, obwohl du weißt, dass alles nur kalte Formsache ist. Du klammerst dich förmlich an diesen Strohhalm. Irgendwie möchtest du dran glauben, dass man dir nun wirklich ernsthaft helfen will.

Doch dein Gesprächspartner, vermutlich aus Fleisch und Blut, doch ohne erlaubtes Hirn und verbotener Eigenmeinung, stellt sich erfahrungsgemäß - Ausnahmen sind verschwindende Rarität - recht blöde an und du musst dein Anliegen zigmal wiederholen. Trotzdem, Augen schließen und noch mal tief und fest durchatmen. Die weiß hervorgetretenen Faustknöchel wieder entspannen und den Stirnschweiß ignorieren, der pausenlos auf die Tastatur tropft und  unaufhaltsam in sämtliche Spalten rinnt. Du musst unbedingt deinen Aggressionspegel senken, der schon die höchste Alarmstufe erreichte, in deinem Schädel seit einiger Zeit ohrenbetäubende Sirenen heulen und es unaufhörlich rot blinkt.

So, jetzt öffnen sich zwei Wege: Wenn du wiederum Glück hast, wird sich der Betreuer sofort um dein Problem kümmern und bittet dich um Geduld. Ehrlich gesagt, glaubst du nicht mehr daran. Der Hotline-Typ verabschiedet sich jetzt so schnell er kann, und wenn du nicht flugs ihn dabei unterbrichst und ihn um seinen Namen bittest, bist du „d’raußen“ und vergessen. Oder, ganz schlimm und zigmal erlebt: „Bitte, warten sie einen kurzen Moment, ich komme gleich wieder zu ihnen und… tütütütüt…“, im besten Fall befindest du dich wieder in der Warteschleife, beim weiblichen Avatar und seinen freundlich angebotenen Durchwahloptionen „Sagen sie in wenigen Worten ihr Anliegen, sprechen sie jetzt!“ Das heißt, der Typ hat einfach aufgelegt, dich rausgeschmissen. Wären wir im Wilden Westen, hättest du schon ohne Vorwarnung aus der Hüfte geschossen. Das Problem ist: Wir sind im Wilden Westen, nur du hast weder einen Colt, noch dürftest du feuern, dafür aber der Sheriff dich von hinten abknallen. Du bist im Film der, der beim wilden Schusswechsel versehentlich als erster wegen einem Querschläger umfällt.  

So gelange ich wieder an den Anfang. Tage vergehen und es geschieht… nix und nach weiteren Tagen… nix! Du hast dir, weil du blitzartig reagiertest, den Namen des „Hotliner/in“ notiert und schreibst mit rachelüsterner Miene  ein zorniges Email an die allgemein konzernübliche „Wischiwaschi-Adresse office.blablabla(at)com“ und schilderst noch mal deine Sache. Schon am nächsten Tag liegt die Antwort in deinem Email-Account. Man kennt den Namen des Mitarbeiters nicht und es tut der Verfasserperson - in jedem Antwortmail vermutlich ein anderes Pseudonym - unheimlich Leid, dir nicht besser helfen zu können. Mit freundlichen Grüßen verweist man dich an die kompetente Hotline.

Das sind die erschreckenden Gesichtszüge unseres heutigen Systems, du bist dir des „Verarscht-werden“ bewusst und musst es mangels Alternativen hinnehmen, ertragen und runterschlucken. Du darfst dich ruhig lautstark ärgern, dir in der Stammtischrunde zunicken und dich bedauern lassen und damit basta!      

Positiv klang das jetzt nicht, bin untröstlich, doch man kann ja aussteigen! Kann man das wirklich? Wir hängen da alle schon sehr tief drinnen. Das Positive aber wäre, dass der kollektive Unmut ja nur um vieles mehr ansteigen müsste, dann vielleicht entsteht die nötige Solidarität im Souverän des Konsumenten für eine machbare Veränderung, die, zur Kreation eines neuen Systems. So, und jetzt zu anderem Banalen wie Fatalen, das man ebenso nicht so schnell loswird:                


Der Wanzentanz

Die marmorierte Baumwanze…

…hat unfreiwillig Europa entdeckt und besiedelt.

Im pandemischen Ausmaß beginnt sie auch hier einheimisch zu werden.

Bei genauer Betrachtung ist der „insektiöse Neuzuzug“, die Pentatomide, imposant in ihrer Größe und der Maserung, der Textur (klingt g’scheit) ihres Rückenpanzers. Zudem ist sie völlig harmlos, bis auf ihr Stinksekret. Doch bei aller Bewunderung und gleichzeitigem Grausen: Erstens haben wir eh schon genug davon, wie zum Beispiel unsere seit ewigen Zeiten hier ansässigen, knallroten Bodenwanzen, die schön gezeichneten Feuerwanzen, die im Frühjahr paarweise in Massen über Wald- und Wiesenwege vor- und rückwärts krabbeln. Ich nenne sie Massai, weil ihr Rückenschild mich an die Schilder der Massaikrieger erinnert, andere Kardinäle. Andererseits dürfte die marmorierte Baumwanze wohlweislich von Vögeln verschmäht werden, obwohl sie nicht so unerhebliche Proteinhappen wären.   

Meine gescheiterten Versuche, diese „Stinkmonster“ loszuwerden, in aufsteigend demoralisierender Reihenfolge:

  • No-Bodycheck – 1, die nonverbale Methode:

Im Glas fangen und wieder in die Freiheit entlassen, die längste Austestung. Resultat: Sie kamen jedes Mal draufgängerisch ohne Umschweife im Kehrflug zurück und begannen mich fast liebestoll zu umsummen, sie verstanden es als nettes, neckisches Spiel. Das Fenster schnell zu schließen, damit sie aufs Glas prallen und bewusstlos abfallen, hat sich nicht bewährt, die sechsbeinigen Hundlinge sind im Stande mitten im vollen Flug unbeschadet auf ihrem sechsrädrigen Fahrwerk wo zu landen.

  • No-Bodycheck – 2, die verbale Methode:

Von hinten mit einem argen Schimpfwort anschreien, damit sie geschockt nach erhofftem Herzversagen tot umfallen. Resultat: Ich kriegte bald mehrere Warnschreiben von Wiener Wohnen wegen Überschreitung des zulässigen Lärmpegels, vor allem nach 22 Uhr, wo sie in Scharen daherbrummen und die Wände dekorieren, noch schlimmer, in der Halogen-Stehlampe übel riechend verschmoren.

  • No-Bodycheck – 3, die grausame Methode:

Das Backöfchen samt Innenbeleuchtung aktivieren, die Biester lieben ja Wärme und Licht und am liebsten beides in einem! Hinterhältig wie ich zwischenzeitlich durch dieses Ungetier wurde, lockte ich sie böse grinsend damit zwar an, weil ich hinter ihnen die Klappe schnell schließen wollte, um dann den Ofen voller Grillwanzen zu entsorgen: Übrigens, die kleinen Öfen sind billig in den Null-Euro-Shops zu erstehen, nach tüftelnder Berechnung dürften so an die Tausend Stück hineinpassen. Resultat: Na ja, sie scheinen intelligenter als ich zu sein, blieben vor der Falle in Reih und Glied sitzen - um das Gerät herrschte eine gemäßigte Klimazone - und gaben sich sämtliche Händchen. Wegen  georteter, scheinbarer Gefahrlosigkeit, begannen sie langsam ums Warme herumzutanzen. Ich stieg wieder auf die Glassturzvariante um, mindestens zwei pro Glas und raus!  

  • Bodycheck mit Todesfolge Exemplarische Hinrichtung:

Ich ermordete konsequent das ekelige Gekrabbel am Balkon mit meinem stets parat liegenden Schwert (ein Lineal, das bereits Scharten des Kampfes aufweist) und ließ ihre grauslich zugerichteten Leichen demonstrativ zur Warnung heran fliegender Artgenossen liegen; Leichen und deren Teile pflastern nun meinen Balkon, welcher folglich für geraume Zeit unbegehbar war. Resultat: Sie flogen und krabbelten unbeeindruckt über ihre verstümmelten Artgenossen und erstürmten noch viel fröhlicher und frecher meine unbewachten Ritzen, Schlitze und Löcher. Ich hörte sie darin regelrecht und höchst gemein kichern, was mich sogar bis heute in Träumen verfolgt. Die zwischenzeitlich mumifizierten Toten habe ich wieder entfernt.

  • No-Bodycheck – 5, die Entführung:

Da muss ich etwas ausführlicher werden, lesen sie bitte über die  „Rattenfängermethode“, so nenne ich den Trick in anderen Fachlektüren über Kammerjagden.

Nicht zur Belustigung verkleidete ich mich als Wanze! Nein, mit vollem Ernst band ich mir eine schildförmig ausgeschnittene, authentisch bemalte Styroporplatte auf den Rücken, der vollends damit abgedeckt wurde. Styropor strahlt bekanntlich Wärme aus, welch Durchtriebenheit! Diesen Schild hatte ich gründlich mit dem Geruch faulen Obstes präpariert, das ja zurzeit nur so herumliegt. Ich bezwecke den Doppeleffekt des einerseits gespielten Artgenossen, der als einer von ihnen ihre Lebensgewohnheiten versteht und vorgibt, sein Volk mit genügend Reiseproviant auf warmer Unterlage ins Paradies zu führen. Andererseits, die Kehrseite des Schildes, bin ich der unerkannte Killer! Ich fühlte mich in der Doppelrolle des verdeckten wie verdreckten Ermittlers und der des Liquidators recht wohl. Ha, ein Maulwurf sozusagen, einer mit tödlichen Fangzähnen. Ein grausamer Zug huschte über mein Gesicht.    

Mit allen schmutzigen Wassern gewaschen, reich an Tricks und Finten, schlich ich mich unter den ersten zarten Sonnenstrahlen aus dem Haus und wartete. Es dauerte nicht lang, da spürte ich sie regelrecht im Rücken, ihre gierigen, winzig schwarzen Punktaugen, die mich taxierten und wie sie reihenweise von der Fassade absprangen und losbrummten. Mein fauligfruchtiges Odeur musste unwiderstehlich für die kleinen Panzermonster gewesen sein. Ein leises, sattes Brummen kam aus allen Richtungen und wurde schnell lauter. Ich ließ mir noch Zeit, bis sie alle ganz nahe waren und mit einem „Klack“ landeten. In der Scheibe der Eingangstür zählte ich bereits 13 auf meinem Schild, auf dem sie so typisch ruckartig herumkrabbelten. Dann sah und hörte ich weit und breit kein Tier mehr. Gut, mehr gibt’s nicht. Nun ging ich langsamen, gleichmäßigen Schrittes los. Die Schnabelkerfen, so steht es wo geschrieben, gingen ahnungslos mit mir. So, raus aus der Anlage und dann raus aus Heiligenstadt!

Die 13.e, die größte und älteste von allen, fiel aus irgendeinem Grund, wahrscheinlich aus Altersschwäche, runter und humpelte uns nach, blieb aber zusehends immer weiter hinten, bis sie auf Höhe der Schemerlbrücke endgültig liegen blieb und verendete. Hoffentlich, man weiß ja nie, wer sie findet, wird sie nicht in geweihter Erde bei gelesener Messe beigesetzt. Den besessenen Tierschützern mit katholischem Hintergrund ist alles zuzutrauen.

Endlich erreichten wir den Treppelweg an der Donau und ich schritt frohen Mutes an den Anlegstellen vorbei, mein Ziel, das seichte Donauufer in der Klosterneuburger Au, dort, wo die Fähre anlegt. Vor Kahlenberger Dorf schwirrten zwei misstrauisch gewordene Kreaturen plötzlich ab und flogen schnurstracks zurück, sicherlich wieder in die Wohnanlage. Diese Kreaturen werden mir beim nächsten Mal nicht entkommen, lachte ich still in mich hinein und meine Augen glühten höllisch auf.  

Unbeirrt setzte ich den Weg fort, ab und an mich an spiegelnden Flächen  ihrer Anwesenheit vergewissernd. Immerhin trug ich noch 9 bei mir! Ich musste und wollte den Weg bis zur Rollfähre fortsetzen. Hehehe, die werden schön schau’n, die Bestien! Kaum kamen mir Leute entgegen, es war noch zu zeitig am Morgen und überhaupt Sonntag; der Tag der Frommen und der beste für mörderische Pläne und heimliche Meuchelmorde. Komischerweise ignorierten uns alle Vögel, obwohl ich Protein-Leckerbissen zum Frühstück an mir hatte. Ebenso gesellten sich keine weiteren Biester dazu, scheinbar gibt es wirklich, wie man ja ständig hört, außerhalb von Wien keine derartige Plage. Schade, ich hätte gern noch viel mehr mitgenommen auf die Reise ohne Wiederkehr.  

Nach geraumen zwei Stunden, ich blickte wieder mal über ein Seitenfenster eines abgestellten Lieferwagens auf meinen Rücken und atmete auf. Alle klebten noch regungslos an mir und labten sich am klebrigen Faulsaft ihren gepanzerten Wanst voll. Wie unbekümmert. Sie wähnten sich sicher. Gut, ihr Lieben, bald wird – die Leser ahnen es schon – gebadet! Endlich hatte ich die Au passiert. Kurz vor der Fähre, ich zählte an einem geparkten PKW noch einmal durch, was? Oh, nur noch sieben! Zwei müssen voll gefressen abgefallen sein und sich seitlich in die Büsche geschlagen haben. Egal, ich schritt immerhin noch mit sieben zum Uferrand hinunter. An dieser Stelle geht es flach und auf feinem, grauem Sand in den Strom. Vorausschauend hatte ich Sandalen angezogen, denen ich mich sogleich entledigte. Die knielange Short und das T-Shirt ließ ich an, die Arbeitsbekleidung für den Sommer. Heute soll es noch 25 Grad kriegen! Trotzdem überzog mich jetzt eine ordentliche Gänsehaut. Das könnten auch die Nerven gewesen sein.  

Die Zehen umspülte eiskaltes Wasser. Ich biss, nein, klapperte die Zähne, so weit es ging, fest zusammen und ging tiefer und tiefer. Bis mir die Donau zum Hals stand und bald mal überm Kopf zusammenschlug. Meine Glatze sollte keine Rettungsinsel sein! Dem stark spürbaren Zug des Flusses, mich wienwärts mitreißen zu wollen, widerstand ich tapfer und stemmte die Beine ins sandige Geschiebe. Als ich vorsichtig auftauchte, sah ich aus den Augenwinkeln die sieben Monster davon treiben, verzweifelt mit ihren Beinchen rudernd; eine verschwand plötzlich und für immer in einem Fischmaul vermutlich. Meine Beine spürte ich schon länger nicht mehr, dann entschwanden mir die Sinne. Die Rufe vom Ufer her hörte ich nicht mehr.

Ich möchte es kurz machen, am nächsten Tag wachte ich im AKH auf, wegen starker Unterkühlung. Doch ich grinste das Grinsen des verwundeten Heroen, im Konkreten, eines bibbernden, aber siegreichen Helden; sieben Ungeheuer auf einem Streich, also auf einem Schild in den nassen Tod geführt. Beim Nächsten mal werden es mehr sein, freut euch! Resultat: Ich besann mich nach tagelangem Fiebern, erschöpfender Nieserei und pausenlosem Rotzen und heckte noch im Spital wohl den hinterlistigsten, den heimtückischten aller Pläne aus, der an ausgefeilter Gemeinheit alles an bisherigen Beseitigungstricks in den Wanzenschatten stellt:  

  • No-Bodycheck – 4, die scheinresignative Methode:

Bis heute ignoriere ich die Pentatomiden und umgebe mich täglich mit einer Duftwolke. Ich versprühe dabei etliche Liter ekligsüßes, billiges Parfüm für den Notfall einer unvorhersehbaren Stinkattacke. Es ist den Brummern erwartungsgemäß völlig wurscht und wanz, sie betreiben „contra-ignoration“ und sind sich ihrer schwächeren Position dabei nicht gewahr. Täglich sitzen mehrere um meinen warmen PC herum, fliegen hin und wieder gegen den Bildschirm und auch mein Gesicht, glücklicherweise bin ich Brillenträger. Siegessicher lächle ich mit der Fratze des Teufels ihrem unausweichlichen Schicksal entgegen. Mein Fenster und meine Balkontür sind sperrangelweit offen! Ja, sie haben richtig gelesen!

Klar kommen sie jetzt in Scharen. Um bald verscharrt zu werden, hehehe!  Weil sie, diese fingernagelgroßen, bis aufs Blut gehassten Ungeheuer, in der warmen Stube mangels leckersüßen Pflanzen und mangels herumliegendem Obst, ja genau, sie ahnen es schon, nach wenigen Tagen - der freudige Wahnsinn beginnt mich zu befallen - tot umfallen werden, verhungern müssen, ja, sterben, für immer verenden!!! Willkommen und Tschüss!!! Als Uniformierte meine Tür eintraten und mich aus der Wohnung schleiften, ich blieb im Freudentaumel. Auch wenn ich weg bin, sie bleiben da bis zu ihrem Ende!  

Die Ursache dieser Plage ist hausgemacht!

Die Einwanderung erfolgt forthin über sämtliche europäische Einfuhrhäfen.

Vielleicht sollte man grundsätzlich über Importe von Nahrungsmittel aus der Ferne nachdenken, vor allem, wenn wir diese selbst bei uns wachsen und geerntet werden. Regional saisonal ideal! Bislang lässt uns all die Politik in Stich, Hauptsache der Handel ist entfesselt und den P-Konzernen gedient! Die besagte Baumwanze kommt mit asiatischem Obst und Gemüse zu uns. Erstsichtung 2016, 2017 war ihre Population noch bescheiden, heuer eine regelrechte Invasion. Entwarnung! Seit grob zwei Wochen, von einem Tag auf den anderen, waren sie weg! Die Population hat sich auf ihrer verzweifelten Suche nach einem warmen Platz zur Gänze verausgabt und aufgebraucht.  Zwei am Balkon erfrorene Geschöpfe nach paar Tagen signalisierten das endgültige Aus, zumindest für heuer.


Blitzlichter und stillose Blüten

zum Wachrütteln; so, wie sie mir gerade in die Hände fielen…

Schlagzeilen stammen großteils aus der besten Zeitschrift Österreichs,
dem Werkstattblatt von der www.solidarwerkstatt.at!

Kassenärzte „verdünnen“ sich bei steigender Bevölkerungszahl, aber dort wo das Durchschnittseinkommen markant hoch ist, ist auffallend eine medizinische Versorgungsdichte gewährleistet! Welch Zufall!

Spitäler – werden finanziell ausgehungert, weil der Hunger nach Krieg und Kampfhubschrauber stärker ist!   

Privatisierung des Gesundheitswesens in Deutschland schnellt voran: Amerikanische Investorengruppen kaufen marode Spitäler auf und benutzen die Sanierung zur Bildung von Praxisketten darüber hinaus, insbesondere Zahnarztordinationen. Klar, dass dem Patienten jetzt zunehmend teurere Behandlungen einsuggeriert werden.

JEFTA, das Freihandelsabkommen mit Japan, zielt auf die Trinkwasserprivatisierung ab. Auf unseren Armaturen sehe ich schon bald Münzautomaten, oder, ähnlich wie beim Strom, Smartmeter „Drink smart“ am Wasserhaupthahn, um jederzeit, zum Beispiel bei Zahlungsverzug, die Versorgung mit dem „unantastbaren Gut“ stoppen zu können.

EURATOM gab grünes Licht fürs Monster-AKW Hinkley PÖoint C. Nau, vielleicht haben wir bald die EUtombombe… wir machen uns kriegsfit.

Der Kriegskapitalismus: Die Rolle des Finanzkapitals bei der Herbeiführung des so genannten Anschlusses – Nachruf an den heuer verstorbenen Historiker, spezialisiert auf die Zeitgeschichte Österreichs, Hans Hautmann. https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hautmann

Da muss ich an den Autor und Filmemacher Eric Vuillard denken und sein Werk: „Die Tagesordnung“ – über das Geheimtreffen am 20. Feber 1933.

Die SPE kann sich in der Europäischen Union, so wie sie derzeit gestrickt ist, nicht mehr durchsetzen. Die Konservativen diktieren! Ist ihnen schon aufgefallen, dass man plötzlich, wie heuchlerisch und auch dumm, die SD als Linke bezeichnet, was sie nie war, mit Ausnahme vielleicht unter „Bruno-Willi-Olaf-Tito“. Es wirkt scheinbar und der Volksmund äfft es nach. Man hat die SD dorthin manövriert, wo man sie haben will, ungefährlich, rein zur Dekoration „europäisch-demokratischer Werte“. Die wirklichen Linken jedoch gerieten dadurch völlig aus dem Blickfeld. Wau, wie schlau!

Konzern-Union: „Man kann nicht zulassen, dass Wahlen die Wirtschaftspolitik beeinflussen!“ (Wolfgang Schäuble, D-Minister im Spiegel vom 23.11.2017); ein Bekenntnis zur Wirtschaftsliberalen Diktatur. Die EU fungiert als Verwaltungsapparat im amerikanischen Interesse, hat es deutlich den Anschein. Attac bringt’s am Punkt und bittet um Hilfe:  https://www.attac.at/engagieren/attac-unterstuetzen/newsletter-spende.html?amount=50

„Political confused correctness“ Vor lauter was man sagen darf und was nicht –– las ich unlängst für Neger, Mohr, Maure, Farbiger, Schwarzer, Kaffer, Onkel Tom, Bimbo, fälschlicherweise Kanake (hawaiisch für Kamerad, aber auch die Bewohner der nordägyptischen, ehemaligen Tempelstadt Karnak gemeint) und Kunta Kinte (TV-Serie), vermutlich in völliger Verwirrung notiert: Afroafrikaner und anderswo Afrikaner mit schwarzem Hintergrund

Bush, Obama und Trump nach ihrem Ableben vor Gott Vater
https://upcmail.upc.at/appsuite/#!!&app=io.ox/mail&folder=default0//uhxp3Zwcq&locale=de_DE

100 Jahre Republik! Es wird Zeit, dass wir eine neue Jahrhundertära zum Feiern 2118 einleiten, denken sich die türkisschwarzblauen Macher. Ihr Jahrhundertreich beginnt! Die anderen haben sich umgedreht und schmollen, zanken untereinander, oder tun so, als könnten sie nix dafür, dass die andern auf einmal so stark wie bös sind. 

Die „globalen Aussteiger“ sind am Werk. Trump beabsichtigt aus dem Atomabrüstungsvertrag auszusteigen und gibt – kennen wir ja schon aus Jahrzehnten – den Russen die Schuld. Beim Klimaschutzabkommen das selbige Kleinkindverhalten und so fährt man auf Sandkistenniveau fort: „Gib du mir zuerst dein Küberl mit dem Schauferl, dann kriegst auch meine!“ Und: „Erst wenn du dein Feuer ausmaxt, dann lösch ich meins!“ Trump trampelt durch die Weltpolitik, brüllt raus und nimmt’s wieder zurück. Ich meine, ist es einem Staatsoberhaupt überhaupt noch wichtig, ernst genommen zu werden?

Hunde beißen Kinder zu Tode. Wir haben ein Hundehaltegesetz, das kaum welche wirklich kennen, am wenigsten die Halter. Die Hunde wissen über menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen womöglich besser Bescheid als umgekehrt. Kinder wehrt euch! Vielleicht lesen wir bald als Schlagzeile: 5jähriger würgte friedlichen Dackel so lange, bis dieser freiwillig seinen Maulkorb samt Leine hergab. 8jähriger drosch Rottweiler spitalsreif, als dieser ihn ängstlich anknurrte.

Helden ohne Heldentaten… Ein mutig unterdrückter Furz, wird schon als gemeinnützige Heldentat gewürdigt. Ein frenetischer Applaus jagt den anderen, für… was eigentlich? Da sagt einer irgendwas Belangloses, Unbedeutendes, und wird schon voreilig vom dressierten Publikum beklatscht, dass die Studiowände erzittern. Anlassfall das hochstilisierte Neun-Bundesländer-Votum - im Grunde genommen eh lieb und nett - mit einem merkbar aufgedrehten Assinger und einer völlig überdrehten Karlich. Ich nehme es als Gleichnis für, sagen wir, Brüsseler EU-Redner. Es wird das Nichts abgefeiert, als fände immens und großartig Revolutionäres statt.

Zeit-Unfug und andere Politische Allotria beweisen allein schon die Unbrauchbarkeit dieser Europäischen Union dadurch, dass sie nicht imstande ist, die idiotische Zeitumstellung im Jahr ein für alle mal aufzuheben! Warum nicht eine für ein und allemal festgelegte, koordinierte Weltzeit mit stundenweise (alle 10 Längsgrade) zu korrigierenden Zeitzonen in Richtung Ost vor und West zurück? Wo ist das verdammte Problem? Die Mehrheit ist nach Umfragen für die Beibehaltung einer Zeit und man erweckte die Hoffnung, heuer es bei der Sommerzeit zu belassen; und? Nix, wieder durften wir die Zeiger drehen…

Seit Jahrzehnten weiß man von der seitdem nachgewiesenen Sinnlosigkeit einer zweimaligen Zeitkorrektur im Jahr! Mediziner, Pädagogen, Bauern, vor allem Nebenerwerbsbauern, klagen berechtigt über diesen regelrechten Blödsinn, der uns ganz ohne Abstimmung aufoktroyiert wurden, wie der Schwachsinn der Sparlampen, Richtlinien für eine handels- und transportgerechte Gurkenbegradigung und maximale Bananenkrümmung, Mindestkartoffeldurchmesser und was weiß ich alles an Schmafu. Wie gesagt, zu alldem wurden wir nicht gefragt; aber jetzt müssen zur Festlegung auf eine durchgehende Zeitmessung noch entsprechende Erhebungen getroffen werden. Da soll man nicht misstrauisch werden gegenüber solch hoch bezahlten „(H)allodris“?

Das Positive dran? Na ja, das wäre, dass wir uns so und so lieber mit scheinbar Unveränderbarem beschäftigen, es der Stammtischrunden zum Anbeißen hinwerfen… als es mal richtig anzugehen, wie auch immer das aussehen mag… zum Beispiel die Solidarisierung aller Völker, ausgenommen ihren so und so seit ewigen Zeiten verbündeten Eliten…

Schullernen – Lernschule; du lernst in der Schule:
Lesen, aber nicht Verstehen!
Rechnen, aber nicht Logik!
Noten, aber nicht das Musizieren!
Geschichte, aber nicht seine Lehren daraus!
Deutsch, aber nicht seine Poesie!
Sport, aber nicht auf deinen Körper hören!
Biologie, aber nicht die Schönheit der Natur erkennen!
So Vieles, nur nicht deine Sinne sinnvoll nutzen!

Korrekturen zur letzten Sendung
Formfehler sind unvermeidlich, passieren hinterrücks; ich bin untröstlich!


Wen stört noch die schiefe Optik,

wenn sie durch die Rosabrille kaschiert wird?

Dünne Spitzen brechen schnell…

Wenn es den Eindruck einer gewissen Unberechenbarkeit beim Wechsel des Frontpersonals, also bei den öffentlichen Protagonisten, erwecken sollte, ist die jederzeitige, schnelle Austauschbarkeit volle Absicht; und Unwissenheit  bei geforderten Prognosen gegenüber Journalisten reine taktische Zurückhaltung. Ach, wie ist man ausgepufft… (…)

 


Die manierliche TV-Gesellschaft

Die Soaps-and-Win-Phase dank folgsamer, kritikloser Zuschauer.

Alles wie nach Drehbuch. Den fernsehgerecht moderierten, so positiven Einzelfall erklärt man uns als Massenboom – „Uns geht’s allen gut!“ Damit man als noch nicht Betroffener in dieser suggerierten Überzeugung bestärkt wird, liefert die Berichterstattung zwecks Wahrung der Glaubwürdigkeit an ein ausgewogenes, neutrales News-Medium zwischendurch mal eine dramatische Sequenz. Hier paar Erdbebenopfer zwischen den Einsatzkräften, da die nackten Überlebenden einer Flutwelle, drüben eine obdachlos gewordene Familie in ihrer zerbombten Heimatstadt, ganz in der Nähe ein Verkehrsunfall, weiter weg ein Amoklauf und dem „Hiasl-Bauern“ ist Scheune abgebrannt, eine radikalisierte Kuh hat den Hund samt mitgezogener Besitzerin angefallen.

Die Welt vom Sofa aus: „Schatzl, bringst uns ein Bier und was zum Knabbern mit?“ „Gern, Schatzi!“  


Und ein kleinwenig Rothautgeschichte

Im Zeitraffer über ein indianisches Volk mit längster Wanderung

Den längsten Widerstand in den Indianerkriegen lieferten also die Apachen gegen die weißen Eindringlinge und taten sich durch ihre hervorragenden Häuptlinge insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hervor, die sich nicht nur als beste Krieger behaupten konnten, sondern auch diplomatische Begabung und Redegewandtheit bewiesen: Ich darf mit Respekt erwähnen: Juan José (Mimbreno), Mangas Colorado (Mimbreno und berühmte Legende!), Cochise (Chiricahua) und sein Sohn Nachez, Ezkimenzin (Ariwaipa), Victorio (Mimbreno), Loco (Mimbreno), Chatto (Mescalero), Nana (Mimbreno) und der letzte: Goyathlay alias

Geronimo (Bedonkohe), berühmt, wie die auch hierorts bekannte Legende des Sitting Bull. Die Mimbren-Apachen stachen deutlich heraus.


Buchempfehlungen

Geständnis eines seit Kleinkindtagen Lesenden: Ich bin in der Lage, mir ungeniert mehrere Bücher in gleicher Zeit einzuverleiben und kann permanent und blitzartig in die jeweilige Thematik springen und nahtlos dort weiter schmökern. Zurzeit lese ich in fünfen. Dem Gott sei in dieser Hinsicht an dieser Stelle gedankt, dass er am achten Tag das Lesezeichen gleich nach dem Buch erschuf! Es gibt bekanntlich Nationen, welche ebenso schnell den Anschluss fanden wie auch ich immer wieder, nur bleib ich mit aller Konsequenz nicht dabei und neige da zum notorischen Fremdgeher. Fahnenflüchtiger wäre inkorrekt, denn weder griff ich nach ihr, noch schwor ich auf sie.

„Die großen sozialistischen Erzähler“ von Doris und Hans-Jürgen Schmitt (1976) herausgegebene Kurzgeschichten damaliger „Linker“, von Arnold Zweig über den umstrittenen Bodo Uhse, Anna Seghers bis Bertold Brecht.

„Mein Kampf – endlich politisch korrekt: Grüne präsentieren gegenderte Neuauflage - die besten Tagespresse-Meldungen - 3. Band“ von „die Tagespresse“ (2016); gesammelte, satirische Nachrichten sozusagen, dankend von meiner Tochter erhalten.

„Philosophie des Widerstandes – Sokrates oder Heidegger“ von André Glucksmann (2009)

„Metternich und seine Sibylle“ von Ann Tizia Leitich; ein intimer Roman vor politisch brisantem Hintergrund (1960)

„Der Turm“ von Richard Martin Stern (1973) war die Vorlage der ein Jahr späteren Verfilmung „Flammendes Inferno“; ein Roman nach Zeitprotokoll.

„2019!“ von diversen Verlagen herausgegeben und brandaktuell, ganz oben in den belletristischen Charts; konsequent von Anfang bis Ende strukturiert, aufgelegt in überzeugenden Designs für jegliche, noch so gefinkelte Geschmacksnuancierung, ach… ich habe diesen Knüller schon  erstanden, darin geblättert und bin hellauf begeistert, jede Seite ein knallhart pointierter Treffer und beinhartes Faktum, so geht es lückenlos unenttäuschend bis zur letzten Seite und weiter noch bis zum Revers, man lechzt schon bei den letzten Seiten nach dem nächsten Band!

Anstatt des Autorenblatts:

Black: „Wonderful life!“
https://www.youtube.com/watch?v=u1ZoHfJZACA

Louis Armstrong: „What a wonderful world“
https://www.youtube.com/watch?v=D67lR7Qy_wk

Mit besonders Gruß

und großem www.re-spect.at,

weil Sie oder Du es bis hierher geschafft hast! Danke!