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Nur ausgenutzt - Erfahrungsbericht Aktion 4000 bei der Privatschule Sta. Christiana in Wr. Neustadt

Aktiver Admin am So., 14.04.2013 - 23:36

Liebe FreundeInnen!

Die Aktion 4000 ist eine weitere Aktion, um uns Arbeitslosen etwas vorzugaukeln. Auch nur eine weitere Massnahme uns an die Leine zu legen und unter Kontrolle zu haben.

Ich habe vor 2 Monaten auch eine Aktion für 5 Wochen miterlebt.

Ich freute mich sehr eine Arbeit über AMS bekommen zu haben. Zwar kein Job den ich gelernt habe. Habe Einzel- und Gemischtwarenkaufmann gelernt. Mit einem jungen 24 jährigen Arbeitslosen, ebenfalls vom AMS Wr. Neustadt, haben wir in einer Privatschule Sta. Christiana in Wr. Neustadt, die ebenfalls vom AMS gefördert wird, hauptsächlich Maurer- und Ausbesserungsarbeiten erledigt. Da ich vom Land abstamme und aufgewachsen bin, war es für mich keine Schwierigkeit auch eine solche Arbeit zur vollsten Zufriedenheit für den Arbeitgeber auszuführen.

Leider wurde uns der Umstand verschwiegen, dass diese Tätigkeit ohne Chance auf Fixanstellung ist.

Am Anfang wurden wir einfach belogen. Es wurde uns gesagt, das wir 5 Wochen lang Überzeugungsarbeit leisten können. Deswegen nur der Vertrag für diese Zeit. Wir haben fleissig gearbeitet. Wurden auch von den Vorgesetzten immer wieder gelobt welch gute Arbeit wir leisten. Wir waren leider Beide sehr naiv. Glaubten mit Fleiss die Chance für eine Fixanstellung genützt zu haben. Und in Wirklichkeit hatten wir vom Anfang an keine Chance.

Die Augen wurden uns einige Tage vor Beendigung der 5 Wochenfrist geöffnet, als weitere 2 AMS Kunden für die nächsten 5 Wochen im Büro der Schule vorgesprochen haben. So ist es eigentlich. Das ist System!

Nach meinen Nachforschungen bin ich draufgekommen. Dass das AMS mit der Privatschule ein Abkommen hat. Das vorsieht keinen Arbeitslosen länger als 5 Wochen zu beschäftigen.

Wir werden mit solchen Aktionen nur geprüft, ob wir arbeitswillig sind. Da darf es niemand wundern, das wir Arbeitslose sehr sensibel reagieren.

Das ist ARBEITSTEILUNG für ARBEITSLOSE!!!

Jetzt bin ich wieder in der 18 Monatsmassnahme "Arbeitsfindung".

Wo uns der Kursleiter zum "Lügen" anstiftet. Er ist auch bei Vorstellungsgesprächen mit dabei. Und hat uns Konsequenzen angedroht (Meldung ans AMS bzw. Bezugssperre), wenn bei Bewerbungsgesprächen nicht gemogelt wird. Weil das sieht nach Verhinderung eines Arbeitsplatzes und Arbeitsaufnahme aus.

Die PolitikerInnen als auftragendes Organ, einschließlich unser jetziger Arbeits- und Sozialminister Herr Hundsdorfer und das AMS als ausführendes Organ.

So sieht die Wahrheit aus!!!

Wir Arbeitslose werden als Sündenböcke hingestellt. Wir sind selbst an unserer Situation schuld. Leider glauben es auch 99 % der Betroffenen.

Das meint euer

Karl Halmann
Initiative MoAiÖ
Fischauergasse 171/94
2700 Wiener Neustadt
Tel. 0699 - 101 344 66
E-Mail: karl.halmann@chello.at

Schlagworte Erfahrungsberichte
Bezeichnung der Maßnahme
Betreuende Behörde