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Keine Absicherung als Selbständige

Aktiver Admin am So., 19.04.2020 - 14:09

Guten Tag liebe Aktivisten.
Schön dass es euch gibt!

Wie Sie vermuten können zum Thema des Arbeitsmarktes, der finanziellen Absicherung in Zeiten der Krise.

Ich versuche mich kurz zu halten:

Nach 15 Jahren erfolgreicher Selbsttändigkeit als Einzelunernehmerin (Masekenbildnerin) und Teilzeit Angestellte (Sozialarbeit/Trainerin) habe ich nach einem Unfall mein Gewerbe ruhend melden müssen. Kurz darauf hatte mich aufgrund meines Ausfalles mir mein Arbeitgeber die Anstellung nach 10 Jahren gekündigt.

Da ich glücklicherweise noch einen bescheidenen Anspruch auf AMS-Leistung durch meine alte Anstellung hatte, habe ich mich während meiner Rehabilitation zwischenzeitlich als Maskenbildnerin Arbeitssuchend gemeldet. Die SVA konnte ich mir ohne Einnahmen unmöglich leisten.

Meine Bemessungsgrundlage durch das AMS ist allerdings so niedrig (€ 7/Tag), dass ich nach meiner Gesundung sofort wieder in den Beruf einsteigen wollte. Als Angestellte im Theater oder mit meinem Gewerbe als Maskenbildnerin.

Leider hat mir die Krise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich hätte nach meinem längeren beruflichen Ausfall nach meinem Unfall fix vorgehabt, so rasch wie möglich wieder voll in das Berufsleben einzusteigen da ich von rund € 200/Monat unmöglich (über)leben kann.

Die Mindestsicherung konnte ich aufgrund zweier Punkte ebenso nicht beanspruchen (besitze eine kleine Eigentumswohnung bzw. einen finanziellen Sicherheits-Polster auf der Bank).

Nun habe ich während dieser gesamten Zeit weder die Möglichkeit, in ein gesichertes Anstellungsverhältnis (wie geplant) zu gelangen noch Aufträge von Kunden im Bereich Film- u. Theater als selbstständige Maskenbildnerin zu übernehmen.

Lebe derzeit nur von meinem Ersparten welches täglich gut sichtbar dahin schmilzt. Weiters gibt mir mein Vater seit meinem Unfall von seiner kleinen Pension (€ 1100/Monat) € 400/Monat ab! Das ist kein Dauerzustand!

Meine monatlichen Fixkosten versuche ich nun auf eine Minimum zu reduzieren. Doch es reicht an allen Ecken und Enden nicht aus!

Ich benötige in meiner Lage dringend ein gesichertes Einkommen von mindestens netto € 1500/Monat durch ein Angestelltenverhältnis oder aus Selbstständigem Erwerb. Insbesondere nach meinem längeren Ausfall. Doch die Aussichten darauf in dieser aktuellen wirtschaftlichen Lage für lange Zeit sind mehr als trüb.

Doch was kann ich tun?!

Ich sehe für diese Situation aktuell keinen Weg, welcher mich aus diesem finanziellen Dilemma bringt. Auch und insbesondere der Gedanke an die Zeit nach der Krise bereitet mir Bauchweh und wird immer schwerer. Rasch wieder eine Anstellung in einer Kulturstätte zu finden oder als Selbstständige an Kunden zu kommen nach dieser Phase wird dann vermutlich eher zu einem langwierigen Unterfangen. Vor Allem aber wäre ein monatliches mindest-Einkommmen für den täglichen Bedarf schon jetzt für mich eine dringende Notwendigkeit. Auch wenn ich sonst immer eine Lösung in meinem Leben gefunden habe. Hier bin ich mit meiner Perspektive auf Morgen und darüber hinaus mit meinem Latein am Ende.

Soweit zu meiner Schilderung.

Ich danke Ihnen jetzt schon vielmals für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich freuen, Ihre Stellungnahme zu erfahren zu meiner Lage. Vielleicht haben Sie ja eine Idee oder sehen Möglichkeiten, für Personen wie mir oder Menschen in ähnlichen Situationen Lösungsansätze aufzuzeigen.

Wäre dankbar über Ihre entsprechende Hilfestellung.

Recht herzlichen Dank und mit besten Grüßen,

Julia H.

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