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Erfahrungsbericht "GPS-Kärnten" - Gemeinnütziges Personalservice Kärnten GmbH (Sommer 2011)

Aktive Arbeits… am So., 10.07.2011 - 21:16

Meine "liebe" Betreuerin, Frau C. R., hatte mich Ende Juni 2011 nach meiner ersten "Perspektivenerweiterung und Jobinitiative" zu GPS Kärnten als Hilfsarbeiter zwangszugewiesen. Nicht, daß ich mir um "Hilfstätigkeiten" zu schade gewesen wäre oder bin, aber mir als doppelten Akademiker (Magisterium und Doktorat) nützen solche Tätigkeiten gar nichts. Im Gegenteil, solche Tätigkeiten werfen ein noch schlechteres Licht auf mich, wenn ich diese länger und nachgewiesenermaßen ausführe. Da nimmt mich am ersten Arbeitsmarkt niemand mehr ernst.

Schriftliche Beweise für diese Zwangszuweisung habe ich leider keine, da meine Betreuerin dies damals nur mündlich mitgeteilt hat. Damals wußte ich nicht, daß ich ein Recht auf eine schriftliche Zuweisung habe bzw. über alles was das AMS mir mitteilt, eine Niederschrift zu verlangen. Aber ich lüge nicht, und sollte es schon mehrere Fälle gegeben haben, wird man erkennen, dass hier was Wahres dran ist. Sollten weitere Fälle folgen, dann würde man auch wissen, dass auch ich nicht gelogen habe.

Da ich sowohl in einem vorherigen Kurs im Jahr 2010 als auch 2011 bei der "Perspektivenerweiterung" von KursteilnehmerInnen über diesen sozialökonomischen Betrieb leider nur negative Dinge gehört hatte, wollte ich natürlich nicht hingehen, schon gar nicht als Hilfsarbeiter. Meine Betreuerin, Frau C. R., meinte daraufhin, daß ich gesperrt würde. Das ist definitiv eine Zwangszuweisung unter Androhung einer (Notstands)Bezugssperre.

Ich war nur einen halben Tag (es war ein Freitag, der 1. Juli 2011) bei GPS Kärnten. Gelände sauber machen, so lautete die Aufgabe vom Assistenten der Geschäftsführung, ein Mag. Walter L. aus Grafenstein, es liegen ein paar Plastikbecher und Flaschen herum und diese seien wegzuräumen. Als ich mit dem "Kollegen" zurückkam und bekanntgab, daß das gesamte Gelände sauber gemacht wurde, auch Zigarettenstümmel hatte ich aufgehoben mit den bloßen Fingern ohne Handschuhe - die waren auf die Schnelle in der Geräteabstellkammer nicht zu finden und es war ja auch nicht vorherzusehen, was am GPS-Gelände so alles rumliegt - meinte Walter L. nur wörtlich: "Von Zigarettenstümmeln aufheben und den anderen Dingen habe ich nichts gesagt, sondern nur Plastikbecher und Flaschen aufheben."

Dann war noch Gras zusammenrechen angesagt, mein "Kollege" hatte den Grasrechen und ich einen Laubrechen (!), weil mehr gibt es bei GPS offensichtlich nicht. Später hätte ich noch dem "Kollegen", den ich vormittags den Gefallen gemacht hatte und bei der Laderampe seinen Rucksack holen war, beim Ostbahnhof Gras zusammenrechen sollen, mein "Kollege" sollte mit dem Rasentrimmer mähen. Beim Anstarten benötigte dieser Hilfe, ich konnte das Gerät aber nicht fest genug halten, wenn er am Starterkabel zog, und so meinte er, mit mir könne man nicht arbeiten, und wurde auch immer lästiger. Ich bin dann gegangen, er ist mir nach und hat mich im Stiegenhaus angerempelt und auf das Schultergelenk geschlagen und mich angeschrien: "Du gehst jetzt nicht heim". 

Vor dem Verwaltungsgerichtshof hätte ich möglicherweise verloren. Ich machte damals den Fehler, den Arbeitsvertrag gleich zu unterschreiben, sowie eine Kündigung, die nicht von mir aufgesetzt wurde, sondern vom Assistenten der Geschäftsführung. Eigentlich war das gar keine Kündigung, sondern ein vorzeitiger Austritt aufgrund eines tätlichen Übergriffs. Für das AMS natürlich ein "gefundenes Fressen" und Beweis genug, mich für vier Wochen zu sperren.

Das Geld ist zwar für immer weg und ich werde es auch nicht rückwirkend zurückverlangen können, aber mir geht es darum, dass hinkünftig solche Dinge nicht mehr passieren. Und ich möchte auch nicht dazu beitragen, mit meiner Passivität eine weitere Untergrabung der Menschenrechte oder weitere Aushebelung der Selbstbestimmung zu bewirken. Ich bin (Langzeit)Stellensuchender, habe Qualifikationen, Ausbildungen und Fähigkeiten sowie Berufserfahrung, und bin somit Bewerber, aber NICHT BITTSTELLER, mit dem man sich alles erlauben kann !!!

Ich war später beim AMS-Ombudsmann, der meinte, daß es sein könnte, daß man mich testen wollte, inwieweit ich arbeitswillig bin. Daß die GPS Geschäftsführerin Frau MMag. Dr. Edith Zewell die Frau bzw. die "schwer geschiedene" Ex des späteren - jetzigen - AMS-Landesgeschäftsführers Franz Zewell ist, ist mir auch seit 2011 bekannt.

Hätte ich etwas zu entscheiden, ich würde Franz Zewell sofort seines Amtes entheben lassen. Daß er auch Gerichtssachverständiger ist [Eintrag in der Gerichtssachverständigenliste], ist mir neu, aber ich empfinde es als eine Frechheit, welche Menschen wir im System in sehr verantwortungsvollen Positionen haben. Solche Positionen haben diese Personen meines Erachtens nicht verdient.

Das AMS hat mich vermutich bewußt zu GPS zwangszugewiesen, weil man mich im Notstand drücken wollte. Falls ich doch länger geblieben wäre, hätte ich eine neue Bemessungsgrundlage erworben, die wesentlich niedriger geworden wäre. Denn wie wahrscheinlich klar ist, wurde mir für einen Monat das Notstandsgeld ersatzlos gestrichen, weil ich ja ein bereits unterschriebenens Dienstverhältnis vorzeitig beendet hatte. Das AMS wußte im vorhinein, daß auch ich nicht lange bei GPS bleiben würde. Ich hatte von GPS schon vorher nichts Gutes gehört und auch bei der Perspektivenerweiterung und Jobinitiative war ein Kursteilnehmer dabei, der erzählte, wie schikanös bei GPS Kärnten agiert wird.

Deshalb habe ich mir gesagt, das lasse ich mir kein zweites Mal gefallen und ich werde alles tun, damit sich in unserem System etwas ändern wird. Die ersten Schritte dazu habe ich in den vergangen zwei Jahren getan, weitere werden folgen. Das AMS wird seine stellensuchenden "Kunden" in Ruhe lassen müssen, der Tag wird kommen. Von Arbeitsmarkt-"Service" kann meiner Meinung nach keine Rede sein, denn "Kunden" behandelt man anders. Aber ich bin mir auch sicher, daß dieses "AMS-System" bei uns in Kärnten kollabieren wird. Meine Geschichte kennen viele ehemalige Kursteilnehmer und auch Trainer bei den Perspektivenerweiterungen, die ich an einem anderen Institut in den letzten Jahren absolviert hatte.

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Anmerkung zum AMS-Bescheid:

Ich möchte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich festhalten, daß ich NIE irgendwelche körperlichen oder sonstigen Einschränkungen gehabt habe, weil im AMS-Bescheid davon die Rede ist. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt einen Leistenbruch, von dem ich aber noch nichts wußte und der mir diverse diffuse Beschwerden bereitet hatte. Hätte ich damals auch gewußt, wofür und für wen SÖBs bestimmt sind, dann hätte ich NIEMALS selbst den Vorschlag gemacht, mich bei "4ever young" bewerben zu dürfen oder zu bewerben.

Weiters lautet es im AMS-Bescheid auch, daß ich in einem psychischen Ausnahmezustand war. No na net, wenn ich so überrumpelt und von der Perspektivenerweiterung direkt als "Hilfsarbeiter" zu einer Firma geschickt werde, von der ich vorher schon mehrmals nichts Gutes gehört habe. Selbst in der update-Training-Perspektivenerweiterung war damals ein Kursteilnehmer, der von seinen GPS-Erfahrungen berichtet hatte. Auch dieser ist nicht geblieben.

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