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Gemeinnütziger Personalüberlasser (SÖBÜ)

Beratungsgespräch bei itworks: Fragen stellen unerwünscht

Aktiver Admin am Fr., 16.03.2018 - 00:09
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Bericht betreffend des 2. Gesprächstermins bei der itworks GmbH, Meldemannstrasse 12-14, 1200 Wien

Ich kam wie vereinbart zum Gesprächstermin um 08 Uhr mit meiner Vertrauensperson bei der Firma itworks GmbH in die Meldemannstrasse.

Gegenüber saß mir Frau Bettina P. von der Abteilung Recruiting. Sie behauptete vorab, dass ich keinerlei Daten auf dem Bewerber-Fragebogen ausgefüllt hätte. Meiner Meinung nach ist das ein höchst seltsamer Einstieg in ein solches Gespräch, da die Aussage absolut unwahr ist.

Schon beim 1. Gesprächstermin mit Herrn K., füllte ich das Datenblatt aus und besprach mit ihm vorausschauend meinen beruflichen Werdegang und meine bisherigen Tätigkeiten. Frau P. bot ein Dienstverhältnis mit 30 Stunden an, ohne genauen Inhalt über dieses und ohne konkrete Informationen über die berufliche Tätigkeit zu nennen. Ich stellte die wichtige Frage nach einem konkreten Jobangebot die Frau P. überging.

Ich besprach mit Frau P. gemeinsam, zwecks Übersicht über Fähigkeiten und Skills, meine berufliche Grundausbildung, diverse Tätigkeiten der Jahre sowie meine zusätzlichen beruflichen Ausbildungen und Orientierungen.

Ich sprach das Programm “Beratungs- und Betreuungseinrichtung Jobservice Wien“ an und dass ich gerne nähere Informationen darüber hätte. Auf der Website der itworks GmbH heißt es, dass dieses Service für Menschen ab 50+ und „arbeitsmarktferne Personen“ gedacht ist. Ich sagte, dass ich unter keine dieser Gruppen falle und ich den Begriff „arbeitsmarktfern“ allgemein für sehr diskriminierend-problematisch halte.

Nur aufgrund dieser schlichten Feststellung meinte Frau P. ich sei unkooperstiv. So wie ich meine persönlichen und beruflichen Daten offenlegte, wollte ich auch näheres von meinem Gegenüber wissen. Ich ersuchte um Auskunft über die Qualifikationen meiner Gesprächspartnerin wie es zum Zweck des Kennenlernens üblich und sinnvoll ist.

Daraufhin brach Frau P. das Gespräch überraschenderweise von sich aus wie folgt ab. „Wir sind damit fertig. It-works ist nicht interessiert und wird sie ablehnen“

Und schon wieder zu trendwerk zugebucht ... (November 2016)

Aktiver Admin am Mi., 31.01.2018 - 22:47
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Ich hatte ja schon mal vor Jahren mit Trendwerk zu tun, im 14 Bezirk

war natürlich super öde,jeden Tag Vormittags vor dem PC sitzen und Zeit totschlagen, gebracht hat es mir nichts

meine Betreuerin war aber sehr nett, darüber kann ich nicht klagen, waren alle sehr nett zu mir. Als der Kurs dann vorüber war wurde ich gefragt ob ich noch bleiben wolle, da sie mir aber nichts anbieten konnten Jobmässig, habe ich verneint, und meine Betreuerin meinte dann sie wird dem AMS schreiben das sie nichts für mich hatte, und sie deswegen gesagt hat, das ich wieder zum AMS gehen soll. gesagt getan,

nur ein paar Tage später kommt ein Brief vom AMS 6 Wochen Sperre wegen bla bla bla, ein paar Tage dann später,wieder ein Brief die Sperre wurde aufgehoben, man hätte sich geirrt, bla bla bla, damals wäre die Sperre kein Problem gewesen, da ich noch Geldreserven hatte, die ich jetzt leider nicht mehr habe

und so wie ich von meiner Betreuerin abgekanzelt wurde,ist das laut ihrem Verständnis jetzt meine Endstation bei Trendwerk, egal ob als Straßenkehrer oder Tellerwäscher, oder als eine andere Hilfskraft, so einfach geht es aber nicht denke ich mir mal, ich bin nicht der letzte Dreck, aber leider kann man sich nicht wirklich wehren. Mir wurde auch die Dauer meiner Arbeitslosigkeit vorgeworfen, usw. und sofort

natürlich geschah das alles vor dem Kollegen der am anderen Tisch gesessen ist, wie kann ich mich dagegen wehren, ohne das ich Gefahr laufe noch tiefer in die Mühlen des AMS zu geraten,und bringt es überhaupt was,

hast du da ein paar Tips für mich. Nächste Woche am Montag um 11 Uhr muss ich erstmal antreten, soweit ich weiß beginnt der Kurs dann eine Woche später, hast du Tips auf was ich aufpassen soll beim Ausfüllen des Personalbogens, oder andere Tips für mich, wäre dir sehr dankbar,

lg Michael

Sinnlos bei Job-Transfair. Trotzdem erneute Zuweisung plus step2jobs

Aktiver Admin am Sa., 11.11.2017 - 13:41
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Hallo ihr Lieben, ich hab folgendes Problem und finde im Netz leider gar nichts darüber. Ich war von Oktober 2016 bis Dezember 2016 bei Jobtransfair, habe aber den Arbeitsvertrag nicht unterschrieben.

Ja, kreativer Widerstand ist mir nicht unbekannt, mit diesem wurde ich aus dem Jobtransfair Kurs entfernt, weil ich dort für massive Unruhe gesorgt habe, in dem ich die anderen Teilnehmer darüber informierte, wenn etwas nicht mit rechte Dingen zuging. Die restlichen 3 Monate hatte ich dann nur alle 2 Wochen einen Termin bei meinem "Berater", der nur meine Bewerbungen entgegen nahm und dem der Rest ziemlich egal war. Den Arbeitsvertrag unterschrieb ich nicht, was kein Problem darstellte.

So weit, so gut, Job hab ich keinen bekommen, ging danach wieder zum AMS, heute habe ich gleich 2 Zuweisungen bekommen, noch einmal zu Job-Transfair und zu Step2job,ich soll beide Maßnahmen gleichzeitig machen, das fördere die Möglichkeit,schneller eine Arbeit zu finden!!! I

Ich habe auch keine Angst, erneut dort hinzugehen, ich denke, es wird wieder das Gleiche wie vorher. Was mir viel mehr Unbehagen bereitet, ist, dass ich auf diese Art ja niemals mehr einen vernünftigen Beruf ausüben werde, meine Bewerbungen enden im Nichts, ich bin über 50 und am Arbeitsmarkt anscheinend nicht mehr vorhanden, diese Thema wird leider beim AMS völlig ignoriert.

Desweiteren machen Jobtransfair und Co. ja alles, damit man am normalen Arbeitsmarkt überhaupt nicht mehr unter kommt. Der Lebenslauf von Jobtransfair ist eine Frechheit, als ich meinen Lebenslauf vorgelegt habe, mit dem Hinweis, dass dieser viel mehr ins Auge sticht und moderner ist, wurde ich zumindest damit in Ruhe gelassen, aber alle anderen Teilnehmer mussten brav ihren Lebenslauf ändern (aja, Fotos wurden auch gemacht, ich hab verweigert und am Fototermintag das bunteste angezogen, was ich im Kleiderschrank fand, somit war ich unbrauchbar für ein Bewerbungsbild).

Danke gleich vorweg für eure Hilfe,

lg von einer, die gerne arbeiten würde,aber nicht als Abwäscherin .

Lg Gabriele

Anmerkung Aktive Arbeitslose: Mensch sollte stets auch das parteikriminelle Netzwerk des AMS-Sumpfes im Auge behalten und offen aussprechen: bfi Job-Transfer geört der AK und dem ÖGB, die in allen Aufsichtsgremien des AMS vertreten sind und "zufälligerweise" gleichzeitig durch das bfi/baf/BBRZ usw. Netzwerk der größte Anbieter von AMS-Zwangsmaßnahmen sind und somit nun als Kapos von Staat und Kapital voll gegen ihre ursprünglichen Ziele handeln.

Infotag JobTransFair: Teilnahme freiwillig (Jänner 2017)

Aktiver Admin am Mo., 20.02.2017 - 15:54
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Ich war gut angezogen, geschminkt, des Eindrucks wegen. Es gab aber auch die typischen Bsuff dort, im Jogginganzug und um 9h morgens mit einer Dose Bier in der Hand... auch mehrerer Personen mit Kleinkindern an der Hand waren anwesend, so ca. 20-25 Personen insgesamt.

Man musste sein Einladungsschreiben abgeben, bekam es anschliessend auch nicht mehr in die Hand, genau so wenig wie sonst eine schriftliche Info zum mit nachhause nehmen. Man sollte Platz nehmen ... es war jedoch eine Stehveranstaltung, da es in keinen Saal ging oder ä., und es nur einige wenige Sitzgelegenheiten gab, so auch kein Pult zum mitschreiben.

Sondern den wild Umherstehenden, teilweise ohne Sicht auf den Sprecher (ich höre schlecht, da ist das nicht so gut) in einer 3 Minuten Ansprache folgendes kurz mitgeteilt wurde und man dann für weitere Fragen in kleinen Gruppen an einen Personalberater weitergeleitet wurde.

Da war erstmals die Rede davon, dass man zuerst einmal 2 Wochen Module macht mit bis zu 21 Std pro Woche, Bewerbungsunterlagen mitzubringen sind, die neu machen, anpassen, verbessern - dass man Termine, Einzeltermine mit Personalberatern bekommt, also Einzelcoaching bezüglich Bewerbung, dass das Bewerbungsbüro täglich von 8.30 bis 16:30 h mit allen Geräten genutzt werden kann, man am Montag, Starttag ca 3-3,5 Std an Zeit auf einmal aufwenden muss, man dann aber seine Zeit frei einteilen kann, und "dass man teilnehmen KANN!!!"

- Also es wurde erwähnt, dass das keine Zwangsteilnahme erfordert.

Dann in der kleinen Gruppe mit dem einzelnen Personalberater am Stehtisch ging es eigentlich nur darum sich einen Wisch mit Infos durchzulesen und den wenn man teilnimmt unterschrieben abzugeben.

Ich habe dann nachgefragt, weil ja immer von einem Arbeitsverhältnis und Gehalt usw mit dieser JobTransFair Firma die Rede war - ob dem denn so sei - daraufhin wurde mir gesagt, dass man KEIN Arbeitsverhältnis mit JobTransFair eingeht, es sei denn man will es - der Rest floss ein bisschen an meinen Ohren vorbei, aber es war wohl so, dass man wenn gewünscht 1 Monat Anstellung oder 9 Monate Leasingüberlassung mit denen eingehen konnte.

Die Dauer der ganzen Maßnahme sind wohl 3 Monate, in denen man sich quasi verpflichtet, man jedoch weiterhin vom AMS sein (weniger Geld in meinem Fall weniger als 500€ bekommt und man auch nicht mit mehr! angestellt wird dort - so what?) Geld bekommt wie gehabt. Was mir sofort ins Auge stach, man verpflichtet sich mit der Unterschrift auch dazu, täglich von 8h bis ich glaube 16h telefonisch für diese Firma erreichbar zu sein!!

Es wurde auch betont, dass sie zahlreiche und gute Firmenkontakte haben...... - und als ich zur Anstellung bei einer möglichen Firma nach KV-Bezahlung fragte - wurde mir explizit mitgeteilt daß das natürlich so sei - da die Firma Job-TransFair der "ABEITERKAMMER GEHÖRT" - just 4 info - da weiß man wie die Verzweigungen innerhalb dieser ganzen Vereinigungen laufen.

Man konnte/durfte selbst, also eigenhändig keinerlei Anwesenheit beurkunden, also unterschreiben, es wurde nur eingetragen von den Mitarbeitern vor Ort, obwohl ich darauf bestand nicht möglich, ich lehnte diese Angebot der Betreuung dann ab, es wurde notiert und wird ans AMS weitergeleitet, ich wurde dann auch noch gelöchert und befragt weshalb ich es für mich als nicht sinnvoll betrachte

- was ich meinerseits damit begründete, dass 1. das AMS mir schon niemals auch nur irgendeinen, geschweige denn einen brauchbaren Vorschlag für einen Job unterbreitet hat, obwohl das ja wohl die ursächliche Aufgabe des AMS sei, ich mir meine Jobs immer selbst gesucht und gefunden habe, ich in meinem Sonderfall (Reiseleiterin und Gästebetreuung) sämtliche für mich mögliche Firmen in Österreich kenne, ich immer im Ausland arbeite und ich meine Auslandsbewerbungen und Suche selbst am Laufen habe und ich das viersprachig selbst bewerkstelligen kann und ich mir auch nicht vorstellen kann, daß sie mir da gute und weitere Hilfestellung leisten können!

Das war am 3.1.17 - am 9.1.17 habe ich einen routinemäßigen Meldetermin am AMS, mal sehen was die Betreuerin mir dann zu sagen hat.

Ich hoffe ihnen und eventuell bei ihnen Anfragenden mit der Schilderung der Vorgänge bei JobTransFair geholfen zu haben und es besser zu verstehen.

itworks: Zu gering angemeldete Stundenzahl erst nach Beschwerde beim AMS korrigiert

Aktiver Admin am Mi., 26.10.2016 - 18:38
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Ich habe über Itworks tatsächlich einen guten Job gefunden und falls ich mich nicht dämlich anstelle werden die mich auch sicher behalten, was mich allerdings sehr ärgert ist, dass ich von Itworks nur auf 30 Stunden angemeldet wurde, obwohl es ein 38,5 Stunden Job ist.

Der für mich zuständige Itworks-Mitarbeiter ist soweit auch sehr nett, nur den "Arbeitsvertrag" hat ein anderer mit mir gemacht und der hat mir lauter Mist erzählt.

Er hat gesagt ich würde eine Hälfte des Gehalts von Itworks bekommen und die Andere von der Firma bei der ich arbeite und den einen Zettel müsse ich unterschreiben weil ich ja Vollzeit arbeite und bei Itworks wäre man ja nur 30 Stunden (ich dachte in den "überlassungsfreien Zeiten" - kein Wort davon, dass ich nur auf 30 Stunden angemeldet werde).

Ich wartete und wartete, dass ich einen Dienstvertrag von meiner Firma bekomme - bis ich dann meinen "Betreuer" von Itworks anrief und der mir sagte das stimmt alles nicht, ich bekomme mein gesamtes Gehalt von Itworks und deswegen auch keinen Dienstvertrag von meiner Firma.

Der Typ der mir die Zettel zum Unterschreiben gab hat die Anmeldung bei der WGKK nicht einmal an das AMS weiter gesendet (wegen der Kombilohnbeihilfe) - weshalb ich wahrscheinlich auch noch immer kein Geld bekommen habe (angeblich Freitag).

Ausserdem hat er gesagt er schickt mir die Zetteln die ich unterschrieben habe per Email - geschickt hat er mir nur die Anmeldung bei der WGKK und die auch nur weil ich nochmal danach gefragt habe. Ich habe ihm vorgestern auch eine sehr zornige E-Mail geschickt - dass ich endlich was sehen will wo mein komplettes Gehalt oben steht (das was ich unterschrieben habe, da stand nur was von ca. 850 Euro und auf meine Nachfrage deswegen hat er mir den Schmarrn erzählt von wegen die andere Hälfte bekäme ich von meiner Firma!) - dass ich auf Vollzeit angemeldet werden will etc.

Die Firma bei der ich arbeite ist sehr korrekt, die können sicher nichts dafür, aber dieses scheiss Itworks...! Ist das überhaupt legal,  dass die mich nur 30 Stunden anmelden, obwohl ich mit meiner Fima eine ganz normale 38,5 Stunden Woche vereinbart habe - so wie auch die 3 anderen Mitarbeiter, die dort arbeiten? Einer davon kam auch über Itworks in die Firma, arbeitet inzwischen aber schon 4 Jahre dort und damals hat Itworks ihn ganz normal mit 38,5 Stunden angemeldet.

Der von Itworks behauptet ja ich hätte durch die 30 Stunden Anmeldung keine Nachteile, ich würde ja alle Stunden bezahlt bekommen die ich arbeite - das mag schon sein, aber theoretisch könnte die Firma dann ja auch auf einmal sagen wir brauchen sie diese Woche doch nicht jeden Tag etc. (was die eh nicht machen, aber trotzdem wurmt es mich) - und wie sieht es dann aus wenn ich wieder arbeitslos werden würde - wie wird dann das Arbeitslosengeld berechnet - nur von den 30 Stunden ausgehend? 

Meinst du es nutzt was sich bei der Arbeiterkammer zu beschweren?

Wegen der Beitrittserklärung sei mir bitte nicht böse, aber ich bin mit dem Geld immer noch sehr knapp - ich habe ja eben erst zu arbeiten begonnen und dieses Monat noch nicht einmal mein Geld bekommen, ich überlege mir das noch.

LG

Silke


Liebe Silke,

fein, dass Du zu den glücklichen gehörst, die auch eine echte Überlassung bekommen (viele werden nur per forma angestellt um die Vorgaben des AMS zu erfüllen)

Wegen der Anmeldung würde ich mal Beschwerde beim AMS machen (ist ja der Auftraggeber). Die müssen in der überlassungsfreien Zeit übrigens genauso viele Stunden zahlen wie in der Überlassung -->

§ 11 AÜG

(2) Verboten sind insbesondere Vereinbarungen und Bedingungen, welche

1. den Anspruch auf Entgelt auf die Dauer der Beschäftigung im Betrieb des Beschäftigers einschränken;

2. die Arbeitszeit wesentlich unter dem Durchschnitt des zu erwartenden Beschäftigungsausmaßes festsetzen oder ein geringeres Ausmaß der Arbeitszeit für überlassungsfreie Zeiten festlegen;

https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40142950

Im Prinzip sollte bei solchen arbeitsrechtlichen Fragen auch die AK Unterstützung geben bzw. sitzen die ja selbst in den AMS Aufsichtsgremien drinnen.

lg

Martin


Hallo Martin,

ich wollte mich bei dir noch bedanken. Auf dein Anraten hin habe ich eine Beschwerde an das AMS geschrieben (Itworks hat mir einfach nicht geantwortet auf meine Bitte auf Änderung der Anmeldung zu 38,5 Stunden pro Woche bei der WGKK).

Einen Tag nach der Beschwerde ans AMS habe ich jetzt die Änderung der Anmeldung zu 38,5 Stunden pro Woche *gg*.

Liebe Grüße

Silke

Job 2000: Dubiose Bestimmungen im Arbeitsvertrag

Aktiver Admin am Mi., 23.03.2016 - 22:33
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Liebes Team von den Aktiven Arbeitslosen Österreichs!

Ich möchte mich an euch wenden, da ich jetzt mich in einer Art Zwickmühle befinde und bräuchte euren Rat.

Hier meine Geschichte: Ich hatte letzte Woche mein Termin beim AMS Baden, wo ich gemeldet bin, vom X.11 auf den X.10 vorverlegt wurde und zwar aus folgendem Grund:

Ich bekam eine neue Betreuerin zugeteilt, da die Geburtstage, für welche die Betreuer zuständig sind, neu aufgeteilt wurden.

Sie ging mit mir die Daten nochmal durch, ob die noch alle aktuell sind.

Sie fragte mich auch wegen den einen Probetag in der Firma, die ich dort absolviert hatte, ob ich genommen wurde oder nicht. Wobei leider nicht.

Ich sagte ihr, dass es aufgrund der Wirtschaftslage momentan nicht einfach ist eine Arbeit zu finden, worauf sie mir sagte, dass sie es schon von vielen Leuten gehört habe (wo ich mir dann dachte, dass sie wie die meisten AMS-Mitarbeiter realitätsfremd ist).

Und da ich auch schon im "Klub" der Langzeitarbeitslosen (es sind doch schon an die 3,5 Jahre und bin 35 Jahre alt) gehöre, schlug sie mir die Leihfirma des AMS, nämlich Job 2000 oder auch genannt Jugend und Arbeit vor und ich musste dann einen Bewerbungsbogen ausfüllen. Sie sagte mir auch, dass die mir genauso einen Job zuschicken so wie das AMS auch. Wobei ich genauso um eine Arbeitsstelle umschauen solle, was ich auch tue. Und das wird auch gefördert die ganze Geschichte. Und als ich sie fragte, wie lange, sagte sie mir ein halbes Jahr.

Und gestern bekam ich einen Schrieb von Job2000, der einen Interviewbogen enthält, den ich ausgefüllt bis spätestens am 27.11. zurück senden muss (Ich habe den Bogen noch nicht ausgefüllt!)

Ich habe auch da ein wenig mich durchgelesen und da ist es z. Bsp. so, dass ich mich NICHT bei anderen Leihfirmen bewerben darf und wenn ich einen Job bekomme von Job 2000, wo dann ein Arbeitsverhältnis entsteht, darf ich mich ebenso wenig beim AMS abmelden!

Ich habe mich auch ein bisschen schlau gemacht und las darüber, dass so eine geförderte "Leihfirma" für die Arbeitslosen böse Überraschungen enthält wie z. bsp. dass die derzeitige Arbeitslose/Notstand als Gehalt gerechnet wird und nach Ablauf der Förderung (nach mindestens 6 Monate oder später) die Arbeitslose neu berechnet wird, wo man dann an die 500 Euro oder sogar noch weniger bekommt. Und dass beunruhigt mich jetzt schon ein wenig.

Und das nächste, was ich auch wissen möchte, ist, ob ich meinen Lebenslauf meiner AMS-Betreuerin geben kann (ich habe bedenken bezüglich Datenschutz und möglicher Diskriminierung von Seiten der Firmen wegen des Alters) oder nicht?

Ich weiß, ich hab ein bisschen viel geschrieben, aber dass wäre meine Beschreibung der derzeitige Situation, in der ich mich befinde.

Schöne Grüße

F.

Anmerkung Aktive Arbeitslose: Natürlich haben auch gemeinnützige Personalüberlasser nicht das Recht, einem zu verbieten über andere Personalüberlasser sich eine Arbeit zu suchen. Und schon gar nicht haben solche Firmen das Recht von einem zu verlangen, selbst gefundete Beschäftigungen über diese "gemeinnützigen Personalüberlasser" abzuwickeln. Damit wollen diese dubiosen Firmen nur ihre "Erfolgsbilanz" verbessern um die statistischen Vorgaben des AMS besser zu erfüllen. Im schlimmsten Fall kann die Kontaktaufnahme eines "gemeinnützigen Personalüberlasser" sogar die selbst gefundene Beschäftigungsmöglichkeit wieder zunichte machen, weil der "zweite Arbeitsmarkt" - der ursprünglich mehr Problem- und Randgruppen wie Haftentlassen, Obdachlose, Drogenabhängige als Zielgruppe hatte, her stigmatisierend wirkt.

Job-Transfair Februar 2016: Kein Zwang zur Teilnahme mehr!

Aktiver Admin am Mi., 23.03.2016 - 22:06
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Lieber robert, lieber martin,vielen dank für eure antwort, die mich gestern abend zum glück noch erreicht hat!!!

ich bin dank eurer internetseite und den vielen wertvollen infos heil aus der sache gekommen und wollte euch für euer engagement danken!!!

kurz will ich euch erzählen was heute genau passiert ist:

9.00 uhr  termin jobtransfair linke wienzeile - grosser ansturm da sehr viele leute gecastet wurden; natürlich die frage nach der AMS-Einladung ( bei "vergessen" war nicht weiter schlimm, da man ja eh in der liste stand!)

9.15 uhr gruppe in durchgangszimmer versammelt, Frau von jobtransfair stellt projekt vor; sie vermitteln nur leute die das auch wollen, es sei freiwillig, sind gemeinnütziges leasing, betreuungsphase ab sofort für 3 monate verpflichtend (kann nicht vorher raus), ab 15.2. vorbereitungsphase 2 wochen 4h täglich mo-do 13-16 uhr, jobtransfair ist kein ausbildungsinstitut, vers. praktika über ams vermittelt oder über ihre kontakte (dann aber weniger geld), max 1 woche praktika über jobtransfair,..... "betreuung ist freiwillig, sie unterstützen alle...machen es gerne und gut"

  • dann kann jeder der will eine vereinbarung zur aktiven vermittlungsunterstützung unterschreiben....ams geld würde dann weiterlaufen, berwerbungsschreiben, hilfe bei jobsuche, computerraum nutzbar. etc.
  • man wurde nicht gezwungen zu unterschreiben, da es ja auf die freiwillige bereitschaft und mithilfe bei der jobsuche ankäme!!!

....von 7 leuten haben 4 unterschrieben und die anderen 3 sind einfach gegangen.....

damit war der termin auch gegessen....

im anhang noch 2 dokumente über die vorbereitungsphase und die vermittlungsvereinbarung

vielen dank noch mal und macht weiter sooooo

amelie

BEST: Kostenlose Arbeitssklaven für steirische Gemeinden durch rechtswidrige "Arbeitserprobungen" auf Kosten der Arbeitslosenversicherung?

Aktiver Admin am Mo., 14.03.2016 - 20:34
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Ich bin jetzt seit 6 Monaten bei AMS Voitsberg vorgemerkt. Da ich lese, dass Interesse an vertraglichen Unterlagen und somit Dokumentationen des steirischen AMS bezüglich Vorgehensweisen angesprochener SÖBs und Co. besteht, kann ich auch was beitragen, wiewohl die Methoden in der Provinz noch absurder und ans 19. Jahrhundert erinnernd als in Graz sind.

Kurze Schilderung: Ende Jänner 2016, Termin bei  AMS Voitsberg, wo mir in erster Linie von meiner Betreuerin gedroht wurde und zwar in allen möglichen Facetten und mit spürbaren Unbehagen ihrerseits eine Anordnung von oben zu exekutieren. Mir wurde angeordnet mich bei B.E.S.T GmbH Voitsberg telefonisch zu melden.

Da ich aber keinen Schritt freiwillig mich in Sklaven-Arbeitsverhältnisse begebe habe ich natürlich nicht angerufen, sondern, wie die Rechtslage diesbezüglich zu sein scheint, auf eine schriftl. Zuweisung des AMS gewartet, die dann auch 2 Wochen nach dem Termin postualisch einflatterte. Tücke am Rande: Keine email-Verständigung über das eAms. ( Bezieht sich auf die Unterstellung nur eine Scheinadresse im Bezirk zu haben unter anderen niederträchtigen Verdächtigungen über die ich ein genaues Gesprächsprotokoll anfertigte).

Ich ging zum BEST am vorgegebenen Termin und hier wurde wieder einmal deine dankenswerte Warnung, irgend etwas zu unterschreiben, verifiziert und angenommen. Im Anhang wurden mit folgende Dokumente zur Unterschrift vorgelegt (siehe Anhang) die ich natürlich, aus von dir immer wieder gepredigten Gründen nicht unterschrieben habe. Die Anweisung um "Aus- und Weiterbildungsbeihilfen - Begehren um Gewährung im Sinne des § 34 und § 35 AMS-Gesetztes" habe ich nicht, wie die BEST-Mitarbeiterin mich anwies, im vorauseilenden Gehorsam gleich zum AMS getragen geschweige denn unterschrieben.

Ich werde auch nichts unterschreiben, weil wieso soll ich eine Zwangsmaßnahme selbst auch noch "begehren"? Soweit reicht mein Masochismus nicht. Auf die Frage nach einer Ausfertigung des dem Dienstverhältnis zugrunde liegenden Transitarbeitsvertrages hat mich die Mitarbeiterin bei BEST auf's internet verwiesen. Da es eine Novelle bzgl. der BAGS-KVs und eine Umbenennung in Sozialwirtschaft Österreich-KV Februar 2016 gegeben hätte könne sie mich diesbezüglich nicht genau informieren. (Ich kannte die neuen SWÖ-KVs natürlich schon).

Soweit ein kurzer Einblick in meinen AMS-Alltag. Ich habe natürlich Werbung bei Mitbetroffenen für unser Anliegen gemacht, bin aber ebenso wie in Graz auf völliges Desinteresse gestoßen. Natürlich sag ich das ohne Wehmut, denn ich und wir kennen die Gründe warum sich so wenige auf die Beine stellen. Hier in der Provinz ist die Stigmatisierung noch extremer als in einer anonymen Stadt. Aber ich werde weiter meine Saat des Widerstandes ausstreuen.

Anmerkung Aktive Arbeitslose: Hier hat der Betroffene grundsätzlich völlig richtig gehandelt. Vom AMS könnten noch genaue Infos über die angeblich zugewiesene Stelle verlangt werden.

Laut Verwaltungsgerichshof sind Maßnahmen die aufgrund privatrechtlicher Förderungen eingegangen werden freiwillig und dürfen nicht mit Sanktionen erzwungen werden (VwGH 2007/08/0141, VwGH 2004/08/0208, VwGH 2002/08/0262). Vermutlich sollte hier Gratisarbeit auf Kosten der Arbietslosenversicherung in Form von "Arbeitstrainings" geleistet werden, was nur für Menschen mit "eingeschränkter Produktivität" zumutbar ist und auch durch besondere Betreuung einen bestimmten Zweck erfüllen muß - Erprobung auf eine Bestimmte Arbeitsstelle hin, die zeitlich auch deutlich beschränkt sein muß (in der Regel maximal 2 Wochen).

Die Zuweisung deutet darauf hin, dass BEST de facto Personalüberlassung an Gemeinden macht, weshalb entsprechend dem Arbeitskräfteüberlassungsgesetz das Gehaltsschema der Gemeinden zu Anwendung kommt und eine Pauschalentlohnung nach Tranistarbeitskräfteregelung rechtswidrig wäre und erst recht eine "Arbeitserprobung" auf Kosten der Arbeitslosenversicherung, die gar kein Arbeitsverhälntis ist! Hier mißbrauchen offenbar steirische Gemeinden die Arbeitslosenversicherung um sich zwischendurch ein paar kostenlose Sklaven zu holen, die dann sowieso nicht angestellt werden. Ein besonders frecher Missbrauch also!

Laut Verwaltungsgerichtshof darf eine Arbeitserprobung nur im Rahmen einer Wiedereingliederungsmaßnahme gemacht werden (VwGH 2009/08/0294). Diese ist als solche zuzuweisen und auch zu begründen!

Wir bitten daher Betroffene uns ihre Belege und Erfarhungsberichte zu schicken!

Infotag bei itworks: Kampf um den Fragebogen (Februar 2016)

Aktiver Admin am So., 06.03.2016 - 09:11
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Gedächtnisprotokoll 25.02.2016 von 08:45h bis 10:20h, Itworks 1200 Wien:

Ich habe mich um 08:45 bei der Rezeption im Erdgeschoss des Unternehmens gemeldet. Ich zeige meine, mir von meinem Berater ausgehändigte Einladung der Dame an der Rezeption vor. Diese nahm sich meine Einladung und schickte mich in den ersten Stock, links, Zimmer 1.49. Dort ging ich unverzüglich hin und setzte mich auf einen der Sesseln.

Kurz nach 09:00 kam Herr K. J. in den Raum und hielt einen kurzen Vortrag über das Unternehmen itworks. Nachdem Vortrag ließ er einen Fragebogen durchgeben und verteilte Kugelschreiber. Laut seinen Anweisungen müssen wir den Fragebogen komplett ausfüllen und diesen dann im Erdgeschoss bei der Rezeption abgeben. Ich füllte den Fragebogen soweit  ich mich auskannte aus und gab diesen im Erdgeschoss bei der Rezeption ab.

Die Dame sagte ich soll im Gang neben der Rezeption warten bis ich namentlich aufgerufen werde. Gleichzeitig verlange ich mein Einladungsschreiben von der selben Dame an der Rezeption zurück. Diese übergab mir meine Einladung ohne Diskussion.

Nach einer langen Wartezeit wurde ich von Herr K. J. aufgerufen. Ich Folge ihm zu seinem Schreibtisch. Als ich mit meinen Fragen bezüglich konkreten Jobangeboten begonnen habe, bremste er mich mit der Aussage ich hätte den Fragebogen nicht komplett ausgefüllt. Ich wollte auf seine sehr unfreundliche Art meinen Fragebogen zurück. Er meinte NEIN.

Er frage mich ob ich arbeiten will oder nicht. Ich sagte selbstverständlich, dass ich arbeiten will. Er meinte daraufhin das ich dann den Fragebogen Unterschrieben muss! Denn wenn ich den Fragebogen nicht unterschriebe wird Herr K. J. meinem AMS-Berater mitteilen das ich nicht arbeitswillig bin! Ich meinte das er dem AMS natürlich mitteilen kann was er will aber das ich das nie gesagt habe!

Ich erklärte ihm ganz ruhig und freundlich das meine Daten mir gehören. Er wurde immer lauter und meinte ich solle ihm nicht seinen Job erklären.

Sogar die Kollegin die im Nachhinein für den Herr K. J. als Zeugin unterschrieben hat ist auf unser Gespräch  aufmerksam geworden. Ich denke das sie den Inhalt nicht so wahrgenommen hat wie die Lautstärke, da sie ja selbst in einem Gespräch mit einer Dame war.

Ich bat ihn nicht so laut zu werden da ich auch nicht laut bin und sich zu beruhigen.

Herr K. J. meinte er wird sich meinen Fragebogen kopieren. Ich sage mehrmals das auf dem Fragebogen meine Daten sind und meine Daten mir gehören. Er meinte ich muss auf der Kopie unterschreiben, dass ich meinen originalen Fragebogen erhalten habe.

Er ignorierte meine bitte und kopierte meinen Fragebogen. Seine Kollegin hat auf seine wortwörtlich folgende Bitte hinauf als Zeugin unterschreiben: "Kannst du mir bitte was als Zeugin unterschrieben? Ich habe da einen Spezialisten sitzen."

Ich verstehe nicht ganz was Herr Kreidenitsch mit "Spezialisten" gemeint hat, aber ich nehme nicht an das es als Kompliment gemeint war. Außerdem bin nur ich an seinem Schreibtisch gesessen, also kann er nur mich gemeint haben.

Um das sehr unangenehme Gespräch zu endlich zu beenden und mich nicht mehr anschreien zu lassen, unterschrieb ich auf der Kopie meines Fragebogens, dass ich meinen Originalen Fragebogen erhalten habe.

Ich bekam meinen originalen Fragebogen zurück und verließ das Büro indem unter anderen Herr K. saß. Auf meinen Wunsch wurde mir eine Zeitbestätigung von der Dame an der Rezeption ausgehändigt. Danach ging ich aus dem Gebäuden hinaus.

Gedächtnisprotokoll Ende.