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Welttag für menschenwürdige Arbeit: Internet Kampagne gegen Workfare

Aktive Arbeits… am Di., 07.10.2014 - 10:57

(Wien, Graz 7.10.2014) Die stetig steigende Zahl der Menschen, die als Erwerbs-Arbeitslose vom kapitalistischen Wirtschaftssystem als "Überflüssige" ausgeschieden werden, macht den von den Gewerkschaften organisierten "Welttag für menschenwürdige Arbeit" zu einer Farce. Der vorgebliche Kampf um "würdige Arbeit" soll uns wohl darüber hinweg täuschen, dass die Gewerkschaft ihr ursprüngliches Ziel längst beiseite geschoben haben: Nämlich das Problem Kapitalismus bei der Wurzel zu packen und die Wirtschaft selbst demokratisch zu organisieren statt nur die Symptome zu lindern.

Workfare in Österreich: Schon lange umgesetzt von Gewerkschaft und AK

Auch in Österreich sind die Gewerkschaften daran mitbeteiligt, im potemkinschen Dorf der "Aktiven Arbeitsmarktpolitik" einen "zweiten Arbeitsmarkt" zu schaffen, auf den die von der Wirtschaft ausgeschiedenen Menschen in Simulationen namens "Wiedereingliederungsprogrammen" zu ArbeitnehmerInnen zweiter Klasse degradiert werden. Gewerkschaften und AK entsenden nicht nur VertreterInnen in die hinter verschlossenen Türen arbeitenden AMS Aufsichtsgremien, sondern sind als Eigentümer der bfi/baf/BBRZ-Gruppe - zu der auch der "gemeinnützige" Personalüberlasser bfi jobtransfer gehört! -  der größte Anbieter von AMS-Zwangsprogrammen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) baut diesen Zweiten Arbeitsmarkt aus. Auf   dem Rücken der Steuer zahlenden ArbeitnehmerInnen werden so zunehmend reguläre Jobs am "ersten Arbeitsmarkt" durch subventionierte Arbeitszwangsprogramme verdrängt.

Mit Hilfe der Gewerkschaften umgehen "sozialökonomische Betrieben (SÖB)" und "gemeinnützige Beschäftigungprojekt (GBP)", zu denen Arbeitslose unter Androhung des Existenzentzuges vom AMS zugewiesen werden, in vermutlich sittenwidrigen Transitarbeitskräfteregelungen die regulären Branchenkollektivverträge: Es wird nur ein geringer Pauschallohn gezahlt ohne Anrechnung von Vordienstzeiten und Qualifikationen. Jene, die vom AMS zur Verschönerung der Arbeitslosenstatistik immer wieder zu diesen Arbeitszwangsprogrammen zugewiesen werden, bekommen nie eine Gehaltsvorrückung und werden so ohne Aussicht auf Aufstieg als "Working Poor" unten gehalten.

In ebenfalls im öfter aufgezwungenen Arbeitstrainings und Arbeitserprobungen bekommen die Erwerbs-Arbeitslosen überhaupt keinen Lohn sondern dürfen weiter zum Arbeitslosengeld oder zur Mindestsicherung arbeiten, Null-Euro-Jobs also, bei denen die Menschen, im Gegensatz zu Hartz-IV-Deutschland, kein Geld extra bezahlt bekommen. Menschen in Behindertenwerkstätten, die ebenfalls gezwungen werden zu arbeiten, erhalten trotz wiederholter Kritik durch die UNO gar nur ein Taschengeld.

Diese menschenrechtliche Schattenwirtschaft ist aber nur möglich, weil Arbeitslose, Arme und Invalide durch ein immer härteres Sanktionenregime in ihrer Existenz bedroht werden, weil in Österreich Bezugssperren beim AMS schon auf reinen Verdacht hin sofort immer zu 100% verhängt werden.

Der Verein "Aktive Arbeitslose Österreich" unterstützt daher die von im basisgewerkschaftlichen globalen Netzwerk"networked labour"  initiierte Aktion (siehe beigefügte E-Mail am Ende der Seite!) den Welttag zu nutzen, um gegen die von den Gewerkschaften mitgetragenen Workfare-Programm zu protestieren.

Weitere Informationen:

Siehe auch:


Aus der Mailingliste von "networked labour" weiter geleitete Nachricht:

Today is 7 october ‘World Decent Work” day, and we will celebrate the world decent work day of the masses of unemployed and hopless, who are now being sold to companies not only for free but with monetary awards paid with peoples money for being very nice and polite by accepting and letting slaves do some stuff in their plantations and develop themselves. Our special present goes for TUC, a ‘traade’ unino that backs up this corporate scam in the UK, letes have some fun about such a ‘decent work’ ideas.

Here is the Global Union, IndustriALL launches social media campaign “STOPrecariousWork’

https://www.thunderclap.it/projects/16472-stop-precarious-work?locale=en

And this is the website of the Boycott Workfare campaign in the UK, fingering the antinomy of TUC which declared very recently its support to the free labour / workfare benefit scheme in the UK: http://www.boycottworkfare.org

Anyone like to join to our spontaneous Interference action to the ‘#STOPrecariousWork’ twitter campaign, aiming to ridicule and address the antinomies of TUC, as well as similar union and left party positions in backing up such slavery schemes, we invite you all to create an interference to the IndustriALL campaign using hashtag #boycottWorkfare, linking global trends and important issues and mobilisations going on around the world, like #OccupyHK, #occupyKobane, #direnKobane through the tweets you send.

During the day we will be using a collective pad to produce and shaer creative and multi lingual tweet samples, in order to help others: https://titanpad.com/stoppreariousworkinterference

Join the action!

Campaign Tag: #STOPrecariouswork

Interference Tag: #BoycottWorkfare
[BoycottWorkfare is also the name of the campaign in the UK, that is portesting TUC's support for Workfare regime]

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