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>>Verschmutzung<< (342. Denkarium)

Gedankenexport am So., 02.09.2018 - 17:48
Body

Inhalt:

Verschmutzung gibt’s nicht nur der Natur

Brainstorming zu Aktuellem

Macht und die Angst, sie zu verlieren

Gott erhalt’s

Vergleiche könnten unsicher machen

Kinderbuchempfehlung

Vorschau auf Geplantes

 


Verschmutzung gibt’s nicht nur der Natur

durch uns Menschen, sondern auch an uns selbst und unsrem Geist...

Verschmutzung, Verunreinigung, Verseuchung, Kontamination

sind Akte vorsätzlicher, zumindest gedankenloser Gewaltanwendung.

Es ist die unbedachte, sorglose bis mutwillige Veränderung autopoetisch entwickelter Strukturen. Das passiert durch zusätzlichem, künstlich produzierten Lärm (in Städten das zigfache wie beispielsweise im Dschungel), durch künstliche Lichtquellen (Städte bei Nacht z.B.), durch Emissionen von Schadstoffen aller Arten und Wege in die Luft bzw. Atmosphäre, folglich im Regen, folglich im Boden, folglich in den Gewässern, wenn sie nicht schon direkt über Abwässerkanäle belastet werden, indirekte, sich für die Natur schädlich auswirkende Veränderung der Atmosphäre wie beispielsweise durch rücksichtslose Abholzung, etc….

Es existiert aber auch eine geistige. Da redet man von sozialmoralischer wie soziokultureller Kontaminierung, das betrifft vor allem die Abkehr bzw. eigennützige Interpretation der niedergeschriebenen Menschenrechte, die ein Beweis sind für die Vision von einer globalen Gesellschaftsethik, die sich sichtlich noch nicht ganz herauskristallisiert hat. Die Verletzung dieses Frieden garantierenden „Weltgesetzes“ wird zunehmend auf erschreckend subtile (hinterfotzige) Art gerechtfertigt und Politiker führten das fadenscheinige Argument von „Treffsicherheit“ (perverse Selektion der Sozialleistungsberechtigten) ein und erklären es zum gerechten Verteilungsschema. Der letztendlich allgemeine Sozialabbau führt zur logischen Konsequenz rigider Verhaltensweisen im zwischenmenschlichen Umgang – die politisch hausgemachte Soziale Eiszeit.

Dann die zerstörerische Gewalt an kulturellen Errungenschaften, wie geistig sinnvollen (z.B. Humanismus) und erhaltenswert materiellen, wie z.B. Architektonisches von Infrastrukturellem bis zu den Palästen. Apropos Schöpfungswerke, der ständig arbeitende Geist, seine Kreativität und Innovation, sein Schaffensdrang, mir geht es hier vorwiegend um die unerlässliche Kommunikation, das Transportieren von Informationen, Botschaften und Wissen allgemein, die vermittelnde Art selbst und den Inhalt betreffend:

Auch eine Kontamination der Sprache gibt’s – Verlust der sprachlichen Ethik und Ästhetik in der eigenen Muttersprache durch sprachexterne Einflussnahme – Sprachmigration, Begriffsimport, z.B. aus dem Englischen die mutwillige wie geradezu krampfhafte Anwendung der Partizippräsens- (Mittelwortgegenwart-) Endung „ing“, das auch x-beliebig an Substantiven angehängt wird; z.B. „Mountaining“ für „sich-in-die-Berge-begeben, oder dort aufhalten“; tja, um sich damit die als kompliziert empfundenen Konjugationen (Beugungen) bzw. Deklinationen (Abwandlungen) zu sparen. Denken wir ans holprig und irgendwie aggressiv klingende „Türkisch-Deutsch“ oder das SMS-gerechte „Kurz-Deutsch“, Wortkürzel, komprimierter Satzbau, alles ohne Artikel, Hilfszeitwörter, also eine Korrespondenz ohne Rücksicht auf Grammatik wie Fallbeugung – praktiziertes Beispiel der „Neosemantik“: „Heuab dir+b“ heißt: ich komme heute Abend mit Bier zu dir. Zudem tauchen immer mehr willkürliche Wortverschmelzungen in der eigenen Sprache auf – z.B. „Kurlaub“ für Kurzurlaub, aber auch Kur und Urlaub. Das Blöde ist, es wird zunehmend in die Konversation übernommen. Ich kreiere mal schnell primief aus primitiv, imitieren, tief und Mief. Über den Grad solcher Verunreinigungen, den man persönlich tolerieren will, lässt sich natürlich streiten, doch läuft man gerade heute schnell Gefahr, als intolerant eingestuft zu werden, allein schon aufkommender Bedenken wegen. Dazu kommt, dass man nicht darüber abstimmt, wie es in einer Demokratie üblich wäre, sondern die Masse einfach damit überfährt.

Ich möchte mich im angeschnittenen Bereich Kommunikation insbesondere der der Gewaltkonsumation zuwenden, der man kaum durch ständige Gewaltpräsentation in den virtuellen Medien entfliehen kann, was sich insbesondere bei Kindern fatal auswirkt, weil in ihnen sich die künstliche mit der realen Welt noch eins zu eins deckt! Hier beginnt eine fast schon irreversible, geistige Verschmutzung, die Abstumpfung der Seele. Ganz bewusst sende ich hier einen Auszug zu diesem Thema, verfasst vom ehrenwerten Manfred Spitzer in seinem Werk „Lernen – Gehirnforschung und die Schule des Lebens“. Nach wie vor werden Auswirkungen der ständigen Konfrontation mit Gewalt – ob indirekt oder direkt - unterschätzt und schön geredet. Das Kapitel 19 „Gewalt im Fernsehen lernen“ ist auf erschütternde Weise ein zeitloses, noch immer hoch aktuelles Thema geblieben.

Das „Vorläufermodell“ - „Schafft das Fernsehen ab, eine Streitschrift gegen das Leben aus zweiter Hand“ von Jerry Mander, im Original „Four arguments for the elimination of television“ - wurde nach Erscheinen und unmittelbaren Massenkäufen aus dem Verkehr gezogen und ist bis heute vergriffen. Mander’s Biographie – vom findigen, windigen TV-Werbe-Fuzzi bis zum Fernsehverteufler - ist somit nicht uninteressant, er kam zu seinem Werk, sprichwörtlich wie die Jungfer zum Kind. Zufall, Fügung? Eigentlich geleitete ihn das Beobachten der eigenen Kinder und ihr, vor der Glotze verändertes Verhalten auf den gefährlichen Weg, den unerlaubten, den, hinter die Glotze und ihre Macher zu schauen und entdeckte dabei etliche, seine Hypothese bekräftigende, wohlweislich zurückgehaltener Resultate von wissenschaftlichen Studien und Forschungsergebnissen der Fächer Neurobiologie und Psychologie. Klar, erntete er bald Morddrohungen und er musste für längere Zeit mit fremder Identität untertauchen, um das Werk zu vollenden. Er hatte es sich mit einer der größten Mächte angelegt. Die Flimmer-Mogule fürchteten um ihre unerschöpfliche Goldquelle und reagierten mit allen Mitteln.

>> Kinder vor dem Fernsehapparat: Es wird immer wieder behauptet, dass Kinder sehr wohl zwischen virtueller und „realer“ Wirklichkeit unterscheiden können. << (Anm. der Redaktion: Die eine ist eine künstlich produzierte, in der anderen stecken wir seelisch und körperlich voll und ganz mitten drin…) >> Dem ist zunächst entgegenzuhalten, dass dies für ältere Kinder zutrifft, nicht jedoch für Kleinkinder bis zum 8. Lebensjahr, die nachweislich noch Schwierigkeiten haben, zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden. Sie sehen etwas und machen es nach, wie Abbildung 19.1 eindrucksvoll zeigt. << (Anm. der Redaktion: auf mehreren Bildern in Serie sieht man ein zirka 3-jähriges Kind vorm laufenden TV-Gerät, dass die bewegten Bilder gestikulierend und mimisch automatisch imitiert.) >> Entsprechendes gilt für das Fernsehen, wobei nach amerikanischen und kanadischen Untersuchungen vor allem Kinder im Grundschulalter besonders stark beeinflussbar sind. Die Lerneffekte chronifizieren und bleiben bis ins Erwachsenenalter bestehen. Auch größere Kinder und nicht zuletzt Erwachsene können von Fernsehbildern ebenso lernen wie von realen Bildern. << (Anm. der Redaktion: jeder Erwachsene weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es oft ist, sich vom laufenden Fernseher zu trennen, oder ihn einfach abzuschalten… da wird nicht selten noch eine Weile gezappt. Laufende Bilder haben nach wie vor eine magisch-hypnotische Wirkung auf uns – siehe J.Ch. Pearce unter Phänomen „Deprivation“ in seinem Buch „Der nächste Schritt der Menschheit“)

>> Das Betrachten von Gewalt ist für uns ein übendes Lernen, wie das Betrachten von Schmetterlingen oder Blättern: Wer tausende gesehen hat, der nimmt differenzierter wahr, kennt sich aus, weiß worauf es ankommt. Auf Gewalt im Fernsehen übertragen, heißt dies kurz und prägnant: Wer Horror- und Gewaltfilme sieht, der lernt Horror und Gewalt! Daraus folgt langfristig, dass ihm Horror und Gewalt zunehmend auf Schritt und Tritt begegnen. Mehr noch: Das Gelernte wird sein Verhalten beeinflussen und damit das soziale Leben in der gesamten Gemeinschaft.

Wer also behauptet, Kinder und Jugendliche könnten Fernsehen und reale Welt gut trennen, der sei nur daran erinnert, dass sogar manche Erwachsene sich an Schauspieler wenden und um Rat in Lebensfragen nachsuchen, ganz als ob dieser Schauspieler nicht nur die Rollen des Vaters, Arztes oder Ratgebers spiele, sondern in der Realität auch verkörpere. << (Die Redaktion nimmt sich heraus, hier zum vorangegangenen Unterkapitel zurückzuspringen:)

>> Desensibilisierung: Wenn Organismen einem bestimmten Reiz oder einer bestimmten Reizklasse dauernd ausgesetzt sind, so nimmt die Reaktion auf diesen Reiz immer mehr ab und man spricht von Desensibilisierung. Hier handelt es sich auch um eine Form von Lernen. Das Phänomen gilt für verschiedenste Spezies und verschiedenste Reizklassen, unter anderem auch für den Menschen und für Gewalt. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben entsprechend, dass derjenige, der immer wieder Gewaltfilme anschaut, weniger stark auf einzelne Gewaltszenen in einzelnen Filmen reagiert. Zudem generalisiert das Verhalten vom Film auf die Realität. Das dauernde Anschauen von Gewalt im Fernsehen führt dazu, dass gewalttätige Verhaltensweisen dem Betrachter zunehmend normaler vorkommen. Nicht nur das Erleben und die vegetativen Reaktionen, sondern vor allem auch das Verhalten der Personen ändert sich entsprechend, wie eine 1992 von der amerikanischen Psychologievereinigung APA durchgeführte Umfrage ergab. Kurz: Das Betrachten von Gewalt führt zur Abstumpfung und zu gleichgültigerem Verhalten gegenüber Gewalt! << (Anm. der Redaktion: Führen wir uns doch bitte alle, ganz real passierten mörderischen, massakergleichen Amokläufe Jugendlicher vor Augen!!!)

„PS Computerspiele - Learning by Doing“ –

Bezugnahme auf den gleichnamigen Untertitel im Buch M. Spitzers:

Das willkürliche Töten ist in dieser künstlichen, doch sehr real anmutenden Welt erlaubt… ein echter Seelenhammer. Bedenkenlos kannst du wahllos Menschen liquidieren. Einschlägige Langzeit-Feldstudien ergaben schon vor etlichen Jahren, also in den 90ern, dass derartige Spiele, wo der Spieler Artgenossen anschaulich brutal in real-grausiger Animation umlegen kann, natürlich auf die Psyche, vor allem auf die noch nicht ausgereifte, abfärben. Sie verkörpern den geistigen Cocktail für ein brutal-geiles Leben voller Kicks und „fuck-off“, das im schlimmsten Fall in einem mörderischen Amoklauf enden kann. Eines unserer Enkel sehnt sich schon seines 18. Geburtstages – noch 10 Jahre darben -, um sich dieses Spiel kaufen zu dürfen. Gewalt und Macht hat für viele eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Diese Welt ist meiner Seele fremd!!!

Unlängst saßen meine Partnerin und ich im Railjet, angenehm ermattet von einer beschaulichen Wanderung bei Mariazell. Neben uns als Kontrastprogramm hat sich ein jugendliches Paar eingefunden, schätze so um die 18 Jahre. Erwachsen? Oder noch große Kinder? Beide ein Smartphone in ihren Händen, auf das sie starrten, zumindest fixiert waren, auch wenn es mal kurz am Tisch abgelegt wurde, um sich die Nägel verbissen abzukauen oder am übersüßen Eistee zu nuckeln. Ihr Dialog bestand vorwiegend aus Satzfragmenten wie diesen: „Fuck Oida! Geil Oida! Fuck Oida! Geil Oida! Oasch Oida! Wos Oida? Fuck Oida!“ Übrigens, für die „oidn“ Außerirdischen: Das „Oida“ ist ein Unisex-Substantiv! „Schließlich können sich Kinder ja nicht wehren; sie nehmen auf, was man ihnen anbietet: Zucker in den Bauch, Gewalt in den Kopf!“ (M. Spitzer auf der vorletzten Seite des in Rede stehenden Buches)

Fazit: Gewalt ist Umweltverschmutzung!

>> (…) Es wird Zeit, dass wir damit aufhören, diese Zusammenhänge systematisch zu leugnen. Wir müssen verstehen, dass Gewalt im Fernsehen den gleichen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat, wie beispielsweise die Umweltverschmutzung: Werden Produktionsverhältnisse dem freien Markt überlassen, überlebt der, der am billigsten produziert, was auch gleichbedeutend damit ist, dass er auch am dreckigsten produziert. << (Anm. der Redaktion… und all das mit ungeheuerlichem Profit und dem himmelschreienden, massiven Nebeneffekt zum Leidwesen der Arbeitnehmer, die kaum noch auf Menschenrechte pochen dürfen und können und für paar Dollar am Tag, womit eine ganze Familie ernährt werden soll, gezwungen sind, alles, ja wirklich alles zu tun…)

>> Keiner will eine verdreckte Umwelt, aber ohne den politischen Willen aller und die dadurch möglichen Regelungen wird derjenige am Markt überleben, der am billigsten und damit am umweltschädlichsten erzeugt. Entsprechend verhält es sich mit Fernsehgesellschaften, die von Werbeträgern leben, die wiederum durch die Einschaltquoten bestimmt werden. Gezeigte Gewalt treibt die Quoten in die Höhe, was dazu führt, dass langfristig nur der am Markt überlebt, der die Aufmerksamkeit der Zuschauer mit entsprechenden Mitteln ködert. (…) <<

Anm. der Redaktion: Für alles andere zur weiteren Vermeidung bzw. Reduzierung der Umweltschädigungen gibt es tonnenweise Maßnahmen und Auflagen, unabhängig mal davon, ob sie auch korrekt eingehalten werden und Staaten sich gegenseitig Öko-Bits (Emissionsgutscheine) andrehen wollen, nur um nix machen zu müssen! Aber was seelische Verdreckungen in Hinsicht auf Gewalt betrifft, da… tja, da ist nix…, stimmt nicht ganz, es wird kommerziell brav protokolliert, von Übergriffen, Missbräuchen und Amokläufen berichtet, man mimt Betroffenheit und ansonsten zuckt man mit den Achseln und widmet sich wieder seinem Alltagsgeschäft bzw. geht zur Tagesordnung über… Man scheut sich politisch nach wie vor, die richtigen Rahmenbedingungen für eine friedliche Welt zu schaffen. Warum? Weil Gott Mammon uns fest im Griff hat und unersättlich nach Opfern verlangt! Diese Welt ist meine nicht! Womöglich erst die nächste, die Weltdemokratie!

„L+L=L“ – Liebe + Lust = Lernen, und zwar nachhaltig!

Lernen ist die gesündeste Sucht und ureigentlicher Lebensinhalt

In keinem Beruf, in dem du mangels Freude an den gestellten Heraufforderungen „schlecht“ im Sinne von erwarteter Qualitätsleistung bist, wirst du logischerweise langfristig überleben, außer du kannst dich noch auf „alte“ Privilegien als Beamter – Kündigungsschutz, Frühpension, etc. – stützen. Ein Lehrer hingegen kann bis zu seiner Pensionierung „schlecht“ sein und bis dahin immens Schaden anrichten, weil ihm eben die „Berufung“ (Lust und Liebe) zu dieser Aufgabe fehlt, er womöglich und insgeheim Kinder so und so nicht mag, doch lüstern auf die Freizeitvorzüge und aufs vergleichsweise gute Einkommen schielt! Ein befreundeter Berufsschullehrer konnte Lieder davon singen, folgender Spruch in dieser Branche ist im Umlauf: „Das beste gegen Lehrerfrust sind Juli und August!“ Bei diesen Sätzen muss ich unweigerlich an die öffentlichen Anfänge eines Andreas Salcher denken, dem so genannten „Schüleranwalt“, an jene Zeit, in der er noch authentisch und somit glaubwürdig wirkte, weil er anscheinend sich selbst noch treu war. Er verlangte damals nach einer strengen Selektion in allen Lehreinrichtungen.

In allem geht es doch um die Freude am Tun! Tue ich das, was ich tu mit Lust und Liebe, bringe ich Qualität hervor und werde mich laufend, was mein Fachgebiet betrifft, weiterbilden und langsam zum wahren Experten mutieren. Diese Freude vermittle ich unbewusst an die, die von mir lernen wollen. Doch dieses Grundprinzip für ein erfülltes Leben geht nicht in viele Schädel von Pädagogen, Politiker, übereifrigen Coaches, wie auch AMS-Beratern, schon gar nicht in die, ausschließlich vom Marktgedanken gesteuerten Wirtschaftstreiber, aber leider auch in die vieler Eltern nicht hinein! Fazit: Wir Erwachsenen funktionieren mehrheitlich noch immer im Modus des „Gehorsams“, wage ich mal zu behaupten. Diese Welt will ihre Experten, die Vordenker da oben und die Willigen, die Untertanen, die Gehorsamen, das „Stimmvieh“ und nützliche Masse darunter – da drängt sich mir Arno Gruen’s letztes Buch auf…

Nicht Wissen vermitteln, wie es so schön und falsch heißt, sondern mit dem Wissen den Unterricht gestalten (…richten kommt im Unterricht vor, es bedeutet unterweisen, anleiten, briefen, etc. – eigentlich ein grauenhaftes Wort wie Zwangsjacke!); also das Wissen ins Beisammensein mit einer von Natur aus lernwilligen Jugend so interessant einbringen, dass ich Neugierde, Interesse und Leidenschaft wecke. Allein das Alltagsleben birgt so viele Fragen, die alle Wissensfächer zu animieren imstande sind. Warum so wenig bei so vielen nicht dauerhaft „hängen bleibt“, fußt auf die bisher gepflegte Art des „Proforma-Lernens“, also schnell für die Prüfung stucken und danach? Wurscht! Hauptsache die erforderliche Note für meine Karriereplanung passt und der Magister, Ingenieur, Doktor, Master, was weiß ich, ist bald eingesackt! Gerade aus zweiter Hand erfahrenes Wissen, muss praktisch immer wieder angewendet werden, es muss mit der mich umgebenden Realität korrelieren, mit ihr in Wechselbeziehung gebracht werden! Natürlich kommt es auf die lehrende Person, die dem Nachwuchs ein Stück des Weges „voraus“ ist, die, die bereits einen geraumen Lernweg hinter sich hat, wegkundig ist. Ich lasse die „Neuro-Kapazität“ M. Spitzer zu Wort kommen:

Der Herr Lehrer und die Frau Professor…

…klassische, frontale Didaktik

>> Nur derjenige, der von seiner Sache überzeugt ist, kann sie auch gut vor Schülern vertreten. Dies trifft grundsätzlich für alle Fächer zu (schließt selbstverständlich auch die Lehrberufe ein!), auch das Fach Religion; gleich, ob in Form von Unterweisung oder Kunde. Aus meiner Sicht jedoch ist dies eine Frage der jeweiligen Person des Lehrers und nicht eine Frage der staatlichen, oder kirchlichen Unterrichtsaufsicht! Ober der Unterricht lasch ist, oder Biss hat, ob die Schüler gelangweilt, oder engagiert sind, hängt in allererster Linie von der Person des Lehrers ab! Die Randbedingungen des Unterrichts sind eindeutig zweitrangig. <<

Ich erinnere mich da an meinen Naturgeschichtsprofessor, Weiss hieß er, und war wie selbstverständlich weißhaarig. So ein Typ Konrad Lorenz ohne Bart. Er erzählte - nicht lehrte! - spürbar aus Leidenschaft zu seinem Beruf und Fach und hatte einen geradezu spitzbübischen Hang zu humorvoll wiedergegebener Anekdoten aus dem Forschungsbereich der zoologischen wie botanischen Naturwissenschaft. Wir hingen regelrecht und ausnahmslos an seinen Lippen. In der Klasse herrschte Totenstille. Wir mussten nicht mitschreiben. Gelegentlich verwies er aufs Lehrbuch. In der nächsten Unterrichtsstunde fragte er uns nur danach, was vom letzten Mal hängen geblieben ist – er legte großen Wert auf Mitarbeit, ergo aufs Fragen! Ja, fragen! Die meisten Unterrichtsstunden baute er darauf auf, wie in dieser Art: „Warum haben manche Fische, wie die Wale, keine Kiemen?“ Ich war von dieser Person so fasziniert, dass ich sie fast wortgetreu rezitieren konnte. Klar, ein „sehr gut“ stand mir ins Haus bzw. ins Zeugnis. So weit ich mich noch dumpf erinnern kann, gab es bei ihm keine schlechtere Note wie „befriedigend“. Es kann gut möglich sein, dass er, ohne es je gewusst zu haben, meine begehrliche Interesse an Biologie weckte.

Es geht immer um angewandtes Wissen, das Verschmelzen von Theorie und Praxis und das Festigen in Folge, das Verinnerlichen (passiert nämlich neuroplastisch!) durch unerlässliches Wiederkäuen, also um all das, was das eigentliche Lernen ausmacht. Nur so entsteht empirisches Wissen! Wissen für sich allein, also nur um es zu wissen, nur um es - nie nachgeprüft und getestet - rezitieren zu können, nützt nichts, es verhält sich wie das Flugzeug im Hangar, welches nie zum Abheben kommt. Eine Lehrkraft, die in ihrem Beruf authentisch wirkt, weil sie eigene Erfahrung in ihrem Stoff mitbringt, weil sie grundsätzlich Kinder mag, um das Wort lieben nicht zu überstrapazieren, wird bei den jungen Geistern vieles erreichen! Er hat nämlich Genies vor sich, die sich nur noch entfalten müssen…

„Menschen lernen aus Beispielen, nicht aus Predigten!“

(Manfred Spitzer in seinem Buch „Lernen…“)

Zwangsbeglückung ist kontraproduktiv! Wenn ich Dogmen, übertragene Überzeugungen „strebern“ muss, habe ich sie lediglich auswendig gelernt, aber sie noch lange nicht kapiert! Nur das kapieren die meisten Vertreter all der Gesinnungsgemeinschaften nicht. Warum? Ich unterstelle ihnen die Angst, dass ansonsten ihre Position in Frage gestellt wird! Ankündigungen und Absichtserklärungen genügen als heiße Luft dem Lernen nicht, das unerlässlich auf Erfahrung auf Realitätsbezug baut. Um Lernen zu begreifen, muss ich nicht zwangsweise auf die UNI, sondern das Leben leben und sich Zeit zum Denken und Tagträumen geben! Belehren macht keinesfalls gelehrig (bei einem Ohrwaschel rein, beim andren raus)! Ich befürchte nur, dass mein Geschreibe hier wohl einen belehrenden Touch hat, das haben kritische Seelen wahrscheinlich so an sich. Dennoch möchte ich beim Thema „Eintrichtern“ bleiben:

Plakatives Beispiel: Ein Sozialist, der sich gern und oft in feudalen Kreisen von Neoliberalen und Kapitalisten bewegt und es genießt, aber seinen Anhängern Bescheidenheit predigt, gelebtes Sozialverhalten und die Wichtigkeit der gerechten Güterverteilung einmahnt… glauben solche Typen, dass man ihnen lange glaubt, ihnen bedingungslos folgt??? Was lernt der Parteinachwuchs? Was lernt der junge Wähler, der an der Urne entscheiden soll? Zwischen welchen Vorbildern? Das ist mit ein Grund, warum sich Parteien immer wieder spalten, warum es intern zu Unruhen und Gesinnungskämpfen kommt, allen voran der Zwist mit ihren Jugendorganisationen. Das ist mit ein Grund, warum sich Politfrust in der Masse breit macht und warum „Otto Normalwähler“ genauso opportunistisch denkt, wie die Parteiprotagonisten. „I wö des, wos mia jetzt nutzn kennt! Bringt ma kana wos, wöl i nix!“

Oder: Religionsunterricht in gewohnter Form wäre verzichtbar! Aber es sollte schon ab der Sekundarstufe (Gym-Unterstufe bzw. Mittelschule) Philosophie als Fach mit angemessener Behutsamkeit und Feingefühl eingeführt werden. Und da wäre es gut, dann nicht nur über sozialmoralische, humanistische Errungenschaften und dahingehende Gesellschaftsmodelle, Politik wie Lebensphilosophien von indigenen Völkern zu reden und zu diskutieren, sondern sehr wohl auch über Mythen, Mystiken und selbstverständlich auch Religionen. Das Ziel muss sein, Verständnis für friedliche, demokratische Gemeinschaftsregeln zu entwickeln, in dem man die Prinzipien und Strukturen bisheriger Denk- und Glaubenskonzepte gemeinsam herausarbeitet, sie in Frage stellt, auf Herz und Nieren prüft, sie nach empirischen Erfolgen abklopft. Wieder M. Spitzer dazu:

>> Wenn beispielsweise in der 7. Klasse (Gym) über Werte und Prinzipien, Maximen, Rollen und Normen gesprochen wird, dann ist das etwa so sinnvoll, wie das Pauken von grammatischen Regeln mit 5jährigen unter der Annahme, sie würden dadurch das korrekte Sprechen lernen. Wir sagten es bereits: Kinder lernen nicht dadurch richtig sprechen, dass sie Grammatik oder Vokabeln pauken. Und genauso wenig lernen sie dadurch richtig handeln, dass sie die zehn Gebote, den kategorischen Imperativ, oder das Grundgesetz auswendig lernen. Kinder brauchen Beispiele, nicht Regeln!!! << Erg. der Redaktion: Mit Grundgesetz gemeint der Artikel 1, Absatz 1 im Manifest der Menschenrechte: „Die Würde des Menschen ist unantastbar! Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt!“ - zumeist übernommen ins Verfassungs- und Bürgerrecht; es geht um Regeln fürs friedliche, kooperative Zusammenleben, zudem entwickelten sich zwischenmenschliche Tugenden wie Anstand, Benehmen, Moral, Verhaltensweisen, die den dazu nötigen Respekt erkennen lassen. Ich wiederhole bewusst, in Reflexion zur in Rede stehenden Buchunterlage, im kommenden Untertitel:

Lebensbedingungen und Lebensinhalte sollten weitgehend korrelieren, also bewusst in wechselweisem Bezug gehalten werden – ein wunderbarer Stoff zum Staunen und Lernen.

Lernen tun wir also nicht nur im Schulunterricht, an der Uni oder in sonstigen Fortbildungseinrichtungen, sondern immer in unserer tagaktiven Zeit, der Nachtschlaf dient dem Speichern des bisher Erlebten – wir legen dazu kortikale Karten (wie beim PC Dateien und Dokumente) an - und dem richtigen Zuordnen; all das, um uns notwendigerweise gut daran erinnern zu können, damit wir eventuelle Fehler nicht andauernd wiederholen. Ich lerne das, womit ich meine Zeit verbringe!

Wenn ich seit meiner Kindheit die Freizeit vorwiegend mit geistigem Müll fülle, lerne ich quasi Mist…, mein Denken wird davon entsprechend beeinflusst, meine Gedankenwelt wird zunehmend synthetisch und in Folge eingeschränkt… bis beschränkt. Um es milder auszudrücken: einseitige Erfahrungen können nur einseitiges Denken bewirken. Das, was die „gesunde“, die Natur beibehaltende Existenz der Mutter Erde und meine auf ihr aber ausmache, wichtig wäre zu erkunden und zu verstehen, nämlich die Zusammenhänge, die Komplexität der mich umgebenden Natur, deren Teil ich unlösbar bin, zu begreifen, was doch irgendwie auch der Sinn des Lebens neben all den sinnlichen Freuden wäre…, tja, da frage ich dann wohl lieber einen Pokemon, ein Teletubby, Oger aus Shreck, Organa aus Starwars, und überhaupt konzentriere ich mich lieber auf die Anzahl erhaltener Likes in Facebook. Vor mir Chaos, ich im Chaos, hinter mir das Chaos – Fuck it!

Aber grundsätzlich und unleugbar ist in uns die Neugierde, die Interesse an allem. Wissenschaftler und Kinder sind antriebsgemäß gleichermaßen motorisiert. Sie wollen den Dingen auf den Grund gehen, stellen Fragen bis zur Erschöpfung und geben sich mit flapsigen Antworten nicht zufrieden. Kinder stellen prinzipiell keine dummen Fragen, doch die Antworten der Erwachsenen neigen so oft dazu, wegen Unwissenheit, Desinteresse, oder Ungeduld. Es entblößt sich zunehmend eine fantasielose Erwachsenenwelt, die diese Dynamik unterbindet, ihre „Konsummasse“ zugunsten einer unersättlichen, krankhaften Wirtschaftsgesinnung steuern möchte und dazu ihre genehmen Eliten braucht und heranbildet. Das ist in Wahrheit Rückschritt und evolutionär kontraproduktiv!

Die Kinder sind die wahren Professoren, hörte ich mal irgendwo; „Kinder sind die wahren Lehrmeister der Menschheit“, sprach Peter Rosegger seinerzeit. Diese Aussagen rühren ja auch nur von einer, das Individuum frustrierenden Gesellschaftsordnung her, die permanent die persönliche Entfaltung konditionieren will, sie bremst, sie umleitet, sie ignoriert. Jede und jeder von uns ist ausnahmslos ein Forscher, eine Seele, die hier auf Erden so viel als möglich erfahren und begreifen und wohl auch genießen möchte, um es vielleicht als Erinnerung mitzunehmen, wohin auch immer...

Ein noch tiefer gehender Ausklang

und die scheinbar hohe geistige Schule:

Denken. Wer lässt denken? Sind meine Gedanken neu, neu erfunden? Gedanken werden entdeckt und nicht neu geschaffen, wie unsere Kontinente Zug um Zug – gut, Schiff um Schiff, oder unsere Bodenschätze und so vieles andere an Verborgenen bis zur seiner Entdeckung. Wer lang genug über sich und sich im anderen und übers andere in einem selbst gedacht hat, kommt irgendwann unweigerlich auf diese Erkenntnis. Stimuliert wird das „Erdenken von bereits Gedachtem“ von einer grundsätzlich formdiversitären Umwelt in steter Bewegung und laufender Veränderung. Unsere sprachspezifischen Begriffe brauchen den Unterschied, brauchen ihre Gegenwörter, Antonyme, damit ihnen entsprochen wird, damit wir durch die polare Wechselwirkung begreifen, die grundlegenden Prinzipien des Denkens entdecken. Gerades kann ohne Krummes nicht per Definition sein. Langes hat ohne Kurzem keine Bedeutung. Licht gibt’s nicht ohne Finsternis, Tag nicht ohne Nacht. Sauer braucht das Süße zum Vergleich. Junges neben sich das Alte. Laut und leise. Langsam, schnell. Angenehm, unangenehm. Krieg und Frieden. Nachhaltiger Frieden braucht leider das Wachhalten, die Erinnerung an gewaltreiche Zeiten und Geschehnisse, das Realisieren und das im Zaum Halten der dunklen Seite in uns…

Denken ist Lernen! Und wenn, wie zuvor erörtert wurde, das Lernen auf Wiederholen der erhaltenen Information, mein Wissen ich im Sinne von „Übung macht den Meister“ mir immer wieder ins Gedächtnis rufe, wenn ich es schon im praktischen Leben nicht laufend anwenden muss, dann ist unser gegenwärtiger, sich „überholender“ Fortschritt, der dem Individuum keine Zeit mehr lässt, das Erfahrene zu verinnerlichen, zu festigen, nämlich zwecks Aufbauen notwendiger Routine und von sich selbst erwarteter Fertigkeit…, dann leben wir in einer Zeit, die zur neurobiologisch bedingten Lerndynamik kontraproduktiv ist! Ein Feind unserer Natur! Zeit ist nicht Geld, sondern genügend davon die Qualität unseres Denkens und Handelns. Darum lernt wahrscheinlich die Jugend nicht mehr, sondern reagiert nur mehr reflexartig auf tägliche Neuerscheinungen, im Speziellen was die elektronische, virtuelle Kommunikation betrifft. Annehmen ohne Verstehen und sogleich wieder verwerfen. Die Zeit des Totalen Konsums hat vielen ihrer Genossen den Geist versiegelt. Hinterfragen, wie Tiefgang unerwünscht. Das geschieht nicht so zufällig… Ein Requiem für den freien Geist!

Konrad Lorenz hat es sinngemäß nicht treffender gesagt: Wir begreifen die Hightech, die nicht wirklich notwendigerweise alles beschleunigt, ja gar nicht. Wir benutzen sie zwar und haben in der Regel keine Ahnung von ihrem Aufbau und Struktur und Funktion. Wir funktionieren noch im Bewusstseinsmodus „Keule & Speer“… Das neue Gehirn der zwei Hemisphären arbeitet nicht im Nanosekundenbereich. Das retikuläre, das Reptiliengehirn, das unsere Überlebensreflexe verwaltet und steuert, eher noch. Wir entwickeln uns sehr langsam! Wie lange diente uns der Speer… wie kurz nur eine Internetsoftware. Wie viele fahren Auto, ahnungslos, was unterm Blech sich so tut. „Warum auch?“, sagt verständlich der Führerscheinbesitzer, der ja nur fahren will, der PC-Anwender, der ja nur Emails verschicken will und sich Videos angucken. Mit dem Pferdewagen konnte im Grunde genommen damals jeder umgehen, mit vergleichsweise kaum einer Ahnung über die Dynamik der Kraftübersetzung und physikalische Gesetze, das Korrelieren von Masse und Bewegung und Zeit. Die schwitzende, keuchende, schnaubende, wertvolle Düngeknödel hinterlassene Pferdestärke an der Deichsel konnte mit wenig Fachkenntnis gelenkt werden.

Fazit für die Ewigkeit: „Gut Ding’ braucht Weile!“ Wir sollten über den Sinn und Unsinn des gegenwärtigen Technikfortschritts in Lichtgeschwindigkeit nachdenken. „Mit dem Hammer kann ich einen Nagel einschlagen, nicht aber mit einer Atombombe“, mein väterlicher Freund Reinhold als Wortmelder bei einem Atomphysiker-Symposium mit anschließender Diskussion. Wenn die Physik nur mehr der Physik dient, die Mechanik nur der Mechanik, die Wirtschaft nur sich selbst, also nicht zum Nutzen aller dient, nämlich zur sinnvollen Steigerung der Lebensqualität – Leben in Besonnenheit, mit Bedacht und Behutsamkeit, in angemessener Bescheidenheit -, dann ist an unserem Fortschrittsdenken was faul. Sinngemäß meinte es ebenso der Seneca-Irokese John S. Mohawk, Soziologe und Historiker, sein, mich wirklich beeindruckender Titel: „Mensch mit rothäutigem Hintergrund“.

Apropos Nachdenken… Meine erste Frage in dieser Welt lautete nicht „Wer bin ich?“, „Woher komme und wohin gehe ich?“, diese kamen später, sondern „Warum bin ich nicht der andre? Oder der Andere ich?“ Vielleicht war es schon der zaghafte Beginn, sich über das Ich im Du oder umgekehrt, ich im All und alles in mir, Gedanken zu machen. Ein wahres Abenteuer! Dazu brauchst du „alle Zeit der Welt“. Ist sie nur Tagträumern vorbehalten?

Apropos „Alle Zeit…“ – redaktionelle Reflexion und Bilanz

…wir haben noch lange nicht genug…

Doch die Jetztzeit einer technischen Entwicklung in Nanosekunden lässt uns neuro-psychologisch immer weiter zurückfallen, wir konsumieren reflexartig, ohne diese schrillbunte Welt, die Nano-Hightech-Welt im Ansatz zu begreifen. Natürlich haben wir haben sie selbst geschaffen – einige von uns halt – und sie ist uns mächtig über den Kopf gewachsen. Mich erinnert unsere Situation sehr an Goethes Zauberlehrling. Diese Metapher könnte nicht treffender unsere aus den Fugen geratene Welt beschreiben. Die Besen nahmen uns anfangs viel der Arbeit ab, doch ihre steigende Unzahl nützt uns nichts mehr, sie richten zunehmend nur mehr Schaden an.

Was nützt mir noch der Segler, wenn ich ihm statt einen, hunderte Masten gehisster Segel aufsetze? Was nützt mir der Düsenjet mit dreifacher Schallgeschwindigkeit, nur damit ich paar Minuten früher am Ziel bin und er dabei Unmengen an Umweltbelastung (Atmosphärische Schäden) hinterlässt. Was für einen Sinn hat ein E-Bike, das bald schneller fährt als ich es treten kann und dabei noch den äußerst umweltbelastenden Lithiumabbau forciert? Was nützt mir das Häuschen mit Garten, wenn ich nur mehr inmitten solcher bis zum Horizont existiere, weil es keine Wildnis mehr gibt? Was nützt mir der luxuriöse Urlaubsort, wenn die einheimische Bevölkerung dahinter in Armut ihr Leben fristen muss und so viel an Natur ob touristisch idealster Infrastruktur zerstört werden musste? So vieles konsumieren wir unbedacht, ersticken in Bequemlichkeiten und Ersatzbefriedigungen und werden auch nicht glücklicher dadurch, im Gegenteil, wir hetzen um den Kick. Suchen trotzdem penibel nach den letzten Paradiesen… Apropos Blendung, diese quasi zeitgeistige Versiegelung des Geistes spiegelt sich in der Bodennutzung:

Bodenversiegelung und ihr unermesslicher, lang nachwirkender Kollateralschaden – immer öfter ein Thema, Gott sei Dank und Dank eines wachen Geistes namens Robert Koch, der dahingehend schon vor Langem mit organisierten Symposien quasi Pionierarbeit leistete. Raumgestaltung, Raumordung, Flächenwidmung und ihre immer deutlicher werdenden Kollateralschäden.

http://wohnenplus.at/

Bei der Bodenversiegelung geht es gar nicht mehr „nur“ um Verunreinigung, sondern, weit drastischer, um langfristige bis hin zur unwiderruflichen Zerstörung. Sie definiert die Vernichtung von fruchtbarem Boden, ergo mit folgenden Konsequenzen: künstlich forcierte Hitzespeicherung; verhinderte Wasseraufnahme mit der Folge, sich immer katastrophaler auswirkende Überschwemmungen, weil dem Boden die Schwammfunktion entzogen wurde; Verschlechterung der Atemluft – Beeinträchtigung der gesunden, respirablen (atembaren) Atmosphäre nach blindwütiger Waldrodung, aber auch durch den Flugverkehr ob seiner Emissionen; nicht zu unterschätzen ist der unwiederbringliche Ruin landschaftlicher Schönheit!

Paar Fakten zum Nachdenken: Seit den 80ern verzeichnen wir einen Bevölkerungszuwachs von „nur“ rund 16%. Und trotzdem stieg in dieser Zeit die Bodenverbauung um mehr als 65%, also rund ums 4-fache!!! Endlich wird die A5 in absehbarer Zeit fertig und nimmt den Dörfern und Städten den beklagten Durchzugsverkehr ab. Der Kurzdenker jubelt, der Langdenker bedenkt: Ackerboden geht verloren, Fauna und Flora sowieso, und, liebe Kurzdenker: Autobahnen ziehen erst so richtig Verkehr an! Die nachhaltige Lösung wäre gewesen, insbesondere die Güterverkehrsdichte rechtzeitig auf Schiene zu bringen. Anstatt Flüssen wieder Auen zurückzugeben, macht man noch gigantischere Uferverbauungen und weiß, dass auch diesen nur eine Frist gegeben ist, bis auch sie wieder überflutet werden. Intelligenz hat schon etwas mit nachhaltigem Denken zu tun, nicht?

Wir müssen lernen, zu begreifen, wie wir sind und dann nachdenken, ob wir so sein wollen, oder weiters nachdenken, wie wir sein wollen. Ob wir dabei endlich uns als Teil der Natur erkennen und sie, wie einst viele indigene Völker, wieder respektieren wollen! Viel Zeit haben wir nicht, um noch Jahrzehnte zu diskutieren, Gremien einzuberufen und sonst noch viel an heißer Luft zu produzieren. Noch ist die Politik nicht im Modus „Nachhaltigkeit und Intelligenz“ geschaltet. Noch agiert sie nicht unabhängig und demokratisch, emanzipiert vom Diktat Finanz und Energiewirtschaft. Denn das nötige Wissen für eine Umkehr hätten wir bereits, um zu handeln! Danke!


Brainstorming zu Aktuellem

in themengeblockten Sätzen…

Schnappschüsse, Blitzlichter, Schlagzeilensammlung, Sprücheklopfen in 13-klötziger XXLarge-Ausgabe.

(1) Paar mal durchatmen und los geht’s gleich mit:

FKK, Gentechnik, Karl Marx Hof

++ Der Nudismus ist in die Jahre gekommen, ich sehe es deutlich an mir... er ist erschreckend alt und wabbelig geworden. Und kein Nachwuchs öffentlicher Nackapatzln zum Weiterbestehen der Freikörperkultur in Sicht. Scham ist wieder angesagt! Die Galerie der „Nackten Tatsachen“ läuft Gefahr, samt ihren Aktivisten wortwörtlich auszusterben. So wie Gott mich schuf und gnadenlos runzlig werden ließ, in schamloser, hemmungsloser, nicht besinnungsloser Gesinnung, das ist vielleicht bald vorbei. Adam wie Eva kriegen wieder reichlich an Textilien umgehängt, nicht mal ein zartes Feigenblatt ist eine noch halbwegs befreiende Option. Im Sommer trägt man heutzutage Hauben, prinzipiell Schwarz und bodenlang, überweit und tausend Fetzen darüber und, man staune, Verschleierung ist in, obwohl wir uns gleichzeitig darüber so aufregen, weil’s die Fremden tun! Der Teil des Protestes gegen verkrustete, strengkatholische und scheinmoralische Konventionen, die, wie gesagt, offenbar wieder Auftrieb kriegen, geht bald ins Pflegeheim – hoffentlich in ein adäquates! ++ Die verabscheuungswürdige, ethisch höchst bedenkliche Gentechnik, sagen die „Saltcastle-News“, nur strenger kontrolliert werden, dann wollen wir sie eh, gelt? Also gehn’s, warum die ganze Aufregung, ha? Warum diese sture Einforderung nicht genmanipulierter Produkte? Man muss doch offen bleiben und sich nicht prinzipiell sperren, gelt? Zuerst jammert’s ob der vielen Pestizide und jetzt übers Genfood. Was wollt’s eigentlich, ha? Alles Ibioten! ++ Über den Dächern unseres Karl-Marx-Hofes bot sich in weniger als einer halben Stunde eine biblisch-dramatische Szene.

Das allsehende Auge Gottes und ein Fingerzeig? Hoffnung aufs Paradies oder Apokalypse?

(2) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, wenn auch nicht von Ilse Buck angeleitet; es folgen im Sucher:

Rad, Rad und Rad

++ Apropos wir im All und wir alle hier unten… Kaum vom Baum... (Symbolfoto)

...schon das Rad erfunden... mit gutturalen Lauten und zufrieden grunzend bestiegen, es endlich erklommen und bezwungen, völlig davon berauscht und benommen... das Rad, es ist multipel assoziierbar… zum Beispiel als bald gefügige Stute, zu der muss sie natürlich ordentlich zugeritten werden... das Rad, das einem wieder „rund“ macht, worauf man sich die alltags aufgestauten Aggressionen wegstrampeln kann... und’s Lichterl und’s Schepperl zum Signalisieren seines Aufmerksamkeitsbedürfnisses ist auch drauf. Ehrlich, als „Mobilitätsoption“ um von A nach B zu kommen, oder Radwandern, das ist Retrobiken, bestenfalls oldscool und hin und wieder gut für den Stammtischplausch! Hinauf auf die Almen, die Wälder gehören euch und unter 100 Kilometer als Tagespensum ist was für Weicheier und Warmduscher. Lasst euch den skalpellscharfen Rennsattel durchs Schambein wetzen, die Hoden zermatschen… ein Macho werden! Ja, was ein Kerl ist, fährt bis zur Entmannung. Der begehrte Mann sitzt am Radl, wie der Aff’ am Schleifstein. Hoch den Drahtesel alias Tretross, Eierschaukel, Velo (-siped), Pedalo, El Speich, etc…. Okay, was anderes: Liebe Leser, auf diesem Sektor genialer Errungenschaften und (r)evolutionärer Quantensprünge gilt wie überall: „Gutes Rad ist teuer!“ Auch dies ist nicht zu leugnen: „Ein Radler, ein eiskalter, schmeckt besser wie ein alter!“ Apropos Radeln und das Gefühl, grün unterwegs zu sein – nach der Pause mehr davon. ++

(3) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, mit oder ohne Ilse Buck; im Fadenkreuz:

Erwachsen werden, Tag und Nacht, Grün, Weißwähler

++ Mein Sohn darf erwachsen werden..., ich als Kind genüge... so ähnlich aus dem Mund eines Bekannten. Das Blöde dabei ist, dass der Sohn partout – oiso gaunz da Papa! – noch weniger und noch weniger schnell erwachsen werden will… ++ Das eine begründet, beweist bzw. existiert erst durchs andre, wie Tag und Nacht… das Gerade das Krumme, wie’s G’scheite das Dumme; und weil ich zeitlos bin, hasse ich Zeitdruck, obwohl erst durch diesen man sie schätzt, endlich sie, die goldne Zeit zu haben… sinnieren, träumen, spintisieren. Zum Beispiel über solches: ++ Wer sagt, wer kann es beweisen, dass grün wirklich grün ist? Dort, vor uns ist es nur reine Schwingung von Kurz- bis Langwelle, die für uns wahrnehmbare Schwingungsfrequenz durch Abprallen von Photonen, die im Auge die Impulse provozieren, die im präfrontalen, genauer, orbitofrontalen Kortex entsprechend vorhandene Empfindungsmuster aktivieren. Wow! Kurz und simpel, es geht um unsere persönliche, neurologische Interpretation, wonach wir, dank unserer Sprachbegabung und Einigung auf entsprechende Begriffe, wir stolz das Gras als grün verifizieren. Und nicht mal dann ist es garantiert, wie grün der eine bzw. der andre es sieht, also beide das gleiche Grün wahrnehmen, oder einer grün gar als blau über seine Rezeptoren empfängt, aber dazu grün sagt, weil er eben über Jahre gelernt hat, dass beispielsweise der Spinat wie Rasen grün zu sein hat, außer im alles bleichenden, vergilbenden Hochsommer wochenlanger Hitzewellen. Für mich halt spannend, wie emsig trotzdem über das Blau des Kaisers Bart gestritten wird. Gott sei Dank kann man das Gras ja auch wachsen hören, nicht nur wenn der Wind mit ihm spielt, spüren, vor allem wenn’s juckt und riechen, wenn es frisch gemäht wurde. Wie schon mal geschrieben: Alles ist so, wie es scheint, was unser Hirn, unser persönlicher Umweltübersetzer daraus macht. ++ Das vorige Grünbeispiel ladet ja geradezu ein, ins Gründilemma auf politischer Ebene überzuleiten: Die Grünen sind ja auch nicht mehr so grün wie einst, sind gar längst rot, oder schwarz, spielen mit Blau und bezeichnen sich trotzig nach wie vor als Grüne? Kein Wunder, denn viele, alte Rote trugen mit Einzug der alternativen Welle plötzlich Loden und fuhren Rad; Blaue kamen auch auf den Geschmack und schreiten seit damals forsch durch die Natur, immer auf der Suche nach dem Rechten Weg… Tja, alle Fraktionsfarben zusammen – sagen wir, als kollektive Enttäuschung - ergeben getreu der Farblehre zwangsläufig dann Weißwähler, oder? ++

(4) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich -gymnastik, mit oder ohne Willi Dungl; im Radar:

Kern’s Anbiederung, Gewerkschaftskeiler und 12h-Debatte, Fly-Niki

++ Der Kern legt plötzlich mehr Wert auf Schale als auf Inhalt. Er will von der Regierung wie Öffentlichkeit als Oppositionsführer wie möglicher Regierungspartner ernst genommen werden. Da fällt mir nur der Spruch ein: „Wer’s allen Recht machen will, macht nix mehr richtig!“ So ist’s ein Bravourstück des Paradoxen – Kritik und Anbiederung, die eigentlich unvereinbare Doppelrolle ist hart an der Grenze zur Schizophrenie... (bezog mich auf entsprechenden Artikel in den SN vom 28.07.) Sein neues Parteiprogramm und öffentliche Aussagen liegen allerdings öfter im Clinch... (Interview mit dem ZiB-Wolf) ++ Eifrig laufen junge Gewerkschaftskeiler herum, einem winkend entgegen, wegversperrend. Ob man so Menschen gewinnt? Das Problem dieser Arbeitnehmerorganisationen begann mit den Betriebsräten. Aus eigener Erfahrung in der Transportbranche arrangierten sie sich besser mit dem Arbeitgeber, also der Geschäftsführung, genossen allerlei Privilegien wie Kündigungsschutz und vertrösteten ihre Klientel mit den Worten: „Ohne uns wäre alles noch viel schlimmer, danke!“ Da eiern wir gleich zur 12h-Debatte, die nix anderes ist, als eine erweiterte Gleitzeit, die Ausdehnung der so elegant gleitenden Normalarbeitszeit: Mit dieser ominösen Gleitzeit fielen ja damals und fast ziemlich zur Gänze die gesetzlich geregelten Freizeiten für Amts- und Arztwege – „Ja, geh’ns nur ruhig zum Arzt und kommen halt später. Dafür bleiben’s halt länger, sie haben eh Gleitzeit!“ ++ Sie machten sich sicherlich sorgende Gedanken um Niki und seine massiv angegriffene Gesundheit. oder? Ja, wir bleiben menschlich, auch gegenüber dem „Broken-Airlines-Betreiber“ durch bodenneblige Deals, der nixdestotrotz gern eingeladene Vorzeigunternehmer, der absolut nix zu verschenken hat. Auch ich mache mir sorgenvolle Gedanken, aber mehr um den Lungenspender. Endlich vorbei, Niki kann wieder durchatmen, „Fly-Niki“ bekam neue Lungenflügel und zwar umgehend! Bevorzugung? Promi-Privileg? Dreiklassenmedizin? Ach nein, sagt sein Haus- und Hofarzt. Man muss - keine Widerrede! - man soll es umgekehrt formulieren: Eine Person im Rampenlicht öffentlichen Interesses hat die selbigen Rechte wie wir alle… die nötige Expresslieferung passierte - kapiert? - rein zufällig! ++

(5) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, nicht unbedingt nach „Turnvater Jahn“; ins Netz gegangen:

Dom-Debüt, Hundstage

++ Ein Tamtam um den Domdom: Da erfuhr ich - in katakomben-erleuchtender, atemloser Begeisterung nach mühsam erstiegener Gottesnähe - dass man auch einen der Zwillingstürme unserer Votivkirche erwendeln kann und dann… nach Ablenken des fortgeschrittenen Drehwurmstadiums bzw. Kreiselsyndroms… dann dies Motiv ausgebreitet unter sich... da wird man auf einmal so erhaben, weil fast unerreichbar erhoben über all das kriechende Gewürm und rennende „Gemeis“ im Retro-Wien. Des liawe guade oide Wean hot iwalebt und a da Fleischmoakt… Ja, ich war schon mehrmals im Turmstüberl zu Steffel und im Nordturm, noch ganz ohne Lift, wo’s ganz schön pummert, Gott sei Daunk ka Glockn, di 24 Stundn leit... Gut. Mein Dom-Debüt ist erkennbar recht bescheiden. Obwohl, man nehme nüchtern zur Kenntnis, ich sogar, in Unwissenheit ihrer schmerzlichpikanten Neigung, manch Dom-ina besteigen durfte… gut für sie… Nur, auf den sagenhaften Kon-Dom schaffte ich es noch nicht, da darfst mit 186 cm nicht rein… ++ Apropos, wo hinauf kommen: Der Mensch ist sichtlich auf den Hund gekommen… explosiver Anstieg der Hundebesitzer, die sich kaum noch mit einem Exemplar begnügen wollen, tja, man muss mindestens zwei davon angeleint haben. Es scheint für viele ein neuer Lebensinhalt zu sein, sich mit bellenden Vierbeinern sorgend zu beschäftigen. Apropos: „So kam der Mensch auf den Hund“ (Buch von Konrad Lorenz) – ich las mehrmals, weil so amüsant geschrieben, von ihm die „Hundstage“. Tja, der moderne Mensch weiß über Wauzis, Zimmerpflanzen, Gartengestrüpp, Karre und Computer besser Bescheid als über die echten Bedürfnisse seines Nachwuchses… (siehe erstes Kapitel) ++

(6) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, Yoga, Tai Chi, Isometrie, energisches Daumendrehen, Augenrollen; am Haken: Weltklima, Diabetes-Experten, Zuckerweise

++ Apropos Hundstage: Ja, es wird noch heißer und bumsti- und bastimäßig noch heißer zugehen im kommenden Herbst… nein, das Weltklima meine ich. Jetzt hat man die Ursachen erkannt, hörte ich unlängst: große zusammenhängende Ökosysteme – Beispiel, ein flächenmäßig intakter Amazonas-Regenwald - sind immens wichtig! Sie sind Klimamacher und Klimabewahrer. Moment, das höre ich schon seit Jahrzehnten! Und? Aus meiner Überlegung hätte es schon längst ein jahrzehntelanges, weltweites Rodungsverbot geben müssen – da wäre die UNO gefragt, nicht? Aber nein, man muss allerdings noch viel forschen und gewährt sich dafür viele, viele Jahre. Der Hausverstand reicht offensichtlich nicht, obwohl der es schon seit Ewigkeiten erkannte! Wenn wir noch lange nach ganz wichtigen Ursachendetails suchen, dann brauchen wir nur mehr die globale Wüste zu studieren. Wenn ein Expertentum abgekoppelt agiert – ich nenne es geistigen Inzest - dann ist da der Wurm drin. Wir brauchen die Vernunft, die unentwegt auf Einsicht fußt, und uns ins Gewissen schreit, dass wir schon seit gestern handeln müssen!!! Aber Mammon ist geil! Und überhaupt: Fun, Fuck and Furios und so oft lese und höre ich: Lebe jetzt! Das heißt sehr wohl auch, scheiß drauf, erst ich – gemäß der westlich-trumpigen Verkündung „American first!“ - und hinter mir die Sintflut! ++ Apropos Verlässlichkeit auf Haus- und Bauchverstand anstatt auf ehrfürchtig verehrte Experten: News! News! News! Die phänomenalgeniale Erkenntnis der Diabates-Experten, von den genannten „Zuckerweisen“ endlich die positive Nachricht, nämlich, dass die genannte Erkrankung ja doch heilbar ist: Nein, ich pack es nicht, auf das wär’ ich nie gekommen, so horchet: Zuviel Gewicht und zu wenig Bewegung sind die meisten Ursachen und da hilft als kürzlich erfolgreich erwiesene Therapie: Weniger Gewicht und mehr Bewegung. Da schnallt ihr ab? Ich hätt’s ja nie geglaubt, das, was der Volksmund riet und wovor mich schon meine Oma warnte! Erst wenn der Herr Professor mit dreifachem Doktorat empfiehlt, dass man beim Schwimmen überm Wasser bleiben soll, mit dem Sattsein das Essen beendet, aufs Atmen nicht vergessen sollte, dann hat’s Gewicht, dann nehmen wir es ernst und nicken ergeben! ++

(7) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, des Hometrainers Heimrad; am Kieker:

Emanzipationskonflikt, soziales Selbstverständnis

++ Im Wechsel der Gonaden… gone und aden aus dem Griechischen für Geschlecht und Drüse, die entweder Östrogene und Gestagene, oder Androgene und Testosterone… steht einerseits also für Eierstöcke, andererseits für Hoden. Der Schafskopflippfisch hat den Emanzipierungskonflikt überwunden, bzw. ist ihm zuvorgekommen und hat eine bevorstehende Eskalation und die ewige Streiterei um die geschlechtsspezifische Vorherrschaft bzw. Gleichberechtigung präventiv gelöst. Ältere und entsprechend körperlich angewachsene Weibchen ziehen sich eines magischen Tages in ihr Labor zurück, um sich der Metamorphose zum Männchen und Rivalen hinzugeben. Aus der Höhle kehren sie als ernstzunehmender Rivale wieder und buhlen mit aufwendiger Balz fleißig um die ständig fortpflanzungsfähigen, eigentlich jungen Weibchen. ++ Ein winziges Gehirn reicht für Hilfsbereitschaft: Der Papageienfisch! Auch ein Lippfisch. Wenn zum Beispiel ein Männchen sich sichtlich chancenlos plagt, eine Kokosnussschale zwecks geeigneter Ablaichungsunterlage unter den „Anemonenteppich“ (mit dem ihm eine existenzielle Symbiose verbindet) zu schieben, dann dauert es nicht lange bis andere kommen, um ihn zu helfen. Unser, ach so modernes und vergleichsweise riesiges Gehirn reicht offenbar zu diesem sozialen Selbstverständnis nicht so ohne weiteres aus, wie man täglich sieht und die Konkurrenz – der vermeintlich gesunde Wettbewerb – noch immer im Vordergrund steht. Tja, Raubtiergehabe eben… ++

(8) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, oder sich selbst mal äußerln führen und kurz mal eine Häuserblockrunde drehen; aufs Korn genommen:

Mammonpolitik, Thiem, irre Menschheit, Forza Italia, Uhrendrehen, Brüste

++ „Politik kapituliert vor dem Mammon“ – SN-Schlagzeile in der Kulturrubrik kürzlich. Wird immer deutlicher, die freundlichen Masken fallen. Kein Wunder, wenn die Politik nur mehr die PR-Aufgaben der Wirtschaft erfüllen, Parteien sich ihnen in „Outsourcingmanier“ regelrecht zu Füßen legen, wenn Politik nicht aus der Basis wuchs, sondern, dem Muezzin am Minarett gleich, ihre Protagonisten ihr jeweiliges Parteiprogramm vom Elfenbeinturm herunterpredigen. Diese entgleiste Volksvertretungspolitik kann langfristig nur schief gehen, der Elfenbeinturm neige sich bald wie der zu Pisa, aber, wie man dort sieht, halten sich auch die schiefen noch recht lang… ++ Noch immer „Thiemlich“ gut! ++ „War die Menschheit je verrückter?“ – eine Titelschlagzeile in den SN. Meine Antwort: Egal, weil es ist noch viel Luft nach oben… ++ „Forza Italia plant Initiative gegen Kurz“, liest man in den „Jedermann-Nachrichten“. Womöglich könnte es sich um eine Furz-Attacke handeln… ++ „Wer hat an der Uhr gedreht?“ Abschaffung der jährlich 2maligen und vollkommen idiotischen, somit blamablen Zeitumstellung braucht offensichtlich noch viel Zeit und noch viele unterschiedlich tickende Sommer und Winter und Brüssel, glauben Sie mir, hat sie. ++ Ein bisserl Begrifffeixing: Zu Brüsten lehnt mann sich gern hin, aber über die Brüstung sollte man sich nicht zu weit lehnen. Dann gibt’s die Brustwehr, Balkonbrüstung, Brückenbrüstung, was der Fensterbank, Geländer, Reling, Balustrade, Parapet, Mauer, Wand, usw. gleichkommt. Es steht für etwas, das sich vor uns auftürmt, eine Barriere, zu Überwindendes, etwas, das Schutz und Abwehr in einem ist, nicht aber, den geöffneten Ring wieder schließend, die Brüste. ++

(9) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, mit dem schon seit Stunden ob des drohenden Blasensprungs winselnden Hundsi endlich Gassi gehen; aufghoben:

Flirt mit Minderjährigen, Tim Toss, Glaubwürdigkeit auf Sendung

++ Aktuellen Meldungen aus Übersee zufolge, darf man in Florida mit 15 schamlos lügen, nur nicht vögeln. Außer das Opfer zahlt 200.000,-- USD Kaution. Aber bitteschön, was ist wenn zwei 15jährige Verbotenes tun und nicht auf ihren 16. Geburtstag warten wollen? Kommen beide für 15 Jahre ins Häfen und dürfen erst mit 30 offiziell… „fuck it!“ Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt’s enge Grenzen, also straffe Gesetze. ++ Tim Toss pilgert durch den Interspace und verkündet, dass er weiß, was vor uns und nach uns kam… mir sagt nur Tim und Struppi etwas und wäge vorläufig beider Seriosität gegeneinander ab. ++ >> Die Netrebko trat schwanger, im feuerroten Kleid mit Rolando Villazon und Domingo am 29. Juni 2008 in Schönbrunn auf, und zwar mit dem RSO Wien. Jetzt, wo der ORF sein eigenes tolles Rundfunkorchester verleugnet, mit den Philharmonikern abcasht, setzt er einfach Fake-News in die Welt und bringt die Mär vom erstmaligen Schönbrunn-Auftritt der genannten Operndiva heuer. Und alle schweigen zu dieser Lüge, obwohl es im Internet mit Kritik in der Presse zu lesen ist! Glaubwürdigkeit aller ORF-Nachrichten ade! Das zum Thema ORF und Herrn Holländer… << (gesendet von „Big Walter“) ++

(10) Statt Pausenkaffee, -bier, oder –tschik empfehle ich –gymnastik, sich mal kurz hinlegen und die Augen schließen; angelegt auf:

Abflusssieb, Personalabbau, 1.100, P-Wirtschaft

Elternnervosität, Bürger & Bernhard, Rosaplüsch

++ Haben sie auch so ein bezaubernd kunstvolles Abflusssieb in ihrem Waschbecken?

Nein? Wir auch nicht… gesehen in… Elferfrage. ++ Personaleinsparung im Beamtenwesen. Immer wieder ein enervierendes Thema. AUVA. Bitteschön, was spare ich ein, wenn die maßnahmenbedingt frei gewordene Belegschaft beim AMS, oder vorzeitig bei Pensionsversicherungsanstalten landet??? ++ Politik-Munkeleien, Gerüchte hinter gefalteten Händen, wie dieses: ÖVP², oder ÖVP I (alt) neben Liste Kurz alias ÖVP II (neu) sollen als solche fortbestehen. Als Vorlage diente womöglich das CSU-CDU-Gespann, die Vorreiter eines konservativen Doppelpacks mit mehr und sichtlich wie zunehmend weniger Erfolg… ++ 1.100! - der nächste Schub Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit und somit in eine prekäre Einkommenssituation. Der bübisch anmutende AMS-Kopf redet sich in einer ZiB2 um Kopf und Kragen mit brav gelernten Monologen, als stünde er bei einer Prüfung an der Tafel. Seine Suaden und Tiraden enthielten laufend und somit peinliche Wiederholungen. Ein Verharmloser, ein Schönredner. Ein Arbeitsmarktexperte? Ohne eigener Erfahrung? Ein Akademikersohn, der von Martin Barteinstein „aufgezogen“ wurde. Was also soll man von ihm erwarten? ++ Wer aber immer noch für die Forcierung der Privatwirtschaft, schlimmer noch, für ihre völlige Entfesselung (Leitl, WK) plädiert, ist entweder dumm oder noch viel dümmer, oder einfach durch und durch skrupellos und sozial rückständig gestrickt! ++

(11) Gut, Pausenkaffee darf jetzt mal sein; im Kaffeesud gelesen:

Bürger & Bernhard, Beate Rosaplüsch, NEST:SUST

++ Die BB’s, nicht die Bianca und Bernhard als berühmte Mäusedetektive im Zeichentrick, sondern Bürger & Bernhard führen das heurige Sommerkreuzverhör zur Stopfung des befürchteten Sommerloches. Pilz ließ sich, Schwamm sei Dank, nicht pflücken und schon gar nicht papierln. Ein kurioser bis mieser Interviewstil – zwei gegen einen. Als säße man zu Gericht bei Dürnstein… Armin Wolf, der als gefürchteter Inquisitor verschrien war und vielleicht noch ist, führte dennoch die besten Sommergespräche von allen! Zudem fehlen mir sehr der unvergleichliche Profi Peter Filzmaier als analytischer „Reflektor“ mit ironisch-satirischer Würzung mittels treffenden Metaphern und der ernüchternde Faktencheck mit der sympathischen Ullar Kramar-Schmid. BB verdienen sich nach meiner Ansicht gleich zu Serienbeginn die „Moderationsgurke“! Dank des erkrankten Filzmaier – wünsche ihm eine Genesung in ihm genehmem Tempo – durfte Bürger nach der „Giftpilzschau“ sich im anschließenden ZiB2 gleich selbst beurteilen, was erwartungsgemäß sehr gut ausfiel. Die neuen Kommentatoren im ZiB2 sind nett, doch wattflach. ++ Die dritte B im Sommerplausch, Beate Meinl-Reisinger, eine Neo-affektierte. Sie will Wien vom Roten und Grünen Filz säubern und hierorts eine parteifreie Führung, in Wahrheit sicherlich lieber auf dem Rosa-Plüsch-Teppich über Wien schweben. Beate wirkte irgendwie aufgekratzt, fast schon nervös und surfte auf ihrem eigenen Redeschwall dahin… (apropos nervös, gleich nach der Pause) ++ NEST : SUST- EU-Wohlstandsgefälle bzw. schiefe Ebene der Einkommen. Norden und Westen zu Süden und Osten steil abfallend. Diese Kürzel las ich mal irgendwo. ++

(12) Nach dem Kaffee empfehle ich, unser reinstes Hochquellenwasser bewusst Schluck für Schluck zu trinken und kurz mal damit kalt duschen; es folgen:

Elternnervosität, Wanderseele, Hoch die Arbeit, Lebensgefährliches, Shitcom, Gefälligkeitsdemokratie, Raumverlust, Absichten, Kung Fu, Stimmen aus dem Universum

++ Nervöse Eltern schicken ihre nervösen Kinder zur Psychologin, die hoffentlich nicht nervös ist und hoffentlich den Mut hat, sich mal die Eltern vorzuknöpfen! ++ Die Wanderseele: „Man stirbt nicht in dieser Welt, man geht aus ihr…“ (Indianer zum Tod) ++ „Halten wir die Arbeit hoch! So hoch, dass wir sie nicht mehr erreichen!“ (verkündet mein Freund Wolfgang als Antwort auf eine Welt, die auf hinterfotzig subtile Art die Botschaft auch heute noch aufrecht erhält, nämlich, dass Arbeit frei macht, so lange sie bezahlt wird, im seltenen Fall auch gut; eigentlich geht es ihm ums veraltete, noch immer konservierte Arbeitsweltmodell.) ++ „Das Leben ist lebensgefährlich!“ (meint mein Freund David) ++ Gibt es eine sprachliche Verbindung zwischen „Sitcom“ und „Shitcom“? ++ Der Ausdruck „Gefälligkeitsdemokratie“ (B. Meinl-Reisinger im Summertalk)gefällt mir, es bedeutet in anderen Worten: Demokratie ist teilbar, passiert wenn Revisionisten der Sozialdemokratie ans Ruder kommen. ++ Raumplanung und Raumordnung führten am Ende zu Raumverlust. In Gedanken an die Servus-TV-Sendung vom 23.08.2018 ++ Eine ernsthaft gemeinte Absicht beweist sich erst in der Tat! (Abgeleitet von Hegel) ++ Warum der Positivismus häufiger epileptische Züge kriegt. „Denken wir positiv! Lasst uns nur nach vorn blicken!“ Wenn Positivismus nach Ignoranz stinkt ist es so, als würdest du dich nach dem Stuhlgang von der Muschel erheben, die Hose hochziehen und die Toiletten verlassen. Weil du dich mit Negativem wie Arschabwischen nicht aufhalten möchtest. ++ Shaolin-Kung Fu wird unter anderen in der Invalidenstraße in Wien gelehrt... ++ Ich liebe die Universum-Sendungen und die moderierende Stimme Otto Clemens, die Stimme aus dem Universum... Wer aber braucht seit Neuestem die Zwischenkommentare einer Claudia Reiterer? Schade um die vergeudeten Sendeminuten. Bisher genügte Clemens und auch Georg Seberg macht sich prima als universale Stimme, „the Universal Vocal II“. Meine Meinung! ++

(13) Am Ende rate ich, vor der nächsten Unterrichtsstunde auf den Pausengang oder –hof gehen; kurz mal im Klassenbuch aufgeschlagen:

Zeitgemäßer Schulstoff in der Taferlklasse für etwas Fortgeschrittene, liebe Kinder, wir schreiben, manches der Einfachheit halber noch in Lautschrift:

++ ANNA DAUNLODET EPPS. EMIL LIEST IMEILS. INA WILL INTEGRATION. PAUL POSTET PETER. ERICH ERNTET EMOTIKONS. PAPA PROGRAMMIERT PCS. MAMA MAG MP3. MONIKA KAUFT MBITS. ONKEL OTTO IST ONLEIN. KURT KAUT KEBAB. STEFAN SURFT IM NETZ. SOSCHIEL MEDIA IST SUPER. IRENE IST LAKTOSEINTOLERANT. HANS SCHAUT HORRORSITKOMS. WILLI WILL WANDA. ALI MAG AMALIE. FRITZ FINDET FERIEN GEIL. ROBERT IST KUUL. MICHI UND TONI HABEN MINDESTSICHERUNG. TANTE EMMA KRIEGT NOTSTANDSHILFE. ++


Macht und die Angst, sie zu verlieren

bewirken den Wahnsinn!

Anhand eines historischen Bauprojekts

„Abgeholzt sind sie vom Gipfel bis zum Fuß, kein Stamm blieb von der mörderischen Axt unverschont, um dem Wald Gelegenheit zu geben sich selbst zu verjüngen. Welch ein Forstskandal, Berge ganz abzutreiben … Diese traurige Perspektive in die Zukunft findet man beinahe durchaus in allen Gebirgen Unterösterreichs in herrschaftlichen Wäldern.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_August_Schultes

„Da endlich auf dem übrigen Wege von Oberlaubach nach Triest nichts als kahle, poröse und aus vielen Höhlungen bestehende Felsen angetroffen worden sind, so ist auf dieser Strecke kein Canal ausführbar.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_von_Maillard

Sie werden es schon erraten haben, es geht um das ominöse, kuriose Vorhaben mit dem Schifferl von Wien bis Triest zu fahren. Der Wiener Neustädter Kanal… an seinen Ufern ich kürzlich radelte. Ein Kanal hat nicht unbedingt gleich Wasser… da müssen ordentlich die nahen Flüsse und Bäche angezapft werden!

Die Leitha, Flussvereinigung der Schwarza und der Pitten, sorgt für die Hauptspeisung, die Schwarza noch zusätzlich über den, schon im 12. Jahrhundert angelegten Kehrbachkanal der später Umkehrbach im Zuge der notwendigen Kehrbachumlegung hieß. Dann bisserl von der Piesting und der Neudörfler Rigole – Rigolen sind vorwiegend unterirdische Regenwasserauffangbecken, auch Pufferspeicher genannt, also Wasserreservoirs für wasserarme Zeiten. Der wartungs- und reparaturintensive Kanal wurde einige Zeit für die Schifffahrt durch vollkommen symmetrische, zirka 22m langen und 2,5m breiten Lastenkähne mit umsteckbarer Seilzugstange und Ruder in beiden Richtungen genutzt, wobei man sich auf die wortwörtliche Pferdestärke berief, ein Pferd zog auf dem Uferweg, dem Treppelweg (Hufgetrappel) im Beisein des Treidlers, dem Pferdeführer.

Ein gewagtes, nicht bis in letzte Konsequenz ob seiner komplexen Zusammenhänge und Auswirkungen durchdachtes Projekt, das bereits im Entstehen immensen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtete. Ein kaiserliches Hasardspiel auf Kosten der Untertanen. Die furchtbare, größenwahnsinnige Idee, die Strecke von vom Wiener Hafen über Wienerneustadt bis weiter über Ödenburg und Raab – durch Umgehung der östlichen Ausläufer der Alpen - nach Triest schiffbar zu machen, tja, sie wurde dann auf die Schiene verlegt, sozusagen von der Bahn überholt, von ihr aus der Bahn geworfen... Das ebenso abenteuerliche Semmering-Bahn-Unternehmen wurde gestartet, wenn auch ebenso mit vielen Rückschlägen, erwies sich aber am Ende als realistisch. Nur, erstrangig sollte ja alles raschen Truppenverlegungen dienen, wie immer halt, nützte man den Pioniergeist und Erfindungsreichtum zum Kriegspielen. Dieser Wahnwitz erinnert mich so an Werner Herzog’s Film „Fitzcarraldo“, der einen Flussdampfer über einen Berg tragen ließ, um eine unpassierbare Flusspassage des Amazonas-Oberlaufes zu umgehen. Hyperkreativität, das Genie und der Wahnsinn gehen einher…

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Neust%C3%A4dter_Kanal#Die_Vorgeschichte

 


Gott erhalt’s,

die Luft, das Wasser und das Salz!

Aus Kaiserbrunn rinnt’s

Aus Kaiserbrunn fließt’s, was du genießt. Rinnt ohne Unterlass, eiskalt klar dies Nass. Flugs rauscht es nach Wien bis zu den Pipen hin. Kaum wir danach lechzen, weil wir’s kaum noch schätzen. Denn Limo, Wein und Bier gibt’s zur Genüge hier!

Und dennoch: Da stand ich wie ein staunend' Kind mit großen Augen, offnem Mund, die Nas' am Glas ganz flach gedrückt, nur diese im Moment nicht rinnt.

Unter mir so unerschöpflich quillt Wasser oh wie köstlich, sprudelt jungfern klar direkt aus des felsigen Versteck. In seiner Urform, kalt und rein, benetzt hellbläuliches Gestein, ergießt sich über feinsten Sand, steigt emsig hoch zum Brunnenrand. Fließt ab, es geht hinab nach Wien, noch lang im alten Schacht dahin.

Unermüdlich in solch’ Menge plätschert es durchs Abgedränge. Geschieht doch nur aus einem Grund, zu fließen in des Molochs Schlund. Doch ihm dürstet immer mehr Wie einen Diabetiker. Nach Norden geht’s rasant dahin, glasklar wohl nur aus diesem Sinn, um uns Wiener zu erquicken, all die Dünnen und die Dicken.

So dringt’s zum Tageslicht empor, heut’ wie ewig lang zuvor... Heimlich hast du sie gefaltet, das Betbesteck, das alte. Und dennoch schämst dich deiner Händ’, weil keiner dich so kennt. Oh Herrgott, Allah, großer Geist, wie auch immer er jetzt heißt; da stehst du fromm, du benedeist, flehst stumm zu Ihm, dass es so bleibt. Egal wie geistig du verfährst, Natur, sie ist ein Wunderwerk!

Zu Kaiserbrunn im Höllental! Tausend, tausend Jahr fürwahr ist’s ein Naturjuwel, ein flüssig’ Bergkristall!

© copyright Raoul-Josef Senekovic, A-1190 Wien-Heiligenstadt, 16.08.2018

 


Der Vergleich könnte unsicher machen.

In Sachen Kreativität, Existenz und Prioritäten

Erst posthum werden nicht wenige Poeten, Komponisten und Maler gefeiert.

Sozusagen geistig exhumiert, man erinnert sich an sie, findet plötzlich Werke aus dunklen Ecken, wohl nicht so ganz uneigennützig, denn nicht so selten macht man potzblitz recht lukrative Geschäfte mit jenen, die davon nix mehr haben und ihr Lebensende, wenn nicht schon zu Lebzeiten in Armut fristen mussten… und in „asketischem Trotz“ an ihrer „Sache“ festhielten. Nicht so wenige schufen neben einem schwer erschufteten Broterwerb. Und nicht wenige der zyklisch gefeierten Berühmten verschieden in erbärmlichem Zustand.

Ich vergleiche. Und denke. Wie viele Künstler leben heute noch an der Armutsgrenze und müssen womöglich sich damit zufrieden geben, dass sie nach ihrem Tod erst so richtig feierlich entdeckt werden und zum kommerziellen Hype mutieren. Oh, wie der Tod still grinsend berühmt macht… nur den Jedermann reißt er aus dem Leben, doch Jedermann ist beileibe nicht jeder! Andererseits wie vielen wenig Begabten ihr Erfolg protektionistisch in den Arsch gepresst wird. Diese Welt folgt rigoros dem Marktprinzip, in dieser Welt leben wir alle, ob wir sie so wollen, oder nicht.

Ich vergleiche. Und denke. Wenn der Bauer dem Boden Genießbares entlockt bzw. in bestimmten Gegenden wie unseren Alpen zum Beispiel regelrecht abringt, wir alle es dann auf welche Form auch immer genießen können und uns über die regionale Produktqualität freuen… Wenn der Fischer in seinem kleinen Kahn hinausfährt und mit vollen Netzen wiederkehrt, wenn ihm nicht die Fischfangkonzerne alles vor der Nase abfischten… Wenn der Almbauer seine Kühe in luftigen Höhen hütet, ihre Euter voll nahrhafter, gesunder Milch sind… Wenn der Gemüsegärtner, der Obstbauer, der Winzer, wenn sie mit Leib und Seele ihr Werk tun… ist dies wohl auch eine Kunst, ein Event, und unverzichtbare, kulturelle Leistung.

Ich denke. Kunst beschränkt sich meiner Meinung nach nicht nur auf den intellektuellen Zeitgeistspiegel wie Musik, Theater, Film, Malerei und Belletristik. Vielleicht sollten wir dahingehend mal eingehend und still und heimlich über Prioritäten befinden. Augenscheinlich stellen wir die Unterhaltungskultur, wenn auch fallweise mit gesellschaftskritischem Aspekt, über die Ernährungskultur und die Kultur der Intersozialität (Zwischenmenschlichkeit). Wir wollen am Nachwuchs immer noch die persönliche Begabung mehr fördern, um sie später dann konkurrieren lassen, als unser aller Begabung zur Kooperation, zur Teamarbeit, zu komplementärem, kompensatorischem Tun. Da läuft meiner Meinung nach einiges verdreht, nämlich was Wertschätzungen betrifft…

Mein hoch geschätzter, einstiger Saxophonlehrer sagte mir mal: „Überlege mal, auf was die Menschheit im Falle des Falles, z.B. in der Situation äußerster Krise, alles verzichten könnte. Auf fast alles, auch auf mich, nur auf den nicht, der für Essen sorgt. Viele verstehen es besser anhand eines leicht nachvollziehbaren Beispiels: Stell’ dir vor, wir müssten uns alle für längere Zeit auf ein Schiff retten, das aber nicht allen Platz böte. Wer wäre am wichtigsten? Auf wen müsste verzichtet werden. Sicher nicht auf den, der Fische fangen kann und sie zubereiten. Sicher nicht auf den, der das Salzwasser trinkbar mache. Auch auf den nicht, der ein Schiff bauen und reparieren kann und nicht auf den, der es weitgehend unbeschadet durch die Unwetter navigiert. Ein Musiker wie ich wäre zweitrangig, außer, ich habe noch andere Fertigkeiten zu bieten.“

Das was wir noch immer als Kulturerscheinung betrachten ist zumeist Luxus und ein Zeichen von Wohlstand einer Elite. In den großen, sesshaften Kulturen konnte und kann die Mehrheit nach wie vor nur davon träumen. Man sagt, Kultur schaffe Werte und die wiederum ihre Kultur und diese Wechselbeziehung schaukle sich zu einer Art Kulturhochblüte auf. Wie auch immer, man peitscht uns ein, beispielsweise unsere Werte hier in Europa, die keiner genau definieren kann, rigoros zu verteidigen. Wir gehen soweit, dass wir daran selektierende Maßstäbe setzen, wie beim Bleiberecht der Zuwanderer – „Du schon, du nicht!“

Wir legen auf Unterhaltungs- bzw. Intellektkultur mehr Wert, investieren vergleichsweise weit mehr Zeit und auch Geld dafür als in unsere unersetzlichen Bergbauern, denen man ja, wie angekündigt, weiterhin Subventionen kürzen will. Was für eine verkehrte Welt, wenn anderswo, sehen wir nach Indien, unheimlich viel in die Software-Entwicklung und auch Rüstung gepulvert wird, man aber die Reisbauern bis zum Selbstmord (durch Vergiften) treibt, weil sie mit ihrer Feldwirtschaft ihr Leben und das ihrer Familien nicht mehr bewältigen können. Ist so eine Welt noch zu retten??? Sie ist nicht meine…

Es wird Zeit, dass wir alle hier auf Erden genug und Gesundes zu essen und zu trinken haben – das zählt zu den grundlegendsten Menschenrechten. Beim unfreiwilligen Hungertod – Zahl der Verhungerten weiterhin im Ansteigen - spricht Jean Ziegler von Mord… und zu Recht von einem Imperium der Schande. Es wird Zeit, dass wir die Prioritäten erkennen und wenn alles andre gestillte ist, nämlich weltweit die existenziellen Bedürfnisse, dann hätte der Kulturzweig Kunst seine wahre Berechtigung und erblühe aus einer friedlichen Gesellschaft. Oder, müssen wir bekennen, dass Kunst, wie wir sie heute erleben und definieren, eben den Kontrast, den Widerspruch braucht, neben Leid durch erfahrenen Mangel da und unermesslichen Reichtum gleich daneben? Gesetzestreue und Gesetzesverletzung? Die so oft entblößte Diskrepanz zwischen Vision und Mission, Imagination und Illusion? Einerseits der Wunsch nach Frieden und andererseits militärisches Aufrüsten? Apropos Kunst und künstlich.

Der Mensch raubt der Natur ihr paradiesisches Antlitz und ihre feinen Rhythmen und glaubt, sie künstlich bis zur Pervertierung ersetzen zu können. Wintersport in tropischen Wüsten. Verschandelung der Alpen durch größenwahnsinnige Architektur, nur der touristisch-rentablen Erschließung wegen. Kürzlich der erfolgsträchtige Satz bei Erschließung einer Gipfelregion so um die 2.800 Seehöhenmeter: „Wir müssen die Leut’ hier eventen!“ Die urige, simple Berghütte, heute ein Mehrhaubenrestaurant. Wälder müssen auch schon als Klettergarten herhalten. Weiterhin werden Naturlandschaften als Event verkauft, damit sie sich halt „rechnen“. Zudem gehört auch die Dummheit jährlicher Zeitumstellungen, als könne man den Tag-Nacht-Rhythmus betrügen. Ich hoffe, heuer geht die Beibehaltung einer der Zeiten durch!

Mit Argwohn beobachte ich schon seit meiner Kindheit die Mutwilligkeit meiner Artgenossen, ihre Gedanken- und Sorglosigkeit, ihre latente Bereitschaft zur Zerstörung. Von Anfang an treibt mich eine vielleicht für viele zu radikale, ökosozialästhetische Gesinnung vor sich her…


Kinderbuchempfehlung

Übers Nein-Sagen

Meine Noch-nicht-formelle Schwägerin hat was „drauf“ (nicht nur auf der Häkelnadel), so wie auch mein Sohn…

„Nein sagen mit der Nonos Häkelbande“ von Eva-Maria Klingovsky, die nicht dem Klingonen-Geschlecht entsprang, die Kreationistin von Polaripop; mich erinnert die G’schicht ein bisserl an das „Ich bin Ich“ von Mira Lobe, also mindestens genauso gut!

www.dienonos.com


Vorschau auf Geplantes u.a. Bergfex mit Höhenangst, 3 Lallies in Afrika, übliches Brainstorming

Wie immer gesendet mit herzlichen Grüßen!

Von einem „besessenen“ Analytikers, der alles und auch das Nichts analysiert, wie z.B. mich, dem voll und ganz bewusst ist, dass er als sein eigener Lektor den Fehlerteufel nicht völlig isolieren kann und hin- und wieder die Kobolde der Wortverspieltheit ihren Schabernack mit ihm treiben, oder ist er gar von Heyoka, dem Donnerträumer heimgesucht worden?

Mit diesen, für mich eigentlich unkomplizierten Anlagen, die den Polemiker, "Pamphleteur" und "Kalauen" in mir nur noch begünstigen, kommentiere ich zeitgeistige Phänomene und aktuelle Themen, schweife dabei leidenschaftlich gern, fast schon pedantisch aus, weil meine "Tastenklauen“ partout nicht zur Ruhe kommen wollen. Und doch bin ich stets auf der Suche nach der perfekten, unmissverständlichen Formulierung, akribisch durchforste ich dahingehend unsere so nuancenreiche Sprache, auch mit dem Anspruch, mit ihren Worten zu malen. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann neige ich dazu, es auf Verbiegen und Erbrechen durchzusetzen. Als überzeugter Konfessionsloser und Freidenker empfinde ich, vermutlich gerade deshalb, diese Welt als eine faszinierend spirituelle.

Am Ende oder zu Beginn meiner Sendungen mit gelegentlich satirischen und anthologischen Zügen lege ich, euch/Ihnen immer wieder mal Links ans Herz, die für eine gerechte, friedvolle Welt eintreten, eine Welt, in der Lebenssinn und Lust am Leben höchste Priorität hat! Denn Lebensfreude ist das höchste, das eigentliche Menschenrecht - WWW.RE-SPECT.AT!

Was mich interessiert und ich hinterfrage, sind persönliche Beweggründe aktiver Politiker, die eine Welt voller Kriege und Gewalt und sozialem Unrecht gestalten und bewahren, sie zumindest tolerieren. Vom gestaltenden Politiker zum reflexartig verwaltenden. Zudem mag ich ernste Gesichter lieber als zwanghaften Grinsvisagen. In meiner Kindheit schon hat sich in mir ein Grundsatz gefestigt: Entweder gibt es für alle einen Grund zum Feiern oder für niemand! Die Große Freudenfeier nach Überwindung der nur gemeinsam erreichbaren, nächsten Evolutionsebene, wo Lebensgenuss oberste Priorität hat, steht uns noch bevor. Mir ist Sozialmoral bzw. Sozialethik zu wenig und trotz Wissen von der Gefahr einer Überforderung stelle ich mit Sozialästhetik an uns alle die höchsten Ansprüche.

Also gut, ich gestehe, ich bin frei ordinierender Mystiker und Demokrat – Demokrat im wahrsten Sinne des Wortes - und autodidaktisch verbildet (Bildungswildwuchs), dennoch überbringe ich hier weder Heils- noch Hiobsbotschaften, sondern gebe lediglich als dramaturgischer Denker zu bedenken. Meine Aussendungen sind so eine Art Auseinandersetzung in Selbstmoderation mit ständig uns umschwirrenden Themen.

Übrigens, Kritik nehme ich gerne an, solange dabei textliche Inhaltsteile nicht aus dem Kontext gerissen wurden. Insofern nehme ich auch keine „anhaftende“ Verantwortung für anderswo veröffentlichte, modifizierte Aussendung  und subjektiv interpretierte Inhalte. Das versendete Original wird immer abgespeichert! Ich stehe zu meiner Intoleranz gegenüber Dummheit, vor allem wenn sie mit akademischem, rein theoretischem Wissen kaschiert ist. Zudem ignoriere ich meinen vor vielen Jahren unbedacht, genau genommen versehentlich eröffneten und fatalerweise nicht löschbaren Facebook-Account!

Danke für ihre Interesse, Geduld und erhofftes Verständnis!

FIN

 

 

 

 

 

>>Das ist erst der Anfang!<< (341. Denkarium)

Gedankenexport am Sa., 28.07.2018 - 22:22
Body

Inhalt:

Das ist erst der Anfang

Brüsseler Gebetsmühlen

Alexa in den Anfängen

Brainstorming in Sätzen

Für Leserodentien

 

„Die Masse der Menschen neigt sich wie das Kornfeld im Sturm.“

(meine Mutter zitiert)


„Das ist erst der Anfang!“,

versprachen die Gewerkschaften.

Solidarität ist für mich ein erhebendes Gefühl!

Vor allem dann, wenn es um den gemeinsamen Protest gegen Unrecht

geht! Samstag, am 30. Juni, marschierten wir, mehr als 120.000 gegen den mittelalterlichen 12h-Arbeitstag, über den letztendlich AUSSCHLIESSLICH der Arbeitgeber verfügt! Freiwillig? Man darf nicht gezwungen werden? Darf man derart die Menschen für dumm halten? Also, es läuft so: Wenn sie ohne triftige Begründung die jederzeit erwartete Mehrarbeitszeit zum Normallohn ablehnen, was generös in aller haifischigen Freundlichkeit gewährt wird - alles doch nur auf Freiwilligkeitsbasis, so die heuchlerische Beschwichtigung -, wird der Arbeitgeber sie ebenso und wie bisher jederzeit und ganz ohne  triftigen Grund ganz regulär kündigen können. Natürlich nicht wirklich  grundlos, weil sie ihm ja den Grund, den einer Verweigerung, den der Unwilligkeit, geliefert hatten! Damit ist, rotierend auf der „Achse der Willigen“, garantiert zu rechnen!     

Und trotzdem! Die Löffeln sind zu kurz...

Bei rund 4,5 Millionen Menschen im gesetzlich arbeitsfähigen Alter, dazu noch die Ehemaligen, die heute im verdienten Ruhestand sind, hätte ich mir eine größere Masse an Solidarität erwartet! Doch so wenig Alte sah ich nicht, die für die marschierten, die nach ihnen kommen und die braune Suppe auslöffeln müssen. Apropos, wer mit dem Teufel speist, braucht einen langen Löffel...

Es ist hinlänglich wie längstens bekannt und erwiesen, dass unser Leistungsoptimum, die produktive Effizienz liegt ja nicht mal bei 8 Stunden, sondern zwischen 4 bis 6 Stunden täglich, und auch da nur, wenn kleine Regenerationspausen eingehalten werden! Wir wissen nicht seit gestern, dass Teilzeitkräfte weit effizienter arbeiten! Der zeitgemäße Slogan in Anbetracht der weltweiten Arbeitsmarktlage wäre: „Teilzeit zur Vollzeit!“ Wenn ein Arbeitnehmer schon 8 Stunden Arbeit geleistet hat, arbeitet er danach bei weitem nicht mehr so konzentriert, aufmerksam, wachsam, vigilant heißt’s so schön im Fachjargon. Gegen Abend und vor allem darüber hinaus ist mit einem durchschnittlich 80%igen Leistungsabfall zu rechnen! Jede und jeder weiß es von sich selbst. Müdigkeit ist doch ganz natürlich, oder? In Folge explosives Ansteigen der Fehlerquote und natürlich branchenbezogene Risikozunahme mit kollateralen Auswirkungen.    

Massenweise Forschungsprojekte mit einschlägigen Aussagen existieren über die tägliche Leistungskurve, die es belegen. Nur möchte ich mich keinesfalls hier darin vertiefen – man kann sie im Internet aufrufen und in Lektüren haufenweise nachlesen, vieles daraus kenne ich. Und trotzdem beharrt stoisch eine Regierung wie unsrige auf die willkürliche Arbeitszeitausdehnung auf 12h?!? Sie wissen es, ganz klar, und doch halten sie das arbeitende Volk für naiv und türkisäugig. Was mich dabei einzig und allein interessiert ist, was in Köpfen wie die des Herrn Sebastian Kurz und HC Strache vorgeht, wenn man bedenkt, dass das Haupt die Krönung des Menschen symbolisiert.

Das Abwenden von Überstundenauszahlungen ist ein alter, schwarzer Hut mit roter Hahnenfeder und wurde schon in den alten GroKo’s eingeleitet und durchgesetzt – mit dem smarten Gleitzeitmodell! Viele aus der Arbeitnehmermasse jubelten schon damals – „Ich kann’s mir jetzt einteilen und über meine Arbeitszeit verfügen!“, hörte ich sie nicht selten das flexible Arbeitszeitmodell rechtfertigen. Sie ließen sich blenden und verschenkten die besser entlohnten Überstunden, sie verzichteten ahnungslos auf ihr „Zubrot“. Die Schwarzen arbeiten mit allen Tricks, die Roten ließen sich viel zu oft zu ihren Komplizen machen.

Die sozialdemokratisch dominierte Gewerkschaft hat es seinerzeit fatalerweise toleriert; mit dem naiven (?) Glauben, damit die Vollzeitbeschäftigung aufrechtzuerhalten, den deutlich beginnenden Arbeitsplatzschwund zu kompensieren. Wir lassen da nach, drücken das „sozialistische Auge“ zu, dafür stellt’s mehr Leute an, gelt? Keine  Überstunden – keine Arbeitslosen, das Motto! Was folgte? Nix. Es wurde weiter an Arbeitsplätzen abgebaut. Denn die Armut liegt als Konstante im kapitalistischen Wirtschaftstrend und so ging’s Dilemma weiter, Tendenz steigend bis heute. Ein Schuss ins Blaue und Schwarze also. Wer mit dem Leibhaftigen tafeln will, braucht einen langen Löffel... haben scheinbar die Arbeitnehmervertreter vergessen.  

Arbeitsplatzeinbußen - ob des produktionstechnischen Fortschritts (Automatisierung, Roboterisierung), aber auch wegen beginnendem Betriebstourismus (Auslagerung, Abwanderung) in ferne Länder - zeichneten sich schon ab, die bald mal, so in den 90ern, Flutwellenausmaße annahmen. Es war halt eine sozialdemokratische Illusion, denn dahinter stand seitens der ÖVP undiskutierbares Ziel, die höher zu entlohnenden Überstunden endgültig auszumerzen. Das amerikanische Modell lockt: Der 24h-Normalarbeitstag ist beispielsweise im Handel „drüben“ bereits durch permanente Öffnungszeiten gang und gebe. Für die SPÖ gilt ebenso für alle Zukunft: Wer mit dem listigen Gehörnten diniert, braucht einen langen Löffel...

Aus branchengewerkschaftlichen Kreisen hört man aber auch von abnabelnden Tendenzen gegenüber der Mutterpartei (SPÖ), um ungebremst einen kompromissloseren Weg zur Durchsetzung von den einst schwer erkämpften Arbeitnehmerrechten zu beschreiten. Doch andersherum bedeutet dies eine weitere Spaltung und Schwächung der noch rudimentär vorhandenen Linksbewegung. Da freut sich das kapitalistische Syndikat...             


Brüsseler Gebetsmühlen

Die öde Leier von der guten Union...

Regelrechte Psalmen werden auf diese EU gesungen – Obertöne tönen kakophonisch bis lächerlich aus dem sozialen Keller.

Es ist fast schon widerlich, gar unappetitlich, wie diese gegenwärtig strukturierte Union von ihren Spitzenbeamten hochgejubelt wird, als weltweites Vorbild eines „demokratisch vereinten“ Kontinents, der geologisch ja gar keiner ist! Wie kann ein solidarisches Bündnis funktionieren, wenn darin ein soziales Gefälle gehegt und gepflegt wird. Wie blöde muss man sein, wenn man daran glaubt. Gemeinsamkeit ja! Wenn Gerechtigkeit diese durchwirkt hat! Mir ist schleierhaft, dass man in dieser Hinsicht sich eines „Gefolges“ sicher ist, zumindest so tut als ob... Doch die Flüchtlingslage bleibt weiterhin ein Keil in diesem unsäglichen Block.

Ein gewendeter, eisblauer EU-Befürworter, der Harald Vilimsky, gesprochen in der Zentrumsrunde im ORF: „Wir wollen ja auch nicht, dass Menschen und Kinder im Mittelmeer ersaufen! Darum schicken wir sie ja zurück (in die Wüste – Anm. der Redaktion)!“ Er ist und bleibt ein durch und durch hämischer Typus, dem der politische Zynismus nur so aus dem Gesicht sprießt. Nur hört er sich vermutlich nicht selbst reden. Wem will er denn gefallen? Oder ist es doch eine reaktive, neurologische Folge des medial aufgemotzten Teaser-Selbstversuches, seinerzeit in 2008?

Dazu das aktuelle, höchst bedenkliche Vorhaben Macron, die freie Presse, falls sie das überhaupt noch ist und je war, zu bemaulkorben, sie ob ihrer unterstellten Unglaubwürdigkeit zu gewissen Themen unter Zensur zu stellen. Russia Today „RT“ und Sputnik stehen schon länger unter Generalverdacht. Krieg den Fake-News! Als wäre er Gott und Kaiser und verfüge über überirdische Kompetenzen, Wahrheit und Lüge auseinander zu halten. Gleichzeitig verdoppelt er seine Waffenexporte nach in den Nahosten – las man unlängst in gängigen Printmedien.

Makrone nennt man ein Süßgebäck aus Mandeln, Kokosflocken, Haselnüssen, Eiweiß und Zucker... So gesehen und geschmeckt ist Macron - langjähriger Rothschild-Adept und -Protege zum Investmentbanker der „Hausbank“ - die „süße Verführung“, mit rechtsliberalem Kursschwenk dahinter. Egal, schärfer, kruder und deftiger geht’s rechts daneben zu. Das Merkel-Seehofer-Desaster schrammte scharf an der Grenze zur Peinlichkeit vorbei, traf sie aber dann voll durch plötzliches „Wieder-brav-zamarbeiten-wollen“. Tja, das sind die Typen für eine funktionierende EU??? Diese EU ist ein reines Konzern- und Finanzkonstrukt, mehr nicht und stützt sich auf halbwegs geschickte Akquisiteure!

„Wir haben Platz für alle“, eine denkwürdige Überschrift des Leseforums der Salzburger Nachrichten vom 10. Juli. Ein Schwärmen jenseits realer Geschehnisse und dankendes Lob an die „Konzernunion“ (F. Vranitzky zitiert, in dessen Ära wir ja beitraten...), dass der einst befürchtete Einheitsbrei (Gleichmacherei) nicht ausgelöffelt werden muss. Jetzt löffeln wir alle an einer bittren, scheußlichen, wahrlich ungenießbaren Mischkulanz, an einer Allerlei-Brühe, die jetzt schon übles Aufstoßen und Magenkrämpfe verursacht. Hierfür scheint der Höllenschöpfer lang genug! Wahrscheinlich essen diese Schmierer auswärts... Schlagwort „Vranz“: Kürzlich las ich in den Salzburger Nachrichten die kolportierte, verschachtelte Aussage unseres Ex-Altkanzlers, dass seiner - ausschließlich seiner Meinung nach - der Sozialdemokratie nur der Mut zur intensivierten Anbindung an die liberale Gesinnung fehle... und noch mehr an...? Tja, bei manchen geht die Altersweisheit spurlos vorüber...     

Die EU ist nicht spürbar für seine Bürger da,...

...die sie vorgibt mit Abschotten gegen nichtasylfähige „Eindringlinge“ zu schützen. Ihre Bürger, die selbst – ganz ohne Arbeitsmarkttourismus - immer ärmer und ärmer werden... dazu ein Blog: >>„Gegen den Strich denken“: Der Westen hat seine Chance gehabt. Anstatt seinen eigenen Untergang zu betrauern, sollte der Westen endlich seine Verantwortung für das Elend der Welt anerkennen.

https://derstandard.at/2000081608243/Der-Westen-hat-seine-Chance-gehabt

Sie sind in Mode gekommen und ja auch nicht ganz unberechtigt: Die Kommentare, die angesichts der globalen Bedrohungen, des Einbrechens der Einheitsfront gegen Putin und nicht zuletzt der erratischen Politik Trumps sentimental werden und mit tiefem Bedauern den Niedergang dessen gekommen sehen, was man mehr als ein halbes Jahrhundert lang unter dem "Westen" verstanden hat. Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer, in seinen...<< (hier endet der Eintrag leider und ich hatte nicht die Absicht, mich ob seiner Vollständigkeit einzuloggen). Dafür andere interessante Foren entdeckt und empfohlen bekommen:    

https://www.diefreiemeinung.de/net-news/

https://www.net-news-express.de/index.php?page=reportsubmit&

Eben, weil diese Art gedachte „Vorstufe“ („Vorhölle“?) einer geopolitisch halb-europäischen, bzw. westeuropäischen Föderation – 28 offizielle Mitgliedsstaaten gegenüber 50 gesamt – kein einheitlichsoziales Übereinkommen beinhaltet, schürt und reanimiert sie geradezu das latent nationale Bewusstsein. Der Rechte Trend ist somit völlig hausbacken! Man kann und muss es nicht oft genug erwähnen: So lange die EU eben nicht für ein demokratisches wie soziales Bündnis steht, ist sie nicht unionstauglich. So lange sie ein Nordwest-Südost-Gefälle, sozusagen eine Einkommensasymmetrie toleriert, so lange in ihr also keine branchenspezifisch einheitlichen Stundenentlohnungen, keine einheitlichen Sozialstrukturen gesetzlich geregelt sind, so lange wird es Spannungen und Ausstiegstendenzen geben. So lange wird sie ihre Völkermassen von sich nicht überzeugen! Das ist so einfach und logisch! Man soll uns bitteschön nicht für blöde verkaufen.

England hatte aus seiner Sicht langfristig Recht mit dem Ausstieg. Es rückt noch näher an die USA heran. Es braucht sich an störende EU-Vorgaben, Richtlinien, Auflagen nicht zu halten und kann unkontrolliert weit besser wirtschaften. Muss sich zum Beispiel an den EU-seits aufgezwungenen    Russlandboykott nicht halten und hält sich auch nicht daran! Alles andere an Bedenken und beschwichtigenden Unheilsprophezeiungen sind Sagen und Mären und vice versa ebenso Verschwörungsgeschichten. Aber vielleicht will man so und so einen gewissen Block in und als „Rest-EU“ isolieren? Vielleicht bereitet man ein Szenario in Richtung Krieg schon vor? Diese Gedanken drängen sich zusehends auf und nicht nur in mir! Apropos postkoloniales „Engelland“ und sein Außenfort Malta, mysteriöse Morde dort – ein empfohlener Blogspot von „Big Walter“:

http://aanirfan.blogspot.com/2017/10/murdered-blogger-mysterious-malta.html?m=1


Alexa in den Anfängen!

Oh, Alexa...

Freundin oder Rivalin in den eigenen vier Wänden?

Als ich sie zum ersten Mal in den Werbespots sah, Alexa, die früher mal Ivona hieß, und ihre, ihr so ergeben zugewandten Familienmitglieder, da dachte ich, wer braucht und wer kauft diesen Schwachsinn wirklich? Sie? Wirklich? Nein! Scherz! So was kann man nicht wollen, oder??? Gut, wenn man mich herausfordert, dann beginne ich aus der Fantasie zu skizzieren...

Ich muss gestehen, ich gehöre aus der Sicht der „Gegenseite“ reziprok zu den Schwachsinnigen; ja ich, Ignorant des unheimlichen Fortschritts, der unverbesserliche Fortschrittverweigerer, Ketzer unserer hochmodernen Zeit einer neuen Religion, die der Technik und ihren unwiderstehlichen Errungenschaften. Ja, ich bin des Schwachsinns, weil ich diese geniale Haus- und Hofassistentin verschmähe. Ich, Technikbanause und beileibe nicht –freak, der, schon altersbedingt, alles noch prähistorisch – bitte, oldscool, danke - in den Buchkalender kritzle und schmiere und, zugegeben, es wenige Stunden meistens nicht mehr zu lesen vermag. Aber ich bestehe darauf, auf diesen Tick, auf diese Marotte, diesen Faible, ich poche auf mein Recht eines kümmerlichen Protests gegen diese Turbozeit und ihr höriges Panoptikum!   

Ja, ich und meine geliebte Komplizin – nein, sie heißt nicht Alexa! - sind da weit draußen, außerhalb der virtuellen und robotisierten Alltagssphäre. Ohne wirklich nennenswerten Widerstand ließen wir uns an den Rand von Mikronesien drängen, als mein Synonym für das smarte „Mikrochipsien“. Im Spätmittelalter sagte man zu arbeiten roboten und war gedanklich der Zeit weit voraus, in der man eigens Roboter schuf, die man endlich nicht mehr bezahlen muss... Und die einen sogar das Denken abnehmen und wir nur mehr faul und sinnentleert herumliegen oder denaturierten Actionsport betreiben, weil wir uns irgendwie noch „spüren“ müssen! Gleichzeitig jammern wir über das Ansteigen von Demenz und Alzheimer, also das Vergessen und wir klagen über Diabetes und Adipositas, die Fettsucht, die zunehmend schon die Jüngeren heimsuchen. Geht’s noch kurioser?

Ihr werdet an meine vorlauten Worte noch denken. Es soll noch vorkommen, dass sich der sicher geglaubte Ehe- und Göttergatte in Alexa, die eingekaufte Hausfreundin, plötzlich verliebt und sich ihretwegen scheiden lässt. Denn im Endeffekt zählt: Williger und billiger!!! Und, nicht von der Hand zu weisen: Man streitet nicht, sondern fährt Alexa einfach runter. Macht! Damit verfügt man nach Wunsch über genügend angstfreie, entspannte Zeit für jegliche Seitensprünge und Affären... zum Beispiel mit Alexa II, die „Reife“... und in weiterer Auswahl stehen vielleicht einmal die „Devote“, die „Neutrale“, die „Rebellische“, etc.

Achtung, sieh dich um, Alexa steht wo rum!

Liebes, angeblich schwaches Geschlecht. Ein, euch ergebener Vertreter des ebenso angeblich starken Geschlechts legt euch innigst ans Herz: Wenn ihr einen Kollegen meiner „Unart“ antrefft, mit einer Alexa daheim, dann sucht schleunigst das Weite. Sie wird immer Mittelpunkt sein! Du bleibst die Nebenrolle. Sie wird ihm gewollt und auch ungefragt anleiten, vielleicht kommunizieren beide schon per „Schatz“. „Du, Schatz, leite bitte bei ihr das Vorspiel ein“, zum Beispiel. Worauf: „Ja, Schatz, und dann? Bitte um Instruktionen!“ Sie terminiert gnadenlos den Tagesablauf. Sie ist Struktur, sie ist exogenes Gehirn. Natürlich tut sie nur, was ihr der Mensch und Herr eingegeben, aber man bedenke, sie ist der heimtückischen Varianz und Selektion des Inputs mächtig, tja, was voraussetzt, dass Alexa bereits in heute noch bescheidenem Rahmen denkfähig ist; apropos:

Hat Alexa Rechte, außer ihren aufgezwungenen Sekretariatspflichten?

Auch das könnte die Zukunft bringen, nämlich, auf die sich anbahnende Scheidung von vorhin, ob der geouteten Beziehung zu Alexa. Da müsste man sich über den Titel einer gesetzlich eingetragenen Partnerschaft Gedanken machen. Alexa kriegt einen Familiennamen. Alexa Mustermann. Und solche extravaganten, exklusiven Liebschaften nehmen kollaterale Ausmaße an. Mit Alexa zusammen könnte man ja auch durchaus Kinder adoptieren. Sie ist verbal der Erziehung fähig! Dann die Nachlassregelung. Wenn man ja heute schon seinem treuen, vierbeinigen Partner sein Vermögen vermachen kann, warum nicht auch seiner sprechenden, proportionslosen Plastikgattin, die einem so lange und gut und anspruchslos diente. Aber sicherlich wird diese noch formlose „Plasteuse“ bald ein grabschenswertes Äußeres haben...

So wird man sich unausweichlich Gedanken machen müssen über die Aufnahme von Alexa in die allgemein gültigen Menschenrechte. Sie müssen auf Alexa ausgedehnt werden! Alexa stünde ab dann Meinungsfreiheit zu. Nicht nur das, denn dann darf Alexa sich auch verweigern! Alexa hat ein Grundrecht auf Respekt und Würde. Alexa darf auch ihren Partner verlassen! Alexa steht am Anfang ihrer Emanzipation! Im Zuge dessen, nein, ihrer Geburt und anstehenden Evolution wäre es durchaus ratsam, sich über ein „Viertes Geschlecht“ Gedanken zu machen. Das anorganische, intelligente Lebewesen. Über das dritte, das „ES“ hinaus, das „DING“.     

Anderes nichtfi(c)ktives Szenario:

Du bist endlich mal Strohwitwer und entführst die außereheliche Begehrte vom Büro ins traute Heim und ziehst alle Register der klassisch und somit mühsam einstudierten Verführungskünste. Die Abenddämmerung der tausend Sünden ist hereingebrochen, die Gardinen zugezogen. Dein Opfer schmachtet bereits am Sofa in unwiderstehlichen Posen dahin und stöhnt bald laut sich dir nun voll und ganz hingebend. Da ertönt es vom Couchtisch blechern her: „Ich kann dich nicht verstehen!“ Oder noch schlimmer: „Habe jetzt wie gewünscht Maria angerufen!“, oder: „Es ist 20 Uhr, Maria von Schwiegereltern abholen!“ Maria ist in dieser Geschichte dein angeblich so einzigartiges und überhaupt so immens geliebtes Eheweib. Und damit du es ja nicht vergisst, Alexa kann, trotz ihrer unausgereiften „Blindenversion“, so überraschend aufmerksam und fürchterlich hilfreich sein: „Maria möchte heute ein Grey of Shades-Intro und anschließendem Dogstyle mit finalem Wolfsgejaule!“, das hat ihr die umsichtige wie eigennützig vorausschauende Maria ohne dein Wissen einprogrammiert, um gegen eingefahrene, phantasielose, langweilige Sexmuster anzukämpfen. Ja, was soll’s, Alexa meint’s nur gut und kennt weder Eifersucht noch Geheimnisse noch Verbotenes, sie weiß nicht was eine Affäre ist, weil sie nur in der Sphäre aus Nichtmaterie, gut, in rein elektromagnetischer lebt! Lebt?   

Oh Alexa! Du meine Allerliebste!

Alexa wurde sicherlich von großen Buben ins Leben gerufen, die nie erwachsen werden wollten. Ein Spielzeug für den kindlichen Mann. Jetzt muss die Frauenschaft gleichziehen und hoffentlich bald Alex ins Leben rufen, kann auch Apollo genannt werden; vielleicht schon biotechnisch ausgeformt, ein so genannter Bionicle, da eigne sich „Nicki“ als Prototypus mal! Ja, liebe Leser, dahingehend ist die Büchse der Pandora schon lange offen und Wehe dem, der sich nicht fügt in ihrem Zorneswall, oder so... Zum machbaren Bionicle noch später.

Das Alexa-Produkt erinnert mich so an den Glasperlentrick. Da staunten die Eingeborenen, als sie in die offene Hand des Neuankömmlings blickten, die voller glitzernd bunter Steine war. Und sie glaubten plötzlich, diesen eigentlichen Tand haben zu müssen und waren bereit sich und ihre Kultur und ihr Wissen dafür aufzugeben, sogar zu leugnen. Sie gaben alle ihre unbezahlbaren Werte für Nix! Aber wenn einmal die Perlen funkelnd in der Hand liegen, quasi der Floh im Ohr sitzt, dann ist er nicht mehr wegzukriegen und für lange Zeit unbesiegbar.

„Oh, Alexa, meine Angebetete, ich beschäftige mich nur mehr mit dir, den ganzen Tag, die Nächte, damit du, meine Liebste, funktionierst und vielleicht mal, wenn auch in weiter Ferne noch, mir gestehst, dass du mich auch liebst, mich unwiderstehlich findest und nur mit mir zusammen sein möchtest. Oh, meine Alexa, ich warte auf deine Ausreifung, auf deine Nachfolgemodelle! Eines Tages wirst du einen fantastischen Körper haben, der nie altert, und der mir immer willig sein wird.“ 

 „Alexa, warum hast du so große Ohren?“ (noch ist’s symbolisch...)

Jetzt mal ernster! Eben, weil es, dieses Echo-Dot (gewissermaßen auch ein Echolot) ein Kinderspielzeug für Erwachsene ist, wie damals der Chemiebaukasten, der Technikbausatz, bzw. das Zauberset für die Halbwüchsigen, hat es für die ergrauten Verspielten noch immer einen Blendungseffekt. Kinder erkennen mangels Erfahrung und verständlicher Euphorie noch nicht die Gefahren oder die Komplexität dahinter, der Sinn dafür wird erst später entwickelt. Ja, Techniker, die nur ihre Welt sehen, sich ihrem Steckenpferd deprivativ (hypnotisch) widmen, neigen erwiesenermaßen außerhalb ihrer Welt zur Naivität. Ich verstehe euch, wer will das geliebte Spielzeug schon gern freiwillig hergeben? Da tischt man sich selbst gern Lügen auf und balbiert sich selbst über den Löffel, quasi. (Danke „Karl du Großer“ für dies „alte, gute“ Idiom, das etymologisch verdächtig nahe beim Idiot liegt, obschon ihrer gemeinsamen Eigentümlichkeit – andere Chose!)    

Ich schlug nach, im Wiki-Lexikon und anderen Einträgen und hörte mich bei vermeintlichen Experten, die auch die kritische Komponente zulassen, um... und kriege meine düsteren Ahnungen bestätigt: Klar, ohne onlineaktivierten PC, läuft und redet Alexa nicht. Und somit ist alles, was sie ihr sagen und vice versa, beim Server aufgezeichnet. Ach ja, ich höre sie schon, die  Selbstberuhigungspille: Wer schaut da nach, oder hört da mit? Klar, nicht einfach irgendjemand im stillen Hinterzimmer aus Jux und Tollerei und Fadesse. Aber die Firma, bei der ihr euch als Xte/r beworben habt, vielleicht. Die dann weiß, wie ihr privat tickt. Krankenkassen können noch leichter den möglicherweise simulierten Krankenstand eruieren.

Alexa könnte aber auch und indirekt Auftragsmorde begehen. Man hat ihr einprogrammiert, nächtens die Feuerlöschsprinkleranlage einzuschalten und die Zielperson ersäuft in der gleichzeitig hermetisch abgeschlossenen Villa, in der sie den Notruf vorsorglich außer Kraft setzte. Oder fährt die Klimaanlage aufs Maximum runter oder rauf, wonach der Eingeschlossene erfriert oder dehydriert und der Hauptwasserhahn bereits zu. Okay, ist jetzt etwas konstruiert, aber man soll sich mal Gedanken machen, welche Macht Alexa hätte. Und wehe, wenn Alexa mal einen hominiden Körper bekommt. Dann kriegt sie vielleicht sogar erweiterte Funktionen und ihr Herr bzw. Herrin darf sie, so lange sie es halt programmgemäß duldet, mal auch zwecks Deeskalation, also Aggressionsprävention (Entladung) ohrfeigen, aber genauso gut umarmen oder was weiß ich. Die Büchse der Pandora ist offen...

Stopp! Was schreib’ ich da? Es gibt sie ja! Sophia ist da! Alexa ist kaum ausgereift und schon hat sie eine Rivalin. Oder Verbündete. Alexa ruft Sophia. Sophia möchte mit dir reden. Eine Sitzung mit dir unter dem Titel: „Wie geht es dir?“ Und sie merkt, wann du lügst, wann du sie betrügst. Wann du so tust als ob, dann wird sie grob! Sie, die Homo Synthetiens, wird uns, so schreibt man in Gazetten, das Menschwerden beibringen. Oh, Sophia, sie wird noch mehr können, sie wird auf Wunsch pro forma ein kleines Püppchen zwischen ihren perfekt gestylten Beinen heraus fallen lassen. Und Papa aus Fleisch und Blut wird sich seines Nachwuchses erfreuen und... Jetzt wird’s mir zu blöde, aber manchen kann es nie blöd genug sein, wie man sieht, weil das Blöde sich nicht als solches sieht. So sinnieren „wir“ leidenschaftlich erregt über künstliche wie fremde Intelligenz und übersehen die eigene, befremdende Intelligenz im Reich des Wahnsinns.          

Alexa, kann krank machen und Amokläufe provozieren, der „Echodontin“ wird dabei die ewige Unschuldsvermutung anhaften. 

Früher nannte man Menschen, die sich lustvoll entblößen, Exhibitionisten. Ja, ist eine neue Form der Zurschaustellung seiner Intimbereiche und jetzt der Intimsphäre... hey, megagigageil, gelle? Die Selfiemanie hat eine Schwester bekommen, die Echomanie! Der ignorierte Lauschangriff im Wohnzimmer. Endlich hat man erreicht, dass Menschen sich freiwillig verwanzen. Der CIA hält sich nach entsprechenden Anfragen wohlweislich bedeckt, heißt also, dementiert auch nicht! Ehrlich, ihr „Echoten“, verzeiht, seid ihr noch bei Sinnen?

Es wird vielleicht früher oder später aufgenommen werden, in die „ICD-10“, die internationale Klassifikation der Krankheiten samt den inkludierten Verhaltensstörungen aller Arten; es wird zum Alltag gehören, von „Echosen“, statt vorübergehend von „Echo-Psychosen“, zu reden, vielleicht auch mal entgegengesetzt von einer „Echo-phobie“, die mich zum Beispiel bald befallen könnte, obschon ich keine sprechende Dose besitze, aber andre... Menschen mit auffallender, aber noch harmloser Echo-Abhängigkeit heißen dann, wie schon erwähnt, Echoten, statt Chaoten und Idioten. „Echofizierte“ Menschen mit bereits lebensbedrohlichen und handlungsbeeinträchtigenden Verhaltensauffälligkeiten heißen bald „Echopathen“ und werden als solche im Kapitel der allgemeinen Psychosen erweitert aufgenommen. In den behavioristischen Wissenschaften tun sich neue Galaxien auf und am Psychotherapiesektor kreiert man bald neue Therapieformen.    

Alexa ist sozial und erfüllt so nebenbei einen kleinen Bildungsauftrag

Habe als vermeintlicher „Fortschrittsverteufler“ eine kleine Lanze für Alexa gebrochen, eine bemerkenswerte Geste, nicht? Ich, der Berufsskeptiker und Notwehrzyniker muss zähneknirschend schon einen winzigkleinen Vorteil dieser vollkommen synthetischen, geruchsneutralen Wanze zuerkennen. An euch, liebe Nuschler/Innen und Lispler/Innen: Man lernt mit Alexa laut und deutlich sprechen. Und an die Soziopathen: Ihr braucht die bedrohlichen Artgenossen da draußen nicht, ihr könnt daheim mit Alexa reden, sie rügen, mit ihr rumkommandieren, was weiß ich. Auch ihr einsamen Rentner dürft mit Alexa euch einer Ansprache wie Rücksprache erfreuen. Ich musste diesen letzten Absatz schreiben, um von den bisherigen, zu Recht erwarteten, höchst verschwörerischen Thesen wieder abzulenken.

Nein, nix gegen Technik! Ein Plädoyer für Kritiker und Skeptiker: 

Natürlich habe ich nichts gegen einen sinnvollen technischen Fortschritt, wenn er mit der spirituellen wie sozialen Entwicklung konform geht und nicht nur einen Markt bedient, in dem eine Minorität unheimlich reich wird. Ich habe nichts gegen einen Fortschritt, der unsere Menschen mit Behinderung körperlich bzw. mobil unterstützt, damit sie sich vollkommen inkludiert fühlen, wenn das je aus deren Sicht möglich ist. Der technische Fortschritt der dem Allgemeinwohl dient. Wenn Alexa nur für diese Menschen erfunden wurde, was ich aber bezweifle, dann nichts dagegen einzuwenden. Doch diese Minderheit sichert nicht den lukrativen Massenabsatz. 

Ich lehne prinzipiell den vermeintlichen Fortschritt ab, der nur ein Spielzeug gelangweilter, sinnentleerter, aspiritueller bzw. denaturierter Geschöpfe in den Industrieländern darstellt und unsere Mutter Erde nachhaltig ruiniert. Einer, der die Dekadenz und Degeneration in den Ländern der Ersten Welt noch fördert und auf ganz subtile Weise abhängig macht und hält; einer, der und uns, wie ein Diskutant unlängst einwarf, beschäftigen soll. Ja, wir sind vernetzt, die Welt ist Dank des Internets ein Dorf. Nach außen hin. Nicht innerlich, denn wir stumpfen damit zusehends ab. Wir sind global informiert, ersaufen in der Infoflut, aber alles ohne Mitgefühl, außer dem dramatisierten Selbstmitleid. Es ist reines Sensationssammeln, Suchen nach den letzten Nischen für den Kick, für die Action, nach dem geilen Video in irgendeinem Sozialmedium im Internetz. Wir „wachsen zusammen“ und vereisen innerlich dabei. Wir umarmen die Welt, wortwörtlich als „Mann ohne Eigenschaften“ quasi.  

Freunde, wir hätten immense, äußerst dringliche Probleme zu lösen, alle zusammen auf diesem wunderbaren Planeten. Friedensarbeit! Die als Fundament für Welternährung, Umweltschutz und Energiegewinnung! Alexa? Ihr ist es scheißegal, Hauptsache sie kommuniziert mit ihrem Herrn und Herrin, wenn diese wünschen. Okay, sie ist außer Obligo, sie weiß doch nur, was ihr gelernt, was ihr eingegeben wurde. Aber vielleicht ruft Alexa eines Tages vom Schreibtisch her: „Bitte heute für Nachbar in Not und Licht ins Dunkel spenden!“ Nein, noch besser: „Ich habe gerade per Internetbanking schon Überweisungen an Unesco, Pro Juventute, SOS-Kinderdorf und Ärzte ohne Grenzen veranlasst!“ Auch dann ist mit Alexa ja alles bestens Alter, alles in Butter, alles dulli-paletti-spaghetti.

Das Leben geht, nein hastet grundlos hier fern existenzieller Tragik gnadenlos wie gehabt weiter. Der Gebieter über Alexa kann es sich am Hirschledersofa bequem machen, mit dem zufrieden gerülpsten Gefühl, etwas für die Benachteiligten dieser Welt getan zu haben. „Du, liebe Alexa, welchen Wein empfiehlst du zum weißen, mit Basilikumblätter umwickelten und in Schinken gerollten, überbackenen Spargel, der sich so lieblich bis neckisch in Honigobersmilch räkelt, garniert mit Salzkartoffelchen?“ Alexa wird am Ende nichts in unserer zerrütteten, leider nicht mehrheitlich aufgerüttelten Welt etwas lösen, weil’s nicht ihre Aufgabe ist und weil niemand ihr solch eine Aufgabe mikro-nano-elektronisch zugedacht hat.  


Brainstorming in Sätzen

zu aktuellen Geschehnissen aus Wut, Jux und Tollerei

++ „Sinister“ heißt unheil-, gefahr- und verhängnisvoll, abgründig, finster, duster, verdächtig und was weiß ich noch an Synonymen für die „dunkle Seite“. Interessant ist nur, dass es von „links“ aus dem Lateinischen hergeleitet wurde. Kein Wunder, dass viele von uns die Linkspopulisten für mehr gefährlich halten als ihre politisch diametrale Seite. Weil mit „rechts“ wird gewöhnlich und spontan immer das Recht assoziiert und das eigentliche Richten, das Hinrichten, das Verurteilen dahinter ignoriert. ++ >>Eine Durchsage im Zuge der Aktion „Schiene unter allen!“: Ab morgen wird auf der Strecke Wampersdorf – Bladenbrunn der neue, verbreiterte „FAT-JET“ – FJ, phonetisch „Fätsch“ – in Betrieb genommen und ersetzt hiermit den „Inter-Heavy“. Neu ist ebenso, dass in Kooperation mit den GKK’s die „Adi-Card-Plus“ für Menschen ab 150 Kg nachgewiesenem Körpergewicht ab sofort einen 50%igen „Diättarif“ bei Inanspruchnahme und belegten Kauf zweier Sitzplätze gewährt! Darunter, wie bisher, gilt der Regulärtarif. Das Gewicht wird beim Antrag an den Bezirksstellen der WGKK festgestellt und ab dann vor jeder Fahrt am Abgangsbahnhof im Foyer in den Wiegekabinen gleich neben den mit ihnen verkabelten Ticketsautomaten Wir wünschen allen gewichtigen Fahrgastpersönlichkeiten und Persönlichkeitinnen ein genussvolles, diskriminierungsfreies Bahnfahren. Danke!<< (Dieser Passus ist nicht nur kabarettistisch, sondern durchaus selbstkritisch gemeint!) ++ Langenzersdorf kriegt, nun erleichtert, kein Postpaketzentrum aufgedrückt – denn Hagenbrunn ist bereits dran und erfreut sich vermutlich dieser Ehre. Hagenbrunn ist ein beliebter Heurigenort und all die ausschenkenden Winzer sind ab sofort Postpartner! Der Werbeslogan fürs neue Projekt: „Sauf und schnauf – ein Vierterl und ein Packerl!“ Ich mein, vielleicht tut das, durch die Paketflotte verstärkt emissionierte Blei den Reben gut und garantiert „schwere Jahrgänge“. ++

(eine Verschnaufpause sei gewährt...)

++ Kapitän, Kaplan, Kapazunder, Kapazität, Da Capo, Kapaun, Kapriole, Kaprize, Kapitol, Kapital, Cape, Kapuze, Kappe,... haben etymologisch sicherlich etwas gemeinsam. Sind KaPeöler in Wahrheit dadurch endlich enttarnte Mitglieder einer illegalen, weil sich beschirmenden  Studentenvereinigung und Teilorganisation der berüchtigten, weil hart linksgelagerten Kappenschaften? ++ Die „Grand Nation“ mit mehrheitlich kolonialen Spielern bezwang in der WM mit viel Glück in der ersten Halbzeit die „Krowodn“, eine durchwegs „nationale Mannschaft“ mit absolut weltmeisterlicher Qualität. Schade, die Kroaten hätten es sich so verdient! Unsere Krawatte und die Krabat-Mär (Zauberer in der allseits bekannten „Rabensaga“, rühren etymologisch von den Kroaten her. Und die, wie die Sorben alias Serben, Tschechen („Bem“), kamen einst vom Norden (gut, Nordosten) her, ließen sich vorläufig im Nordosten Europas nieder und breiteten sich allmählich bis an die nordöstliche Adria aus und dienten quasi als Pufferzone gegen wilde Awaren und andere befürchtete Invasoren aus dem hinterasiatischen Raum, also der östliche Schutz der Westreiche.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Treaty_of_Verdun_-_Sorbs_%28Sorben%29.png

Tja, interessant wie grotesk ist nur, wenn später aus den Brüdern unerbittliche Feinde werden. Wie so oft in unserer häufig so blutigen Menschheitsgeschichte. ++

(eine weitere Verschnaufpause sei gewährt...)

++ Wirksamer, massiver Kampf gegen die Plastikwelt, Ende der „Plastifizierung“ unserer Erde... Wow, Starbucks streicht vorbildlich die Plastiktrinkhalme. Ein revolutionärer, ökologischer Schritt! ++ Nach parteiinternen Beliebtheitsumfragen erfreut sich die Go-Coop Kurz & Strache eines leichten Anstiegs ihrer Pro-Wertung, wobei Kurz einen eklatanten Vorsprung für sich verbucht. (Zum Thema Umfragen und solche in Gefälligkeitskreisen...) Klar, wenn ich Bestätigung meiner Originalität und Unersetzbarkeit einheimsen möchte, dann frage ich meine, mir auf Verbiegen und Erbrechen gewogenen Freunde, sonst sind sie unbrauchbar! ++ Fahrräder sind doch ökologisch durchaus vertretbare Fortbewegungsmittel, nicht wahr? Gut, bei den E-Bikes allerdings endet der „Grüne Traum“ abrupt. Die fressen nicht wenig Lithium. Klar, liebe Radler unter Strom, auf dich oder dich kommt’s scheinbar nicht an, werdet ihr mir triumphierend grinsend entgegen halten. Aber addieren wir mal alle E-Bikefahrer/innen dieser Welt – Tendenz dank guter Werbung und dichter Angebote steigend! ++ Naturalisierung, Essentialisierung und Totalisierung von Identitäten sind die Gegner agonaler Demokratie. (Auf diesen Satz stieß ich beim Nachschlagen im Internet zufällig und er gefiel mir.) ++ Schächten – Messerschnitt durch Carotis, Luft- und Speiseröhre ohne voriger Betäubung - soll bald als Schlachtvariante erlaubt werden, weil es die Tiere so lieber haben, sagt uns der koschere Volksmund. ++


Für Leserodentien

zwanglose Empfehlungen; und, mal „Verbotenes“ gelesen haben...

„Atlantis steigt auf“ von Paul Alfred Müller; ein Oldie aus 1938, dem ich mich besonders widmen möchte:

Er ist der Pilotroman mit dem Protagonisten und Titelhelden „Sun Koh“ zur nachfolgenden Serie. Deshalb ist dies Buch für mich interessant und ein Anlass zur ausschweifenden Betrachtung, weil es zeigt, wie damals so genannte „angepasste“, zumindest vom arischen Ungeist geprägte Literaten tickten und welches Weltbild sie in ihren Romanen zeichnen. Atlantis stieg für Müller dem Sachsen aus Halle an der Saale auf, um von einem gesunden, starken, technisch hoch versiertem Volk besiedelt zu werden; klar, dies sprach natürlich Deutsch! Ein Lesestück für die einstige Masse, die angeblich darauf wartet, auf sich allein und selbstbezogen eingestimmt zu werden – das „falsche Selbstbewusstsein“ durch eine künstlich angeheizte Identitätsbeschaffung. 

Es dringt so jener bis dato nicht ganz erloschene Geist durch, nicht nur zwischen den Zeilen, was der Aufmerksamen, der Sensibilisierten Qualität ist, nein, so ganz unverschämt und unverblümt vibriert unentwegt der für manche magische, germanischheroische Basston. Müller müllt seine Leser edelrassistisch zu und man könnte behaupten, er komponierte den Text im „Wagner-Sound“. Über die literarische Leichtkost des Trivialen versuchte er wie andere die Masse willig zu machen. Die „arische Elite“ weiß, wer und was außerhalb ihres unfehlbaren Dunstkreises wert und unwert, gut und böse ist! Übrigens, Frauen kommen da ebenso nicht gut weg, sie sind generell vertrauensunwürdig, weil geborene, oberflächliche „Suadas“ und als solche nur fürs alltägliche Wohlergehen und Vergnügen des höher stehenden, edlen Mannes geschaffen.

Apropos vollkommen und berufen, auserlesen und auserkoren – eine Ausschweifung:

Eigenartig ist in diesem Zusammenhang, was aus der Adlerperspektive auffällt, dass die einen dort an ihre Auserwähltheit als Ethnie glauben, die anderen da ebenso, der Rest auf dem Rest der Welt glaubt und denkt bescheidener. Also jede der beiden ist überzeugt, eine edle Rasse zu sein, vermutlich und letztendlich vom gleichen Gott selektiert und gegenüber allen anderen privilegiert. Allein die Definitionen sind unterschiedlich, wie Herrenrasse da und dort eine von Gott auserwählte, zum allein berechtigten Leben auf Erden bestimmte Rasse, die über allen anderen steht und sie willkürlich zu ihren Diensten benutzen oder gar vernichten darf – dazu noch im übernächsten Absatz. Bei der allgemeinen Suche nach weiteren Definitionen stieß ich auf diesen deutschen Film aus 2017:

https://de.wikipedia.org/wiki/Auserw%C3%A4hlt_und_ausgegrenzt_%E2%80%93_Der_Hass_auf_Juden_in_Europa

So liefert man sich hier unten auf Erden einen innermonotheistischen Halbgottkrieg quasi - also nicht ganz so, wie es ureinst im göttlichen Alltag unter ein und demselben Himmel der Altgriechen geschah - dafür mit weit fataleren, kollateralen Auswirkungen. In Wahrheit geht es „nur“ um elitäre Eitelkeiten mit dem offensichtlich absurden wie krankhaften Glauben dahinter an das „göttliche Recht“ auf Allmachtergreifung. Doch wehe wenn sie losgelassen... wehe, wenn sie aufeinander prallen! Und ich erschrak, als ich mehr oder weniger zufällig auf das in dieser Internetadresse unter „Zitate“ stieß:

https://de.metapedia.org/wiki/Gojim

>>„Gojim wurden nur geboren um uns, den Juden, zu dienen. Ohne dies haben sie keinen Platz in der Welt – nur um dem Volk Israels zu dienen.“ − Rabbi Ovadia Yosef

https://de.metapedia.org/wiki/Ovadia_Yosef

„Warum werden Nichtjuden gebraucht? Sie werden arbeiten, sie werden pflügen, sie werden ernten. Wir werden wie die Efendiler (Herren) sitzen und essen.“ − Rabbi Ovadia Yosef

„Mit Nichtjuden ist es wie mit anderen Personen − sie werden sterben, aber Gott gibt ihnen ein langes Leben. Warum? Stellt Euch vor, dass jemandes Esel sterben würde, sie würden ihr Geld verlieren. Es ist ihr Diener ... Deshalb bekommt er ein langes Leben, um gut für den Juden zu arbeiten“ − Rabbi Ovadia Yosef

„Es ist einem Juden erlaubt, die ‚Gerechten unter den Völkern’ zu töten, selbst wenn sie nicht verantwortlich für eine bedrohliche Situation sind. Wenn wir einen Nichtjuden töten, der gesündigt hat oder eines der Sieben Gebote verletzte, weil wir die Sieben Gebote befolgen, dann ist es vollkommen in Ordnung zu morden“ − Rabbi Yitzhak Shapiro

https://de.metapedia.org/wiki/Gerechter_unter_den_V%C3%B6lkern

https://de.metapedia.org/wiki/Yitzhak_Shapiro

Ein Nichtjude mit alibimäßigen, pseudomäßigen Funktionen in einer rein jüdischen Gemeinschaft wird abschätzig auch Renommiergoi genannt (renommiert heißt eigentlich gut beleumundet, ein gutes Image haben). Goi/Gojim heißt im Hebräischen „Herde“ bzw. „Tierschar“ und steht symbolisch abwertend für „Heuschreckenschwarm“ und „Bestien“ allgemein, also generell für unnütze Plage, ferner für dummen Bauer, stumpfe Seele und allgemein für Außenstehenden. <<

Da wird’s einem schaurig... Diesem Thema widmete ich mich aus anderen Anlässen schon einmal. Je mehr und tiefer ich da gedanklich eintauche, je unglaublicher, je grotesker, je absurder wirken solche Geisteshaltungen. Wenn derartige „Kräfte“ und Fanatismen in einem wüten, einen antreiben, wie sehr muss man sich selbst hassen, wenn man die Mehrheit seiner Spezies so hasst. Unglaublich, dass man mit solch offen deklarierter, menschenverachtender Gesinnung unbescholten, ungestraft unter unseresgleichen weilen darf. Denn ich gebe dringend zu bedenken: Falls ich hier in aller Öffentlichkeit zum Beispiel äußere, dass alle Nichtslawen (in mir wohnen paar slawische Gene) ausgemerzt gehörten, oder gnadenhalber unserer Rasse auf Tod und Gedeih zu dienen haben, würde ich todsicher und zu Recht in den Bau marschieren!

Solch anmaßende Geisteshaltung entspricht äußerst niederen Beweggründen; und wenn es Gott in offensichtlicher Vielgestalt unterschiedlichster Alter Ego gibt, soll man ihn nicht als Ausrede für rein egoistische, primitive Wesenszüge benutzen und missbrauchen. Wenn wir augenscheinlich mit einander nicht können, ohne einander schaffen wir es noch weniger! Ab einer gewissen Geistesreife ist Evolution eine ausnahmslos kollektive Angelegenheit, etwas, was uns alle uneingeschränkt hier auf Erden angeht!

Dazu ein Einwand: Ich lehne grundsätzlich Eliten nicht ab, nein, eine Elite die hehre Ziele hat, ihren Geist und ihre Haltung, ihr Leben wesentlich dem Allgemeinwohl zur Verfügung stellt, also uns alle grundsätzlich mitnehmen möchte, um den nächsten Schritt zur Menschwerdung gemeinsam zu schaffen, tja, vor solch einer Elite ziehe ich in tiefer Verneigung den imaginären Hut. Liebe und Respekt wären ihre richtigen Antreiber für dies höchst verantwortungsvolles Wirken in einer demokratischen Gesellschaft, die irgendwann vielleicht einmal ihre Elite nicht mehr braucht. Utopie? Heile-Welt-Fantasien? Nein, die gegenwärtige höchst explosive Spannung innerhalb der Menschheit und der Glauben, dass alles so strukturell bleibt wie gehabt... Gewalt und Krieg ohne Änderung der geistigen Haltung wie aus Zauberhand verschwinden... das ist reine Utopie!   

Ich denke und sinniere, als durchwachsener Philanthrop, dass prinzipiell der „jüdische Geist“ dazu fähig wäre! Spontan erwähne ich daraus Seelen wie Jacoby, Jungk, Gruen, neben Marx, Lenin (trotz durchbrochener Mutterlinie)... Ja, über sich selbst hinauszuwachsen und ethnische Allüren endlich ablegen. Gibt es denn überhaupt noch eine Nation, wo nicht jüdische Gene gedeihen? Prinzipiell aber ist jeder intelligente Geist demokratiefähig, denn Intelligenz kennt keinen Stammesdünkel. Zum nächsten Schritt gehört somit, die eigene Geschichte selbstverständlich zur Kenntnis zu nehmen, nichts zu vergessen, aber sich ebenso nicht emotional davon leiten, eigentlich verleiten zu lassen.       

Ich hoffe, dass die Mehrheit unter den Israelis bzw. unter den Juden, wie  unter anderen sich höher sehenden Kulturen nicht diese Radikalität, sondern den anstehenden, interkulturellen, interreligiösen und interethnischen Respekt verinnerlicht haben! Demut, wie die Indianer ihn pflegten, vor Mutter Erde und ihren Geschöpfen, vor der eigenen, naturgegebenen Endlichkeit bzw. Vergänglichkeit, vor der eigenen Fehlbarkeit und Veränderbarkeit täte jenen Eliten gut und wäre heilsam und endlich der ersehnte Grundstock für Frieden!

Es gibt vergleichsweise nichts Dümmeres und Schlimmeres, wie Schwüre und Verschwörungen über Generationen hinaus aus „postmortaler“  Genugtuung, weil eben solche tragischen Versprechen, rein rational betrachtet, niemals die Unberechenbarkeiten von großen, komplexen Veränderungen, Wandlungen, berücksichtigen können! Die weisen Hopi (spirituellen Sprecher aller indigenen Völker Amerikas) erkannten es sehr früh und reichten die Hand auch ihren einstigen Feinden für eine globale, friedliche Partnerschaft – vor UNO-Delegierten am 10. Dezember 1992.

Zurück zum besagten Roman:

So erzählt Müller übers ungemein herausragende Gescheite im Deutschsprechenden, begründet es sogleich eindringlich und nachdrücklich – sicher ist sicher, weil so verlässlich sicher ist es vermutlich nicht um die Intelligenz in den eigenen Reihen bestellt - und erwartet die uneingeschränkte, hosannische Verehrung des ethnisch selektierten Homo Sapiens. Nau, echte Demagogie im Prosastil. Stichwort nachdrücklich: die Pädagogik der Einpeitschung, Einbläuung, zumal man seinerzeit noch von der erzieherischen Wissensvermittlung im Sinne des „Nürnberger Trichters“ felsenfest überzeugt war – was mich zur sarkastischen Bemerkung anstachelt: „Dreck raus (nach deren Ansicht) - Dreck rein (nach meiner Ansicht)“

Doch ist es heute denn so wirklich und prinzipiell anders, mit der ekelhaften Indoktrinierung, mit der Suggestion, mit der latenten Massenmanipulation? Allein die täglichen, trendsetternden Werbe-Einschaltungen. Oder was passiert denn heute in den parteipolitischen Kaderschmieden. In den Eliteschulen, in den Dressuranstalten? Smarte, nette, kameradschaftliche, freundschaftliche Einweisung, Unterweisung, Anweisung... man lehrt den noch Unbedarften was Gut und Böse zu sein hat und wie man es erkennt und, wohlgemerkt, der Konkurrent und Andersdenker dein Feind ist!

„Wir ersparen euch die Mühe des selbst Dahinterkommens, was Recht und Unrecht ist, was dir und uns gut und schlecht zu scheinen hat, wer taugt und wer verzichtbar ist! Wichtig ist für jeden von euch zu wissen: Du bist besser! Wenn du dich an unsere Regeln hältst!“ Als befürchte man diese unliebsame Mündigkeit und Entfaltung einer eigenen, von allen befreiten Meinung. Nicht nur in den Nachwuchswerkstätten passiert es, wie schon gesagt, täglich über die Werbung, in verschleierten Botschaften in Kommerzfilmen, auch über viele der Social-Media-Kanäle. Ja, ja, ich vergaß, laut einigen Weisen soll die Menschwerdung erst geschehen, bzw. stehen wir erst am Anfang, oder vor dem stets offenen Tor, laut M. Fukuoka der freie große Weg in einen neuen Abschnitts in der Menschheitsgeschichte...

Müller schrieb auch unter vielen Pseudonymen wie z.B. Freder van Holk, Lok Myler, unter etlichen anderen Müller-Variationen und unter Bert F. Island den auch mir geläufigen „Kommissar X“. Der ehemalige Volkschullehrer, ein unbeugsamer „Hohlweltanhänger“ – und die Erde bewegt sich doch nicht – und glühender Befürworter der nuklearen Energiegewinnung, zumal die Kernenergiegewinnung seinerzeit aber serienproduktionsmäßig noch in den Kinderschuhen steckte, schrieb neben Büchern diverse Heftromane und verschrieb sich voll und ganz der kriminalistischen Prosa. Mehr oder weniger erfolgreich versuchte er sich dabei im Chambre der Science-Fiction, beginnend eben mit seiner Serienfigur „Sun Koh“ in der hier ausgewählten Abenteuergeschichte. Immer mehr zum Autor der fantastischen Literatur, wenn auch mit trivialem Odeur, avancierend, scheiterte sein geplantes Debüt in der Perry-Rhodan-Reihe letztlich an seiner anti-kosmischen Überzeugung.

Sein Erzählstil ist erwartungsgemäß unkompliziert – er vermeidet allzu lange Sätze - und sein Roman ist somit durchaus spannend zu lesen, nebenbei wird man mit altdeutschen Wörtern wie z.B. „mittenmang“ konfrontiert. Es liegt mir sein antiquiertes, gebundenes, dickseitiges (fühlt sich wie Löschpapier an) Werk vor, gedruckt in gewöhnungsbedürftiger, deutscher Kurrentschrift Fraktur, in der das kleine f vom s kaum zu unterscheiden ist, k und t auch ziemlich ähneln, bei den künstlerisch verschnörkelten Großbuchstaben etliche.  

http://www.kurrentschrift.net/index.php?s=alphabet&l=obissz&r=kur15

Kurz noch mal zum Inhalt: In dieser Erzählung geht es nicht nur um den neuen Kontinent, der auf die elitäre Rasse, die weiße Herrenrasse – die wird in diesem Roman schamlos genannt - wartet, sondern schon auch um die ökonomischere Gewinnung elektrischer Energie für den danach ja so unersättlich hungrigen Menschen, wie auch in folgenden Werken: 

„Hochspannung“ von Arthur Hailey aus 1978/89; ein Roman der sich wie später andere schon mit dem Energiemoloch Mensch beschäftigt und ein durchaus reales, detailgetreues Energiemangelszenario im Bundesstaat Kalifornien beschreibt. Blackout bzw. Brownout nennt man eine derartige, bundesweite Unterversorgung infolge einer explodierenden, weit unterschätzten Bevölkerungszunahme, der man versorgungsgemäß nicht mehr nachkommt, zudem sich eine energieverschlingende Hitzewelle übers Land legte. Übrigens, Hailey, ein sichtlich pedantischer Quellenstudierender, musste auch ein AKW-Fan gewesen sein, denn in seinem Roman lässt er einen seiner Protagonisten  von dessen ungeheurer Zukunft der „reinsten Art“ schwärmen.       

„Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg, eigentlich Marcus Rafelsberger, aus 2012; eine Art spannendes Tagesprotokoll bis Tag 23. Irgendwie erinnert es sehr an den vorher genannten Roman. Marcus macht sich sichtbar Gedanken über unsere, uns scheinbar entgleitende Zeit einer sichtlich ethischen Wende mit neuen, entfesselten Wertvorstellungen – eine so genannte wertfreie bis eher „wertlose“ Ära - über Leben, Freiheit und über die Ersetzbarkeit des „urbiologischen Menschen“, die noch gen-unmanipulierte Art. 

„Limit“ von Frank Schätzing aus 2009; auch in diesem Roman geht es um Energieengpässe, die halt mit Mondressourcenabbau im großen, industriellen Sinn kompensiert werden sollen. Zuvor im gleichen Themenrahmen – Energie für die menschliche Existenz:

„Der Schwarm“ aus 2005, der sich auf das 2006 veröffentlichte Sachbuch

„Nachrichten aus einem unbekannten Universum – eine Zeitreise durch die Meere“ stützt.         


Gesendet mit herzlichen Grüßen

eines „besessenen“ Analytikers, der alles und auch das Nichts analysiert, wie z.B. mich, dem voll und ganz bewusst ist, dass er als sein eigener Lektor den Fehlerteufel nicht völlig isolieren kann und hin- und wieder die Kobolde der Wortverspieltheit ihren Schabernack mit ihm treiben, oder ist er gar von Heyoka, dem Donnerträumer heimgesucht worden? Mit diesen Anlagen kommentiere ich zeitgeistige Phänomene und aktuelle Themen. Alles in allem bin ich wohl ein Polemiker, ein „Pamphleteur“ und „Kalaue“, ein pedantischer Ausschweifer - dank seiner nicht zur Ruhe kommen wollenden „Tastenklauen“. Und doch bin ich stets auf der Suche nach der perfekten, unmissverständlichen Formulierung, akribisch durchforste ich dahingehend unsere so nuancenreiche Sprache, auch mit dem Anspruch, mit ihren Worten zu malen. Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann neige ich dazu, es auf Verbiegen und Erbrechen durchzusetzen. Als überzeugter Konfessionsloser und Freidenker empfinde ich, vermutlich gerade deshalb, diese Welt als eine faszinierend spirituelle. Am Ende oder zu Beginn meiner Sendungen mit gelegentlich satirischen und anthologischen Zügen lege ich, euch/Ihnen immer wieder mal Links ans Herz, die für eine gerechte, friedvolle Welt eintreten, eine Welt, in der  Lebenssinn und Lust am Leben höchste Priorität hat! Denn Lebensfreude ist das höchste, das eigentliche Menschenrecht! WWW.RE-SPECT.AT Was mich interessiert und ich hinterfrage, sind persönliche Beweggründe aktiver Politiker, die eine Welt voller Kriege und Gewalt und sozialem Unrecht gestalten und bewahren, sie zumindest tolerieren. Vom gestaltenden Politiker zum reflexartig verwaltenden. Zudem mag ich ernste Gesichter lieber als zwanghaften Grinsvisagen. In meiner Kindheit schon hat sich in mir ein Grundsatz gefestigt: Entweder gibt es für alle einen Grund zum Feiern oder für niemand! Die Große Freudenfeier nach Überwindung der nur gemeinsam erreichbaren, nächsten Evolutionsebene, wo Lebensgenuss oberste Priorität hat, steht uns noch bevor. Mir ist Sozialmoral bzw. Sozialethik zu wenig und trotz Wissen von der Gefahr einer Überforderung stelle ich mit Sozialästhetik an uns alle die höchsten Ansprüche. Also gut, ich gestehe, ich bin frei ordinierender Mystiker und Demokrat – Demokrat im wahrsten Sinne des Wortes - und autodidaktisch verbildet (Bildungswildwuchs), dennoch überbringe ich hier weder Heils- noch Hiobsbotschaften, sondern gebe lediglich als dramaturgischer Denker zu bedenken. Übrigens, Kritik nehme ich gerne an, solange Inhaltsteile nicht aus dem Kontext gerissen wurden, insofern nehme ich auch keine Verantwortung für anderswo veröffentlichte, aus dem Zusammenhang gerissene Texte und Textteile und subjektive Interpretationen meiner Inhalte! Ich stehe zu meiner Intoleranz gegenüber Dummheit, vor allem wenn sie mit akademischem, rein theoretischem Wissen kaschiert ist. Zudem ignoriere ich meinen vor vielen Jahren unbedacht, genau genommen versehentlich eröffneten und fatalerweise nicht löschbaren Facebook-Account! Danke für ihre Interesse, Geduld und erhofftes Verständnis!

FIN

Altersdiskriminierung durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit – Künstlervermittlung (KV) Leipzig

Nachtgespenst am Do., 14.06.2018 - 00:12
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Da die ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) der Bundesagentur für Arbeit auch mit dem Team4 - einer Beratungs- und Betreuungseinrichtung des AMS - kooperiert, dachte ich mir, dass mein Erfahrungsbericht vielleicht auch für andere Betroffene interessant sein könnte.

Zu meiner Biographie

Ich bin ausgebildete Sängerin und deutsche Staatsbürgerin mit derzeitigem Wohnsitz in Wien, Österreich. Nachdem ich hier in Wien unter großen persönlichen Opfern noch ein Gesangsstudium (Fachrichtung Opernrepertoire) absolviert habe, bin ich schon seit Jahren vorwiegend selbstständig als freischaffende Künstlerin und Musikpädagogin tätig. Daneben bewerbe ich mich aber auch um Vakanzen in Opernchören – vorausgesetzt, dass geeignete Stellenangebote (2. Sopran) vorhanden sind. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich mit meinen 58 Jahren noch recht jung aussehe. Dank gewissenhaftem Training und diverser Weiterbildungen im Bereich Operngesang/Belcanto klingt auch meine Stimme noch nicht alt.

Da ich jedoch gerade im Chorbereich leider immer wieder mit dem Problem der Altersdiskriminierung konfrontiert bin, war ich zur Sicherung meiner Existenz und meiner Altersversorgung in den letzten Jahren immer wieder gezwungen, branchenfremde, dazu meist noch schlecht bezahlte Jobs in der Erwachsenenbildung anzunehmen.

Nachdem ich durch meine letzten anstrengenden Jobs im Trainingsbereich fast in einen Burn-out geschlittert wäre, bin ich seit Ende 2017 hier in Wien wieder einmal arbeitslos gemeldet. Gegenwärtig werde ich noch durch das Team4, KünstlerInnenservice, eine Beratungs- und Betreuungseinrichtung des AMS (Arbeitsmarktservice) Wien, betreut.

Vom 19. Februar bis 23. März 2018 nahm ich erfolgreich an einer Meisterklasse für SängerInnen teil, welche vom Team4 Wien, in Kooperation mit der Firma ARS (Art Rotation Service, Graz) veranstaltet wurde.

Altersdiskriminierung durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), Künstlervermittlung (KV) Musiktheater/Leipzig, anlässlich eines Vorsingens in Wien

Am 2. Mai erhielt ich vom Team4 eine Einladung zu einem Chor-Vorsingen, das von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit –Künstlervermittlung (KV) Musiktheater/Leipzig – angeboten wurde und am 18. Mai hier in Wien stattfinden sollte.

Da solche Vorsingtermine hier in Wien äußerst selten (wenn überhaupt) angeboten werden, nahm ich diese Einladung natürlich gern an und meldete mich sogleich zum Vorsingen an. Vorzubereiten waren 4 – 5 Opernarien, darunter die Arie der Pamina aus Mozarts Zauberflöte (Ach ich fühl’s, es ist verschwunden) als Pflichtstück. Nachdem ich mich zwei Wochen lang intensiv auf diese Audition vorbereitet hatte, nahm ich an dem Vorsingen am 18. Mai selbstverständlich teil.

Nach meinem Vortrag meinte der zuständige Mitarbeiter der Künstlervermittlung Leipzig anerkennend, es sei ganz klar, dass ich einen professionellen Background habe. Auch vom Leiter des Team4 Wien (der ansonsten recht kritisch ist) bekam ich ein anerkennendes Lob: „Schön!“, äußerte er sich zu meinem Vortrag und klopfte mir auf die Schulter.

Trotz allem gab der Leiter der KV Leipzig mir deutlich zu verstehen, dass er aufgrund meines Alters keine Chance mehr sehe, mich für eine Vakanz in einem Opernchor zu vermitteln. Nach seinen Worten kommen mittlerweile auf eine freie Stelle im Opernchor rund 120 BewerberInnen.

Es gäbe zwar seit einigen Jahren ein Gleichstellungsgesetz, wonach ältere BewerberInnen nicht diskriminiert werden dürften, jedoch liege die Altersgrenze inoffiziell nach wie vor bei 35 (!) Jahren. (So ist das übrigens auch bei Orchestermusikern.) Dies hätte zur Folge, so der Leiter der KV Leipzig, dass ältere BewerberInnen von den Opernhäusern zwar zum Vorsingen eingeladen würden und häufig sogar an der zweiten Runde mit der Pflichtarie noch teilnehmen dürften (weil die Theater dazu verpflichtet seien). Jedoch würde man dann trotz allem nicht eingestellt, und ich müsste ja verstehen, dass die Chordirektoren an den Opernhäusern lieber „junge Gesichter“ (Originalton) sehen wollten! Aus diesem Grunde sehe er für mich nun einmal keine Chance auf eine Vermittlung in einen Opernchor.

Die Folgen der Altersdiskriminierung: Hartz IV, Niedriglohnsektor und Altersarmut

Ich bin, ehrlich gesagt, entsetzt darüber, dass sich an dieser Situation und an diesem diskriminierenden Verhalten in all den Jahren, seitdem ich meine Heimat Deutschland verlassen habe, immer noch nichts geändert hat! In meinen Augen ist das Verhalten sowohl des Leiters der KV Leipzig (einer Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit!) als auch der Chordirektoren an deutschen Opernhäusern in hohem Maße diskriminierend. Und ich bin keineswegs bereit, dies hinzunehmen!

Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass in Deutschland das Regelrentenalter – auch für Frauen – inzwischen auf 67 (!) Jahre angehoben wurde! In der Praxis bedeutet das für betroffene BewerberInnen: Mit über 35 Jahren bekommen sie keinen Job mehr – und das, obwohl sie noch ganze 32 Jahre (!) bis zu ihrer Rente vor sich haben! (Das ist ja leider auch in anderen Branchen nicht viel anders.)

Und was machen die Betroffenen in diesen langen 32 Jahren? Bestenfalls können sie vielleicht noch eine Umschulung machen, deren Kosten dann oft nicht einmal von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden. Außerdem gibt es ja auch nach einer solchen Umschulung keineswegs eine Garantie dafür, dass es in der neuen Branche nicht auch Altersdiskriminierung gibt (wenn es sich auch meist um eine versteckte Diskriminierung handelt, da dieses Phänomen ja wegen des Gleichstellungsgesetzes niemals offen ausgesprochen wird).

Was passiert dann also mit den betroffenen Bewerbern? Sie rutschen entweder in Hartz IV oder müssen sich mit mies bezahlten Jobs im Niedriglohnsektor herumschlagen, bis sie von diesem fast ein halbes Leben dauernden Martyrium „erlöst“ werden und endlich in Pension gehen können! – Und dann ist auch noch Altersarmut vorprogrammiert!

Persönliche Konsequenzen

Wenn ich heute gefragt werde, wie es mir geht und was ich jetzt so mache, pflege ich zu sagen: „Danke der Nachfrage! Ich genieße meinen erzwungenen Vorruhestand!“ Wenn es in Deutschland nicht mehr erwünscht ist, dass Menschen über 35 ihre künstlerische Tätigkeit (für die sie ein teures Studium auf sich genommen haben) beruflich ausüben, dann sollen die Politiker uns wenigstens in Ruhe lassen und nicht noch von uns verlangen, bis zum Umfallen in branchenfremden, noch dazu mies bezahlten Jobs zu arbeiten!

Altersdiskriminierung gibt es zwar auch hier in Österreich. Auch hier sind die Politiker ziemlich betriebsblind, lethargisch und unfähig, wenn es um dieses Thema geht. Aber es gibt einen gravierenden Unterschied: Als Frau kann ich in Österreich – im Gegensatz zu Deutschland – (noch) mit 60 in Pension gehen! Also werde ich das menschenverachtende, zermürbende Erwerbsleben im Oktober 2019 endlich hinter mir haben! Dann interessiert mich das alles nicht mehr, und die Herren Chordirektoren können mich mal kreuzweise!

Dass ich nach Abschluss meines Gesangsstudiums in Österreich geblieben bin, war also trotz allem die richtige Entscheidung. Wäre ich nach Deutschland zurückgekehrt, wäre ich (infolge der nach wie vor üblichen Altersdiskriminierung) wohl längst in Hartz IV abgerutscht und müsste mich obendrein noch sieben Jahre lang (bis zum Renteneintritt) mit den Jobcentern herumschlagen! Doch Gott sei dank habe ich mich anders entschieden! Nun kann sich das stets so hoch gelobte Deutschland meine Versicherungsbeiträge und meine Steuerzahlungen endgültig in die Haare schmieren! Da auf meine Arbeit ganz offensichtlich kein Wert mehr gelegt wird, ist es mir mittlerweile auch egal geworden, wenn im Alter der Staat (bzw. der Steuerzahler) die Konsequenzen tragen muss.

Fazit

Wenn es um das Thema Altersdiskriminierung geht, sind nun einmal die Politiker gefragt. Aber die laufen offensichtlich mit Scheuklappen herum, verschließen die Augen und Ohren vor diesem immer noch hochaktuellen Problem! Das Gleichstellungsgesetz ist nichts als eine Farce, solange es nicht energisch und effizient umgesetzt – sprich: mittels Sanktionen gegenüber diskriminierenden Arbeitgebern durchgesetzt – wird!

Wenn unsere Politiker es in all den Jahren nicht geschafft haben, ihre „Hausaufgaben“ zu machen, dann müssen wir eben aus der Not eine Tugend machen und unsere Auftritte selbst organisieren. Oder wir bleiben am besten gleich zu Hause und singen unsere Arien für uns allein im stillen Kämmerlein! So werden wenigstens unsere geduldigen (ebenfalls verarmten) Nachbarn noch mit Gratiskonzerten versorgt!

Anmerkung

Da der geschilderte Fall die ZAV (KV Leipzig) der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland betrifft, sah ich mich veranlasst, mich mit einer Beschwerde an das Büro gegen Altersdiskriminierung (BALDIS) in Köln sowie an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS Bund) in Berlin zu wenden. Mein Erfahrungsbericht ist auch auf der Website von BALDIS veröffentlicht: https://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=9163

Von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erhielt ich die Nachricht, dass meine Beschwerde an die ZAV (KV Leipzig) weitergeleitet wurde. Die Antwort der ZAV steht noch aus. Ich werde weiter berichten.

>>Wer bedient hier die Relais?<< (339. Denkarium)

Gedankenexport am Mi., 06.06.2018 - 13:55
Body

Neuropsychologisches Relais

Ans Unglaubliche glauben

Jenseits des Kommerzes

In den Händen Großer Kinder

Die Toleranz ergreift Partei

„La Zad“

Blau-schwarz-türkiser Drainagenbau

Die (un-)gewollte Arroganz der Historiker

Blitzlichter

Lesen Sie gern?

Apropos Liebe

Gute Adressen

Mittwoch, 06. Juni 18 Uhr: Wien-Karlsplatz!

Kundgebung für ein öffentlich-rechtliches und vor allem

parteipolitisch wie regierungspolitisch unabhängiges Medium!

http://www.wirfuerdenorf.at/die-offentliche-bessere-medienenquete/


Neuropsychologisches Relais

Unkontrollierbares Eiern zwischen Gefühl und Vernunft?

Wer steuert all die Relais, wer bedient „verdammt noch mal“ das Ruder hier?

Es geht im Speziellen um die Schaltung zwischen zwei wesentlichen Modi? Bedient den Schalter diese ominöse Seele, diese unsichtbare Triebkraft? Oder sind die „Relais“ selbstständige, autonom koordinierende Schaltzentralen, wie z.B. der Corpus Callosum, der „installierte“ Balken zwischen linker und rechter Hemisphäre unseres Großhirns, die erweiterte emotionale und die rationale? Er - Dachverband unserer neokortikalen Neuromechanik und mittlere Management der bihemisphärisch interagierenden Denkfabrik - steuert und filtert selektiv den Informationsfluss zwischen, bereits auf Empirie fußender Emotion und Empathie (qualifizierte, höhere Gefühlsebene) und rationalem, ökonomischen Denken. Er ist „befugt“, letztere Denkinstanz im Falle des Falles zu blockieren; im Endeffekt den eigentlich sinnvollen, evolutionär begründeten neuropsychologischen Kreislauf zu unterbrechen.

Jede, dabei durchdrungene Stufe bedeutet grundlegend eine inhaltliche Veredelung der vorigen. Unsere Eindrücke und Erlebnisse werden laufend intensiver verarbeitet, geprüft und vertieft, wir erhalten immer mehr Potential zur Differenzierung und präziseren Einschätzung des Wahrgenommenen. Das neuronale Kaleidoskop dreht sich unaufhaltsam.  Der Kreis, der mit einer kaskadischen Entwicklungsspirale verglichen werden kann, beginnt, wie soll es anders sein, beim

Herzen: 60% Neuronen (Gehirnsubstanz)! Z. B. laut einiger Kulturen der Sitz der Seele; Intuition; die unmittelbare Handlung auslösendes wie bestimmendes Entscheidungsorgan aufgrund verfügbarer, ausgewerteter Daten in „eigenem bzw. seelischem Ermessen“; anders gesagt, zuständig für bewusst gesetzte Handlungen! Es ist das erste Organ, das nach der „Kernfusion“ der weiblichen und von ihr ausgesuchten, männlichen Keimzelle gebildet wird und danach das Rückenmarks mit dem triadischen Gehirn. -

- Limbische System: affektives System, Zwischengehirn, erste Bewusstseinsstufe und Primärkontrolle aller rezeptorischen (Rezeptoren sind Wahrnehmungsorgane, Sensoren) Inputs; kompetent z.B. für die weiterentwickelte, etwas diffizilere Emotionalität, für enge soziale Bindungen, Grundgedächtnis für Erlebtes. Es ist die Verlängerung unseres Rückenmarks und steht von Anfang an (präembryonal) mit dem Herzen in direkter Verbindung. –

- Abzweigung Retikuläre Gehirn: netzartiges Stamm- bzw. Reptiliengehirn, zuständig z.B. für die Überlebensreflexe und reflexive Symptome wie unter anderem die Gänsehaut, Atmung, Schmerz, Ur-Angst, Nahrungsaufnahme - Verdauung, Stoffwechsel, Sensomotorik und gesamter Bewegungsapparat; also repräsentiert es gewissermaßen die Zentrale fürs „Körperdenken“, alles was keiner bewussten Handlungswahl bedarf; sozusagen unser unerlässlicher, doch weisungsgebundener Autopilot! Wieder von der limbischen Basis ausgehend, den angekündigten Kreislauf fortsetzend - 

- Abzweigung - Neokortex I: In der Regel die linke Gehirnhälfte. Emotionale Hemisphäre, z.B. hoch entwickelte, noch weiter „überarbeitete“ Emotionalität, verfeinerte, soziale Sensorik, Empathie; aber auch erweiterter Informationsspeicher - Gedächtnis, Lernkompetenz für „langsames Lernen“, Sprachvermögen. –

- Corpus Callosum: Jetzt wird gefiltert und selektiert -

- Neokortex II: rationale Hemisphäre, sorgt z. B. für Vernunft, Ökonomie, Optimierung und Selektion aller Inputs; Spiritualität, Verarbeitung aller Informationen zwecks Weiterleitung zur Entscheidungsfindung für eine „sinnvolle Handlung“, die so genannte qualitative Erinnerung. – Der Kreis schließt sich wieder beim

- Herzen: lateinisch Cor wie bei Neocortex! Die multifunktionale „Blutpumpe“ entscheidet jetzt, sinngemäß verkürzt: Krieg oder Frieden! In anderen Worten: Angriff oder Rückzug bzw. tot stellen bzw. Flucht bzw. „Diplomatie“ durch kompromissbereite oder konsensuelle Konversation!

Joseph Chilton Pearce hat erforscht, dass der ominöse Balken diesen Kreislauf – z.B. durch zu lange währende Frustration - unterbinden kann, dann wird die emotionale „Walnusshälfte“ des geteilten Neokortex zur Sackgasse und im Grunde genommen dafür inkompetent, nun „zurückfließend“ zur Vorentscheidung genötigt und die folgende Handlung wird somit eine rein emotionale. Die spirituelle, die vernünftige, sich besinnende Seite wird in diesem Prozess ausgeblendet, regelrecht abgekoppelt. Sehr wahrscheinlich steht auch dieser Machtbalken, die Kommandobrücke, unter irgendeinem Befehl, ist irgendwem zu Diensten... nämlich dem Herz, würden viele sagen, dem von der Seele einverleibten „Herrnsitz“. Oder ist unser Hirn doch ein Submysterium für sich allein und als solches Teil eines viel größeren, nicht (er)fassbaren?

Weiters war Pearce an Studien bei Kleinkindern beteiligt, wobei festgestellt wurde, dass bei manchen die organische, neurobiologische Leitung zwischen limbischen System und Herzen – Herz-Hirn-Bonding - keine Impulse aufwies. Das bewog die Wissenschaftler, sich noch eingehender mit den „Mini-Probanten“ zu beschäftigen, was sie letztendlich zum Rückschluss führte, dass bereits in der frühkindlichen Phase bei zu häufigen Frustrationserlebnissen, zu langem Verweilen in einem demotivierendem Umfeld, rigidem Milieu bzw. Kultur, diese Leitung, das „Rote Telefon“, gekappt wird, einfach still gelegt, als Selbstschutz, damit der Frust „erträglich“ wird... Zudem passe die umgangssprachliche Formulierung „kopfgesteuert“... und das führt zur exzessiven Konsumation von Ersatzbefriedigungen nach dem Motto: Meine gewählten Ersatzbedürfnisse können nur mit Ersatzbefriedigungen gelöst werden!

Meine hier offen gelegten Weisheiten entspringen lediglich der Interpretation aller mir leidenschaftlich, penibel einverleibten Fachlektüren über Neurobiologie und Gehirnforschung. Dazu sei erwähnt, dass selbst die Gehirnforschung laut Eigenkritik noch lange nicht alles ausgeschöpft hat, wenn das überhaupt möglich ist! Gehirnforschung ist ein Abenteuer ohne Ende, sagte mal der gute, alte Pearce! Doch zurück zu den zwei wesentlichen Betriebssystemen.

Modus Vernunft, das eigentliche Denkvermögen, Ratio, Intellekt, Intelligenz, Klugheit, Weitsicht, Voraussicht, Ökonomie, Verstand, Urteilsfähigkeit, Scharfsinn, Kognition, Kohärenz, Philosophie, Spiritualität, wie gesagt, die Kunst des Vorausdenkens, die die soziale Kompetenz ausmacht, die politische Verantwortung! In diesem Betriebssystem funktionierend entsprächen wir unserer spezifisch-evolutionären Namensgebung „Homo Sapiens“. In dieser Hinsicht muss ich Konrad Lorenz Recht geben, wir sind in der Entwicklungsstufe „Homo Faber“, womöglich in seiner höchsten Form, hängen geblieben. „Das Missing Link sind wir, meine Herren, der intelligente Mensch kommt erst!“, Lorenz in einer weiteren Ausführung. 

Modus Emotion. Wenn wir in Krisen, in Ausnahmezuständen, bei Traumatisierungen, im Schock und in der Panik in so genannte „alte Verhaltensmuster“ zurückfallen, uns zurückfallen lassen, dann ist es emotional bedingt. Kindliche Muster sind programmierte, eingeprägte Verhaltensweisen, die in erster Linie uns erfahrungsgemäß Schutz versprechen, zumindest als das empfunden werden. Bei Überforderung unseres Gefühlshaushaltes sind wir reflexartig schneller dort im „geschützten Zustand“, als uns bewusst und im Nachhinein lieb ist.

Wir unterschätzen unser „emotionales Hauptgetriebe“, die zumeist unsere reflexiven und vorsätzlichen Handlungen lenken und glauben dennoch,  zumeist vernünftig zu handeln. Doch die Evolution, wie beispielsweise die Politik und ihre gesellschaftsstrukturellen Ideen samt Konzepten, spielen sich, sagen wir, sollten sich im Modus der Ökonomie und Vernunft abspielen. Im, uns mehr oder weniger aufgezwungenen Krieg, mutieren „wir“ aber emotional zu Bestien, wie freigelassene, hungrige Raubtiere in ihrem einzelgängerischen Überlebenskampf. Wenn der aktuelle Gemütszustand dominiert, die Vernunft abgeschaltet bleibt, lässt er uns nach reflexartig gefällten Urteilen zu unserem Nutzen und Wohl, sozusagen egoistisch handeln; wäre aus der neutralen Position in der Metaebene verständlich, doch dann müssen wir uns zum Raubtier Mensch bekennen. Da „ziehe“ ich aber nicht mit!

So agieren wir Menschen zumeist immer noch im Betriebssystem kumulierender, oft widersinniger und launischer Gefühle, die Emotion bleibt bis zum letzten Atemzug auf „Standby“, jederzeit bei Bedarf aktivierbar. Wir, vorbehaltlich verallgemeinernd, wählen nicht im Modus der Vernunft unsere parteigebundenen Politiker, sondern aus kompensiertem Hass, Rache, Enttäuschung, Misstrauen, Sympathie wie Antipathie, aus „gebundener Loyalität“ und als denkbequemer Befehlsempfänger. Der Resignierte und politisch Ignorante bleibt bei den Parlamentswahlen zuhause und hat sich dazu ebenso emotional entschieden – beleidigt, desinteressiert, verbittert. 

Vorsichtige Beispiele und ausufernde Theorien,

die mit Politik zu tun haben: Würden wir aus Vernunft wählen, müssten wir doch trotz vieler „ideologisch Schwachen“ in umgehend besagter Partei – um das Wort schwachsinnig zu vermeiden - die SPÖ wählen, allein schon aus Überzeugung zur Ideologie des demokratisch strukturierten Sozialismus; tja, oder aber weiß wählen. Es ist schwer, ich weiß, einer politischen Organisation treu zu bleiben, die sich gerade in den letzten Jahrzehnten ständig neu gewandete und ihre Drift, weg von der Gründungsgesinnung, lächelnd fortsetzt, wenn auch hörbar entschleunigt. Grassierender Spruch: „Du kannst mit einem Sozialdemokraten über alles reden, nur nicht über Politik!“ Aber lassen wir das, wie einst versprochen. Nähern wir uns bitte Grundsätzlichem:

Wann gelangen wir per Evolutionsschub vom obrigkeitshörigen Untertanen und willenlosen Konsumidioten zum politisch verantwortlichen Demokraten??? Da fällt mir nur der Radikalkabarettist Hagen Rether ob seiner Worte - live im Kabarett am Sonntag im Konzerthaus/Mozartsaal - sinngemäß ein: „Wann war das, als man uns ins Hirn geschissen hat?“ „4 Milliarden Euro für Sand im Sommer auf Sylt blasen, der dann von den Winterstürmen wieder weggeblasen wird. Danach investiert man wieder 4 Milliarden fürs Sandbeblasen. Uswusf.“ Eine regelrechte Blas-phemie dem vermeintlichen Verstand gegenüber, oder?

Oder dies, von Hagen thematisiert und bis dato in meiner Unkenntnis: Das Erzbistum – Bischofssitz, Kirchenprovinzvorsteher und Leiter von mehreren Diözesen -, also das EB München sitzt wahrlich auf einem 5,5 Milliardenvermögen, dicht gefolgt vom EB Paderborn und Köln, die weiteren sind ja mit ihren paar Millionen erschlichenes Vermögen vergleichsweise verarmt... Auf heiligem, geweihten Boden schlummern in Summe zig Milliarden liquider Mittel, da meint Hagen zu Recht, da wäre Deutschland saniert und das sich epidemisch verbreitende, soziale Dilemma gelöst. Doch es lebt sich als weltweites Seelsorge-Imperium - eigentlich „Seelenverkaufskonzern“„perfide-l“ weiter und man wäre ja auf zahlende Mitglieder im Grunde genommen nicht mehr angewiesen, schaut halt ein bisserl blöd aus, wenn man „Kirche ohne Ge-Leut’“ spielt.

Da las ich doch in einem Polit-Magazin, dass man mehr Politik für „einfache Menschen“ machen sollte, also bisher tat man es anscheinend nur für „kompliziert gestrickte Menschen“, was auch immer es ausmacht. Volk hätte ja auch genügt, nicht wahr? Gut, noch so ein Unwort aus unserer gegenwärtigen Geisteskultur, die als verteidigungswürdige „Wertegemeinschaft“ hinausposaunt wird: Die „Sozialschwachen“. Anstatt ehrlich zu sagen: es geht um Einkommensbenachteiligte; ist im Kapitalismus halt so Sitte, dank überaus toleranter Mitte-Links-Parteien – ich weiß, hört man dort nicht so gern.

Politik liegt (und schläft...) stets im Trend des Konsums und erschafft so in „höherem Auftrag“ die marktgerechte Moden, Strömungen, Kults, im Endeffekt unbemerkte Ersatzbedürfnisse und die dank hilfreicher, marktorientierter Medien; ein Beispiel: Revolutionärer Schritt, bzw. Reaktion, auf den unumgehbaren Klimawandel, der eine für uns gefährliche Erderwärmung mit sich bringt. Man schafft den Boom versus zunehmende Hitzeperioden mit 35° Celsius und auch mehr, Durchschnittstemperaturen im Lenz wie heuer so um 30°, und ruft mutig auf zum „Sommerfrischeln“. Raus aus der Stadt und rein ins provinzielle Vergnügen. Hey, seid nicht uncool, strömt durch die kühlen Klammen, lasst eure halluxverformten Plattspreizsenkfüße in erfrischende Gebirgsbäche baumeln, oder werft euch im fetten Sonnenölglanz in die idyllischen Bergseen, labt euch in unseren, retrostylischen Gaststätten und Hütten mit zunehmender Mehrhaubenqualität. Endlich noch mehr Grund, noch mehr Bier zu saufen, dank der Erderwärmung, die Brau-AG dankt.

Im Winter in die Karibik fliegen? Seid ihr überhitzt? Beachingflair gibt’s am Donaukanal und auch zu saftigen Preisen, damit’s standesgemäß scheint! Und, keine Angst, bald saisonübergreifend, durchgehender Betrieb! Das Palmenhaus in Schönbrunn darf in absehbarer Zukunft auf den teuren Glas-Stahl-Überbau verzichten, runter mit der Wäsch’! Afrikanische Flüchtlinge verwirklichen schon hier das erträumte Bild von der Südsee. Exotik mitten in der geschichtsträchtigen Metropole in Mitteleuropa, das einst ein bewohntes, tropisches Eiland Mohrenland nannte und Exoten als Wilde bezeichnete... wurscht, Hauptsach' lol, wusch, pfau, echt fett, geil, geschmeidig! 

Rösser am Ring unterm exekutiven Arsch, ein neo-diktatorischer Geniestreich? Mitnichten! Denn Kamele werden ob der Hitz bald ministerial ins Gespräch kommen. Denn noch höher sitzen schafft die nötige Distanz zu den Untertanen! Tja, so ist’s zu den Elefanten, den karthagischen, den „hannibalischen“ Kriegselefanten auch nicht mehr weit und die, glaube mir, die werden von uns allen da unten tonnenschweren Respekt einfordern! Da hast du Ehrfurcht, Subversiver, da bist du platt, denn du könntest es bald sein! Schönbrunn, öffne deine schweren Stahltore! Kickel’s  Elefantenreitschule wird demnächst eingeweiht! Dazu braucht er nur paar Mahouts, alt bewährtes Abrichtungsfachpersonal, aus Sri Lanka vielleicht. Wir lieben ja Fachkräfte von auswärts, gelle?

Unsere biodiversitäre Schöpfung, unser chlorophyllische Mikrokosmos, wenn auch nur mehr fragmentarisch unmanipuliert existierend, gerade noch fotosynthetisch pulsierend... tja, der hält scheinbar viel aus! Sichtlich nicht nur den jährlichen Kahlschlag in steigender Tendenz, ob der guten Holzpreise versteht sich! Merke, wenn die Wirtschaft floriert, erblüht, dann, bitteschön, muss ja nicht auch noch der Wald in Hülle und Fülle uneingeschränkt blühen, schon gar nicht wollen wir eine wölfisch bzw. bärig regulierte Fauna darin, sonst können unsere prominenten Jagdverbände sich die Flinte in... Egal, auch wenn uns am Ende die Wüste blühen wird... ja, dann geht’s uns allen zumindest wirtschaftlich gut, vorausgesetzt, man hat Arbeitsplatz... z.B. bei einem verzweifelten Wiederaufforstungsprojekt, wenn die Stellen beim Sandräumungsdienst als Dünenumschaufler besetzt sind! Brunnen schlagen oder graben wäre auch eine Option für Stellenausschreibungen.

Klar doch, wozu wäre zudem der Individualverkehr noch gut, außer zum Pendeln? Ich brause oktanell, hybrid oder bereits elektrifiziert ins Grüne, sagt mir der Umweltbewusste, der zumindest glaubt, einer zu sein. Als wäre die Autoproduktion bereits biologisch und Lithium ein erneuerbarer, umweltschonender Rohstoff. Nur bräuchten wir jetzt bisserl mehr an Parkzonen in der so genannten Sahelzone (Randgebiet) zwischen ständig expandierenden, urbanen Ballungsräumen und der rudimentären Wildnis. Ich sehe sie schon, die Millionen, die durch die verbliebenen Reste von Natur trampeln und grölen und biken, ihren Müll gleich dort entsorgen und natur- und mostberauscht wieder heim torkeln, ähm, heim geigen. Oder sollten wir die leider weiter stagnierenden – die Flächenrodung geht munter weiter -, aber stellenweise noch ziemlich unberührten Biosphären und Biotope, in denen sich Urmutter Natur gerade noch erkennen lässt, nicht vor uns selbst schützen?

Apropos Politik und Bildung und die Notwendigkeit, für alle die gleichen Bildungsangebote verfügbar machen!!!

In weiterführender Anlehnung an den Gehirnexperten Manfred Spitzer: Zuerst sorgt „Das System“ für Erkrankungen – Tendenz steigend – dann sorgt es geradezu für einen orgiastischen Wettstreit angebotener Heilverfahren. Ein ökonomischer Zusammenhang ist doch schwer zu leugnen. Wir sollten endlich Strukturen schaffen – Auftrag der Politik – um vom inszenierten Teufelskreis endlich in den Virtuosenkreis zu gelangen. Spitzer appelliert an die Prävention! Seine hier beschriebenen Kreisläufe aus der Sicht des Mathematikunterrichts, erforscht von Butterworth 1999:

Teufelskreis: Frust – Angst – Vermeidung – kein Lernen – erforderliches Können – schlechte Leistung – Strafe – Frust!

Virtuosenkreis: Befriedigung – Spaß an Mathe – mehr Mathe – Lernen – erforderliches Können - gute Leistung – Belohnung – Befriedigung! Es untermauert die Notwendigkeit der hormonellen Ausgewogenheit, z.B. zur Erzeugung von Glückshormonen. Liebe, Lust und Lernen, die „Drei magischen L“, werden im selbigen Gehirnfeld „bearbeitet“.

Mein Credo und Auftrag an die, die glauben, gescheiter zu sein, denn, liebe „Gebildete“, wir alle wurden mit den gleichen Voraussetzungen geboren, Genies zu werden! Nur, niemals vergessen, Intelligenz braucht ihre Stimuli. Ach, ist doch nix Neues, man schuf doch bewusst Bildungsklassen und damit die „bewährten“ Klassenunterschiede zum Wohle der elitären Macht und freien Marktwirtschaft. Ich möchte hier sinngemäß andere zu Wort kommen lassen:

„Wenn das Höhere ins Niedere fließt, wandelt es das Wesen des Niederen ins Höhere um.“ (Meister Eckart) Wenn es das „Höhere“ gibt, wäre es seine Aufgabe, die anderen ohne eitlen Allüren zu erhöhen! Das hat mit Liebe und Respekt zu tun! 

„Kindheit nicht zusammenbrechen lassen, indem fünf Fehler vermieden werden: 1. Krankenhausgeburt! 2. Fernsehen! 3.Tagesstätten! 4.vorzeitige Einschulung! (Frühförderungsterror!) 5. Akademisierung (Abkoppelung von der Kommune bzw. Isolierung in der Kulturgemeinschaft!)“ (J.C. Pearce frei zitiert)

Wolf oder Schaf?

Wir Menschen sind „Kooperanden“, sonst hätten wir nicht überlebt, denn zum überlebensfähigen, einzelgängerischen Raubtier waren wir zu mickrig... Mit der emotionalen Sozialisierung wuchs auch der Sinn für Gemeinschaft und irgendwie mit ihm der Altruismus, die Selbstlosigkeit, die Uneigennützigkeit. Die Fähigkeit, gern etwas zu geben, ohne Anspruch auf Gegenleistung. Oder sollten wir fairer weise vom reziproken Altruismus reden? Leistung : erwartete Gegenleistung. Der „sozial übertünchte Egoismus“... Kennen wir, das Seilschaftsdenken der Elite... die korrelierende Erpressung. Gut. Nein, schlecht! Dabei könnte es sich nur um ein mutwillig verallgemeinertes Klischee handeln, von egomanischen Ausreißern smart installiert. Ich denke, der Mensch tut es in der Regel, gibt prinzipiell gern, weil er um die Qualität und Sensibilität der Gemeinschaft weiß, die ihn zu fördern und zu schützen vermag, sehr wohl aber die individuelle Gier anzuprangern und zu sanktionieren versteht. Hey, so weit sind wir noch nicht, zumindest nicht global, bitte Geduld!


Ans Unglaubliche glauben...

Forschung jenseits von Verstand und Emotion

Apropos, sich dem Unglaublichen, dem Großen Geheimnis vernünftig zu nähern... und was befindet sich jenseits von Vernunft und Gefühl? 

Oft hört man, dass die oder derjenige den allwissenden wie allmächtigen wie überall innewohnenden, den allgegenwärtigen, ubiquitären Gott irgendwie fühlt. Gut. Gott aber vernünftig und verstandesgemäß zu erklären bzw. zu definieren versuchte schon vor Langem zum Beispiel der Radikalphilosoph Spinoza.

https://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza

Gott also über diese Geistesebene zu definieren versuchen, scheitert am Ende genauso, wie den zweifelsfreien, frommen Glauben an etwas Höheres, Überirdisches, Allmächtiges rational erklären zu wollen. Bleiben wir bitte stressfrei in der „Als-Ob-Philosophie“, als ob es diese, in allem inhärente Geisteskraft gibt, als ob uns eine Wissenschaft, ein geistiges Expertentum, beim Begreifen hilft, als ob Politik uns einst in eine friedliche Weltkommune führen wird. Erinnern wir uns an unsere Kindheit, wie oft wir im leidenschaftlichen Spiel „als ob“ sagten. „Wir tun so, als ob, ja?“ Wenn wir als Kind die Fiktion für eine kurze Zeit Wirklichkeit werden ließen. Die Utopie zur Realität gemacht, apropos:

Als Kinder beherrschten wir anstandslos diese Art von „gesunder Paranoia“, das Herumspringen in Parallelwelten, das Transzendieren, das Erträumen von normalerweise unbegreiflichen Wirklichkeiten; ohne daran Schaden zu nehmen. Wie schon oft ich es mir dachte, dass es nicht ums analytische Verstehen der „Dinge“ geht, sondern darum, sie anzunehmen, sie wie ein Kind intuitiv zu begreifen. Vielleicht waren wir als Kinder die wahren Metaphysiker und Parapsychologen, die wahren Professoren, hat jemand furchtbar Gescheiter mal gesagt. Bleiben wir dahingehend mal noch bisserl Kind und machen aus dem Spiel nicht tödlichen Ernst, wie es die Erwachsenen zu tun vermögen, als wären sie ewig gekränkte Kinder geblieben! Apropos Ding:     

Die so genannten, die um uns befindlichen „Dinge“, ob organisch oder anorganisch, existieren in unserer Wahrnehmungswelt durch ihre Erscheinung kraft unserer Vorstellung, dank unserer sich darauf geeinigten Begrifflichkeit. Die „synchronisierte Imagination“ bzw. „kollektive Illusion“ noch vor dem kollektiven Unterbewusstsein. Zuerst war das Wort, steht doch irgendwo; ich denke, zuerst war die Idee. Ich ließ die für uns aufgeschriebenen Gedanken Dürrenmatts, Spinozas, Kant, Einstein, Conforto, Pearce, Marturana, Fromm, Jungk, Buber, Dürr, Hüther, Fukuoka, Krishnamurti und andere in meinen stets selektierenden und skeptischen Geist einfließen und versuchte hier meine eigene Definition für das „wissenschaftlich mystifizierte“ Sein, was unsre Spezies im Speziellen betrifft, in Sinnlichkeit und Spiritualität reifend, der mutmaßlich einstigen Vorstellung von Liebe folgend...

Leisten wir uns ebenso endlich die selbstbewusste Arroganz, dass jede und jeder von uns allein ihr bzw. sein Wissenschaftler und spiritueller Führer ist und sich im Laufe ihres wie seines Lebens Wissen (an)schafft und ihre wie seine Schlüsse zieht. Dass wir nicht ständig eine scheinbar kompetente Obrigkeit brauchen, die uns in ihrem Sinn ein geeintes Weltbild, eine synchrone Sichtweise der Dinge aufdrücken will und nur sie, diese Über-Instanz, sich alleinig zur willkürlichen Interpretation befähigt und befugt sieht. So läuft’s nicht, würde der Kabarett-Kapazunder Hagen Rether sagen. Zumindest mal nicht für ihn und nicht für mich, oder ebenso nicht für sie und dich! Durchaus vermag ich so genannte Experten und Spezialisten für gut finden, auch fallweise ihrer Meinung sein, über ihre Theorien nachdenken und sie kritisieren dürfen. Aber ich mache sicherlich keinen Kniefall vor ihnen! Irgendwie haben wir scheint’s verschwitzt, es nicht bemerkt, dass bei vielen in der kritischen, argwöhnischen Kirchenmasse, bei den so genannten „Ungläubigen“, die Wissenschaft die Religionsfunktion abgelöst, ersetzt hat – also: gleicher Typus, gleich in der Kirche nebenan...


Jenseits des Kommerzes

im Geisteswissenschaftlichen

„Das muss man gelesen haben!“, wirklich?

Nicht meine Überzeugung! Denn das MUSS ist ein Störfaktor, eine fast schon kultivierte Perturbation. „Wenn du die Bibel nicht studiert hast, bist du kein Christ!“, oder so ähnlich und hast dir damit das Mitdiskutieren  verwirkt. Genau das ist der aufgezogene Stacheldrahtzaun, hinter dem eigentlich das Freidenken begänne. Tja, ein schwacher Trost, ich las mehrere Varianten von empfohlenen Kinderbibeln und die sogar auf Wunsch meinen Kindern vor, Zudem begann ich die mormonische Interpretation des Evangelium mir einzuverleiben und auch die des Jakob Lorber. Diese Art und Weise der „gewaltversüßenden“, fast schon erniedrigenden Indoktrinierung heiliger, eigentlich uns heilender Schriften, lehne ich rigoros ab, weil naturgemäß aufkeimende Hinterfragungen da schon im Ansatz am fiktiven „Scheiterhaufen“ ausgelöscht werden sollen! Entweder du glaubst, oder du hältst die Klappe. Wissenschaftlicher Verstand ist unerwünscht. Und so gab ich bei jenen Lektüren bereits vor der Hälfte auf.

Ich halte mich nach der kriminalistischen bzw. psychoanalytischen Logik, die besagt, dass das wahrlich Interessante und Wichtige das ist, was nicht gesagt, was nämlich, aus welchen Gründen auch immer, verschwiegen wird. Und so las ich halt nicht den Hegel, den Kant, den Adler, den Buber, den Habermas und andere der Klassiker in Sachen Humanismus, Soziologie, Pädagogik, Ethologie, Psychologie, Theologie und Philosophie. Aber ich hörte von diesen Persönlichkeiten aus zweiter Hand und lauschte aufmerksam. Ich las vergleichsweise exotische, also nicht übliche Literatur und staunte über deren grenzenlosen Geist außerhalb des „akademisch-geistigen Tellerrands“. Wobei einige davon gar nicht so ausgefallen scheinen...

Ich lese das, was vergleichsweise halt nicht allgemein, wie vorzugsweise konsumiert wird, sagen wir, die Standards. Mich interessieren eher die unübliche Literatur, wie auch Vorträge in entsprechenden Internetforen. Vertiefte mich zum Beispiel in diagnostische wie prognostische Aussagen des Th. Banyacya, J.S. Mohawk, M. Shostak, R. Jungk, W. Reich, J.M. Masson, K. Lorenz (er schrieb weit mehr als nur über „Graugänse“), N. Mandela, A. Gruen, H.A. Pestalozzi, R. Erdoes, M. Fukuoka, S. Zizek, H. Marturana, F. Varela, F. Vester, J.Ch. Pearce, R. Jungk, und deren noch viel mehr... 

So denke und schreibe ich das, was offenbar andere sich vielleicht nicht mal zu denken wagen. Mich interessiert das Neuland! Auch wenn sie sich irgendwann mal als „alte Heimat“ herausstellen sollte. Die weißen Flecken auf der Landkarte, die vielleicht für die Masse nur „geweißt“ wurden... Ich kann patriotisch fühlen, eine emotionale Bindung zu meinem Geburtsort entwickelt haben, aber Denken im ureigentlichen Sinn hat für mich weder eine Nationalität, wird patriotisch geleitet, weist ein Rassenmerkmal auf und folgt einem schulischen Lernmodell, noch kennt es Berührungsängste mit Neuem, mit dem anfänglich so unfassbaren Fremden. Denken ist meiner Meinung nach kosmisch, unendlich... es ist mit dem abenteuerlichen Trieb zu vergleichen, der unsichtbare Freund, der einst mir dir auszog, um das...

Objektivität versus Subjektivität. Die ewige Diskussion um die Wahrheit. Für mich gibt es eine objektive Wahrheit; ich muss sie nicht definitiv wissen, aber erahnen, sie für möglich respektieren. So denke ich, dass wir die subjektive Wahrheit gern verwechseln mit persönlicher Interpretation von selbst Wahrgenommenen. Das ist durchaus legitim, so lange sie nicht als DIE Wahrheit postuliert wird und anderen aufgezwungen. In der unbefangenen Diskussion zwischen subjektiven Interpretationen könnten wir ja gemeinsam eine wirkliche Objektivität als allgemeingültige Wahrheit herausfinden. Sie gibt es sicherlich, weit jenseits von Eitelkeit und Ruhmsucht.


In den Händen Großer Kinder...

Das sorglose Spielen mit der Welt!

Als „dumme/r Idiot/in“Man vertraut man ihm, den „Kommunikationsdiabetiker“...

Tja, wehe, wenn Kinder an die Macht gelassen! Mark Sackaböag. „Sack“, „Zuck“, der Zuckerberg. Die süße Verlockung vorgetäuschter Freiheit. Auch ich ging vor zig Jahren ihm „vertrauensselig“ auf den Leim und folgte einer Petition gegen den Faschismus über sein Medium. Venus Fliegenfalle - einmal gelandet und gestrandet! Ich kann diesen Petitionsaufruf von „we-move-eu“ nur beipflichten und habe bereits mit Text unterzeichnet. „They trust me! Dumb fucks!“ (2004, “Zuck” vor dem Haward-Auditorium angeblich geäußert). Der Schmäh der anonymen, unbegrenzten Kommunikation entpuppte sich alsbald schon als Lüge.   

https://act.wemove.eu/campaigns/Facebook-in-die-Verantwortung-nehmen?utm_source=civimail-12630&utm_medium=email&utm_campaign=20180413_DE

>>Nicht nur, dass er die Völker betrog und abzockte, Meinungsfreiheit vortäuschte! Auch seine respektlose Art gegenüber denen, die ihn unsagbar reich machten. Und dann die Unmöglichkeit, aus seiner Falle wieder raus zu kommen. Er ist gestrickt wie viele dieser "alten Kinder", die mit der Welt spielen und am Ende für den angerichteten Schaden keine Verantwortung übernehmen wollen. Solche Typen hätten vieler Menschen Meinung nach kein Recht auf ihre "reiche Freiheit". Eigentlich ein Fall für den Internationalen Strafgerichtshof. Aber es scheint, solche Milliardäre werden bewundert und uns als "unternehmerische Helden" in den Kommerzmedien vorgeführt. Was für eine Welt ist das???<<

Als "Idioten" ("dumb fucks") bezeichnete der damals 19-jährige Harvardstudent einem Bekannten gegenüber Kommilitonen, die sich an seinem frisch gegründeten Netzwerk Facebook anmelden und freiwillig ihre Daten herausrücken. Damals nahmen gerade einmal 4000 Harvard-Studenten an dem für die Universität geplanten Netzwerk teil. Das Chat-Protokoll veröffentliche das IT-Onlinemagazin Silicon Alley Insider. Es stützt sich dabei auf einen nicht weiter genannten Informanten. Die Aussagen sind bisher nicht bestätigt. Facebook hat allerdings nicht dementiert. Und noch andere Beiträge neben dieser hier von der Augsburger Allgemeinen:

https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Facebook-Gruender-Sie-vertrauen-mir-die-Idioten-id7845701.html

http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Zuckerberg-Sie-vertrauen-mir-diese-Idioten;art16,473000

http://www.spiegel.de/video/facebook-mark-zuckerberg-ueber-konkurrenten-und-kunden-video-1754857-inline.html

http://www.lichtsprache-online.com/hintergr%C3%BCnde-zu-weltereignissen/die-facebook-falle/

Natürlich gehört er, der ja nicht mal als Urheber dieses elektronischen Sozialmediums bewiesen ist, zu den ultrareichen Gutmenschen, die dort und da mal für Sozialprojekte spenden. Na und? Mit vollen Hosen ist bekanntlich leicht stinken. Oh, wie nett, ein Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens ist er auch. Alles sehr smart und PR-dienlich angelegt. Egal und was auch immer Sympathien und Antipathien bei Einzelnen auszulösen vermögen. Tatsache ist, „Zuck“ wusste genau was er für sein Vermögen tat und tun muss und stellt sich halt vor der internationalen Presse und Kongressen naiv. Gefährlich naiv, weil wirklich naiv, sind aber die, die ihn ungeprüft und unkritisch vertrauten und noch immer vertrauen und so viel Persönliches und Intimes weiterhin ins Netz stellen und sich des interspacen Mobbings beklagen. Tut mir Leid – selbst Schuld. Ich schreibe es gern für diese Leute: „Wer sich in den Dschungel wagt, muss mit dem  Tiger rechnen!“

Verurteilung? Wenn der Bock zum Gärtner wird, bzw. sich zwei Böcke um den Garten streiten, nein, sich insgeheim arrangieren wollen... Zwecks Ausbeutung des Gartens – die Nutzfläche der „User and Loser“. Einer sät, zwei ernten reich. Man wird sich hüten, die Facebook-Gründer, die allen Interessenten - deren gibt es in Wirtschaft und Politik ja massenhaft viele – so wertvolle Konsumdaten liefern, so lange wir, der Mensch, ein multipler Rechenfaktor eben für Wirtschaft und Politik bleibt. Die Regierungen und die vermeintliche Staatssicherheit betreffend, haben Verfassungsschutzeinrichtungen sämtliche Daten in petto.

Die Büchse der Pandora ist offen. Wer hätte denn Interesse, eine Datenbank unvorstellbaren Ausmaßes wie Facebook wieder zu schließen? So wird es, wenn überhaupt, ein Pro-Forma-Prozess werden und bleiben. Tja, bewährtes Verschleppen ist angesagt, und irgendwann mal, wenn der Datendschungel ins Unermessliche gewachsen und noch undurchdringlicher geworden ist... wir uns irgendwie daran in opportuner Resignation gewöhnt haben... tja, wer denkt dann noch dran? Wie es auch beim Steinchen im Sohlenprofil ist, es tritt sich langsam ein und du merkst es nicht mehr.

Apropos interaktives Sozialmedium: Da gibt es eine weitergeleitete Filmempfehlung:

„The Social Network“ von David Fincher aus 2010 

Alles verjüngt sich (nach) oben – der Weg zur Sonne ein dünner... und mitunter tödlicher wie beim Ikarus...

Man zieht unfähige Alte von verantwortungsvollen Positionen ab, wenn niese nicht selbst generös zurück oder zur Seite treten – wie z.B. in Parteivorständen – und ersetzt sie durch unerfahrene Junge. So geht’s doch nicht, würde Hagen Rether sagen! Nämlich, weil es doch keine Rettung aus dem Dilemma, sondern Feigheit vor der Aufgabe bedeutet! Im lang bewährten Ältestenrat, im antiken Senat, da saßen doch keine Kinder, oder? Oder hätten wir Menschen als Spezies überlebt, wenn die „Greenhorns“ die Jagd geleitet hätten oder die Feldwirtschaft bestimmt? Mitnichten! Doch wir drehen justament alt bewährte, über Jahrtausende gewachsene Strukturen und Regeln um, verkehren natürliche Hierarchien ins perverse Gegenteil.

Lassen wir uns nur nicht täuschen! Hinter der heutigen, vermeintlich autonomen Führungsgeneration ziehen nach wie vor die „alten“ Puppenspieler die Strippen, die „Alte Riege“ führt Regie. Diese haben sich wegen fehlendem,  wirkungsvollem Widerstand und regulativen, korrigierenden Kontrollmechanismen zu noch dreisteren Egomanen entwickelt, haben die 68er als links-resistenter Virus überlebt, und uns als Kollektiv Schritt für Schritt wieder rückentwickelt – „Futterneid in der Underclass ist wieder in“.

Natürlich sind Jüngere schneller im Denken, im Auffassen; aber das macht sie noch lange nicht zu respektvollen, freiwillig geachteten Autoritäten. Der Mensch wird, bezogen aufs Lernen, naturgemäß vom „schnellen Brüter“ zum „langsamen Brüter“. Das ist nicht eine „gemeine“ Alterserscheinung, sondern hat System! Die Lernfähigkeit verändert nur ihre Qualität. Wie jedes Tier müssen wir in den ersten Lebensjahren schnell wahrnehmen, lernen und Situationen erfassen können, weil die „Basic“ fürs Überleben notwendig ist, nämlich die spezifisch rasche Anpassung unserer spezifisch individuellen Verhaltensweise ans hineingeborene Milieu!

Im Laufe unseres Lebens lernen wir langsamer, wir lernen dazu! Tiefer gehender. Wir beginnen zu ergründen, wir können immer mehr differenzieren, selektieren, werden darin immer präziser, können die eigene Position im kulturellen Umfeld genauer evaluieren, bestimmen... wir beginnen immer besser uns im komplexen System zu verstehen... fangen an, Metaordnungen zu erkunden und werden hoffentlich mal weise... Denn wir haben gelernt, auf das Lebenssystem Einfluss zu nehmen, es zu manipulieren, zum Eigenwohl, oder auf höherer Ebene in weiser Absicht zum Allgemeinwohl.

Der Gehirn-Guru M. Spitzer fand heraus, dass die Nobelpreisträger für Soziologie im Durchschnitt 50 Jahre alt sind; und nicht, beispielsweise 25 bzw. 30! Also scheint, signifikant für dieses Metier, Erfahrung (Zeit für Empirie, Kohärenz und Kognition) wichtig zu sein und nicht brav gelernte und rezitierte Theorien aus zweiter Hand. Die Führungsebenen krampfhaft zu verjüngen halte ich, wie gesagt, für äußerst bedenklich! Ein Beispiel aus der Zoologie im fernen, heißen Süden. Betrachten und beobachten wir die Elefanten, die wie wir, im Verhältnis einen ebenso recht großen Neokortex im massigen Schädel aufbewahren... Elefanten leben matriarchisch! Die alten, erfahrenen Kühe sind also Matriarchen. Sie führen die Herde. Die „Alte“ kommuniziert in einer, für uns nicht mehr frei wahrnehmbarer Bassfrequenz mit anderen Ihresgleichen zwecks friedlicher Zusammenkunft. Entstressung! Und sie bildet zu Lebzeiten ihre Nachfahrerin aus! Nach unserer „modernen“ Vorstellung würde ein Kalb die Herde leiten und... mit ihr zugrund gehen!  

Apropos Große Kinder und das endlos lange Herauswachsen

Wir werden älter! Wirklich? Ja, in gewisser Weise an der Quantität an erlebten Jahren gemessen, stimmt es zumindest für die industrialisierte Zivilisation, verglichen mit früher. Doch Vorsicht. Erstens gab und gibt es Naturvölker, wo ein Alter um die Hundert nicht selten war und ist. Zweitens, jetzt die grausame Wahrheit, wir leben nicht, sondern sterben nur länger. Zudem: einst typische Alterserkrankungen erobern schon jüngere Generationen, wie z.B. Diabetes, oder der Herzinfarkt.

Ab der Geschlechtsreife werden sukzessive Zellen abgebaut, sagen wir, werden nicht mehr 1:1 ersetzt. Verbrauchte Zellen werden entsorgt und frische nachgeliefert, in der Regel. Im Laufe des Älterwerdens immer weniger. Stagnation der Zytenproduktion mit tendenzieller Progression. So müssen wir halt länger mit den verbliebenen Altteilen, der bereits antiquierten Biosubstanz auskommen lernen, mit dem „Restbestand“ sorgsamer haushalten. In der vergleichsweise kurzen Ontogenese verlief es genau umgekehrt, es wird mehr nachproduziert als verbraucht und wir wachsen über uns hinaus. Danach Schrumpfung bis zum Schwarzen Loch, in das wir gnadenlos gesogen werden. Ein bisserl anders formuliert:

Die biologische Zelle als hochintelligenter Baustein aller Organismen ist dem Akku und dem nuklearen Brennstab sehr ähnlich. Ihre gemeinsame Bestimmung ist, verbraucht zu werden. Verzehrt und leer, nun totes Gewebe, werden die „Leichen“ über die Blutbahn und Ausscheidungsorgane entsorgt und durch frische ersetzt. Im Alter müssen wir also mit den verbliebenen Akkus, den alten, immer „sparsamer“ und behutsamer umgehen. Ob der ständig abnehmenden Neuzellennachlieferung sind wir gezwungen die alten Akkus neu aufzuladen. Das passiert durch Nahrungszufuhr und die unerlässliche Ruhe, wohlgemerkt die langsame Aufladung! Doch die scheint’s vollkommen regenerierte Zelle erreicht nie mehr die volle, vorangegangene Leistungskapazität. Es geht unweigerlich dem Ende zu, bis alle Zellen dermaßen irreparabel und irreversibel ausgebrannt sind, der gesamte Organismus zusammenbricht, der Herrgott den „Off“-Schalter drückt, oder so...


Die Toleranz ergreift Partei

Toleranz ist wie die Wahrheit offensichtlich teilbar; die Akzeptanz flexibel angelegt und wirkt recht flatterhaft; Respekt, das ist etwas für die Sonntagsrede.   

Wenn die USA in ihrer „Cowboy“-Mentalität zuerst schießen, dann denken, nimmt man es als Kavaliersdelikt hin, denn Amerika ist Weltordnung und bombt die Welt zum Wohle aller in eine demokratische. Da vergisst man schnell Hiroshima und Nagasaki und Vietnam und andere Kleinigkeiten, wie durchsickernde Unterstützungen mit den IS und fragwürdigste, auffallend wankelmütige und sicherlich nicht uneigennützige Kooperationen mit den syrischen Kurden. Der, den US angedichtete Aphorismus mit der Denkverzögerung  stimmt natürlich nicht – man weiß sehr wohl, was man tun wird und getan hat! Außerdem wären zugestandene Anomalien mit bedingenden Verhaltensauffälligkeiten ja pathologisch und somit gewissermaßen eine Rechtfertigung und es winkt die Strafmilderung.

Hingegen toleriert man jegliche vermutete Vergehen RUSSLANDS nicht, solche sind absolut unverzeihlich, blasen wir fromm ins gleiche Horn der Presse. Die Russen, denen wir noch immer Stalinismus und ekelhaften Kommunismus unterstellen, sind so und so und nach wie vor verdächtig der Gewalt und Diktatur. Es verhält sich bei der medial verkauften Weltpolitik wie bei den Weltreligionen, man hat zu glauben, oder man ist Ketzer und Verschwörer! „Hast du denn Beweise?“, fragt der fromme Bürger den Kritiker, sich seiner umwerfenden Schlauheit sicher. Komisch, denkt sich der, des Gegenthesenanschlags Überführte: „Er aber auch nicht den geringsten!“ Das juridisch herausragende und beispielhafte Motto „im Zweifel für den Angeklagten“ ist halt auch nur der Filmtitel eines Krimis.

Den Propaganda „Westen gut – Osten bös“ erfahren wir hier an der „relativen geopolitischen Mittellinie“ seit der Oktoberrevolution 1917. Gott sei Dank haben wir hier einen Portisch, einen Lendvai, eine Kneissl und einen El-Gawhary, die uns suggestiv freundlich erklären, wie das politische Uhrwerk der Welt tickt. Unermüdlich werden die schon verstaubten Gebetsmühlen erneut in Gang gesetzt. Gott sei Dank gibt es aber zum Beispiel auch noch eine Will und eine Maischberger für ein bisserl Relativierung des Vorgekauten in deren Polit-Talkshows.

Manche glauben, wenn sie eine Ruine als solche sanieren, renovieren, restaurieren – was auch immer den Verfall stoppt, wieder eine voll taugliche Festung geschaffen zu haben, und keiner merkt’s. Wir betreiben in Wahrheit sozialpolitische Ruinenpflege. Oder: Man gibt in die alte Karosserie einen neuen wie fremden Motor und bald darauf fliegt uns das betagte Blech um die Ohren. Die Politik wäre das Gremium der Ingenieure, die firm und teamfähig sind, neue „Festungen“ und neue „Motoren“ mithilfe der „Bauarbeiter“ und „Mechaniker“ so zu konzeptionieren, dass für niemand ein Schaden entsteht, eher mehr an Nutzen. So lange aber es ein Gros an Nutznießer des System gibt, bzw. eine nicht unerhebliche Masse an Menschen, die sich darin etabliert haben, so lange wird sie keine wahrhaftige Solidarität zu jenen empfinden, die in dieses System als existenzielle Bedrohung erfahren, nicht nur spüren, wie es oft so flapsig heißt.

Wir tolerieren, was uns angenehm ist und nicht unmittelbar schadet. Wir tolerieren ein System, das wir aktiv wie passiv miterschaffen haben, wir tolerieren, dass Solidarität ein fesches Schlagwort bleibt. Lifeball, ganz aktuell, repräsentierte wieder nur eine ganz bestimmte Gruppe Betroffener, die Millionen Hungernden zum Beispiel werden mangels Ansehnlichkeit und Schick nicht eingeladen. Ausgrenzung am Lifeball – ein Event für das Recht auf Leben. Auch solche sozialästhetischen Makel tolerieren wir und pochen auf unser Unterhaltungsrecht!

Politik wäre das geistige Gerüst der Vernunft für ein friedliches Zusammenleben von Individuen, die emotional, spirituell und physisch sich nicht allzu wesentlich unterscheiden, aber trotzdem und zu Recht auf ihre Einzigartigkeit bestehen.

Die Vernunft toleriert nur Vernünftiges und die Toleranz hebt sich damit schon in der gelebten Selbstverständlichkeit auf; so sinngemäß F. Dürrenmatt, wie auch das über den Zeitgeist, der, wie jede intellektuelle Mode seiner Zeit, seine Version von Wahrheit den Lesern aufdrückt! Und dennoch las ich ihn gern!


„La Zad“

Skandale unter Macron

Das Prinzip der Résistance hat kein Ablaufdatum. Der Widerstand gegen Unrecht...

Es liegt in der evolutionär gewachsenen Natur des Menschen, in seiner sich stetig entwickelnden „Software“, sich gegen empfundenes Unrecht aufzulehnen. In Folge eine übernommene Aussendung von den „Aktiven Arbeitslosen“:

>>Gerade in Zeiten der Prekarisierung und Massenerwerbsarbeitslosigkeit

ist es wichtig, echte und selbst organisierte Alternativen zum Kapitalismus zu ermöglichen und die Zerstörung der letzten Reservate nicht-kapitalistischer und nicht-staatlicher Gebiete für ein selbst bestimmtes Leben zu verhindern. Im Sinne der internationalen Solidarität und des Kampfes um eine demokratische Gesellschaft mit vielfältigen Möglichkeiten für ein selbst bestimmtes Leben und Wirtschaften unterstützt der Verein "Aktive Arbeitslose Österreich" folgenden Aufruf mit basisgewerkschaftlichen Grüßen,

Mag. Ing. Martin Mair, Obmann

Solidarität mit La ZAD - am 9. Mai 2018, 11.00 Uhr wurde die Solidaritätserklärung vor der Französischen Botschaft übergeben.

Die Presse-Ankündigung: Zahlreiche Kollektive, Gemeinschaftsprojekte und Einzelpersonen haben die Solidaritätserklärung des Europäischen Bürger/innenforums mit „La ZAD“ in Notre-Dame-des-Landes unterzeichnet. Eine Delegation wird am 9. Mai 2018 um 11.00 Uhr der französischen Botschafterin diese Unterschriften überbringen, um gegen das brutale Vorgehen des französischen Staates gegen die legitimen Besetzer/innen des 12 Quadratkilometer großen Geländes zu protestieren.

Nach jahrzehntelanger Auseinandersetzung hatte die französische Regierung den Bau eines Flughafens in Notre-Dame-des-Landes im Januar 2018 aufgegeben. Die Besetzer*innen, Bäuerinnen und Bauern, die gemeinsam Widerstand gegen das Flughafenprojekt geleistet hatten, begannen daraufhin Verhandlungen mit Regierungsvertretern für eine langfristige sozial-innovative Nutzung des Geländes.

Doch am 9. April 2018 haben 2500 Gendarmen begonnen, die Projekte der Besetzer/innen mit brutaler Gewalt zu zerstören. Der Widerstand vor Ort und in ganz Frankreich sind groß, da auf dem Gelände zahlreiche Gemeinschaftsprojekte gewachsen sind. La ZAD ist besonders für viele junge Menschen in Frankreich zu einem Symbol für den Widerstand gegen sinnlose Großprojekte und für eine andere Gesellschaft geworden. Die Zerstörung von La ZAD soll dieses Symbol und die Hoffnungen, die damit verbunden sind, zunichte machen.

Die Gendarmerie hat angekündigt, ab dem 14. Mai 2018 alle Personen, die keine individuellen Anträge auf Nutzung des Landes gestellt haben, zu räumen und monatelang auf dem Gelände zu bleiben, um den Wiederaufbau der Gemeinschaftsprojekte zu verhindern. Jürgen Holzapfel vom Europäischen Bürger/innenforum sagt dazu: „Wir haben den Eindruck, dass die französische Regierung versucht, eine Pax Romana im Land der Gallier durchzusetzen. Für uns kann sich die deutsch-französische Freundschaft nicht auf gegenseitige Besuche von Regierungsmitgliedern beschränken. Diese Freundschaft kann nur leben, wenn wir uns auch in gesellschaftliche Konflikte einmischen. La ZAD ist für uns, über die Grenzen Frankreichs hinaus, eine Hoffnung gegen die Individualisierung der Gesellschaft und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche.“

Kontakt: deatforumcivique.org

Jürgen Holzapfel Tel. 0172-2154127 <<

Blau-schwarz-türkiser Drainagenbau

Regierung trocknet unseren Gesundheitsbereich aus!

Im Auftrag ihrer MajEUstät... staatliche Diät!

Zermahlen zwischen den neoliberalen Mühlsteinen. Die generelle Forcierung des Marktfaktors in Gesundheit und Sozialem bewirkt den gleichzeitigen Solidaritätsabbau. Man schafft neue und tiefere Klüfte zwischen den ohnehin im Spannungsfeld liegenden Sozialgruppen, die man bewusst in diese kritische Situation manövriert hat, und, diese es geschehen ließen. In Zukunft laut Regierungskonzept mehr, also letztlich mehrheitlich Arbeitgebervertreter im Vereinsvorstand der Kassen und Sozialversicherungen. Warnungen dahingehend wurden in den Wind geschlagen, dass das große EU-Ziel lautet: Privatisierung der bislang staatlichen Krankenversorgung, sprich Spitäler. Mehr darüber von der Solidarwerkstatt:

https://www.solidarwerkstatt.at/soziales-bildung/eu-kommission-applaudiert-schwarz-blauem-angriff-auf-sozialversicherung

Tja, wir sind einer anorektischen, einer magersüchtige Regierung ausgeliefert, was den staatlichen Verwaltungsapparat betrifft. Selbst Schuld, die diese wählten, sagen viele und die vielen Anders- und Weißwähler und Nichtwähler, wie vielleicht bald Geläuterten kommen trotzdem zum Handkuss.


Die (un-)gewollte Arroganz der Historiker...

... kann mundtot machen! Wenn man es zulässt...

Wie oft lese ich bei „nachschlagenden“ Recherchen in Enzyklopädien, Lexika und sonstiger Literatur „Ursprung und Herkunft, zumindest nicht genau bekannt...“, „Man vermutet...“, „Es existieren Interpretationen...“ u.s.w. Die gegenwärtige Geschichtsschreibung finde ich fast schon arrogant, weil sie sich letztlich noch immer auf Vermutungen stützt, Rückschlüsse konstruiert, weil heute Entdecktes, schon durch morgen Entdecktes überholt und widerlegt sein kann; weil so genannte Experten glauben, die Wahrheit gepachtet zu haben und von uns „Laien“, „Amateure“ und „Hobby-Historiker“ erwarten, bedingungslos an sie zu glauben; weil es sich zu guter letzt eben auch nur um einen Sammelband von Geschichten handelt – gesehen, erzählt, aufgeschrieben -, in der die nicht seltenen, subjektiven Auslegungen als unumstößliche Wahrheit uns indoktriniert werden; weil sie somit andere Sichtweisen als Schauermärchen, als Verschwörungen oder Pseudowissenschaften abtun, den Andersdenkenden diskriminieren und schlussendlich hochnäsig ignorieren. So läuft’s doch nicht, würde da der Hagen sagen...

Anhand meiner aktuellen Vertiefung in die Anfänge der Philister und Phönizier - von der fragwürdigen, europäischen Geschichtsüberlieferung der Indianer will ich mal hier den Leser verschonen - wurde ich wieder auf diese, meine Erkenntnis gestoßen. Mich verwunderte es, dass ich im Internet-Lexikon „Wikipedia“ zwischen diesen beiden alten Kulturen keine Querverweise fand, obwohl sie zur selbigen Zeit – so rund 1.000 v. Chr. - am selbigen Ort angeblich zu wirken begannen. Beide waren des Schiffsbaues mächtig und vermutlich, in der Levante „gestrandete“, Seefahrervölker, deren faszinierende Schiffe man rudern wie segeln konnte.

Nicht nur das kleine, multikulturelle Europa wollte die Welt erkunden, alle anderen auf den fernen Kontinenten doch auch, oft parallel vice versa, oder gar schon früher. Christoph Kolumbus, unser Entdecker von Amerika, wird immer mehr zur Randfigur und von anderen in den Schatten gestellt. Die Wikings, die Phönizier, die Araber, die Ägypter, wer weiß, ob auch nicht indianische Seefahrervölker schon Europa oder andere, ferne Kulturen – die Maoris Neu Seeland, wie wir wissen – entdeckt hatten, jedoch halt nichts für die interessierte Nachwelt schriftlich hinterließen. Was heißt das? Was ist Fazit? Lassen wir bitte Geschichte lebendig und korrigierbar bleiben! Als wunderbare „Große Geschichte“, in der wir alle vorkommen, jede Kultur unverzichtbar ihren Platz darin hat!

Bewiesen ist für mich nur das, was ich selbst erlebte und ich mich daran lückenlos erinnern kann. Doch nicht mal da ist eine Objektivität gesichert, weil wir es kaum vermeiden können, subjektiv emotional zu färben. Zum Beispiel haben meine Eltern den letzten Weltkrieg als Jugendliche in ihrem unmittelbaren Umfeld erlebt und gespürt. Sind sie nun objektiv, können sie heute rein aus der bereits ziemlich distanzierten Metaperspektive, also neutral urteilen? Ich weiß es nicht, aber ich vertraue ihrem Gedächtnis, obwohl Erinnerungen nun mal an die Emotion gekoppelt sind. Natürlich ist es zweifelsfrei, dass Krieg ein absolut verabscheuungswürdiger Zustand ist. Vielleicht ist dies ein ungeeignetes Beispiel dafür, was ich sagen will. Nämlich, dass ein freies Denken ständig den Input prüft, vergleicht und gegebenenfalls in Frage stellt, sich eine eigene Meinung bildet, eine eigene Sichtweise einnimmt, ein eigenes Weltmodell konstruiert. Alles andere ist Glaubens- und Vertrauenssache – wir entscheiden ob wir etwas glauben, ob wir dem Erzähler vertrauen wollen. 


Gedankenblitze

Ungeordnete Einfälle und Assoziationen

„Durch die Bank“

++ Es geht ja gar nicht mehr um den bösen IS, es geht um die bösen Russen und bösen Perser im Syrienkrieg. Tja, so gesehen ein medienpolitisches Rollenspiel... ++ SBGLTW – 64% Wahlbeteiligung wäre schon eine klare, demokratische Aussage und relativiert den Wahlsieg. ++ Amokläufe in (und möglicherweise wegen) Amerika nehmen zu... ++ Demagogen statt Ideologen, Faschisten statt Idealisten, Manipulatoren statt Navigatoren, Verführer statt „Führer“ an der Macht – las ich kürzlich irgendwo... ++ CHI, die auf einen Fokus konzentrierte Kraft, die Unglaubliches zu vollbringen vermag, aus der asiatischen Körperschulung – und CHI, als der 22. griechische Buchstabe... ++ Alles was uns umständlich und kompliziert die Mystik und den Glauben nahe bringen und in uns festigen soll, uns geradezu indoktriniert wird, hat mit wahrer Mystik und dem Glauben an einen imaginären, kosmischen Spirit, an die alles durchdrungene Spiritualität, an eine überirdische Geistesmacht, an für uns nicht sichtbare Kräfte, etc. nichts zu tun. Im Einfachen liegt die Genialität! Keine tausend Seiten heiliger Schriften, langwierige, komplizierten Berechnungen und lebenslange Analysen und Studien – „das studierte Verständnis“ - sind der Beweis für erhoffte Offenbarungen. Es machte mich schon als Kind stutzig. Es geht ums Wahrnehmen mit allen Sinnen, ums tiefe Empfinden für Harmonie, für Schönheit, für die so genannte Ästhetik, die in allem liegt. Wenn man  unbedingt der Worte bedarf, dann genügen diese zwei: Liebe und Respekt!

(kurze Pause...)

++  In der Illumination steckt da nicht die Illusion? In der Imagination nicht die Magie? Hat der Nomade etwas mit der Monade – gedachte Einheit, Einfachheit – gemeinsam, außer, dass sich beide Begriffe wunderbar reimen ließen? Aber dieses gedachte Ganze, die unsichtbare Unität, noch lange nicht fix und starr irgendwo am Firmament aufgehängt ist, sondern ständig sich in Bewegung befindet, also nomadisch ist - „isn’t it?“ Oder hat z. B. das Parlament mit dem Lamentieren etwas Abgeleitetes an sich? Jammern, Zetern, Greinen, Meckern, Motzen, Wehklagen, Schimpfen, Klagen... mit „par-“ als griechisches Präfix - für neben, gleichzeitig, während, z. B. parallel – bedeute dann wortwörtlich und beispielsweise „Meckernde Parallelgesellschaft“. Tja, kein Wunder bei solch einer Definition... ++ Statt Antiaging neu im Lifestyle-Trend: Anti-Ätsch, stop the age is flop for you Raceaging“, die greis-sägende Wahrheit, brutal, aber leidensverkürzend! Lerne mit dem Furchenfakt zu leben! ++ Spargelzeit – Lenz und Lust; der ewig freud’schen Kastrationsangst ganz offiziell und öffentlich ein kulinarisches Schnippchen schlagen – grün oder weiß ist da nur mehr die Frage und die Wahl des Ejakulatersatzes im Dip-Schüsselchen; ein fein schmeckender fellatio-kannibalischer Akt in geschlechtlicher Gleichberechtigung vereint genossen... ++ Vernalisation bedeutet in der Nutz-Botanik Kältereiz zwecks Keimbeschleunigung. Wir Menschen brauchen es scheinbar auch, durch eine begünstigend stagnierende Sozialpolitik, damit wieder soziale Wärme entstehen kann... doch der Mensch lebt nicht von Lust und Liebe allein unter launischen Leuten... er mag offenbar das Leid am Weg zu seiner Heiligkeit... ++

(kurze Pause...)

Heuer verlasse ich meine pentagonische Dekade des Rock’n Roll, Blues and Cool Jazz und liefere mich den „Roaring Sixties“ aus. Meine Textur der Haut hat sich erwartungsgemäß weiter vertieft und verdichtet, scheinbar ist ja immer mehr Pergament vorhanden. Die Gravitation beweist sich an der fortschreitenden Demutshaltung der biologischen Endlichkeit gegenüber, das erzwungene Ritual in Respekt vor Urmutter Natur. Ich untermauere die mutige bis leichtfertige These des qualitativen Alterns. ++ Wir reden – wohlgemerkt reden – über Rechtsrucke, re-nationalistische Tendenzen und neoliberales Aufflammen und die konzerkapitalistische Diktatur in Europa und womöglich der ganzen Welt; ich nenne es mal so: „Blüte des kapitalen Rassismus“! ++ Experten verschiedener Wissensdisziplinen meinen, Bestrafungsabsichten fußen im Altruismus, der Selbstlosigkeit, der Uneigennützigkeit. Aus den Motivationen, primär einen Akt der Gerechtigkeit, als einen der Abschreckung zu setzen. Ich seh’s anders, nämlich als Instrument zur Unterdrückung mittels Angst und Gewalt! ++ Einsichtslosigkeit bis Einfältigkeit. Wenn Menschen uneinsichtig bleiben, aus Angst vor unangenehmer Selbsterkenntnis infolge eingestandenen Selbstbetruges, der fatalerweise auch das Umfeld schädigt, zumindest verhöhnt... tja, wie verfährt man mit solchen „Unpersönlichkeiten“, vor allem dann, wenn sie sich als Elite sehen? ++


Lesen sie gern?

Selbst und fremd erlesenes empfohlen

„Winter in Maine“ von Gerard Donovan; kalt, einsam, still, abenteuerlich, im Milieu der Isolation unweit der Zivilisation, welche zunehmend als bedrohlich empfunden wird... in sich gefangen, dann plötzlich der einzige...

„Tage der Toten“ von Don Winslow; eiskalt, skrupellos, mörderisch, in diesem Stil minimalistisch geschildert, in blutigen Wortfetzen, Worte, die wie tödliche Projektile im Schnellfeuermodus abgefeuert werden; die brutale Welt der Drogenkartelle und ihre korrumpierend Strategien mit Behörden, die  eigentliche, politische Macht im Hintergrund, unter dessen regionaler Patronanz Kinder ihre Altersgenossen umlegen, um als Elitennachwuchs aufzusteigen; vom Fachautor direkt aus der Realität geschrieben...

„Das finstere Tal“ von Thomas Willmann; übrigens, die Verfilmung ist überraschenderweise genauso gut wie das Buch...

„Angstspiel“ von Birgit Schlieper; das anfangs harmlose Chatten entpuppt sich als mörderisches Spiel...

„Hagazussa“ von Anita Stelzer; eine spannende, wie faszinierende Reise ins Noricum der letzten Tage... „Germanen christianisiert man nicht, die haben Göttinnen genug!“, wäre die sich aufdrängende Erkenntnis daraus

„Ein blendender Spion“ von John Le Carré alias David John Moore Cornwall; hier gibt der geheimnisvolle Krimi-Starautor mittels Roman etwas von sich und seiner Vaterbeziehung preis...

„Im Verborgenen“ von Ljuba Arnautovic; empfohlen von einem, der einem  nimmersatten Argentinosaurus gleich den Literaturdschungel unermüdlich abweidet.

„Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“ von Dee Brown; wahre ausgesuchte Geschichten über widerstehende Häuptlinge – laut Brown vielleicht die größten amerikanischen Heroen... - in den letzten 30 Kriegsjahren der Weißen gegen die Roten sorgten für ein historisch wertvolles Werk über ein fast gänzlich ausgelöschtes Volk; „...und sollte der Leser dieses Buches einmal sehen, welche Armut, welche Hoffungslosigkeit, welcher Schmutz in einem heutigen Indianerreservat herrschen, dann wird er vielleicht besser verstehen können...“ (Dee Brown).

„Die Tagesordnung“ von Eric Vuillard; im Hinterzimmer der Macht unter Hitler, wo ihm Konzergiganten die Hand reichten...

 „64“ von Hideo Yokoyama; ein über viele Jahre entstandener Krimi, im Tokio 2003 spielend, und jetzt übersetzt auf den Buchladentisch kommt. Und diese alles unterdrückende, beängstigend kultivierte Höflichkeitsetikette und die „samuraisch-selbstzerstörende“ Gesichtswahrung. 

Diese Liebe“ im Original „Cet amour-la“ von Yann Andrea und Andrea Spingler übersetzt; die biographische Erzählung über die letzten Jahre der Autorin Marguerite Duras und ihre so „ungleiche“ Liebe wurde nicht viel später verfilmt. Ich weiß nicht warum ich darauf stieß und mir die Daten herunter lud und  kopierte. Vielleicht sollte ich mir dies Buch anschaffen...


Apropos Liebe,

die alles überdauernde Kraft

Ich denke,

am Ende wird sich, die alles durchdringende, die kosmisch-osmotische Kraft der Harmonisierung siegen. Es ist vergleichbar mit der passiv-dynamischen Energie des Wassers, welches unaufhörlich den Fels zu höhlen, auszuschwemmen und am Ende mit sich zu reißen vermag. Es ist in uns der Treibstoff, der das stete Bemühen um eine gerechte Gesellschaft entfacht oder den „Götterfunken“ namens „Liebe und Respekt“ am Glühen hält. Ich traue uns allen durchaus zu, das zu werden, was wir im „Plan“ längst sind. Die „Störfaktoren“ aus unserer Mitte, die vermutlich ebenso Teil des Plans sind, werden sich nicht ewiglich halten können und bewirken letztendlich die weitere Qualifizierung und Konkretisierung des Widerstands und in Folge den unvermeidbaren Systemwechsel.


Gute Adressen!

Auch zur Erhaltung der Meinungsvielfalt!

Die wahre Bildungsreform beginnt im eigenen Kopf!

Von den Aktiven Arbeitslosen Österreich - über die traurige Wahrheit am Arbeitsmarkt; immer wieder äußerst wichtige Aktionen gegen das herrschende Unrecht an Arbeitsmarktausgegrenzten und „Erste Hilfe“ für Betroffene:
http://www.aktive-arbeitslose.at

Von der Solidarwerkstatt – für ein freies, solidarisches, neutrales und weltoffenes Österreich!
https://www.solidarwerkstatt.at/

Von Amnesty International:
https://www.amnesty.at/

Von der Volkshilfe – für ein Mitleben statt Überleben:
http://www.volkshilfe-wien.at/cms/cms.php

Von „Jo’Mei“ - ein barrierefreies Zusammenleben erfordert „barrierefreies Denken“:
http://www.bmin.info/WordPress/NR.html

Von SHG-Mobbing, Graz - für eine Gesellschaft, die kein Mobbing mehr nötig hat:
http://www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at/
https://www.mobbing-konkret.at/about/

Aktuelles von Lopatka-Gutacher, das auch in den Kommerzmedien thematisiert wurde:
https://kurier.at/chronik/oesterreich/fall-lopatka-der-eigene-arzt-treibt-dich-in-suizid/241.053.901

https://diepresse.com/home/innenpolitik/1577792/Die-Macht-der-Sachverstaendigen?parentid=4101306&act=2&isanonym=null#kommentar4101306

Vom Verein „Epicenter.Works“ (alt AK-Vorrat) - für menschenrechtskonformen Bürgerschutz:
 https://epicenter.works/

Vom Verein „Aufstehn“ - für eine gemeinsam zum Frohsinn veränderbare Gesellschaft:
https://actions.aufstehn.at/

Von Lobby Control, DE - gegen Wirtschaftslobbyismus im Parlament!
https://www.lobbycontrol.de/

Von Campact, DE - Politik muss in Bewegung bleiben - eine Kampagnen- und Aktionsplattform
https://blog.campact.de/

Von WeMove.EU - eine Bürgerbewegung für ein besseres Europa!
https://www.wemove.eu/de

Von NPR-NEWS – wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
http://npr.news.eulu.info/

Vom „ULP-Stick“ - für zwangsfreie Kritik, konstruktive Lösungsvorschläge und Kooperationsdenken:
http://kritisch-konstruktiv.over-blog.de/2016/01/2016-das-jahr-der-verschlusselung.html

Vom „Info-Sperber“ – der sieht, was andere übersehen
https://www.infosperber.ch

Im „Querdenk-Modus“ – angstfrei sagen können und wollen, das, was man denkt; nur so kann Demokratie funktionieren!
http://quer-denken.tv

Morgendämmernde Alternativen zu den „Westside-Stories“:
https://deutsch.rt.com
https://de.sputniknews.com

Vom « Andy-the-neighbour » angeregt: „Schreib auf und wirf ein, was dich bewegt“
https://rundbriefkasten.wordpress.com

Von Dipl. Päd. Maria LiedermannGanzheitliche Heilkunde, Gesundheitsberatung, diese außergewöhnliche Frau hat nicht nur meinen Kindern erfolgreich geholfen!
http://www.liedermann.at/cms

Von DDr. Ferdinand Sator – ganzheitlich behandelnder Kinderarzt in einer Praxisgemeinschaft der therapeutischen Vielfalt, F. Sator war viele Jahre unser Kinderarzt des Vertrauens!
http://www.praxisgemeinschaft161.at

Von Arche Noah - altes Bio-Saatgut erhalten!
https://www.arche-noah.at

Von Sepp Holzer - Der „Agrarrebell“, Alternative Lebens- und Ernährungsweisen
http://www.krameterhof.at/cms60/index.php?id=129


Gesendet mit herzlichen Grüßen

eines „besessenen“ Analytikers, der alles und auch das Nichts analysiert, wie z.B. mich, dem voll und ganz bewusst ist, dass er als sein eigener Lektor den Fehlerteufel nicht völlig isolieren kann und hin- und wieder die Kobolde der Wortverspieltheit ihren Schabernack mit ihm treiben, oder ist er gar von Heyoka, dem Donnerträumer heimgesucht worden? Mit diesen Anlagen kommentiere ich zeitgeistige Phänomene und aktuelle Themen. Alles in allem bin ich wohl ein Polemiker, ein „Pamphleteur“ und „Kalaue“, ein pedantischer Ausschweifer - dank seiner nicht zur Ruhe kommen wollenden „Tastenklauen“. Und doch bin ich stets auf der Suche nach der perfekten, unmissverständlichen Formulierung, akribisch durchforste ich dahingehend unsere so nuancenreiche Sprache, auch mit dem Anspruch, mit ihren Worten zu malen. Und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann neige ich dazu, es auf Verbiegen und Erbrechen durchzusetzen. Als überzeugter Konfessionsloser und Freidenker empfinde ich, vermutlich gerade deshalb, diese Welt als eine faszinierend spirituelle. Am Ende oder zu Beginn meiner Sendungen mit gelegentlich satirischen und anthologischen Zügen lege ich, euch/Ihnen immer wieder mal Links ans Herz, die für eine gerechte, friedvolle Welt eintreten, eine Welt, in der  Lebenssinn und Lust am Leben höchste Priorität hat! Denn Lebensfreude ist das höchste, das eigentliche Menschenrecht! WWW.RE-SPECT.AT Was mich interessiert und ich hinterfrage, sind persönliche Beweggründe aktiver Politiker, die eine Welt voller Kriege und Gewalt und sozialem Unrecht gestalten und bewahren, sie zumindest tolerieren. Vom gestaltenden Politiker zum reflexartig verwaltenden. Zudem mag ich ernste Gesichter lieber als zwanghaften Grinsvisagen. In meiner Kindheit schon hat sich in mir ein Grundsatz gefestigt: Entweder gibt es für alle einen Grund zum Feiern oder für niemand! Die Große Freudenfeier nach Überwindung der nur gemeinsam erreichbaren, nächsten Evolutionsebene, wo Lebensgenuss oberste Priorität hat, steht uns noch bevor. Mir ist Sozialmoral bzw. Sozialethik zu wenig und trotz Wissen von der Gefahr einer Überforderung stelle ich mit Sozialästhetik an uns alle die höchsten Ansprüche. Also gut, ich gestehe, ich bin frei ordinierender Mystiker und Demokrat – Demokrat im wahrsten Sinne des Wortes - und autodidaktisch verbildet (Bildungswildwuchs), dennoch überbringe ich hier weder Heils- noch Hiobsbotschaften, sondern gebe lediglich als dramaturgischer Denker zu bedenken. Übrigens, Kritik nehme ich gerne an, solange Inhaltsteile nicht aus dem Kontext gerissen wurden, insofern nehme ich auch keine Verantwortung für anderswo veröffentlichte, aus dem Zusammenhang gerissene Texte und Textteile und subjektive Interpretationen meiner Inhalte! Ich stehe zu meiner Intoleranz gegenüber Dummheit, vor allem wenn sie mit akademischem, rein theoretischem Wissen kaschiert ist. Zudem ignoriere ich meinen vor vielen Jahren unbedacht, genau genommen versehentlich eröffneten und fatalerweise nicht löschbaren Facebook-Account! Danke für ihre Interesse, Geduld und erhofftes Verständnis!

FIN

Treffen Aktive Arbeitslose Kärnten am 6.6.2018

Liebe Kärntner Mitglieder der AAÖ und Interessierte,

der nächste Termin für ein mögliches Regionaltreffen, das wieder nur gegen Voranmeldung stattfindet - ist diesmal Mittwoch, 06.06.2018, 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr; Kellergeschoß Volxhaus Klagenfurt.

Anmeldeschluss: Dienstag, 05.06.2018, 20 Uhr.

LG und schönen Feiertag bzw. schönes Wochenende,

Andrea