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Beratungs- und Betreuungseinrichtungen (BBE)

itworks Burgenland top4jobs: AMS-Info aus einer Zuweisung

Aktiver Admin am Fr., 27.03.2015 - 12:10
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Inhalt der Veranstaltung:

-Aufnahmegespräch
-Case Management - Assessment und Betreuungsplanung
-Unterstützung bei sozialen und persönlichen Problemen
-Kompetenzerwerb: Themenzentrierte Workshops aus dem Bereich Bewerbung und
Arbeitsmarkt. Vermittlung in Arbeitstrainings und Praktika, Vermittlung
von Know-how in Beratungsgesprächen,
Vermittlung in AMS-Kurse und externe Qualifizierungen
-Aktive Bewerbung und Vermittlung in den Arbeitsmarkt: Gruppenoaching und
Bewerbungsunterstützung, Begleitung zu Bewerbungsgesprächen, aktive Vermittlung in den
Arbeitsmarkt, Aquisition von Betrieben/offenen Stellen

max. Verweildauer: 9 Monate
Nachbetreuung: max.3 Monate

VOSICHT FALLE: Beratungs- und Betreuungseinrichtungen durch externe Kursinistitute dürfen nur bei der Arbeitssuche unterstützen, aber keinesfalls diese anleiten oder überwachen. Sie dürfen daher auch keine durch Sanktionen erzwungene Arbeitsvermittlung machen und schon gar nicht in "Arbeitstrainings", ebenso dürfen sie nicht zu anderen AMS-Kurse "vermitteln".

Caritas Wien: Step2jobs

Aktive Arbeits… am So., 08.03.2015 - 15:03
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VORSICHT FALLE "Betreuungsvereinbarung": Grundsätzlich darf bei einer vom AMS unter Androhung von Sanktionen zugewiesenen Maßnahmen die Teilnahme nicht von der Unterschrift unter einer privatrechtlichen Vereinbarung abhängig gemacht werden. Denn alles was aufgrund von privatrechtlichen Vereinbarungen (Förderanträgen!) gemacht wird, ist laut Verwaltungsgerichtshof nicht sanktionierbar und daher freiwillig. Folgende zwei Punkte bei den step2jobs-Vereinbarungen sind nach wie vor rechtswidrig und sollten daher rausgestrichen werden:

  • Rufbereitschaft Mo - Fr von 8:00 bis 16:00 unter Angabe einer Telefonnummer. Arbeitslose sind laut Verwaltungsgerichthof nicht verpflichtet, auf Abruf bereit zu stehen (GZ 2002/08/0131) und dürfen auch telefonisch schwer erreichbar sein (GZ 98/08/0289)
  • Weiterführung der Betreuung wenn mensch nach einer kurzen Arbeit wieder arbeitslose wird. Da mit der Aufnahme einer Arbeit das AMS und die MA 40 kein Recht mehr haben, einen durch "Betreuung" zu überwachen endet jede Pflicht zur Teilnahme an einer AMS-Maßnahme mit der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Arbeit. Das AMS bzw. die MA 40 müssten dann erneut schriftlich zuweisen!

VORSICHT FALLE Datenweitergabe: Es werden rechtswidrige Zustimmungserklärungen zur Weitergabe von Daten vorgelegt. Diese können Sie jederzeit wiederrufen, ohne dass das AMS Ihnen den Bezug sperren darf (GZ 96/08/0042, GZ 96/08/0308). Sie können auch eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde machen! Betroffene bitte bei Aktive Arbeitslose Österreich melden! kontakt@aktive-arbeitslose.at

Erfahrungsberichte

Von einem Sinnloskurs in den nächsten: dieberater, murad & murad, team4, bbrz, ip center, itworks, jobtransfer (Winter 2014/15)

Aktiver Admin am Di., 03.03.2015 - 21:25
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Als ich im Jahr 2005 meine zweite Lehrstelle zum Einzelhandelskaufmann verloren hatte musste ich mich zum ersten Mal beim AMS-Jugendliche als arbeitslos melden. In der ersten Zeit bekam ich hin und wieder Stellenangebote aber immer wieder absagen auf die Bewerbungen.

Nach ungefähr 5 Monaten musste ich einen Kurs bei ''dieBerater'' in der Nähe von der Philadelphiabrücke besuchen wo es hieß dass mir dort geholfen wird bei der Jobsuche. Da dies mein erster AMS-Kurs damals war wusste ich zu dieser Zeit noch nicht was genau dort gemacht wird. Die ersten 3 Wochen mussten wir nur vorm PC sitzen und Bewerbungen schreiben was wir auch taten. Der Trainer beobachtete uns genau im Auge und redete sofort laut wenn keiner aufpasste oder was anderes tut. Wir bekamen auch Bildungsangebote wie ECDL oder Kochkurse. Ich entschied mich dann den ECDL-Core zu machen schaffte aber nur die ersten 2 Module, schmiss das ganze hin und konzentrierte mich auf die Jobsuche. Nach den ersten 3 Wochen hieß es dann ich müsse zu einer anderen Zweigstelle von ''dieBerater'' gehen um den Kurs weitermachen zu können, diese befand sich in der Nähe von Schönbrunn. Dort waren wir eine kleine Gruppe wo wir zuerst Plakate zeichnen mussten um uns zu präsentieren. Die letzten 2 Wochen des Kurses mussten wir Filme schauen und Zukunftspläne schreiben wie wir uns den zukünftigen Job vorstellen.

Ich fand dann aber 2006 meine dritte Lehrstelle, brach diese dann aber nach einen Jahr ab weil ich schlecht behandelt wurde und ich kurz vorm Burnout war.

Als ich mich 2007 wieder als arbeitslos gemeldet habe bekam ich im Dezember einen Kurs der im ersten Bezirk war und ''TEAM'' oder so hieß, die Kurszeiten waren vormittags und nachmittags. Dort mussten wir 4 Wochen lang nur über uns reden, vorm PC sitzen und uns zu Tode langweilen. Als der Kurs dann zu Ende war hieß es dann dass es eine Nachbetreuung einmal monatlich gibt und da musste ich dann einmal im Monat zum Kurs gehen und für ca. 10-15 Minuten mit dem jeweiligen Coach reden und einmal schlug ich ihm eine Ausbildung beim WIFI vor und da wurde er völlig unhöflich und meinte ich solle ''hakeln geh'n'' um mir diese zu bezahlen.

Im Jahr 2008 war ich zweimal beim selben Kurs von ''dieBerater'' in der Siebenbrunnengasse, ich machte den ECDL-Core und Advanced und einige andere Module, nichts half weiter. Wir mussten dort Plakate zeichnen, vorm PC sitzen und auch eine fiktive Firma gründen und diese auf Plakaten präsentieren, irgendwelche Spiele mussten wir auch spielen und ich fragte mich die ganze Zeit was das mit Jobsuche zu tun hat und merkte dass das sinnlos ist.

2009 schickte mich das AMS zu der bekannten Leihfirma ''itWorks'' wo ich einen Arbeitsvertrag für 2 Monate unterschreiben musste und war dann eine sogenannte Transitarbeitskraft. Aber in diesen 2 Monaten musste ich dort nur jeden Tag vorm PC sitzen und nach Jobs suchen dann wurde der Vertrag gekündigt und wurde zum AMS zurück geschickt.

Als ich 2010 aufgrund psychischer Probleme zum BBRZ geschickt wurde musste ich den reinsten Psychoterror dort mitmachen. Es werden dort einem irgendwelche Diagnosen und Krankheiten vorgeworfen und unterstellt die man gar nicht hat, dann muss man bis zum Kursende vorm PC sitzen, Plakate zeichnen und irgendwelche Module (Handwerk, Rechnen,...) mitmachen. Datenschutz scheint dort auch keiner zu sein. Ich war dann nur froh dass das vorbei ist und ging wieder zum AMS. Ich schlug diesmal eine Ausbildung beim WIFI im Medienbereich vor und da hieß es nur dass man diese nur mit einer Einstellzusage bezahlt bekommt und schlug als Alternative die Abendschule vor und da hieß es dass dies beim AMS nicht berücksichtigt wird. Ich wusste dann nicht mehr weiter und fand dann einen Job aber nur für 14 Tage und dann ging beim AMS wieder alles von vorne los.

Ich bekam im Dezember wieder einen unnötigen Kurs bei ''Murad & Murad'' wo man hauptsächlich nur vorm PC sitzt, Plakate zeichnet und quatscht. Ich schlug dann beim AMS-Donaustadt nochmal die Ausbildung beim WIFI vor und bekam auch dann den sogenannten Vorbereitungskurs für eine Ausbildung zum Printgrafiker bezahlt und da hieß es auch gleich dass ich auch die Ausbildung bezahlt bekomme. Nach den Vorbereitungskurs kam dann die große Entäuschung, die Ausbildung wurde dann mit der Begründung ''es gäbe keine Stellen für diesen Beruf'' und ''wir haben keine Empfehlung''. Ich wurde dann ins ''ipcenter'' und zum ''BIT'' geschickt wo dann immer wieder das gleiche rauskam und abläufte und nichts brachte.

Ich entschloss mich die Lehrabschlussprüfung nachzuholen und bekam einen Vorbereitungskurs finanziert und bestand sie dann im Jahre 2012.

Allerdings wurde ich kurz nach der Prüfung wieder in einen Kurs geschickt wo ich die Hoffnung hatte einen Job zu kriegen. Dieser war in der Nähe der Gumpendorfer Straße und ein weiterer sinnloser der 5 Wochen dauerte wo nichts weiter gemacht wurde als vorm PC sitzen und Bewerbungen schreiben.

3 Monate später wurde ich dann zu JobTransfair geschickt wo 5 Wochen wieder das gleiche ablief und fand dann aber aus Eigeninitiative einen Job. Diesen musste ich nach knappen 5 Monaten aus privaten Gründen abbrechen.

Als ich dann wieder zum AMS ging fragte ich freiwillig nach einen Bewerbungskurs und bekam auch einen um wieder schnell einen Job zu finden. Dieser war wieder bei ‘‘Murad & Murad‘‘ und diesmal muss ich sagen dass zuerst die Teilnehmer je nach Alter und Ausbildungstand in Gruppen zusammengefügt werden und dann in Workshops eingeteilt werden. Die damaligen Trainer dort sind sowas von unhöflich und unfreundlich, ich wurde zweimal aufgrund meiner Kleidung und Frisur angestänkert und angepöbelt und mir wurde sogar gesagt ich solle mich duschen und besser kleiden. Eine echte Frechheit! Ich bekam sogar einmal mit wie jemand von einer Mitarbeiterin des Büros (wahrscheinlich höhere Position) eine Teilnehmerin angeschrien hat. Viel in diesen Kurs, außer darüber zu reden wegen der Arbeitslosigkeit und das man einmal wöchentlich für eine Stunde im Bewerbungsbüro sein muss (was Pflicht war) war nicht in diesen 4 Wochen.

Ich bekam dann im Sommer wieder einen Kurs von “dieBerater“ im 2. Bezirk welcher aber auch völlig sinnlos war. Es wurden den Teilnehmern Vorwürfe wegen der eigenen Arbeitslosigkeit gemacht aber Berufsziele die man hatte wurden von den Trainern wahrgenommen und es wurde beim Bewerbungsschreiben geholfen. Wir mussten sogar einmal Fragen beantworten wie es zukünftig weitergehen soll in der Arbeitslosigkeit und danach. Es gab auch Module die man selber wählen konnte, aber es gab auch Tage wo wir meistens in PC-Räumen saßen und Spielfilme gucken mussten und einmal mussten wir stundenlang irgendwelche Karten- und Brettspiele mitspielen, mit Jobsuche hatte dies nichts zu tun. Ich bekam aber dann von meinen Coach (was das einzig richtige war) einen Verkäuferkurs bei “Plativio“ finanziert welchen ich dann auch absolvierte.

FAB Kompetenz und Erfahrung (BBE 50plus): Vereinbarung zur aktiven Vermittlungsunterstützung

Aktiver Admin am Mo., 02.03.2015 - 19:54
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Kritische Punkte

1. Seite:

Rechts oben: Sozialversicherungsnummer darf von einer Beratungs- und Betreuungseinrichtung nicht erhoben werden, weil sie ja kein Arbeitgeber ist und daher diese auch nicht für eine Anmeldung bei der Krankenkassa braucht. Wer diese bekannt gegeben hat: Löschung verlangen!

"Dauer der Betreuung 6 bis max. 12 Monate": Eigentlich müsste das AMS selbst die Dauer der Maßnahme fest legen. Nach neuerer das alte Recht aufweichende Spruchpraxis des Verwaltungsgerichtshof muß spätestens am Anfang einer AMS-Maßnahme deren Dauer festgelegt werden.

"Fortsetzung der Betreuung bis zu max. 12 Monate, falls Ihr Beschäftigungsverhältnis innerhalb von 62 Tagen wieder beendert wird". Eindeutig völlig rechtswidrig, weil durch Aufnahme einer Beschäftigung die Betreuung durch das AMS beendet wird. Wenn Sie wieder arbeitslos werden, muß das AMS erneut zuweisen - entsprechend den gesetzlichen Vorgaben mit Begründung und Rechtsbelehrung!

2. Seite:

"Mitwirkungspflichten"

Das Gesetz schreibt keine konkreten "Mitwirkungspflichten" in AMS-Maßnahmen vor, außer dass deren Erfolg nicht vereitelt werden darf. Daher darf die Teilnahme an vom AMS unter Sanktionsdrohung zugewiesenen Maßnahmen nicht von der Selbstverpflcihtung zu solchen "Mitwirkungspflichten" abhängig gemacht werden.

Insbesondere problematisch:

"Ihre Erreichbarkeit ... unter der Telefonnummer."

Ein Kursinstitut hat grundsätzlich nicht das Recht Ihre Telefonnummer zu verlangen und zu speichern. Ebenso darf es Sie nicht zu einer "Rufbereitschaft" verpflichten.

"Einhaltung der mit dem Zentrum für Kompetenz und Erfahrung vereinbarten Termine und Aufträge". Auch wenn Beratungstermine einzuhalten sind, so hat ein AMS-Kursinsitut, da ja nur bei der Arbeitssuche unterstützen darf oder ein Um- und Weiterschulung machen darf, keinesfalls das Recht, Ihnen "Aufträge" welcher Art auch immer zu erteilen!

"Bereitschaft zu ...". Völlig unnötig, weil Sie vom Gesetz her sowieso dazu verpflichtet sind und ein Maßnahmenträger diese nicht überwachen darf. Das ist und bleibt eine hoheitliche Aufgabe, die nur das AMS selbst oder eine Hilfsbehörde machen darf!

"Meldung aller notwendigen Informationen an das Zentrum für Kompetenz und Erfahrung (Arbeitsaufnahmen, Vermittlungshemmnisse, Abwesenheiten, ...)". Auch die Erhebung dieser Daten geht ein AMS-Kursinstitut in keinster Weise an. "Vermittlungshemmnisse" sond vom AMS zu ermitteln und von diesem an das Kursinstutut weiter zu geben, wenn dies notwendig zur Erreichung der Ziele ist. Abwesenheiten zwischen Betreuungstermine fallen unter den von der Verfassung garantierten Schutz ihrer Privatsphäre (Artikel 8 Europäische Menschenrechtskonvention)!

Das Sie mit Unterschrift unter eine solche vom Gesetz her nicht vorgesehene "Vereinbarung" dem Beratungssinstitut eine gesetzliche Grundlage zur Erhebung und Speicherung von Daten geben könnten, raten wir grundsätzlich ab, eine solche zu unterschreiben!

Wir empfehlen, nötigenfalls eine Verschwiegenheitserklärung vom Beratungsinstitut zu verlangen. Diese sollte eine zeichnungsberechtige Person der Insitutsleitung unterfertigen, damit diese bindend ist.

Downloads

Siehe auch:

Caritas Wien - Step2jobs: Erfahrungsbericht Infotag (2015)

Aktiver Admin am Sa., 20.12.2014 - 15:07
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Gedächtnisprotokoll: Erfahrung mit Caritas step2job Wien
Adresse: Grohgasse 3/2, 2.Stock, 1050 Wien

1. Infoveranstaltung: Dezember 2014, 10:30 Uhr, Aussagen der Sozialarbeiterin Fr. S.
Dauer: 15-20 Minuten, wir wurden sehr schnell abgespeisst.

  • Bei Ankunft musste ich im Sekretariat meine Zuweisung vorzeigen (bekam ich aber gleich wieder zurück) und neben meinem Namen, auf einer Liste, unterzeichnen.

  • Im Inforaum wurde uns TeilnehmerInnen erklärt: Step2job ist kein Kursangebot sondern ein Case Management. Termine finden alle 2-3 Wochen statt. Es gäbe auch wöchentliche Workshops wie Deutsch am Telefon, Gesundheit, Arbeitsrecht, usw. Workshops fänden beim Kursinstitut "my training" statt.

  • Die Teilnahme an step2job sei freiwillig. ABER nicht für BMS Bezieher, diese könnten bei Ablehnung eine Bezugskürzung erhalten, je nachdem wie die MA 40 dann entscheiden würde.

  • Geringe Erfolgsquote bei Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt. Daher erfolgt eher Vermittlung in ein Beschäftigungsprojekt mit sozialpädagogischer Betreuung. Weiters würden sie Beratung zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Hilfestellung bei Stärkung der eigenen Kompetenzen, auf Wunsch Begleitung zu Bewerbungsgesprächen und Sprechstunde mit Arzt und Psychologen anbieten.

  • Teilnehmer wären nicht alle 12 Monate bei step2job.

  • Garantieren nicht, dass man durch step2job einen Wunschkurs besuchen könnte

  • Nach dem Erstgespräch müsste man sich dann entscheiden ob man teilnehmen möchte oder nicht. Falls nicht, sei eine kurze Begründung notwendig.

  • Das Problem mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Caritas wurde verharmlost. Es sei nichts schlimmes daran.

  • Erhielt keine schriftlichen, detaillierten Informationen über die Inhalte von step2job, nur eine Allgemeinbroschüre.

  • Zum Schluss musste man sich einen Termin für das Erstgespräch ausmachen. Was ich aber nicht tat. Auf Anfrage, erhielt ich eine Anwesenheitsbestätigung, in der vermerkt wurde, dass ich erst nach Absprache mit dem AMS über die Teilnahme entscheiden würde und dass die TeilnehmerInnen freiwillig sei. Die Sekretärin wies mich nochmals daraufhin, dass es für BMS Bezieher verpflichtend sei teilzunehmen, ansonsten müsse ich mit einer Bezugskürzung rechnen. Sie erschien besorgt. Ich bemerkte, dass sie meine Sozialversicherungsnummer (SVNR) und weitere andere Infos über mich im PC vor sich hatte. Anscheinend wurden bereits Daten vom AMS oder der MA 40 zur Caritas weitergeleitet?

  • Die meisten TeilnehmerInnen wussten nicht über den 2. Arbeitsmarkt bescheid. So teilte ich gleich mit, dass die Entlohnung sehr gering sei. Dies erschien Fr. I. unangenehm zu sein.

  • Ich fragte nach ob man bei step2job, ohne Unterzeichnung der Vereinbarung, teilnehmen könne. Dies wurde aber verneint.

Es folgte: Krankenstand. Danach erhielt ich beim nächsten AMS Termin erneut eine Zuweisung zu step2job. Begründung wurde in der Betreuungsvereinbarung mitgeteilt: keine nachweisbaren Qualifikationen, langer Auslandsaufenthalt, lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, fehlende Berufsausbildung. Aufklärung über step2job und Überprüfung, ob ich der Zielgruppe wirklich entspräche, fand jedoch nicht statt. Mitspracherecht vor Zuweisung zu step2job wurde mir auch nicht gegeben. Als ich bei der Tür rausging, hiess es noch: „Und gehns dort hin“! Mein Wunschkurs wurde nicht bewilligt. Hatte Kostenvoranschläge völlig umsonst dabei. Auch eine anwesende Begleitperson brachte keinen Erfolg.

2. Infoveranstaltung: März 2015, 10:30 Uhr, vorgetragen von Leiterin/Coach E. S.
Dauer: 40 Minuten

  • Fragte nach Datenschutz- und Verschwiegenheitserklärungen. Antwort: „Es gibt 2 Datenschutzerklärungen.“ „Wow“, dachte ich! „Gleich 2! Das ist doch gut!“ Der Schlag ins Gesicht und was damit eigentlich gemeint war, kam dann beim Erstgespräch!

  • Sie erklärte, Ziel von step2job wäre, nicht irgendeine, sondern eine passende Arbeitsstelle für uns zu finden. Überstunden müssten bezahlt werden und Mobbing dürfe nicht stattfinden. Sie hätten angeblich auch eine Liste von schwarzen Firmen. Daraufhin erzählte ein Teilnehmer von der schlechten Behandlung im Bereich Bekleidung bei der Caritas. Die Mitarbeiter und die Chefin dort hätten ihn gemobbt. Die Leiterin entschuldigte sich dafür und meinte, dass die Chefin vielleicht bald in Pension gehen würde!?
    Was für eine Verarschung!
    Dann erwähnte sie das bekannte Caritaslager Mittersteig und meinte, man könne dort Erfahrungen sammeln im Bereich Küche, Möbellager, Bekleidung, Schmuckherstellung, Gartenarbeit, Reinigung, Jugendbetreuung, Büro, etc.

  • Coachingsinhalte wären: realistische Berufsziele erläutern, Erarbeiten v. Stärken und Fähigkeiten, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, allgemeines Bewerbungstraining. Auch eine Mieterberatung, moralische Unterstützung durch Begleitung zu Vorstellungsgesprächen, Workshops (Geldmanagement, Arbeitsmarktanalyse, etc.) und sinnvolle Qualifizierungen könnte man in Anspruch nehmen. Weiters könnten sie auch helfen rauszufinden wie ein Studium finanzierbar wäre? Soll das ein Scherz sein? Andererseits hieß es nämlich, die Caritas könne auch keinen Fortbildungskurs zahlen. Es käme auf die Fortbildung und jeweilige Situation des Teilnehmers an. Aber meistens wurde nur groß geredet, alles wunderbar präsentiert und verkauft, doch nichts garantiert!

  • Dauer der Maßnahme: max. 12 Monate. Sollte sich die Caritas vom AMS verabschieden, würde die Maßnahme voraussichtlich bis Juni 2015 dauern. Auch hätte man während der Betreuung keine AMS Termine. Stimmt aber nicht denn mein nächster AMS Termin wäre in 3 Monaten.

  • Die freiwillige Teilnahme an step2job wurde immer wiederholt! Dennoch wurde auch die mögliche Sanktion der Mindestsicherung erwähnt. Sie könnten die Sanktion der Ämter nicht verhindern! Der volle Widerspruch und einfach nur irreführend das Ganze!

  • Ehrlichkeit wurde von uns gefordert. Man solle bei Terminversäumnis einfach bekannt geben, man hätte auf Termin vergessen, statt Ausreden zu liefern.

  • Es werden Firmenkontakte der Coache und der Caritas für eine Arbeitserprobung/Praktikum genutzt. Dauer: 1 Monat.

  • Fr. S. schien sehr nett und hilfsbereit zu sein. Beim Erstgespräch war sie das nicht mehr.

FAB BBE 50plus: Erfahrungsbericht einer verhinderten Trainerin (September 2014)

Aktiver Admin am Di., 23.09.2014 - 19:27
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September 2014

Bei meinem letzten Besuch im AMS Schönbrunner Straße entdeckte ich einen Folder der Firma FAB mit der Bezeichnung „BBE 50plus“. Da ich als Trainerin bereits einige (übrigens gute!) Erfahrungen mit der Zielgruppe 50plus machen konnte, schickte ich eine Initiativbewerbung an die Firma FAB und wurde auch prompt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das Gespräch fand am Montag, 1. September 2014, bei der Firma FAB im 10. Bezirk statt.

Nachdem ich zunächst von meinen Erfahrungen als Trainerin, speziell mit der Zielgruppe 50plus, berichtet hatte, ging die Personalsachbearbeiterin gleich in medias res: Sie betonte immer wieder, dass es sich hier nicht um einen regulären Kurs, sondern um eine „Beratungs- und Betreuungseinrichtung“ (BBE) handelte und dass es dafür ganz klare Vorgaben seitens des AMS gäbe. Die wichtigste Vorgabe sei, mindestens 30 % (!) der zugebuchten arbeitslosen Personen über 50 Jahre wieder in einen Job zu vermitteln!

Sofort wurde mir klar, dass es hierbei weniger (oder gar nicht) um den Menschen geht (bzw. darum, welcher Job für einen älteren Arbeitslosen wohl am besten geeignet sein könnte und seiner Qualifikation am besten entsprechen würde), sondern in erster Linie – wenn nicht gar ausschließlich – um die Vermittlungsquote! Es war in dem Gespräch auch von den berühmt-berüchtigten SÖBs und von Arbeitsstiftungen die Rede. (Dass solche Einrichtungen für die BBE 50plus eine große Rolle spielten, war deutlich zu spüren und wurde auch so kommuniziert!)

Ich habe daraufhin (durch das Reizwort „Vermittlungsquote“ innerlich schon ziemlich aufgebracht) ganz provokativ gefragt, wie sie denn diese vorgegebene Quote von 30 % überhaupt realisieren wollten, was sie denn mit jenen älteren Menschen zu tun gedenken, die aufgrund körperlicher oder psychischer Beschwerden nicht vermittelt werden können – und ob sie diese Menschen denn auch gegen ihren Willen in einen Job „pushen“ würden – und was sie schließlich tun würden, wenn so jemand am Arbeitsplatz kollabieren würde! – Diese Frage wurde von meiner Interview-Partnerin eher ausweichend beantwortet (kein Wunder, denn für solche Probleme fühlt sich die BBE offensichtlich nicht zuständig)! Dagegen betonte sie immer wieder, dass die 30 % ige Vermittlungsquote nun einmal die Vorgabe vom AMS sei und die BBE 50plus daher bestrebt sei, diese zu erfüllen!

Ich habe im Verlauf des Gesprächs auch danach gefragt, was die Firma FAB bzw. die BBE 50plus denn mit den qualifizierten älteren Arbeitslosen – z. B. AkademikerInnen, KünstlerInnen etc. – zu tun gedenke. Daraufhin antwortete die Personalsachbearbeiterin, dass arbeitslose KünstlerInnen entweder den „Einsatzbereich wechseln“ oder sich selbstständig machen sollten.

Nach allem, was ich nun schon wusste, war für mich das Maß voll! Während des Vorstellungsgesprächs habe ich deutlich meine Meinung zum Ausdruck gebracht: Wenn es der Firma FAB ausschließlich um die Vermittlungsquoten und nicht um den Menschen gehe, so würde ich lieber gleich absagen! – Nachdem ich mich von diesem ganzen menschenverachtenden System deutlich distanziert habe, kann man sich wohl denken, wie das Vorstellungsgespräch bei der BBE 50plus ausgegangen ist! Natürlich habe ich eine Absage bekommen - worüber ich (nach einem Burn-out vor mehr als einem Jahr) aber auch ganz froh bin! Denn gegen mein eigenes Gewissen zu handeln, das lehne ich konsequent ab! Jetzt bin ich erst mal für das Unternehmensgründungsprogramm vorgemerkt, um wenigstens vor diesem ganzen System endlich (zumindest vorübergehend) meine Ruhe zu haben!

Fazit: Nach meinem Eindruck kann die BBE 50plus weder für qualifizierte ältere Arbeitslose (AkademikerInnen, KünstlerInnen etc.) noch solche mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen auch nur annähernd geeignete Jobs anbieten! Stattdessen sollen die Betroffenen in einen anderen „Einsatzbereich“ – d. h. in den zweiten Arbeitsmarkt – abgedrängt werden!

Es ist zynisch, einerseits über den angeblichen Fachkräftemangel zu jammern und gleichzeitig die älteren (durchaus qualifizierten) Arbeitslosen in SÖBs und Arbeitsstiftungen zu drängen, wo sie für Hungerlöhne niedere Arbeiten verrichten müssen! - Dazu kann ich nur sagen: Wehret den Anfängen! Denn das ist der Anfang vom Faschismus! (Letzteres wurde mir auch von einer netten Kollegin, einer gebürtigen Rumänin, bestätigt: Sie sagte mehrfach, dass der derzeitige Zustand in Österreich (in Europa überhaupt) in vielen Punkten mit dem Zustand Rumäniens in den späten 80er Jahren vergleichbar sei und dass der Zwang, jede „zumutbare“ Arbeit annehmen zu müssen, damals unweigerlich in die Diktatur Nicolae Ceaușescus geführt habe!

Das Abschieben in SÖBs und Arbeitsstiftungen (also in den zweiten Arbeitsmarkt) lediglich aufgrund des Alters und ungeachtet der Qualifikation ist aus meiner Sicht eine eindeutige Altersdiskriminierung und somit ein Fall für die Gleichbehandlungsanwaltschaft, Abteilung II! – Daher rate ich allen betroffenen älteren Arbeitslosen, die sich durch solche Maßnahmen diskriminiert, dequalifiziert und erniedrigt fühlen, sich zu vernetzen und gegen diese menschenverachtenden Maßnahmen auf die Barrikaden zu gehen! – Eine Sammelklage bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft, Abteilung II oder – vermutlich noch besser und effektiver – beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – wäre vermutlich der beste Weg, um gegen dieses Zwangsregime vorzugehen!

Soweit mein Erfahrungsbericht aus der Sicht einer (ehemaligen) Trainerin und Bewerberin (selbst 50plus).

Nun würden mich die Berichte der betroffenen Teilnehmer/innen interessieren! Bis die ersten Erfahrungsberichte Betroffener eingehen, wird es aber sicher noch eine Weile dauern, da diese Maßnahmen für ältere Arbeitslose erst vor Kurzem begonnen haben.

best: Überqualifiziert im Aktivierungskurs die Zeit tot schlagen ...

Aktiver Admin am So., 27.07.2014 - 19:01
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Zeitraum: Sommer 2014

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde schon wieder vom AMS zu dem gleichen sinnlosen Kurs verurteilt. Ich habe HAK-Matura, einen schönen Lebenslauf, mit Fotografenfoto, den ich mitschicke, den ECDL advanced, mehrere Englischkurse und Zertifikate. Ich bewerbe mich regelmäßig und werde auch des Öfteren zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei diesen Gesprächen bemühe ich mich sehr, ich lächle, halte Augenkontakt mit dem Personaler, gebe sinnvolle Antworten und trete mittlerweile in kein Fettnäpfchen mehr. 

Ich habe mehrere Bewerbungsratgeber gelesen und befolge die sinnvollen Tipps und Tricks. Manchmal komme ich in die zweite Wahl oder mache einen Probearbeitstag. Genommen werde ich dann nicht. Wahrscheinlich gibt es zu wenig Arbeitsplätze für zu viele Bewerber.

Jetzt wurde ich wieder zu einem Kurs eingeteilt, den ich schon einmal besucht habe (Best – Wiedereinstieg mit Zukunft). Dieser Kurs besteht zu einem großen Teil Verwaltungsaufwand, Formulare ausfüllen, Anwesenheitslisten – Kontrolle, Anwesenheitsliste ins Büro bringen, also bis es mit Information losgeht, vergeht viel Zeit. Ein Tag ist Schminkkurs (Wahnsinn!). Es gibt Betriebskontakter. Der uns zugewiesene hat nichts zusammengebracht. Keine meiner Kurskolleginnen hat ein Praktikum erhalten.

Ich habe als Praktikum einen Tag Ablage im Institut machen dürfen – sehr sinnvolle Aktivierungsmaßnahme, ich habe in meiner zehnjährigen Berufslaufbahn meine Ablage immer selbst gemacht, ich glaube, dass ich das kann.  Es gibt auch Zeiten wo man am PC sitzt und sich bewerben kann – ich besitze einen Laptop und kann mich auch von zuhause bewerben und mache das auch. Dann gibt es noch ein modulares Kursangebot. Ein Deutschkurs – ich bin belesen, ich glaube der ist nicht der Richtige für mich. EDV für Anfänger und Fortgeschrittene – mit dem ECDL advanced bin ich ganz gut bedient. Büro – HAK-Matura und Praxis. Soziales – ich möchte mich nicht zur Pflegerin oder Kindergartenassistentin ausbilden lassen. Was mache ich dort?

Außerdem suche ich einen 20-30 Stundenjob, damit ich meine Tochter um 16:00 Uhr vom Kindergarten abholen kann. (Bis 17:00 Uhr sind derzeit keine Plätze frei, sonst ist es aber ein ganz toller Kindergarten, wo sie sich wohlfühlt.) Mein Lebensgefährte arbeitet meistens bis 20:00 Uhr und die Großeltern sind nur mehr für Notfälle zu gebrauchen. Ein Opa ist achtzig und hat kein Auto. Eine Oma hat ein Auto, wohnt aber nicht im gleichen Bezirk. Wir wohnen in Ottakring, dort ist Parkpickerlzone, sie würde das Kind ab und zu abholen, und bei uns zu Hause warten, aber die Parkscheine will sie nicht bezahlen. Die andere Oma wäre noch fit, wohnt aber in Favoriten, hat kein Auto und hat einen kranken Opa zu betreuen. Sie wären da, im Krankheitsfall, oder wenn  ich für eine Kollegin eine Urlaubs- oder Krankenvertretung machen müsste. Aber sie wollen nicht ständig einspringen.

Mich kotzt es an, ständig in den Medien zu hören oder zu lesen, die Arbeitslosigkeit würde nur die schlecht Ausgebildeten treffen. Das ist nicht so! Einmal habe ich einen Artikel in der Presse gelesen, dass das AMS jetzt keine sinnlosen Kurse mehr vergibt. Das stimmt auch nicht!

Mit dem AMS-Betreuer habe ich auch gesprochen, ich habe ihn gefragt und gebeten, ob ich mir nicht selbst einen Kurs suchen darf, einen der etwas bringt, wo ich vielleicht nachher ein Zertifikat, oder eine Prüfung machen kann, das/die ich dann in den Lebenslauf schreiben kann. Er hat NEIN gesagt. Weil mit meiner Qualifikation alles stimmt, ich müsste nur aktiviert werden, sagt er.  Ich bin aktiviert, ich bewerbe mich selbständig. Ich kann mir selbst Inserate suchen.

Macht etwas ihr Politiker, ihr Redakteure, ihr AMS-Verantwortlichen. Schafft mehr Arbeitsplätze, schafft sinnlose Kurse ab und informiert richtig!

Mit freundlichen Grüßen

Sandra P.

PS: Falls jemand Arbeit für mich hat: Ich kann täglich von 8:00 bis 15:00 Uhr und am Montag auch länger. Meine Kontaktdaten stehen im Lebenslauf. Über die Möglichkeit einer persönlichen Vorstellung freue ich mich sehr.

Feedback zu Jobtransfer (April 2014)

Aktiver Admin am Fr., 25.04.2014 - 14:59
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S.g. Frau Cs.,

leider habe ich mich am Montag (an meinem letzten Tag) bei Ihnen nicht verabschieden und kein Feedback zu meinen Aufenthalt bei Jobtransfair geben können. Mit diesem Mail möchte ich es jedoch nachkommen, um einerseits meine Dankbarkeit auszudrücken und gleichzeitig dem Jobtrainsfair etwas mit- und zurück zu geben. 

Hinweis: Die nachfolgenden Nummerierungen vor den Absätzen dienen nur zur besseren Orientierung.

(1) Gemäß dem Karriereplan dauerte mein Aufenthalt bei Jobtransfair von 10.03.2014 bis 07.04.2014. In diesem Zeitraum habe ich die Möglichkeit gehabt, ein genaueres Bild über die Arbeitsweise von Jobtransfair zu machen, neue Bekanntschaften zu schließen und über meinen beruflichen Werdegang nachzudenken.

(2) Das Personal des Jobtransfairs ist mir sehr positiv aufgefallen, das ich als kompetent und seriös einstufe. Ein großes Lob gebührt mit Sicherheit Herr Ka., der den TeilnehmerInnen auf Augenhöhe begegnete, ihnen verständnisvoll und mitfühlend gegenüber stand. Hier empfehle ich allen Jobtrainsfair-MitarbeiterInnen, Herr Ka's sensiblen Umgang mit Menschen als Orientierung und Vorbild zu nehmen. 

(3) Ebenso darf ich Herrn Ru. für seine kompetente Unterstützung bei meiner Lebenslauferstellung/-aktualisierung loben. Außerdem war Herr Ruzicska eine große Hilfe bei der Korrektur meines Motivationsschreibens, für das er Zeit genommen hat, um es Zeile für Zeile zu analysieren und hat dabei seine Änderungsvorschläge gut nachvollziehbar und plausibel begründet. 

(4) Was die Organisation betrifft, muss ich hier leider mitteilen, dass sie etwas chaotisch war. Dies war vielleicht durch den Ausfall unserer Trainerin und der verschiedenen Vertretungen bedingt. Das ständige ungeplanten/unangekündigten hin- und her wandern zwischen dem Vortragsraum und dem eigenen Arbeitsraum war der Arbeitsuche betreffend kontraproduktiv und ließ keine vertiefende Recherchen zu.

(5) Die Vorträge in dem Vortragsraum war für mich inhaltlich nicht neu, da ich bereits etwa vier ähnlichere Kurse über das AMS besucht habe und zuletzt in meiner Trainerausbildung mich sehr detailliert in die Themen Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch, Körpersprache und alles was damit zu tun hat, vertiefen konnte. Daher wirkten die redundanten Vorträge eher wie ein Tortur auf mich und die vorprogrammierte Demotivation war somit in Erfüllung gegangen.

(6) Den Experten-Vortrag "Wie bewerbe ich mich richtig", den ich auf Eigeninitiative aus besucht habe, fand ich professioneller und empfehlenswerter. 

(7) Weg von Inhaltlichen, mache ich mir Sorgen um TeilnehmerInnen, die im psychologischen Kontext Unterstützung benötigen. Diese Menschen trotz Anzeichen - wofür Menschenkenntnisse völlig ausreichen - mit Zwang in den Arbeitsmarkt integrieren zu wollen, ist meiner Meinung nach, eine falsche und fahrlässige Vorgehensweise. Man müsste zuerst in Motivationsmaßnahmen investieren, bevor Arbeitsuchende (weiter)vermittelt werden. Dies mag vielleicht, kurzfristig gesehen, in der Statistik nicht das gewünschte Ergebnis liefern, aber langfristig gesehen, zu nachhaltigen Erfolgen führen und gar die bisherige Gesellschaft zu einer gesünderen umwandeln.

(8) In dem Punkt Arbeit und Psychologie könnten Sie bspw. auf die ausgezeichneten Analysefähigkeiten von Herrn Ru. zurückgreifen.

(9) Als letzten Punkt möchte ich Stellung auf den Karriereplan (siehe markierte Stellen im Anhang) nehmen, der im Bezug auf die "Vermittlungshindernisse…." teilweise nicht nur falsch ist, sondern auch den Eindruck einer Schuldzuweisung gegen meine Person erweckt. 

Ich habe die Leistungen und Angebote des Jobtransfairs mit bestem Wissen und Gewissen in Anspruch genommen. Eine Neuorientierung in dem Rahmen fand ebenfalls statt. Dass Jobtransfair von meinen Eigeninitiativen in der Arbeitssuche nicht profitieren konnte, ist natürlich bedauerlich. Ich habe trotzdem das vollste Verständnis, wenn der Leistungsdruck auf manche MitarbeiterInnen des Jobtransfairs zu Verzerrungen in den Ergebnissen und Handlungen führt.

Des weiteren erlaube ich mir, der guten Ordnung halber, dieses Schreiben an die Zentrale von Jobtransfair und an meine AMS Geschäftsstelle zu schicken. Eine Kopie nehme ich für meine Beraterin mit. 

Außerdem ersuche ich Jobtransfair sämtliche Daten von/über meine/r Person im Interesse des Datenschutz zu löschen.

Ich wünsche Jobtransfair und seinen MitarbeiterInnen alles Gute für die geschäftliche, berufliche und private Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

M. G., BSc

Caritas Wien - Step2jobs: Erfahrungsbericht Erster Coachingtermin (2015)

Aktiver Admin am Di., 25.03.2014 - 15:15
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Protokoll: Erstgespräch bei Caritas step2job: Anfang März 2015
Grohgasse 3/2, 1050 Wien
Mit Leiterin/Coachin: Eva S.

Angespannt und mit Magenschmerzen marschierte ich widerwillig zur Caritas. Die Nacht davor konnte ich überhaupt nicht schlafen denn ich ahnte schon was dort auf mich zukommen würde. Ich wusste die Coachin würde mich mit sittenwidrigen Formularen überrumpeln und eine Unterschrift abverlangen.

Fr. S. empfang mich zwar höflich aber von ihrem Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass irgendwas nicht ganz stimmte. Es schien als ob sie bereits Dinge über mich wusste, die ihr gar nicht gefielen? Vielleicht meine unangenehmen Fragen bei der Infoveranstaltung? Oder wurden ihr extra Informationen über mich vom AMS übermittelt? Ihr Verhalten mir gegenüber war eher gleichgültig und nicht erfreut.

Da ich bei meinem letzten AMS Termin eine Begleitperson dabei hatte, fand ich es sehr merkwürdig wie schnell sie darauf hinwies, dass man nur manchmal in Begleitung bei den Einzelcoachingsterminen erscheinen dürfe. Sie hätten angeblich schlechte Erfahrungen damit gemacht da einige Frauen immer von ihren Ehemänner begleitet und bei der Betreuung beeinflusst wurden. Das passte der Leiterin überhaupt nicht. Jedoch könne eine Freundin manchmal schon dabei sein. Mir erschien diese Aufklärung sehr suspekt! Hatte sie vielleicht von meinem AMS Betreuer bereits erfahren, dass ich einige Male mit männlichen Begleitpersonen bei Terminen erschien?

Danach meinte sie, ich müsste zuerst mal einige Formulare unterzeichnen ... es wären nur bürokratische Sachen. Erschrocken warf ich ein Blick darauf! Ich sollte 1 Datenschutzerklärung, 1 Zustimmungserklärung und 1 Vereinbarung unterschreiben! Ansonsten könne ich an dem Einzelcoaching nicht teilnehmen. Ich erwähnte, dass ich gerne an dem Coaching teilnehmen würde jedoch ohne Unterzeichnung dieser Formulare. Das wurde mir aber nicht gestattet! Das ginge überhaupt nicht! Daraufhin wurde ich aufgefordert alles vor Ort zu unterschreiben. Nachdem ich sagte, ich müsse mir diese Unterlagen zuerst mal ordentlich durchlesen, da ich den Inhalt ja gar nicht kenne, gab sie mir 2 Tage(ein Wochenende!) Bedenkzeit mit dem Kommentar: „Sie müssen ja nicht unterschreiben! Das ist mir ja wurscht! Aber am Montag müssen sie die Formulare bei der Caritas abgeben, denn an diesem Tag müssen wir dem AMS rückmelden ob sie teilnehmen oder nicht!“

Ich erhielt auf Anfrage eine Bestätigung, dass ich beim Termin anwesend war und Bedenkzeit bis Montag bekäme.

Obwohl die Caritas Informationen über die Teilhnehmer von der MA 40 und dem AMS erhielten, fragte sie dennoch nochmal nach meinem Namen, meiner Adresse und SVNR. Angeblich wollte sie nicht extra im PC nachschauen sondern mich im Gespräch nochmal danach fragen. Ich wunderte mich. Welche Daten werden dann tatsächlich an die Caritas weitergeleitet?

Wir besprachen dann die Datenlöschung. Ich wurde informiert, dass die Caritas alle bekannt gegebenen Daten eines Teilnehmers für 2 Jahre speichern würde. Eine Löschung vor Ablauf der 2 Jahren wäre möglich. Jedoch würden gewisse Infos, wie Anwesenheit, Termine, usw. fürs AMS behalten bleiben. Sie erwähnte, dass step2job nach 3 Monaten den ersten Bericht ans AMS senden würde. Der Zweite erfolge dann am Ende der Betreuung. Unterschreiben müsse ich die Berichte nicht (bei step2job Team4 z.b. musste ich das sehr wohl!). Es würde nur im Groben berichtet was beim Einzelcoaching besprochen wurde aber keine Details. Gesundheitliche Dinge, wie Arbeitsunfähigkeit, würde aber sehr wohl ans AMS weitergeleitet werden!! Das
empfand ich als ziemlich beunruhigend! Krankenstände müssten bei der Caritas gemeldet werden aber eine Bestätigung sei nicht notwendig.

Dann ging Fr. S. mit mir den Fragebogen durch. Die Betreuerin drängelte, sie würde wegen Erreichbarkeit meine Telefonnummer benötigen. Ich aber informierte sie, das bei mir kein Telefon vorhanden sei. Als sie meine Zögerung bemerkte, beschränkte sie die Infos plötzlich auf das Nötigste: Name, Anschrift, Telefonnummer, SVNR, Staatsbürgerschaft, bisherige Berufserfahrung, AMS Berater, ob ich schon in einem Beschäftigungsprojekt war und welche Einkünfte ich beziehe. Sollte man eine bestimmte Ausbildung, wie z.b. Heimhilfe, machen wollen, könne dies noch beim Punkt „Motivation“ eingetragen werden. Im Endeffekt hätte ich mir diesen Fragebogen aber ersparen können denn die Inhalte wurden von Frau S. beim 2. step2job Termin am x.3.15 gar nicht durchgelesen! Die Antworten wurden einfach mündlich nochmals abgefragt.

Ich fragte nach den Workshops die man in Anspruch nehmen könne. Die Coachin erwähnte, dass diese nur 1 ½ Stunden dauern und im Kursinstitut „my training” , im 20. Bezirk, stattfinden würden. Man müsse dort auch keine Formulare ausfüllen oder unterschreiben. Zum Schluss wurde noch erwähnt, dass man alle 2-3 Wochen einen Einzelcoachingstermin hätte und dass mein nächster Termin dann bei einem anderen Coach stattfinden würde!? Der Grund dafür wurde mir aber nicht genannt! Fand ich extrem seltsam! Es kam mir vor als wollte sie mich loswerden. Wollte sie die weitere Betreuung an einen eher agressiven Coach übergeben weil ich mich nicht sofort fügte?

Weiters wurde ermahnt, sollte man bei Terminversäumnis 8-10 Wochen postalisch nicht zu erreichen sein, würde die Caritas das Fernbleiben von step2job dem AMS berichten. Das erschien mir ziemlich eigenartig! Würden die wirklich so lange auf eine Rückmeldung des Teilnehmers warten ohne die MA 40 und das AMS zu alarmieren? Wers glaubt wird selig!

Verärgert verliess ich das Beratungszimmer! Beim Infotag wurde ich also nicht wirklich aufgeklärt und bezüglich der Unterlagen belogen! Die 2 Datenschutzerklärungen waren für die Absicherung der Caritas. Ich hingegen wurde aufgefordert auf meinen Datenschutz zu vezichten! Man wird in eine Zwickmühle gebracht! Einerseits wird man seitens AMS zu step2job zugewiesen jedoch wird die Teilnahme von der Unterzeichnung der Formulare abhängig gemacht! Das ist KEINE Freiwilligkeit, sondern Diktatur! Entweder man spurt oder man erhält die Bestrafung=Bezugskürzung! Aber der Caritas ist das ja alles „wurscht“! Denn wie das AMS und die MA 40 pfeifen sie ebenfalls auf die Menschenrechte! :-( :-(

Murad & Murad: START - Jobsuche mit Kompetenz (Frühjahr 2013)

Aktiver Admin am Mo., 03.06.2013 - 21:19
Body

Zeitraum: Frühjahr 2013

Ein Institut, welches seinen Hauptkundenstamm (fast) ausschließlich über das AMS vermittelt bekommen zu scheint, was an den zahlreichen Wegweisern samt AMS-Logo zu einschlägigen AMS-Seminaren/Schulungen wie "START - Jobsuche mit Kompetenz" erkennbar ist.

Die Lage im Industrie und Lagergebiet zwischen den Wiener Siedlungen Rennbahnweg und Großfeldsiedlung spiegelt den Umgangston der MitarbeiterInnen untereinander und mit Ihren "KundInnen" wider - der bestenfalls als "rauh" bezeichnet werden kann.

Die Räumlichkeiten machen einen heruntergekommenen Eindruck, ebenso wie die angebotenen Leistungen bzw. die Ausbildung der "TrainerInnen", welche scheinbar einen akademischen Grad mitbringen, jedoch nicht ohne Grund hier, anstatt in einem höherwertigen Bildungsinstitut wie zB dem WiFi Arbeit gefunden haben.

Hier werden Menschen vom AMS unabhängig ihres Alters, ihrer Bildung oder anderem bunt zusammengewürfelt in stundenlange Seminare geparkt, wo dann in der Gruppe in Halbtag-füllendem Ausmaß Gruppen-Workshops über Erfahrungen mit der Arbeitslosigkeit, verschiedenen Sozialstellen, Bewerbungen etc. ausgetauscht werden, alles unter "Anleitung" der TrainerInnen, wobei diese sich selbst am liebsten an den abschweifenden, zeitfressenden Diskussionen beteiligen. Die geteilten Informationen sind aufgrund der Heterogenität der TeilnehmerInnengruppe bzw. deren unterschiedlicher Backgrounds nur sehr begrenzt sinnvoll, wenn beispielsweise AkademikerInnen über Stunden hinweg über Ausbildungsmöglichkeiten / Weiterbildungen im handwerklichen Bereich erfahren, oder "wo es noch dies & das zu holen gibt".

Die TrainerInnen selbst machen einen genervten und unzufriedenen Eindruck, weshalb die Pausen sehr großzügig ausfallen um die Zeit möglichst schnell, im Sinne aller, über die Runden zu bringen.

Module wie das "Bewerbungsbüro", wo unter Trainer-Anleitung Bewerbungen verfasst werden sollen, gestalten sich durch Abwesenheit selbiger TrainerInnen in einem lustigen, kollektiven Internet-Surfen.

Nachdem dort niemand freiwillig ist, weder die KundInnen noch, wie es scheint, das Personal von Murad & Murad selbst, ist die Stimmung durchwegs negativ geprägt, was zu schwebenden Konflikten führt, welche bei Entladung von den TrainerInnen auch nicht in einem deeskalierenden Stil gelöst werden können.

Die angebotenen Leistungen dürften billig erhältlich sein, deshalb auch die Partnerschaft mit dem AMS, die seit der Initiierung vor (angeblich) 3 Jahren anscheinend kein einziges Mal evaluiert wurde, bzw., da die Beschwerden der TeilnehmerInnen zahlreich sein dürften, auch einfach bewusst verabsäumt wurde.

Sollte auch nur ein einziges privatwirtschaftliches Unternehmen hier Kunde sein, würde es mich wundern. Sollte es wundersamer Weise jedoch in Erwägung gezogen werden, rate ich zu Berücksichtigung von folgendem: You get, what you pay for!