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VwGH - Verwaltungsgerichtshof

Außerordentliche Revision gegen BVwG Urteil GZ W198 2200658-1/7E wegen Verweigerung einer mündlichen Verhandlung (Erfolgreich!)

Aktiver Admin am Fr., 05.04.2019 - 15:55
Body

RECHTSANWALT
MAG. BERNHARD SCHULLER
VERTEIDIGER IN STRAFSACHEN
EINGETRAGENER TREUHÄNDER
e-mail: schulleratra-schuller.at

An den
Verwaltungsgerichtshof
der Republik Österreich
Judenplatz 11
1010 Wien

Schriftsatz im WEB-ERV übermittelt

VERAHRENSHILFE BEWILLIGT

Mistelbach, 01.02.2019

GZ: W 198 2200658-1/7E

Urteil vom 08.11.2018

Revisionswerber: Martin K.

2130 Eibesthal

vertreten durch als bestellter Verfahrenshelfer: Mag. Bernhard Schuller, Rechtsanwalt, 2130 Mistelbach, Marktgasse 1

Belangte Behörde: Bundesverwaltungsgericht der Republik Österreich Erdbergstraße 192-196, 1030 Wien

wegen: Arbeitslosenversicherungsgesetz

Tel.: 02572/32797, Fax: 02572/3279710

AUSSERORDENTLICHE REVISION

In umseits näher bezeichneter Verwaltungsrechtsangelegenheit erhebt der Beschwerdeführer durch seinen, mit Bescheid des Ausschusses der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich vom 04.01.2019 zu GZ VZ 19/0007 bestellten Verfahrenshelfer, gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes der Republik Österreich, in der Folge kurz als belangte Behörde bezeichnet, vom 08.11.2018, GZ W198 2200658-1/7E, hinterlegt beim ausgewiesenen Verfahrenshelfer am 04.01.2019, sohin zugestellt am 07.01.2019, fristgerecht nachstehende

AUSSERORDENTLICHE REVISION

an den Verwaltungsgerichtshof der Republik Österreich.

I. Zulässigkeit gemäß § 28 Abs. 3 VwGG:

Die belangte Behörde hat im angefochtenen Urteil ausgesprochen, dass die ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof der Republik Österreich gem. § 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig sei. Entgegen der, von der belangten Behörde vertretenen Rechtsauffassung gilt es sehr wohl eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu lösen die über den individuellen Sachverhalt und dessen Bedeutung hinausreicht, zumal das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.

Die belangte Behörde vermeint, dass in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes zum AlVG eine klare Rechtslage vorläge. Von der belangten Behörde wurden aber in diesem Zusammenhang wesentliche Grundsätze des allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes bei der Entscheidungsfindung nicht beachtet. In Anlehnung an die gefestigte Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes (GZ 1529/71 vom 26.01.1972) ist ein rechtliches Interesse einer Partei im Allgemeinen und des Beschwerdeführers im Besonderen darin zu erkennen, dass die belangte Behörde ihre Entscheidung nur auf Aussagen solcher Personen stützt, die nach den §§ 48 – 50 AVG als Zeugen einvernommen wurden. Im hier gegenständlichen Fall begnügt sich die belangte Behörde lediglich mit dem Zitieren von Schriftstücken im angefochtenen Urteil und vermeint daraus, dies unter vollkommener Außerachtlassung des oben zitierten Rechtssatzes, dass der maßgebliche Sachverhalt daraus ergründet werden kann.

Die belangte Behörde hat jegliches Vorbringen des Beschwerdeführers als nicht maßgeblich bzw. als Schutzbehauptung abgetan. Im Wesentlichen wird die Entscheidung auf ein E-Mail bzw. eine Stellungnahme des potentiellen Arbeitgebers, der Firma Optima Gastro GmbH gestützt, ohne jedoch, obwohl Beweisanbote unterbreitet wurden, die maßgeblichen Personen zum Sachverhalt einzuvernehmen.

Zum Lösen der Rechtsfrage und zur Erforschung des maßgeblichen Sachverhaltes wären aber die Einvernahmen dieser Personen unumgänglich gewesen.

Die belangte Behörde weicht daher, dies insbesondere im Hinblick auf die ihr obliegende Beweiswürdigung, von der Spruchpraxis des Verwaltungsgerichtshofes ab, insbesondere im Bezug auf die verfestigte Rechtsprechung, dass bei widersprüchlichen Zeugenaussagen selbige von der Behörde förmlich und niederschriftlich einvernehmen sind. (sh. VwGH GZ 2010/08/0034, 2012/08/0301).

Im Hinblick auf die oben zitierten Grundsätze und die Judikatur, insbesondere zu den allgemeinen Grundsätzen des Verwaltungsverfahrens, ist die Revision somit zulässig.

II. Sachverhalt:

Dem Beschwerdeführer wurde gemäß § 10 Abs. 1 AlVG der Anspruch auf Notstandshilfe gemäß § 38 iVm § 10 AlVG für den Zeitraum 01.03.2018 bis 11.04.2018 aberkannt. Die Begründung dafür lautet, dass durch den Beschwerdeführer eine ihm zumutbare Beschäftigung beim, vom Arbeitsmarktservice Mistelbach vermittelten, Dienstgeber, nämlich der Firma Optima Gastro GmbH, vereitelt wurde. Der Beschwerdeführer hätte auf Grund von ihm gestellten Forderungen und dem Wunsch, nicht als unselbstständig Erwerbstätiger beschäftigt zu werden sondern auf Werkvertragsbasis das Zustandekommen eines Dienstverhältnisses vereitelt.

III. Revisionspunkte:

Durch die angefochtene Erkenntnis der belangten Behörde ist der Beschwerdeführer in seinem Recht auf Ermittlung des maßgeblichen Sachverhaltes im Sinne des §37 AVG verletzt, zumal die belangte Behörde sich im Hinblick auf widerstreitende Beweisergebnisse, die darüber hinaus nur aufgrund von Stellungnahmen per e-Mail vorliegen, die maßgeblichen Personen nicht zum Sachverhalt einvernommen hat.

Es wird in diesem Zusammenhang auf das Erkenntnis vom 06.06.2012 GZ 2010/08/0034 des Verwaltungsgerichtshofes verwiesen.

IV. Beschwerdegründe:

Das angefochtene Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes zu GZ W 198 2200658-1/7E vom 08.11.2018 wird wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes bzw. Rechtswidrigkleit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften bekämpft.

Voraussetzung für den Entzug des Arbeitslosengeldes ist unter anderem, dies wird durch die belangte Behörde im Bescheid entsprechend dargetan, die Weigerung, eine vermittelte und zumutbare Beschäftigung anzunehmen.

Im bekämpften Bescheid wird als entscheidungswesentlich festgestellt, dass der Beschwerdeführer anstelle einer Anstellung als Dienstnehmer bei der Firma Optima Gastro GmbH eine solche auf Werksvertragsbasis gewünscht hat und in diesem Zusammenhang auch noch Fixprovisionen, Firmenauto und Kilometergeld gefordert hätte. Dieser maßgebliche Sachverhalt, wie von der belangten Behörde angenommen, hätte dazu geführt, dass eine Anstellung des Beschwerdeführers nicht zu Stande gekommen sei.

Die belangte Behörde stützt den für sie maßgeblichen Sachverhalt insbesondere darauf, dass aus einer schriftlichen Stellungnahme der Firma Optima Gastro GmbH hervorgehe, dass der oben zitierte Sachverhalt zuträfe.

In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass sich die belangte Behörde, anstelle des bereits bei den Unterinstanzen erstatteten Vorbringens und auch der, in diesem Zusammenhang angebotenen Beweismittel, mit der schriftlichen Stellungnahme, die in der Folge ausschlaggebend für den Entzug des Arbeitslosengeldes war, begnügt hat.

Der Beschwerdeführer hat in diesem Zusammenhang in seinen in den Unterinstanzen erstatteten Schriftsätzen zum Beweis dafür, dass er zu keinem Zeitpunkt auf Werkvertrag bzw. Provisionsbasis arbeiten hätte wollen, ein umfangreiches, den Stellungnahmen des präsumtiven Arbeitgebers deutlich widersprechendes, Vorbringen erstattet.

Es wurde vom Beschwerdeführer auch angeboten, entsprechende Beweise, insbesondere die Einvernahme der Zeugen Alexandra Killian und Erwin Wartler (handelnde Personen der Optima Gastro GmbH), aufzunehmen.

Die belangte Behörde hätte in der Folge, da ein strittiger Sachverhalt zu klären war, und dies durch die Eingaben des Beschwerdeführers auch bekannt war, im Hinblick auf § 37 AVG schon von amtswegen ein förmliches Ermittlungsverfahren, bei dem insbesondere die beiden erwähnten Personen einvernommen hätten werden müssen, einzuleiten gehabt.

Die belangte Behörde hat sich in der Folge aber damit begnügt, die in den zitierten Schriftstücke enthaltenen Aussagen zur Würdigung des Gesamtverhaltens des Beschwerdeführers heranzuziehen.

In der Folge wurden diese schriftlichen Mitteilungen, ein persönlicher Eindruck der handelnden Personen wurde dabei nicht gewonnen, als schlüssig und nachvollziehbar der Entscheidung und Sachverhaltsfeststellung zu Grunde gelegt.

Erstaunlich erscheint es wiederum, dass die belangte Behörde, dies obwohl vom Beschwerdeführer bereits im von ihm bezeichneten Vorlageantrag vom 27.06.2018 mit Beilagenbezeichnung Anhang B1: Werkvertrag Optima Gastro GmbH (2 Seiten) dargetan hat, dass nicht der Beschwerdeführer selbst einen Werkvertrag gewünscht hat, sondern vielmehr die Firma Optima Gastro GmbH.

Dieser Umstand ist dadurch erklärlich, dass auf dieser Beilage, die ganz offensichtlich von der Firma Optima Gastro GmbH stammt, und der zweite Vertragspartner (dort als Auftragnehmer bezeichnet) freigelassen ist, es die Firma Optima Gastro GmbH. war, die eine Anstellung des Beschwerdeführers auf Werkvertragsbasis gewünscht hat.

Darauf ist die belangte Behörde nicht einmal ansatzweise eingegangen und hätte eine förmliche Befragung der angebotenen Zeugen (A. und E.) ergeben, dass dieses Formular, das der Beschwerdeführer vorgelegt hat, nicht von diesem, sondern von der Firma Optima Gastro GmbH stammt.

Dieser Umstand hätte sodann in die Beweiswürdigung entsprechend Einfluss gefunden und wäre nicht ohne weiteres vom Unwillen des Beschwerdeführers ein vermitteltes Dienstverhältnis anzutreten, auszugehen gewesen.

Da ein Arbeitstraining nur für Menschen mit eingeschränkter Produktivität vorgesehen ist, nämlich um diese an eine höhere Produktivität heranzuführen, und in der Folge auch zu begründen ist, (VwGH GZ 2007/08/0336) darf ein solches nur im Rahmen eines Wiedereingliederungsprozesses durchgeführt und angeordnet werden. Gleiches gilt für eine Arbeitserprobung (VwGH GZ 2009/08/0105). Die Unterinstanzen hätten daher erst gar nicht ein derartiges Antragsformular dem Unternehmen ausgeben dürfen. Dies deswegen, da die konkrete wiedereinzugliedernde Person eine AMS Förderung erhält. Der Einzelfall ist begründen (§31 Abs 2 AMSG). Nicht das Unternehmen sondern die konkrete Person wird gefördert.

Maßnahmen auf Basis privatrechtlicher Förderungen sind zudem nur freiwillig möglich (VwGH GZ 2007/08/0141).

Ungeachtet der Ausführungen zum vorgelegten Formular für einen Werkvertrag hat der Beschwerdeführer ausführlich und auch entsprechend begründet dargetan, dass gegen seine Person ein Schuldenregulierungsverfahren beim Bezirksgericht Mistelbach eingeleitet worden ist und schon aus diesem Grund für ihn ein fixes Einkommen, um seiner Quotenzahlungsverpflichtung nachkommen zu können, jedenfalls sinnvoller und sicherer ist als eine Beschäftigung auf Werkvertragsbasis mit variablen Einkommen. Erst recht gilt das für ein Arbeitstraining bei dem der Beschwerdeführer lediglich den AMS Bezug als „Einkommen“ erhält und ohne Entgelt vom Unternehmen arbeitet. Kostenlose Arbeit für Unternehmen zu finanzieren, ist und kann nicht der Zweck der vom Arbeitnehmer selbst durch Versicherungsbeiträge finanzierte Arbeitslosenversicherung sein.

Hinzu kommt, dass angesichts der bereits absehbaren ökonomischen Unsicherheit im Unternehmen der Optima Gastro GmbH ein zusätzliches Risiko bei einem Werkvertrag besteht, weil der Insolvenzentgeltsicherungsfonds nur für Arbeitnehmer ausfallende Löhne bezahlt, dies jedoch bei Werkverträgen nicht vorgesehen ist (Löschnigg „Arbeitsrecht“ RZ 5/057).

Darüber hinaus wertet die belangte Behörde das verzögerte Vorstellen Anfang 2018, ohne das berücksichtigt wird, dass die vermittelte Arbeitsstelle kurz nach den Weihnachtsfeiertagen dem Beschwerdeführer zugegangen ist, als Ausdruck seiner Arbeitsunwilligkeit. Näher begründet wird dies nicht, und liegen solche Gründe auch tatsächlich nicht vor.

Die belangte Behörde hat sich auch nicht damit, dies wurde ebenfalls entsprechend vom Beschwerdeführer dargetan, auseinandergesetzt, dass über das Vermögen der Firma Optima Gastro GmbH am 07.08.2018 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist.

Vielmehr wurde der kausale Zusammenhang zum gegenständlichen Verfahren verneint.

Bei genauer Betrachtung insbesondere im Hinblick auf die Lebenserfahrung ergibt sich, dass ein Konkursverfahren nicht von einem Tag auf den anderen eingeleitet wird, sondern Zahlungsschwierigkeiten, die schon längere Zeit zurück liegen, damit einhergehen.

Zu hinterfragen wäre in diesem Zusammenhang gewesen, ob das Anbieten des Abschlusses eines Werkvertrages, wie oben näher dargetan, in einem Konnex zum im August 2018 eröffneten Konkursverfahren steht. Erfahrungsgemäß, dies ungeachtet von allfälligen Förderungen, die der Dienstgeber vom AMS erhält, wäre die Entlohnung des Beschwerdeführers auf Werkvertragsbasis für die Firma Optima Gastro GmbH ganz offensichtlich günstiger ausgefallen, als bei Anstellung als unselbständig Erwerbstätiger (mit den dann auch anfallenden Lohnnebenkosten).

Die belangte Behörde hat in jeglicher Hinsicht den maßgeblichen Sachverhalt durch unterlassene Aufnahme von angebotenen Beweismitteln entgegen der sie treffenden Verpflichtung den Sachverhalt in alle Richtungen von amtswegen zu ermitteln (§ 37 AVG), diesen aber nicht gemäß den entsprechenden einschlägigen Bestimmungen festgestellt.

Schlussendlich ist nochmals an dieser Stelle hervorzuheben, dass die belangte Behörde das Parteienvorbringen und die angebotenen Beweismittel angemessen zu würdigen hat, was jedoch im hier gegenständlichen Fall ausdrücklich und in verkennen der Rechtslage im Hinblick auf ein faires Verfahren nach Art. 6 MRK seitens der belangten Behörde unterlassen wurde.

Darüber hinaus sind die Behauptungen der belangten Behörde, dass der Beschwerdeführer kein Dienstverhältnis angestrebt hätte, da ein solches sein Einkommen aufgrund der Anmeldung transparent gemacht hätte, reine Spekulation. Auch Einkommen aus Werkverträgen sind zu versteuern und der Werkunternehmer unterliegt ebenfalls der Kontrolle durch die Steuerbehörde. Dadurch wird klar, dass auf rein spekulativer Basis dem Beschwerdeführer ein rechtswidrige Verhalten unterstellt wurde. Ein solches wurde auch von den Unterinstanzen festgestellt. Der in der angefochtenen Entscheidung nochmals wiederholte Sachverhalt beruht daher rein auf Spekulationen und nicht auf konkreten Beweisergebnissen.

Der bekämpfte Bescheid leidet daher an Rechtswidrigkeit seines Inhaltes sowie Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften.

Der Beschwerdeführer, vertreten durch den bestellten Verfahrenshelfer, stellt nachstehende

ANTRÄGE

Der Verwaltungsgerichtshof wolle die Revision gegen das angefochtene Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes vom 08.11.2018 zu GZ W198 2200658-1/7E zulassen und das angefochtene Erkenntnis wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes sowie Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften aufheben;

sowie den Rechtsträger des Bundesverwaltungsgerichtes Wien den Ersatz der Kosten des ausgewiesenen Vertreters (Schriftsatzaufwand) binnen vierzehn Tagen bei sonstiger Exekution auferlegen.

Martin K.

KOSTENVERZEICHNIS

Schriftsatzaufwand € 922,00

zuzüglich 20% USt. € 184,40

GESAMT € 1.106,40

 

BERUFSVERBOT ALS VOLKSSCHULLEHRER in Oberösterreich

ludoph11 am Di., 12.02.2019 - 15:58
Body

EINSCHREIBEN Landesverwaltungsgericht Oberösterreich Volksgartenstraße 14 4021 Linz

Beschwerdeführer:

VD Dipl.-Päd. Christoph Ludwig, BEd Ferihumerstraße 62, A-4040 Linz

vertreten durch:

sich selbst aufgrund von Geldmangel

Belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht:

Landesverwaltungsgericht OÖ, Volksgartenstraße 14, 4021 Linz

Revisionsgegenstand:

Beschluss, LVwG-950126/3/BP/JB und LVwG-950127/3/BP/JB, vom 31.12.2018, zugestellt am 31.12.2018;

Abtretungsantrag an den Verfassungsgerichtshof eingebracht am 1.2.2019

AUSSERORDENTLICHE REVISION

gem. Art. 133 Abs. 6 Z 1 B-VG und den §§ 25 a ff VwGG

wegen Verletzung des mir gewährleisteten Rechts, dass, obwohl das Aufnahmeverfahren für Lehrer laut Feststellung des Landesgerichtes Linz einen Hoheitsakt darstellt, meine Bewerbung als Volksschullehrer beim Landesschulrat für Oberösterreich widerrechtlich im Rahmen der „Privatwirtschaftsverwaltung“ abgewickelt wurde, ohne Bescheid und ohne Rechtsmittelbelehrung, in einem lebenslangen Berufsverbot als Volksschullehrer beim Landesschulrat für OÖ, mit der einzigen Begründung der Entlassung aus dem Schuldienst als Volksschuldirektor, mündete und meine diesbezüglich eingebrachte Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage abgewiesen wurde

und

ANTRAG

auf Bewilligung der Verfahrenshilfe

  1. Ich bin vermögenslos und beziehe seit dem 12.9.2016 kein Einkommen vom Landesschulrat für Oberösterreich. Auch die Grundsicherung im Rahmen der Fürsorgepflicht wurde zur Gänze eingespart. Bis zum 31.3.2017 erhielt ich vom AMS Linz Überbrückungshilfe. Seither erhalte ich keinerlei Unterstützung aus der öffentlichen Hand, habe auch keine Krankenversicherung mehr. Angeblich bin ich arbeitsunwillig, obwohl ich mich nachweislich für Posten als Volksschullehrer bei fünf Landesschulräten österreichweit beworben habe. Aus demselben Grund erhielt ich ohne weiteres Ermittlungsverfahren beim Magistrat Linz auch keine bedarfsorientierte Mindestsicherung. Beim Landesschulrat für Oberösterreich habe ich wegen meiner Entlassung aus dem Schuldienst ein lebenslanges Berufsverbot als Volksschullehrer, was mir schriftlich mitgeteilt wurde und ebenfalls gerichtsanhängig ist. Zum Übersiedeln fehlt mir das Geld. Zwei angebotene Volksschullehrerposten in der Steiermark konnte ich wegen Geldmangels nicht antreten. Ich habe derzeit also null Euro Einkommen und lebe ausschließlich vom Betteln, was in Linz aber leider auch verboten ist. Wohnbeihilfe erhalte ich in der Höhe von
    203,57 €. Mein Schuldenberg ist für meine Verhältnisse horrend, da ich bisher in meinem Leben keinerlei Schulden gemacht habe. Ich bin außer Stande, die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens ohne Beeinträchtigung meines notwendigen Unterhalts, den ich gar nicht habe, zu bestreiten. Schon die Einbezahlung der Eingabegebühr von 240 Euro ist mir nicht möglich. Unter Vorlage eines Vermögensbekenntnisses beantrage ich die Bewilligung der Verfahrenshilfe in vollem Umfang, vor allem ersuche ich um die Bestellung eines Rechtsanwaltes.
  2.  
  3. Da mich der Beschluss des Landesverwaltungsgerichtes OÖ vom 31.12.2018, LVwG-950126/3/BP/JB und LVwG-950127/3/BP/JB (1 Beschluss), zugestellt am 31.12.2018, in dem mir gesetzlich gewährleisteten Recht verletzt, dass, obwohl das Aufnahmeverfahren für Lehrer laut Feststellung des Landesgerichtes Linz einen Hoheitsakt darstellt, meine Bewerbung als Volksschullehrer beim Landesschulrat für Oberösterreich widerrechtlich im Rahmen der „Privatwirtschaftsverwaltung“ abgewickelt wurde, ohne Bescheid und ohne Rechtsmittelbelehrung, in einem lebenslangen Berufsverbot als Volksschullehrer beim Landesschulrat für OÖ, mit der einzigen Begründung der Entlassung aus dem Schuldienst als Volksschuldirektor, mündete und meine diesbezüglich eingebrachte Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage abgewiesen wurde, erhebe ich, zwangsweise aufgrund von Mittellosigkeit, selbst, in offener Frist gem. Art. 133 Abs. 6 Z 1 B-VG und den §§ 25a ff VwGG
  4. außerordentliche Revision

    an den Verwaltungsgerichtshof und stelle die

    Anträge,

    der VwGH möge:

  5. gegenständlichen Revision annehmen, für zulässig erklären und den Antrag meiner Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage hinsichtlich des Aufnahmeverfahrens als Volksschullehrer beim Landesschulrat für OÖ, einer inhaltlichen Entscheidung zuführen; sowie
  6. gem. § 42 Abs. 2 VwGG den angefochtenen Beschluss des Landesverwaltungsgerichtes OÖ vom 31.12.2018, LVwG-950126/3/BP/JB und LVwG-950127/3/BP/JB (1 Beschluss), aufheben; oder
  7. gem. § 42 Abs. 1 VwGG den angefochtenen Beschluss Landesverwaltungsgerichtshof OÖ – gegebenenfalls gem. § 42 Abs. 4 VwGG nach Beauftragung der Ergänzung des Ermittlungsverfahrens – abändern und die Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage inhaltlich behandeln; sowie
  8. gem. § 39 Abs. 1 Z 1 VwGG eine mündliche Verhandlung durchführen; sowie
  9. gem. den §§ 47 VwGG iVm der VwGH-Aufwandersatzverordnung 2008 erkennen, dass das Land Oberösterreich (OÖ Landesregierung) schuldig ist, die mir durch das verwaltungsgerichtliche Verfahren entstandenen Kosten im gesetzlichen Ausmaß zu meinen Handen binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.
  10. Entgegen der Rechtsansicht des Landesverwaltungsgerichts OÖ ist die Entscheidung im gegenständlichen Falle von der Lösung von Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung abhängig, sodass auch die besondere Zulässigkeitsvoraussetzung des Art. 133 Abs. 4 B-VG erfüllt ist. Dies insbesondere aus folgenden Gründen:

    1.2.1.

    Durch die mit dem gegenständlichen Verfahren ausgesprochene Abweisung meiner Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage und dem dahinter liegenden Umstand, dass durch die Nichtbehandlung dieser Klage für mich ein widerrechtliches lebenslanges Berufsverbot beim Landesschulrat für Oberösterreich „unanfechtbar“ wird, wird mir die letzte Chance genommen, beruflich und finanziell durch Arbeitsleistung wieder auf die Beine zu kommen, somit meine Gesamtpersönlichkeit und meine Existenz zerstört. Schon aus diesem Grunde ist das gegenständliche Verfahren von grundsätzlicher Bedeutung.

    1.2.2

    Der gegenständliche Fall ist insbesondere in folgenden Punkten von der Entscheidung von Rechtsfragen abhängig, die die Wahrung der Rechtseinheit, Rechtssicherheit und/oder Entwicklung über den Anlassfall hinausgehende grundsätzliche Bedeutung haben. Ich verweise dazu auf folgende Überlegungen:

  11. Wie kann es sein, dass der höchste Beamte der Behörde Landesschulrat für OÖ gleichzeitig den Vorsitz in der Objektivierungskommission inne hat und in „Personalunion“ über die Nichteinstellung eines Bewerbers um einen Volksschullehrerposten entscheidet?
  12. Es kann sich doch ein Präsident des Landesschulrates nicht „selbst“ als Organ einer Objektivierungskommission, noch dazu als Vorsitzender der Kommission, im Auswahlverfahren einsetzen und dann aufgrund des Ergebnisses dieser Sitzung als amtsführender Präsident des Landesschulrates für OÖ die Ablehnung und eine lebenslanges Berufsverbot wegen der Entlassung aus dem Schuldienst aussprechen! Wie geht das?
  13. Wie kann es sein, dass hinsichtlich meiner Person „tendenziös vorbelastete“ Senatsmitglieder der Objektivierungskommission, ehemals Entscheidungsträger meiner Entlassung im Senat des Disziplinarverfahrens, neuerlich eine „existenzvernichtende Entscheidung“ für meine Person fällen, ohne die eigene Befangenheit überhaupt nur mit einem Wort in den Raum zu stellen und aus Ihrer Funktion in der Objektivierungskommission zurücktreten? Konkret sind das Herr OLPTS SR Dietmar Stütz, Bed, Herr LSI Dipl. Päd. Werner Schlöglhofer, Bed. Diese beiden Personen sind, wie der Vorsitzende Herr HR Fritz Enzenhofer, ebenfalls für diese Entscheidung im Auswahlverfahren „befangen“ und zweifelsfrei tendenziös gegnerisch gegen meine Person eingestellt. Des Weiteren involviert in sämtliche Verwaltungsverfahren war der ebenfalls anwesende Herr HR Dr. Andreas Zeisel, der somit ebenfalls gegnerisch „befangen“ ist. Diese Leute sind hinsichtlich meiner Person parteilich, sie folgen ausschließlich den Anweisungen des Vorsitzenden und Präsidenten Herrn HR Fritz Enzenhofer, wie im Disziplinarverfahren augenscheinlich wurde
  14. Warum sind solche Sitzungen der Objektivierungskommission „geheim“ wie der Jurist des Landesschulrates, Herr Dr. Zeisel mitteilt und die Entscheidungen dadurch „intransparent“, der Betroffene nur das „Ergebnis“ bekannt gegeben bekommt, „nicht aufgenommen“ und keinerlei Begründung oder Akteneinsicht für die Einschätzung seiner weiteren Berufschancen als Lehrer oder weitere Bewerbungsschritte vorfindet, obwohl es sich anscheinend beim Auswahlverfahren um einen Hoheitsakt handelt und damit Parteienrechte wie Akteneinsicht verbunden wären und durch die 98. Verordnung eine nachvollziehbare Punkteberechnung und Reihung vorgenommen werden muss?
  15. Es besteht der dringende Verdacht, dass eine derartige „Punkteberechnung“ nach den Vorgaben der 98. Verordnung des Landesschulrates für meine Vordienstzeiten, Schulungen u.dgl. gar nicht vorgenommen wurde, weil diese nicht aktenkundig ist, bislang nicht vorgelegt werden konnten. Worin liegt somit der demokratische Auftrag dieser Objektivierungskommission, wenn die Entscheidungen „willkürlich“ und nicht auf Gesetze gestützt (Berufsverbot) gefällt werden?
  16. Welche Möglichkeiten habe ich nun als Bürger, meine von der Menschenrechtskommission gewährleisteten Rechte wahrzunehmen, wenn das gesamte Auswahlverfahren der Lehrpersonen beim Landesschulrat für OÖ hinsichtlich der Zuständigkeit im Instanzenzug nicht geklärt ist. Derzeit ist augenscheinlich „kein Gericht“, weder das Landesgericht Linz als Sozial- und Arbeitsgericht, sowie auch nicht das Landesverwaltungsgericht OÖ für die Verfahrensweise und Entscheidung in dieser Rechtsfrage zuständig?
  17. Wie gehe ich vor, wenn der Richter Herr Mag. Dr. Pree in seiner Abweisung meiner „Klage“ klar macht, es gäbe „per se“ für das Landesverwaltungsgericht OÖ aufgrund des Umstandes, dass ja kein Bescheid der Behörde vorläge, keine Möglichkeit meine Anträge zu behandeln? Liegt hier ein „Rechtsvakuum“ vor?
  18. Wie verhalte ich mich, wenn der Richter Herr Mag. Dr. Pree darüber hinaus feststellt, dass meine Anträge der Feststellungs- und Rechtsgestaltungsklage sowieso „verfristet“ wären, da die Ablehnung meiner Bewerbung im Frühjahr stattfand, mein sofortiger Einspruch gegen die Entscheidung beim Landesschulrat für OÖ, keine rechtskonforme Wirkung gehabt hätte, weil kein Bescheid vorlag, meine Klage beim Landesverwaltungsgericht OÖ somit zu spät gekommen wäre? Liegt hier ein „ungangbarer Weg“ für mich als Bürger vor, eine unüberwindbare „Spirale nach unten“ ohne verfahrensanleitende Anordnung durch die Behörde? Wird hier der Bürger mit komplexen Rechtsfragen, die über seine weitere Existenz entscheiden, „alleine gelassen“?
  19. Während grundsätzlich in jedem gerichtlichen Verfahren ein Richter wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden kann und diesbezüglich ein Verfahren mit Rechtsmittelmöglichkeiten besteht, fehlt dieser Mechanismus im Verfahren vor den Verwaltungsgerichten. Der wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnte Richter kann somit selbst entscheiden, ob er befangen ist oder nicht. Leichtfertig und ohne Überprüfung einer höheren Instanz habe ich dadurch einen Totalschaden für meine gesamte Existenz durch die abgehaltenen Verfahren des befangenen Richters Herrn Mag. Dr. Pree erhalten. Was könnte ich im gegenständlichen Fall unternehmen, um die Befangenheit des Richters feststellen zu lassen? Es geht ja neuerlich um meine Existenzvernichtung durch ein lebenslanges Berufsverbot. Die offenkundige Befangenheit des Richters Herrn Mag. Dr. Pree, hat sich in meinen sämtlichen Verfahren, im gesamten Disziplinarverfahren, bestätigt. Auch in der Angelegenheit des Entfalles meiner Bezüge, gab es neuerlich diesbezügliche Probleme mit der Pflicht zur Abhaltung einer mündlichen Verhandlung, damit verbunden eine versuchte Beeinflussung meines Rechtsanwaltes durch den Richter, die Verfristung meiner Anträge was nun in einem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand mündete. Eine unvollständige Berechnung von schulfreien Tagen und Ferientagen in seinem Erkenntnis zog eine Verfassungsklage nach sich, die nun in einem Verfahren anhängig ist. Mein mir zustehendes Gehalt aus dieser Angelegenheit, habe ich bislang nicht bekommen, seit 2 Jahren nicht?
  20. Es lässt mich der Eindruck nicht los, dass der Richter Herr Mag. Dr. Pree in jedem Verfahren tendenziös gegen meine Anliegen arbeitet, im Sinne von „Verlängerung“ und „Verkomplizierung“ des Lösungsweges. Das zeigt sich in meinen Verwaltungsangelegenheiten mit diesem Richter „soweit das Auge reicht“. Warum ist es möglich, dass ein von mir wegen Befangenheit abgelehnter Richter Herr Mag. Dr. Pree, der sich sodann selbst für unbefangen erklärt hat, ich in verschiedenen Angelegenheiten schon mehrfach problematische „Vorfälle“ hinsichtlich einer Befangenheit des Richters aufgezeigt habe, immer wieder, in fast allen verwaltungsrechtlichen Belangen nach der Geschäftsordnung des Landesverwaltungsgerichtes OÖ meinen Fällen zugeteilt wird? Das ist unverständlich, dient nicht der Sache, der Lösung der Fälle. Gibt es hier beim Landesverwaltungsgericht OÖ keine „Regulierungsmechanismen?
  21. Wie kann es sein, dass ein Richter namens Herr Mag. Dr. Pree angesichts der umfangreichen offenen Fragen dieser gegenständlichen Angelegenheit des Berufsverbotes mit Hilfe eines vorgefertigten Textbausteines in seinem Beschluss zu der Meinung kommt, hier sei „alles klar“, aufgrund der Aktenlage, es gäbe keinerlei Grund eine klärende mündliche Verhandlung abzuhalten, oder ein zusätzliches Beweisverfahren einzuleiten. Ist der Landesverwaltungsgerichtshof OÖ nicht dazu verpflichtet, derartige massive ungeklärte Rechtsfragen wie sie hier vorliegen von sich aus zur Klärung an den Verfassungsgerichtshof zur Klärung weiterzugeben? Ich habe diese Fragen nun als völliger juristischer Laie selbständig unter Nichteinhaltung der Formvorschriften, da ich ja keinen Rechtsanwalt habe, an den Verfassungsgerichtshof gerichtet, den Kompetenzkonflikt hinsichtlich der Zuständigkeit der Gerichte, die Klage wegen meinem Verdienstentgang durch das widerrechtliche Berufsverbot und den Antrag auf Abänderung des § 27 VwGG.
  22. Die Rechtsbelehrung des Beschlusses besagt, dass ich ab dem Beschluss des Erstgerichtes noch 6 Wochen zur Einbringung der außerordentlichen Revision beim Verwaltungsgerichtshof als Frist zur Verfügung habe. Demnach muss ich mein Rechtsmittel beim Verfassungsgericht und beim Verwaltungsgericht gleichzeitig innerhalb der sechs Wochen Frist einbringen. Dadurch ist jedoch von vorneherein auch klar und unvermeidlich, dass ich bei meinem Ansuchen um Gewährung der vollen Verfahrenshilfe vor dem Verwaltungsgerichtshof, also schon bevor mir vielleicht ein Rechtsanwalt im Rahmen der Verfahrenshilfe zugesprochen wird, die außerordentlichen Revision selbst verfassen und zeitgerecht einbringen muss, da vor dem Ansuchen ja noch kein Anwalt vorhanden ist, dieser ja vom Gericht gegebenenfalls noch nicht eingesetzt wurde, bzw. die Verfahrenshilfe ja noch nicht gewährt wurde. Somit liegt aber bereits ein Formgebrechen nach § 24 VwGG für mich in jedem Fall vor, die Nichteinhaltung der Pflicht der Einbringung der außerordentlichen Revision durch einen Rechtsanwalt. Das besagt die Rechtsmittelbelehrung des Landesverwaltungsgerichtes OÖ.. Darüber hinaus wird eine Eingabegebühr von 240 Euro vorgeschrieben, die gleichzeitig mit der Einbringung zu entrichten ist, andernfalls diese „nicht angenommen wird“. Auch das ist mir nicht möglich, da ich ja seit 1.4.2018 NULL EURO Geld zur Verfügung habe und diesen Geldbetrag zu erbetteln ca. 2 Wochen in Anspruch nimmt. Diese Gebühr innerhalb von 2 Tagen einbezahlen zu müssen, wie von mir in einem Fall gefordert, scheint eine „sehr kurze Frist“ zu sein. Ich konnte die Anforderung nicht erfüllen! Eine Befreiung von dieser Gebühr könnte wiederrum erst im Nachhinein durch Gewährung der Verfahrenshilfe abgedeckt sein. Wie gehe ich hier als mittelloser Bürger richtig vor, um dennoch mein Recht auf einen gesetzlichen Richter oder mein Recht auf ein faires Verfahren zu bekommen?
  23. All diese Fragen wurden vom LVwG OÖ rechtlich unrichtig beurteilt, sodass jedenfalls aus Gründen der Rechtseinheit, Rechtssicherheit und/oder Rechtsentwicklung im gegenständlichen Falle Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu lösen sind, weshalb die gegenständliche Revision zulässig und inhaltlich zu entscheiden sein wird.

    Ich ersuche daher den VwGH, die Revision zuzulassen und einer inhaltlichen Entscheidung zuzuführen.

Alles weitere dazu in diesem Video!

https://youtu.be/sZXkz6qvT8w

Gibt es ein Berufsverbot für einen entlassenen Volksschuldirektor als Volksschullehrer beim Landesschulrat für OÖ!?

Was ist beim Auswahlverfahren für Lehrpersonen beim Landesschulrat für OÖ wirklich Sache!

Die Vorgänge mit der "OBJEKTIVIERUNGSKOMMISSION" sind ja mehr als dubios!

Danke für das Interesse!

Christoph Ludwig

Beschwerde gegen nicht Existenz sichernde Sozialleistungen (Notstandshilfe)

Aktiver Admin am So., 31.01.2016 - 23:31
Body

Folgender Text aus einer Beschwerde wurde uns am 27.11.2011 anonym zugespielt und ist damals in der überquellenden Mailbox liegen geblieben. Ob diese eingebracht worden ist und was aus ihr geworden ist, können wir leider noch nicht sagen. Dieser Text möge daher als Anregung für weitere rechtliche und politische Auseinandersetzungen dienen ...

Ich ergänze die o.g. Beschwerde um folgenden Standpunkt. Diese Kritik wird auch Bestandteil der Klage beim EGMR sein:

Die Republik Österreich mindert Existenzsichernde Sozialleistungen (wie z.B. die Notstandshilfe) unterhalb der faktischen Armutsgrenze und unterschreitet damit internationale Normen. Die bereits beanstandeten minderwertigen Sozialleistungen liegen weit unterhalb dieser Grenze und unterlaufen damit das völkerrechtlich verbriefte Recht1 auf soziale Sicherheit, die damit nur noch symbolisch aber nicht effektiv gewährleistet ist. Dies gilt nicht nur für die beanstandete Notstandshilfe von € 375,41 pro Monat, sondern auch für die nunmehr neue Mindestsicherung mit  € 744,-- monatlich.

Diesbezüglich wird die  Armutsgrenze nach Klassifikation der SILC (Community Statistics on Income and Living Conditions) der Europäischen Kommission [eurostat] mit 60 Prozent des Einkommens-Medians der Bevölkerung definiert.

Die unzulänglichen Sozialleistungen in Österreich beruhen auf verfälschten statistischen Erhebungen:

Diese verfälschte Datenerhebung2  durch die Republik Österreich (Statistik Austria) bewirkt eine Verschiebung der Armutsgrenze (als Referenzwert), sodass die korrespondierenden staatlichen Sozialleistungen unzureichend bemessen sind.

So werden in der Einkommensstatistik der Statistik Austria auch Jahreseinkommen von € 2.271,-- inkludiert (also Bagatellbeträge fernab jeder Realität), die den errechneten Einkommensdurchschnitt  künstlich drücken. (Siehe beiliegendes Datenblatt der Statistik Austria zur Einkommensverteilung in Österreich).  Diese Taschengeldbeträge entsprechen einem „Monatseinkommen“ von € 189,-- netto  und haben in der Einkommensstatistik keine Berechtigung, weil sie nicht der Bestreitung des Lebensunterhaltes dienen können, sondern „Liebhaberei“ bescheinigen.

Ebenso spart die Einkommensstatistik die Zulagen von Beamten aus (die oftmals 50 Prozent Zusatzeinkommen bewirken), um durch diesen Trick den errechneten Median-Mittelwert zusätzlich zu senken. [ Nachträgliche Ergänzung am 27.11.2011: Die Einkommen von Beamten werden überhaupt von der Statistik über Einkommen von Unselbständigen zur GÄNZE ausgespart = Klassenrecht auf  Lebensunterhalt]

Durch diese beiden statistischen Manipulationen weist die Republik Österreich ein „verwässertes“ und geringeres  Jahresdurchschnittseinkommen von nur € 18.333 netto aus (Median-Mittelwert),  um davon abgeleitete Sozialleistungen zu reduzieren.

Damit werden Sozialleistungsbezieher nicht nur auf Grund unrealistischer Erhebungswerte um eine ausreichende Sozialleistung geprellt, sondern sie werden in Folge durch eine listige Berechnungsmethode auch noch ein zweites Mal betrogen: Dies, indem die Republik die für Österreich typischen Auszahlungsmodalitäten der Einkommen von Unselbständigen und von Pensionisten von 14-mal jährlich einerseits, - und den nur 12-mal jährlich ausbezahlten Sozialleistungen an Notstands- und Sozialhilfeempfänger andererseits - vermengt. Aus diesem Schwindel resultiert eine (zusätzliche) Minderung der bereits falsch berechneten Sozialhilfen um das Verhältnis 14:12 (also um weitere 16 %).

Dies wird anhand folgenden Beispiels veranschaulicht:

Laut Statistik Austria liegt das durchschnittliche Jahres-netto-einkommen bei € 18.333,-- (Medianwert, siehe Beilage).  Dieser Betrag geteilt durch 12 Monate ergibt ein mittleres Monatseinkommen von € 18.333 : 12 =  € 1.527,-- netto. (Wie bereits erwähnt, ist dieser Betrag durch die inkludierten „Taschengeldbeträge von € 189 auch noch künstlich „verwässert“).

Dennoch:  Die international definierte Armutsgrenze liegt bei 60 Prozent dieses (verwässerten) Durchschnittswertes, also bei € 18.333 : 12 x 0,6 =  € 916,-- pro Monat netto.

Sowohl die beanstandete Notstandshilfe, als auch die neue Mindestsicherung liegen weit unter diesem Betrag von € 916,--  Dabei werden die beanstandeten Sozialleistungen nur 12-mal ausbezahlt. Es ist kein Zufall dass gleichzeitig die Mindestpensionen in Österreich (die mit der Ausgleichszulage an € 793,-- herangeführt werden) 14-mal jährlich ausbezahlt werden, um dadurch die Armutsgrenze nicht zu unterschreiten. Diese kompensierende 2-malige Mehrauszahlung (also 14-malig pro Jahr) entfällt jedoch bei der Notstandshilfe und bei der Mindestsicherung, sodass diese Stützungen folglich weit unterhalb der Armutsgrenze liegen und die Bedürftigen benachteiligen.

Die Sozialleistungsempfänger werden folglich neben den bereits verfälschten und verwässerten Durchschnittseinkommen, auch noch um das Verhältnis 14:12  geprellt.

Nach Ansicht des BF verstoßen minderwertige Sozialleistungen wie z.B. die unzureichende Notstandshilfe gegen das Völkerrecht und das verbriefte Recht auf soziale Sicherheit, wenn die Stützung unterhalb der Armutsgrenze liegt. Dieses Recht auf (ausreichende) soziale Sicherheit ist angesichts jüngster Berichte durchaus finanzierbar, wonach Österreich mit 8 Millionen Einwohnern einen Anteil von 73.900 Millionären aufweist. Dies, während die Republik durch eine illegale und verantwortungslose Klassenpolitik über 1 Million Bürger in die Armut treibt und in ihrer Existenz gefährdet. Nach Ansicht des BF  praktiziert die Republik Österreich eine skrupellose Umverteilung von unten nach oben, die den völkerrechtlichen Auflagen für die soziale Sicherheit widerspricht und  von den österreichischen Verfassungsorganen im Parlament und in der Justiz gesteuert wird,  und die Verelendung  immer wachsender Bevölkerungsteile in Kauf nimmt.

- Stichwort: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse;

- Stichwort: Privilegien und Steueroasen [Stiftungen] zu Lasten der Bevölkerung.

-Stichwort: FLAF [Familienlastenausgleichfonds] in dem Prämien und Überschüsse aus der Arbeitslosenversicherung für Beamtenprivilegien und deren exzessive Traumpensionen umgelenkt werden – sodass die Sozialversicherungen der kleinen Bürger gleichzeitig für die Beamten- und Günstlingsklasse ausgeblutet werden.

- Stichwort: egoistische Klassengesetzgebung durch Beamte (Exekutivorgane) im Parlament (Legislative) zur Förderung der eigenen Vorteile und zu Lasten der nicht-beamteten Kleinverdiener im ASVG (keine Gewaltentrennung).

Zusammenfassung:
Die beanstandete Unterbemessung der Notstandshilfe beruht auf folgenden Manipulationen:
a) Einbeziehung von Bagatellbeträgen in die Einkommensstatistik um diese zu verfälschen  und dadurch Sozialleistungen zu drücken:  (€ 189 pro Monat können nicht der Bestreitung  des Lebensunterhaltes dienen, sondern bescheinigen eine  „Liebhaberei“).

b) Aussparen von Beamten-Gehaltszulagen aus deren (bereits überdurchschnittlichen) Einkommen, um die Statistik zu verfälschen und Sozialleistungen zu mindern.

c) Die fälschliche Auslegung der Armutsgrenze (als Referenz für Sozialleistungsansprüche), durch Einbindung der ortsüblichen 14 Einkommen pro Jahr bei deren Darstellung, - obwohl die  Sozialleistungen nur 12x ausbezahlt werden). Betrug der Sozialgeldbezieher um Faktor 14:12 = 16 Prozent zu geringe Sozialleistung.

d) Daraus resultiert eine kumulative Benachteiligung für Sozialleistungsempfänger: Bagatellbeträge in der Statistik + aussparen der Beamtenzulagen + Jahressechstel-Trick (14:12).    Dadurch werden Sozialleistungsempfänger durch die Republik Österreich um insgesamt ca. 25 Prozent unter der faktischen Armutsgrenze mit minderwertigen  Leistungen abgefertigt.

Antrag:

Der Beschwerdeführer begehrt die rückwirkende Kompensation der zu minder bemessenen Notstandshilfe von € 375,-- auf jenen Betrag, der der faktischen Armutsgrenze entspricht.

Diese Kompensation rückwirkend ab den Tag seiner Volljährigkeit oder ab den Tag an dem die Familienbeihilfe für ihn eingestellt wurde, mit einem Verzinsungssatz von 4 % p.a. -und für jene Zeitspannen in denen er mit der unzureichenden Notstandshilfe abgefertigt wurde.

Gleichzeitig beantragt der BF eine Korrektur der verfälschten Einkommensstatistik (der Statistik Austria), ohne die Einbeziehung von Bagatellbeträgen unter € 500,-- pro Monat, die die Statistik verfälschen, weil sie unmöglich als Einkommen dienen können, sondern Liebhaberei bescheinigen.

Ergänzung (an den VwGH)

Der Beschwerdeführer folgt der Aufforderung des Verwaltungsgerichtshofes vom 23.September 2011 und ergänzt die abgetretene Beschwerde:

Zu 1.)  Gemäß § 28 Abs.1 Z.4 VwGG behauptet der Beschwerdeführer in folgenden Rechten verletzt worden zu sein:

-         BGBl. 590/1978,  (auch Art. 10 und 11 des  Internationaler Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte),

-         12. ZP zur EMRK und B-VG Art.7

-         Art.9 Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. (auch BGBl. 590/1978)

-         EMRK Art.5

Zu 2.) Als Gründe für die behauptete Rechtswidrigkeit führt der Beschwerdeführer gemäß  §28 Abs.1 Z.5 VwGG wie folgt an:

Die Verwaltungsbehörde (AMS) fertigt den BF mit einer minderwertigen Notstandshilfe ab, deren Bemessung international anerkannte Standards unterschreitet und den BF in die Abhängigkeit anderer Personen zwingt. Der BF sieht sich dadurch in seinem Recht verletzt eine Familie aus freien Stücken gründen zu können, wie es Art. 10 und 11 des  Internationaler Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, (auch BGBl. 590/1978) garantieren.  (Die erzwungene Abhängigkeit wurde sowohl in der ursprünglichen Berufung an das Landesarbeitsamt, als auch in der Beschwerde an den VfGH ausführlich dargestellt). Diesbezüglich bestreitet der BF die Ausführung des VfGH in seinem Beschluss vom 8.Juni 2010, wonach die Republik Österreich einen Erfüllungsvorbehalt zu den beiden Artikeln dieses völkerrechtlichen Paktes angemeldet habe. Vielmehr besteht nach Ansicht des BF ein solcher Erfüllungsvorbehalt zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, der jedoch nicht Gegenstand der Klage ist.

Nach Ansicht des BF verletzt der beanstandete Bagatellbetrag von € 375,31 pro Monat für seine Notstandshilfe ebenso das 12. ZP zur EMRK und  B-VG Art.7,  indem die Republik Österreich die soziale Absicherung von Arbeitslosen (und dem BF im Speziellen) gegenüber der sozialen Absicherung anderer Bürgerklassen minderwertig bemisst.  (So macht die Republik beispielsweise Angehörigen des Öffentlichen Dienstes großzügige Pensionsgeschenke, die von Steuerzahlern unverhältnismäßig subventioniert werden müssen und nicht kostendeckend erarbeitet wurden). Diese unausgewogene soziale Absicherung (die weit über Pensionsprivilegien hinausgeht)  zwischen den Günstlingen des Öffentlichen Dienstes und der staatsnahen Betriebe einerseits, sowie Privatangestellten und Arbeitern in der realen Privatwirtschaft andererseits, diskriminiert den Beschwerdeführer und seine Klasse.  (Der BF weist die Ausführungen des VfGH vom 8.Juni 2010 zurück in denen er feststellte, dass der BF als EU-Bürger bestenfalls eine Gleichheitsverletzung von Fremden untereinander geltend machen könne. Nach Ansicht des BF beruht die geklagte Diskriminierung jedoch auf einer rechtwidrigen  Klassendiskriminierung, die österreichische Staatsbürger in gleichem Ausmaß betrifft wie ansässige Ausländer.)

Die minderwertige Notstandshilfe über € 375,31 verletzt außerdem das Recht des BF auf eine Sozialversicherung, (wie sie Art.9 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, auch BGBl. 590/1978 vorschreibt),  da dieser Bagatellbetrag lediglich eine symbolische Sozialleistung, jedoch keine effektive darstellt.  Selbst nach Einführung der Mindestsicherung im Juli 2010 besteht noch immer eine unzureichend bemessene soziale Absicherung (gemäß internationalen Normen) von bedürftigen Personen in Österreich.  Diesbezüglich verweist der BF auf seine Ergänzung an den VfGH vom 13.Juni 2011 in  der er die Manipulation bei er Datenerhebung durch die Statistik Austria bemängelte, die auf eine minderwertige Bemessung der Sozialgelder abzielt. In dieser Statistik werden lachhafte Monatseinkommen von € 182 erfasst, um durch diese Minimalbeträge die Bemessung der österreichischen Sozialgelder zu drücken. [Zitat aus dem Schreiben vom 13. Juni 2011: „So werden in der Einkommensstatistik der Statistik Austria auch Jahreseinkommen von € 2.271,-- inkludiert (also Bagatellbeträge fernab jeder Realität), die den errechneten Einkommensdurchschnitt künstlich drücken. (Siehe beiliegendes Datenblatt der Statistik Austria zur Einkommensverteilung in Österreich). Diese Taschengeldbeträge entsprechen einem „Monatseinkommen" von € 189,-- netto und haben in der Einkommensstatistik keine Berechtigung, weil sie nicht der Bestreitung des Lebensunterhaltes dienen können, sondern „Liebhaberei"' bescheinigen.“]

Gleichzeitig sieht sich der BF auch in seinem Recht auf rechtsstaatliche Sicherheit verletzt (wie sie die EMRK in Art.5 garantiert), da die Republik Österreich verbindliche Konventionen des Völkerrechts als auch den Gleichheitsgrundsatz in der Bundesverfassung nicht umsetzt, um international vereinbarte soziale Standards zu umgehen.

Bezüglich der bekannten Begründungen für diese rechtswidrige Nicht-Umsetzung völkerrechtlicher Auflagen verweist der BF darauf, dass es für den Tatbestand der Menschenrechtsverletzung unerheblich ist, ob ein Verwaltungsgesetz „allenfalls grob unrichtig“ umgesetzt wurde (siehe VfGH-Beschluss vom 8.Juni 2010 Seite2), oder ob das Gesetz selbst bzw. dessen Wortlaut gegen die Konvention verstößt, oder ob eine Säumigkeit auf Grund parlamentarischer Untätigkeit vorliegt. Nach Ansicht des BF sind Menschenrechtsverletzungen in Österreich prinzipiell zu untersagen, egal auf welche Umstände deren Präsenz zurückgeführt wird.

Schließlich hält sich der BF eine Beschwerde beim EGMR auch wegen Verletzung des Art. 6 der EMRK vor, da er die  Abtretung seiner Klage gegen Menschenrechtsverletzungen zwischen österreichischen Höchstgerichten untereinander als Verfahrensschikane betrachtet, die ihn einem Spießrutenlauf  unterzieht und die Erlangung seines Rechtes vorsätzlich erschwert.

Zu3.) Gemäß § 28 Abs.1 Z.6 VwGG stellt der Beschwerdeführer jedenfalls folgende Anträge:

a)  Der Beschwerdeführer beantragt  die rückwirkende Kompensation der zu minder bemessenen Notstandshilfe von € 375,-- auf jenen Betrag, der der faktischen Armutsgrenze entspricht.

Diese Kompensation rückwirkend ab den Tag seiner Volljährigkeit oder ab den Tag an dem die Familienbeihilfe für ihn eingestellt wurde, mit einem Verzinsungssatz von 4 % p.a. -und für jene Zeitspannen in denen er mit der unzureichenden Notstandshilfe abgefertigt wurde.

Gleichzeitig beantragt der BF eine Korrektur der verfälschten Einkommensstatistik (der Statistik Austria), ohne die Einbeziehung von Bagatellbeträgen unter € 500,— pro Monat,  die die Statistik bewusst verfälschen, weil sie unmöglich als Einkommen dienen können sondern Liebhaberei bescheinigen.

 Alternativ ist der BF bereit zur Vereinfachung der Berechnung der Entschädigung einen

Pauschalbetrag von € 13.000 für die bisher zu minder bemessenen Sozialleistungen zu

akzeptieren, zuzüglich eines Pauschalbetrages von € 4.000,-- für die Verfahrenskosten und für Spesen. In Summe also € 17.000. (Mind. 20 Monate a´ Δ  € 724,00 ~  € 14.480 +

Verzinsung).  Im Falle der Auszahlung dieser Kompensation über € 17.000 binnen 3 Monaten nach Ergehen des VwGH–Urteils verzichtet der BF auf die Klage vor dem EGMR und auf eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission. (European Union Statistics on Income and Living Conditions ).

b) Der BF begehrt, dass das AMS - als betroffene Bundesbehörde — die alleinige Zuständigkeit für die soziale Mindestsicherung von Arbeitslosen unbefristet übernimmt (also bis zu deren Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt), und dass sie die Delegierung der Mindestsicherung von Arbeitslosen an Kommunalbehörden (mit deren minderwertigen und menschenrechtswidrigen Reglements) einstellt.

c) Der BF beantragt - unter Berufung auf den Gleichheitsgrundsatz B-VG Art 7 und des 12. Zusatzprotokolls zur EMRK, - dass die Republik Österreich die soziale Absicherung von

Erwerbslosen mit dem gleichen Engagement betreibt, mit dem sie Pensionen von Beamten, Gemeindebediensteten, Richtern, Funktionären und Politiker subventioniert - und dabei von der Behauptung Abstand nimmt, dass es sich bei den gestützten Beamtenpensionen nicht um Pensions- und Sozialleistungen handle, weil Beamte ihren Dienst niemals beenden würden, sondern davon im Alter lediglich - auf Abruf - freigestellt wären („Ruhensgenuss").

d) Der BF beantragt, dass die soziale Absicherung von volljährigen Arbeitslosen nicht an

Bedingungen geknüpft werden, die diese dazu zwingen

- ihr Heim zu veräußern (Existenzvernichtung anstatt sozialer Absicherung),

- ihre Lebensersparnisse oder ihre Zukunfts- bzw. Altersvorsorge aufzulösen (Kreditprinzip anstatt Sozialversicherung)

- ihre Privatsphäre, ihre Lebens- und Besitzumstände offen zu legen, die über den Nachweise ihrer persönlichen Einkommen hinausgehen,

- sich in die Abhängigkeit anderer Personen (auch Familienangehöriger) zu begeben, die sie daran hindern (können) ein eigenständiges Leben aufzubauen und eine  Familie aus freien Stücken zu gründen,

weil dies für die Mindestsicherung iS des IPwirtR nicht relevant ist, und weil Art.9, Art. 10 und Art. 11 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (auch BGBL 590/1978) derartige Vorbehalte und Voraussetzungen nicht einräumen, - und weil die Republik derartige Auflagen auch nicht Beamten und Funktionären vorschreibt, denen sie durch die Pragmatisierung eine lebenslange Absicherung (oberhalb des Existenzminimums) gewährt und deren Pensionen sie großzügig subventioniert.