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itworks "BBE trendwende" Waidhofen: Seltsamer Informationstag im Feuerwehrhaus

Aktiver Admin am Di., 18.08.2020 - 10:06

Ich erhalte vom AMS Waidhofen an der Thaya einen als "Schreiben" titulierten Brief, dass es sinnvoll wäre, meine Situation von unabhängigen BeraterInnen prüfen zu lassen.(Mein letzter Beratungstermin beim "Zentrum für Beratung" liegt gerade mal drei Monate zurück). Ein Ersttermin mit "itworks" sei daher verbindlich vereinbart. Dieser gelte auch als Kontrollmeldung dessen Nichteinhaltung unter (ausführlich beschriebenen) Sanktionen stehe. Man erwarte meine aktive Mitarbeit und Gesprächsbereitschaft.

Die "Beratung" findet in einem Saal des Feuerwehrhauses statt. Ich zögere an der offenen Tür, weil den beiden Mitarbeitern von itworks noch eine Dame gegenübersitzt und werde aufgefordert, dennoch einzutreten. (Ich frage mich innerlich jetzt schon, wie das hier ist, mit dem Umgang mit Datenschutz, und der Vertraulichkeit von Gesprächen.)

Mein einleitendes "ich komme zu einem Beratungstermin" wird mit "nein, heute ist keine Beratung, nur Datenaufnahme" beantwortet.

Auf meine Bitte mir das zu erklären, erhalte ich wenig aussagekräftige Aussagen über ein Beratungsprojekt. Ich kann mir keine Vorstellung bilden.

Die beiden Leute von itworks erklären mir, sie haben keine Erfahrung mit meiner Branche und meinem Ausbildungsstand, ich zähle nicht zum Kreis ihrer üblichen Kunden, die nicht einmal einen Computer einschalten oder ein Formular ausfüllen können.

Meine Frage, wie ich von diesem Projekt profitieren könne, wird damit beantwortet, ich  solle mitmachen, " weil dann müsse ich nicht mehr zum AMS, gerade die Geschäftsstelle in Waidhofen sei ja bekannt unangenehm".

Ich bin leider völlig unvorbereitet und viel zu verblüfft um irgendwie zu antworten.

Aus der Überlegung, mitmachen zu müssen, auch wenn ich die Qualität und Sinnhaftigkeit der Beratung bezweifle, beginne ich den Fragebogen auszufüllen. Auf Seite 4 finde ich einen Halbsatz, mit dem ich meine Zustimmung zur Datenverarbeitung zum Zwecke der Arbeitsvermittlung erteilen soll, den ich gestrichen haben will.

Der Mitarbeiter erklärt, er werde das mit seiner Rechtsabteilung abklären und  mir am Nachmittag das Formular auch mailen, weil ich auch nochmal prüfen will, ob ich eine derartige Zustimmung erteilen muss.

Auf meine Urgenz hin erhalte ich dann am  4. 3. das Formular übersandt, samt dem Zusatz, von seiner Rechtsabteilung aus gäbe es keine Änderung. Ich finde eine zusätzliche Seite mit bedenklichen Inhalten, die mir bei dem "Beratungstermin" nicht gezeigt wurde, die ich aber wohl ebenfalls unterschreiben hätte sollen

Ich habe wenige Tage später deswegen einen Termin bei der Leiterin der regionalen Geschäftsstelle des AMS. Ich bin eigentlich darauf eingestellt, ihr zu sagen, dass ich Sinn und Zweck der Maßnahme nicht nachvollziehen kann und gerne einen Bescheid dazu hätte. Soweit kommt es gar nicht. Nachdem ich ihr eingangs ein Gedächtnisprotokoll über den Gesprächsverlauf übergeben habe, bekomme ich die Auskunft, "nach Rücksprache mit der Landesgeschäftsstelle" kann ich "an dem Projekt nicht teilnehmen", wenn ich die Betreuungsvereinbarung nicht unverändert unterschreibe. Ich müsse mich entscheiden. Damit war es erledigt.

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